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Steppenwolf, s. Heulwolf und Tafel: Amerika—
rische Tierwelt, 12.
Ster Erz. Stéerxe), im metrischen System die Einheit
)es Körpermaßes, insbes. für Bau- und Brennhölzer, zu
10 Dezi⸗S. — 1ehm. Das Deka⸗S. — 10, Hekto⸗S. *
100, Kilo⸗S. ⸗ 1000 S.
Sterbekassen, Begräbnis-, Leichen⸗, Sterbeladen,
zenossenschaftliche Lebensversicherungen kleinsten Maß⸗
stabes, gewähren gegen Zahlung eines gewissen Betrags
den Angehörigen dines derficheren Verstorbenen die Ber
erdigungskosten (Sterbegeld) höchstens aber 300 — 500
häufig mit Krautkenkassen verbünden.
Sterbemünzen, Denkmünzen auf den Tod fürstl.,
ͤberhaupt hervorragender Personen, aber auch für den
Verkehr geprägte Skucke (Sterbelaler, Aulden, ⸗groschen).
Sterben, s. Tod. Tafel: Münzeũ II, 281]
Sterbender Fechter, auch Sterbender Gallier, be
cuhmtes griech. Bildwert, darstellend einen infolge tödlicher
Verwundung hingesunkenen gall. Krieger (Kapitolinisches
Sterbequartal, s. Quattal. Museum in Nom)
Sterbesarramente, s. Olung (Letzte).
Sterbetafel, Sterblichkeitstasel, übersichtliche Zu—
aAmmenstellung der Sterbenswahrscheinlichkeit, mittlern
DZurchschnittlichen) nud, wahrscheinlichen Lebensdauer (oder
Lebenserwartung) für die Bevölkerung eines Landes in den
einzelnen Lebeusjahren; für Lebensversicherungsanstalter
unentbehrlich.
Sterbeziffer, Sterblichkeitsziffer, das Berhältnis der
Zahl der in einem Jahre Gestorbenen zur miltlern Be
völlerung eines Landes (auf 1000 E.) in demselben Jahre
Sterblichkeit, Mortalität, das Verhältnis der Ge
storbenen zur Gesamtbevölkerung eines Laudes, wird qaus—
zedrückt durch die Sterbezifser (s. d.). Die S. ist in den
ersten fünf Lebensjahren am größten; im allgemeinen ent⸗
fallen Ash aller Gestorbeuen auf das erste, und , bis
nahezu 2 auf das erste bis fünfte Lebensjahr. — Vgl.
Westerggard (2. Aufl. 1001). lten Schafen
Sterblingswolle, Wolle von kranken oder verende—
Steroulia I., Stinkbaunt, ⸗malve, Pflanzengattg. der
Sterkuliazeen, Bäume der heißen Lünder. sctan L.
in Ostindien und in Kotfchinchina, mit übelriechender
Blüten, aber ölhaltigen, eßbaren Samen; 8. villös
ANocgb. liefert Fasern zu Seilen; 8. tragacantha Lindl.
in Westafrika, liefert den afrik. Tragaut; 8. acuminats.
. v. w. Cola acuminata (j. Cola).
Stere (frz., spr. n Körpermaß, s. Ster.
Sterẽeochentie (grch.), die Lehre von der relatipen
oͤrtlichen Anordnung, der Elementaratome in den Mole
külen, erklärt die Isomerie bei Verbindungen gleiche
Struktur; begründet, von van t'Hoff und Widlicenus
Vgl. Bischoff und Walden (2 Bde. 1834), Hantzsch (2. Aufl
1904), Bischoff, „Materialien der S“ s Bde. 1804).
Stereochroniie (grch.), eine 1828 in München er—
jundene Art der Wandmalerei, darin bestehend, daß aus
der präparierten trocknen Mörkelschicht das Gemälde m
einfachen Wasserfarben, denen als Bindemiltel Wasser⸗
zlas zugesetzt ist, nach und nach ausgeführt werden kann;
Zurch Aufspritzen von Wasserglas wird alsdann die Bildläche
 gegen den Einfluß der Witteruug geschützt.
Stereometer (grch,), Volumenometer, Apparat zur
Bestimmung des Raͤuminhalts pulverförmiger Körper
Stereometrie (grch.) Teil der Geometrie (s. d.).
Stereoskop (grih) eine von Wheatstone erfundent
optische Vorrichtung, um zwei nebeneinander liegende, für
e ein Auge perspektipisch entworfene Zeichnungen eines
Obiekts als ein einziges körperliches Bild erscheinen zu
lassen. Wheatstone benutzte Spiegel zur Vereinigung der
Bilder, beim Brewsterschen S. Getzt allgemein gebruͤuch
lich dienen hierzu Linsen sCafel? Optik II, 85] Stereo
stopische Bilder werden am besten photographisch (mit der
Stereostoptamera sTafel Photographie IH, 6H herge⸗
stelt. — Bal. Manqhot (13035
Stertotomie (oh), Teilder Stereometrie, der von
den Durchschnitten der Oberflächen der Körper, die ein—
znder ganz oder zum Teil durchdringen, handelt; im Stein—
schnitt . d.und im, Maschnendesen wichtig.
Stereotip (grh), feststehend, in ungbänderlicher
—— feste Druckplatte, Erzeugnis der Stered
Ypie (s. d.

Stereotypie (grch.), das Verfahren, aus dem Shrift—
atz eine ppi —* zum Abdruck in der Buchd ruck⸗
»resse herzustellen, zum Zweck der Schriftschonuug und
ängerer Aufbewahrung fuͤr den Nachdruck. Die Matrize
vird erzeugt, indem mehrere Bogen Seidens und Kupfer⸗
)ruckpapier mit Kleister zusamniengeklebt, in feuchtem Zu⸗
tande mittels Bürsie in die Typenforni eingeklopft oder
nittels Kalanders eingeprägt werden. Nachdem diefe Na⸗
rize in der Trockenpresse getrocknet ist, erfolgt im Gied⸗
ustrument der Abguß in einer Legierung von Blei, Zinn
ind Antimon. — Vgl. Kempe (10. Aufi. 1904).
Steril (lat.), unfruchtbar, duͤrr; Sterilisation, in der
Zakteriologie das Keimfreimachen der Justrumente nud
sährböden, geschieht meist durch Erhitzen auf 15805180
uhaltendes Kochen, Behandeln mit strömendem Wasser⸗
ampf, Filtration GKiefelgur- oder eee
oder durch Zusetzen keimtötender Mitte (Chloroforni
Zalizylsäure, Formaldehyd u. a); über Sterilisation der
Milch, s. Milchkonservietüng. Sterilisieren, unfruchtbar
nachen; Steritität, Unfruchtbarkeit, Duͤrre.
Sterkorieren (Cat.), düngen; Sterkorgtion, Düngung.
Sterkrade, Dorf im preuß. Reg.Bez. Düffeldorf,
1800) 15004 (1905) 21 213 E.; großes Esenwerk.
Sterkuliazeen, Pflanzenfamilie der Kolumniferen,
KAräuter, Sträucher oder Bauume meist in den Tropen.
Sterlet, Fisch, s. Störe.
Sterling, altengl. Silbermünze; jetzt Nechnungsgeld,
bfund Sterling (s. d.).
Sterlitamak, Kreisstadt im russ. Gouv. Ufa, an der
Zterlja (zur Bjelaja), 15538 E.
Stern, s. Firsterne, Kometen, Planeten; auch das
dinterteil des Schiffs; als Orden s. Sternorden.
Stern, Adolf, ursprünglich Adolf Ernst, Dichter und
diterarhistoriker, geb. 14. Juni 1835 zu Leipzig, seit
869 Prof. am Polytechnikum zu Dresden; schrieb: „Ge⸗
ichte (1870 u. v.), Romane („Ohne Ideale“, 1882),
ahlreiche Novellen u. a., ferner , Geschichte der neuern
Literatur“ (7 Bde., 1882 85), “, Geschichte der Welt⸗
iteratux“ (1880), die Biogr. Hermanu Hettner“ (1885
ind „Otto Ludwig“ (1890) uͤ.“a.
Stern, Alfred, Historlker, geb. 22. Nop. 1346 zu
vöttingen, 1873 Prof, in Bern, 1887 in Zürich; schrieb:
Heschichte der Revolution in Eugland“ (2. Aufl. 1808),
Das Leben Mirabeaus“ (1880), Geschichte Europas von
815 bis 1871“ (Bd. 13, 18ο. .
Stern, Daniel, Pseudonym, s. Agoult.
Stern, Julius, Musiker, geb. 8. Aug. 1820 in Breslau,
eit 1845 in Berlin, wo er 1817 den Sternschen Ge⸗
angverein, 1850 das Konservatorium für Musit grün—
ete, gest. 27. Febr. 1883.
Stern,. Maurice Reinhold von, Dichter, geb. 3. April
860 in Reval, als Journalist in Deutschland und Amerika
ãtig, lebt seit 1008 in Linz a. De; schrieb: Proletarier⸗
ieder“ (1885), den Roman Walter Wendrich“ (1895),
Aphorismen (1904), Rovellen, Skizzen u. a.
Sternalgie (guch.), Schnierz am Brustdein.
Sternanis, die sternförmige Frucht des Sternanis⸗
ums (s. Ilicium), importiert aus Hong-⸗-kong.
Sternäpfel, s. OCrysophyuum.
Sternbedeckungen, s. Bedeckung (astron.).
Sternberg. 1) S. in Mecklenburg, Stadlin Meck⸗—
enburg⸗Schwerin, am Sternberger Sec (4 kKmelg., bis 3 xm
.MIOos) 8027 E., Amtsgericht, Gewerbeschule; mnit
Malchin abwechselud Sitz des mecklenb. Landtags. —
) S. in der Neumark, Stadt im preuß. Neg.-Bez
Frankfurt, an der Eilang, 1754 E.
Sternberg. ) Bezirksstadt in Mähren, (1900)
53220 E., Schloß, Landesirrenanstalt; staatliche Tabaks⸗
abrik, Baumwoll⸗, Leineninduftrie. Val. Stief (Ge⸗
chichte, 1894). — 2) Bad bei Schlan in Böhmen.
Sternberg, Aler. Freiherr von Ungeru⸗S., Noman-—
chriftfteller, geb. 22. Aptil 1806 auf Roiftfer bei Reval,
ebte seit 1880 in Deutschland, gest. 24. Aug. 1868 zu
dannenwalde in Mecklenburg; shrieb: „Braͤune Mär⸗
jen“ (1850), „Die Ritter von Marienburg“ (1853),
Dorothea von Kurland“ (18897,,8. 9NRubeus“
1862), „Erinnerungsblutter“ (6 Bde. 18355—60) u. a.
Sternbilder, die zur leichtern Übersicht mit Namen
legten Gruppen von Fixsternen (Großer Bür Hleiner