Bär, Fuhrmann mit der Ziege ac.), schon von den alten
Agyptern zum Teil aufgesteult, jetzt 100 (48 alte, s8
neue). [Tafel: Astronoͤmie 1J, 1.)]
Sterublume, s. Aster.
Sterndeutekunst, s. Astrologie.
Sterndolde, Pflanzeugattg., s. Astrantia.
Sterne, Carus, Pseudonym, s. Krause, Ernst.
Sterne (spr. störn), Lawreuce, engl. Humorist, geb.
24. Nop. 171833u Clonmel (Irland), Geistuͤcher gest. 18. Marz
1768 zu London. Hauptwerke: „Tristram Shanay“ (1759
BGG; deutsch 1869 u. v.) und „Sentimental joniney, by
Mr. Xorick“ (1765; deutsch 1856 u. 6.). — Biogr. von
Figgerald neue Ausg. Bde. 1886).
Sterneichungen (engl. atar gausos), Schützungen
iber die Sternfülle an verschiedenen Stellen des Himmels
Sternenbanner (eugl. Stars apd Stripes, d. i.
Sterne und Streifen), die Flagge der Ver Staaten
don Amerika sTafel: Flaggen).
Sternhaare, s. Haare (der Pflanzen).
Sternhai, der Glatthain(s. Haifische)⸗
Sternhaufen, s. Rebelflecke und Tafel: Astrono—
Sternhaufen, Fisch, s. Störe. Imie II, 14
Sternjahr, s. Jahr.
Sternkamimer (Star Chamber), engl. Gerichtshof,
)er alle außerhalb der Grenzen des gemeinen Rechte
iegenden Fälle bestrafen sollte, von Heinrich VII. 1487
eingesetzt, vielfach ein Werkzeug des königl. Despotismus
1641 dutg das Parlament aufgehoben.
Sterukarten, zum Studium der Astronomie dienende
Abbildungen des gefürnten Himmels (s. Firsterne), auf
welche die Sterne genau nach ihren Koordinaten einge—
ragen sind. [Tafel: Astronomie J, 34
Sternkataloge, Verzeichnisse von Firsternen mit An—
gabe ihrer Stellung am Himmel. Altester S. der von
Hipparch 160 p. Chr. entworfene, im , Almageft“ des
Ptolemgus aufbewahrte von 1026 Sterlusen. — Der S
von Lalande enthält, 47890, von Bessel 75011, Arde—
lander 314000, der sog. Zonenkatalog der Astronomischen
Gesellschaft alle Sterne bis zur 9. Größe; am vollstän—
digsten der photogr. Katalog, an dessen Herstellung Steru—
warten aller Länder beteiligt sind.
Sternkorallen, s. Heraktinien.
Sternkreuzorden, oͤsterr. Orden für verheiratete adlige
ath. Damen, 1668 gestiftet zur Pflege des Samariter
Sternkunde, s. — ldienstes
Sternmiere, ineen s. Stellaria.
Sternmoos, s. MAnium JAbb. 1187).
Sterumull, s. Maulwürfe.
Sternordeit. 1) Stern von Indien, großbrit. Orden
861 für Verdienste um die ind, Befitzungen gestiftet
drei Klassen. — 2) Stern von Numänien, rumau. Milinar
und Zivilverdienstorden mit einer der franz. Ehrenlegivi
angepaßten Orgauisation, 1877 gestiftet. — 3) Afrik. Stern
Orden des Kongostaates, 1888 von König Leopold II
gestiftet für Verdienste um den Kongostaat und die afrit.
Zivilisation; fünf Klassen. — 9 Orden vom strahlenden
Stern, 1875 vom Sulltan Bargaäsch ben Sard von San—
sibar gestiftet; zwei Klassen.
Sternschnecke, s. Hiuterkiemer [Abb. 801)].
Sternschnitt, Schlifform von Edelsteinen: unter klei—
ner Ieid drei Reihen Facetten. sCafel: Edelstein«
, 'u. I8.
Sternschnuppen, Meteorsteine (s. d.), die, von der
Irde angezogen, in die Atmosphäre eindringen, durch
Reibung glühend werden und so einem fortschießenden
(herabfallenden) Stern ähneln, erscheinen entweder einzeln
(sporadische S) oder an bestimmten Tagen häufiger und
u Schwärmen (neriodische S.), scheinbar von gewissen
Sternbildern als Radiationspunttlen aussirahlend ünd nach
diesen benanunt, so von der Lyra die Lyraiden'am 12. April,
vom Perseus die Perseiden (s. d.) vom Löwen die Leo—
niden (s. d.) 2c. Erklärung: Uber unser Sonnensystem
sind unzählige kleine Körperchen, sog. Meteoroiden, zer⸗
streut, die, wenn sie in die Erdatmosphäre gelangen, als
S. aufleuchten; sie umkreisen die Sonne meistein laug⸗
gestreckten Ellipsen, entweder vereinzelt oder in Schwärmen,
die über die ganze Bahn verteilt sind (sog. Metcorringe,
und in einzelnen Fällen nachweislich aufgelöste Kometen dar⸗
Sternfeher, Fisch, s. Himmelsqucker. sstellen.

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Ste

Sterntag, der Zeitraum zwischen zwei aufeinander—
olgenden Durchgängen eines und desselben Firsterns
nurch den Meridian, um 8 Minuten 86 Setunden urzer
ils ein Sonnentag, gezählt von dem Augeublick, in wel—
hem der durch den Mexidian geht; die
ach ihm gemachte Zeitmessung heißt Sternzeit.
ZSternträger, s. Kreuzherren.
Ztornum lat), das Brustbein (s. Brust).
Sternutation (lat.), das Niesen; steruutativ, niesen—
egeud; Sternutatorium, Niesemittel. [(. Sternorden.
Stern von Indien und Stern von Rumanien,
Sternwarte, astron. Observatorium, Gebaude für
stron. Beobachtungen, muß sehr sabil gebant fein und
nöglichst entlegen vom stüdtischen Verkehr, der Erschütte⸗
ungen und, des Dunstes wegen. In uneuͤerer Zeit' baut
nan sie ganz hinaus anf hohe Berge (Lick-S. in Kalifornien,
Potsdam, Heidelberg), während die S. in Greenwich, Parib,
Straßburg ꝛc. noch in dem Dunstkreis der Stadt liegen.
Je nach der Aufgabe unterscheidet man, jetzt zwischen asro—
netrischen S., die hanptsächlich Messugen ausführen,
ind astrophysikalischen, die die physische Nakur der Geflirne
intersuchen (s. Astrophysik). Zur Ausrüstung einer S, ge—
hören hauptsächlich gute Uhren, ferner die eigentlichen
astron. Instrumente: Refraktor (s. Fernrohr), Passageu⸗
nstrumeut (s. d.), Heliometer (f. d.). Reftaktoren“ zur
Himmelsphotographie (s. d.) sind mit einer photogr. Ka—
nera, solche zu speltralanalytischen Untersuchungen mit
Spektralapparaten verbunden.
Sternweite, Maß für die Entfernungen der Firsterne
»on der Erde, ist die Entfernung eines Firsterns. dessen
ährl. Parallaxe 1 Bogensekunde beträgt,
Jleich etwa 30 Billionen Km. (S. auch
Lichtzeit..
Sternuwürmer, Spritzwürmer, Ge—⸗
ihyreen (Gephyrea), Klasse der Würmer,
»hne Gliederung im erwachsenen Zustaude;
Beschlechter oft sehr voneinander ab—
veichend; die Larven durchlaufen eine ver—
wickelte Metamorphose. In Schlamm,
Sand, Steinritzen ac. verborgen lebende 1807. Bo-Meeresbewohner.
 Zwei Ordnungen: 1) Un- nesun vis
echte Gephyreen (Onaetitsra), Mund an
der Wurzel eines rüsselförmigen, nicht einstülpbaren Kopf—
lappens; hierher z. B. Bonellia viridis hol. Abb. 1807:
Weibchen, b Männchen], Weib⸗
hen 15 ein lg., dunkelgrün, Männ— * d
hen 1-2 gi q de d
chlechtsorgan des Weibchen ma⸗— n
eg —— 2) Echte Ge- v808. Spritzwurm.
phyreen (Achaeta), Mund an der Spitze des einstülpbaren
Vorderleibes (Rüssels). Hierher z. B. der Spritzwurm
Phascolosõma obscurum Quatref [Abb. 1808).
Sternzeit, s. Sterntag.
Sterrometall, eine Legierung von Kupfer, Zink und
xisen, von Goldglanz und hoher Festigkeit. 713749).
Sterzen, die Haudhaben am Pflug (s. d. nebst Abb.
Sterzing, Stadt in Tirol, am Eisack (1000) 1672 E.
Deutsches Ordenshaus (ietzt Spital); dabei Porphyr- und
Marmorbrüche und das seit 1877 entsumpfte Sterzinger
Moos. — Vgl. Fischnaler (3. Aufl. 1892).
Stesichöorus, griech. Lyriker, aus Himera auf Si—
ilien, um 600 v. Chr.; Fragmente seiner Dichtungen in
Bergts „Poetae Iyrioi Gracoei“ (4. Aufl. 1882).
Stethograph (grch.), Apparat zur graphischen Dar—
tellung der Atenibewegungen (Stethographie).
Stethoskop (grch.) Hörrohr, zur Auskultalion dienen—
)»es Instrument, durchbohrter, unten trichterförmig er—⸗
veiterter, oben mit einer Scheibe versehener Zylinder.
Stetigkeit, s. Kontinuität.
Stettenheim, Julius, humoristischer Schriftsteller,
Eeb. 2. Rop. 1831 zu Hamburg, lebt in Berlin, 186284
Zerausgeber des von ihm begründeten Witzblattes, Wespen“
ind 18865 784 der, Monatsschrift „Das huroriftische
—AÜ,KXHO— — anee Gestalt des Kriege—
zerichterstatters „Wippchen“, dessen „Berichie“
— sen „Berichie“ gesamimelt
Stettin, Hauptstadt der preuß. Prov. Pomniern sKarte:
Ostpreußen ꝛc. I. 2) und des Reg.Bez. S. (12078 qkm,
900: 830709, 1905: 857 496) E.1 Stadtkreis. 12864nd

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