Oflsee, 317 964 E.; drei Hauptteile: N) Staden (die eigent⸗
liche Stadt), auf zwei Inseln, 1255 gegründet, königl.
Schloß (1760 vollendet, ilal, Renaissance), Riddarhus
— —
igen Reichsftandes), Obelist (860 m hoch, Standbild
Vussavs VIi., Riddarholmstyrka (900 m' hoher Gußeifen—
turm, Grabflͤtte schwed. Könige und hervor⸗ 3
ragender Männer); 2) die nördl. Stadtteile:
Norrmalm (Nordstadt) mit Parkanlagen
Eonigsgarten mil den Siatuen Karls XI.
und Faͤrls XIII., Berzelins-Park mit
Berzeliug Statue), Sstermaim Oftstadt)
pornehmster Stadtleil mit Reichsbibliothet, —8
Linne Denkmal, Kungsholmen (Königs⸗ Stonim.
inseh, bes. Fabrilen und dazarette enthaltend;
3) Sͤdermaim (Sůdstadti. Große Kirche beim Sclosse
83. Jahrh.d, Kaͤtharina⸗ und Deulsche Kirche; Technische
Hochschule, Kunstäkademie, Karolinisches me dico⸗ chirurg
Insutut, Gewerbeschule, Kriegsschule, Artilleries und In⸗
genenrschule, Seekriegsschule, Napigationsschule, Forst—
iustitut, Pharmazeutisches Inslitut, Akademie der Wissen—
chaften cIndustrie wichtig, bes. Gießereien, mechan
Werkstatten, Rasesinenbau, gucers und Tabakfabriken
bedeutender Einfuhrhandel; Ausfuhr von Eisen, Hafer,
Zündholzern. Drei Häfen mit Kriegswerft und Trocken—
dotts Kuͤstenbefestigungen. In der Umgehung die königl
Schloͤsser Rosendahl, Ukriksdahl, Haga und Drottningholm
S.um 12850 gegtündet, hat sich seit dem 17. Jahrh. zun
Zroßstadt entwidell. Vgl. Wattenbach (1876), Lünbin
Ichwed. 1887. 80). Dahlgren (schwed, 1807).“
Stockholmer Blutbad, histor. Benennung für die
Hinrichtung dahlreicher schwed. Großen im J. 1520, durch
die Christicne von Dancmark feine Herrschaft in Schwe
den zu sichern suchte.
Stockhorn. 9) Gipfel der Simmengruppe in den
Freiburger Aipen Kanton Bern) 2102 w.2) Vor
zipfel der Monte-Rofagruppe, 3634 1w.
Stockjobber (engl.d, s. Jobber.
Stockkrankheit, Wurmkrankheit oder Kropf, eine
durch das Roggenälchen (Apgnilldla devastätrix Xuhm)
erursachte Krankheit des Roggens, üußert sich in An—
chwellen der Halme und spircüger Drehung der Bltitter
Stockmalve, s. Althaca
Stockmar, Christian Friedr., Freiherr von, Staats—
mann, geb. 22. Aug. 1787 zu Coburg, seit 1816 Leibarzt
des Prinzen Leopold, spütern Königs von Belgien, als
Vertrauter desselben sowie später des Prrepe Al⸗
bert von England sehr kinflußreich, gest, . Juli 1868 pu
Coburg. „Denkwürdigkeiten“, hg. von seinem Sohne E.
oon S. (1872). — —9— Juste (franz., 1873).
Stockmaß, Instrument zum Messen von Pferden in
Form eines Galgens Gatgenmaß).
Stockport, Stadt in der engl. Grafsch. Chester, am
Mersey und der Muͤndung des Tame (1005) 8826 6.
Baumwoll⸗ Hut- und Seidenindustrie.
Stockrose, s. Althaea.
Stockschwamm (Agarieus mutabrlis Schacßt.), eß-⸗
barer Rilz mit langem Stiel und bruͤunlihem, hehlem
Hut, herdenweise an altem 20 Tafel: Pilze, 20).
Stockton (spr. stockt'n), Stadt im nordamerik. Staate
Kalifornien, am S Slough (Arm des Foaquinfiuffes),
(Is00) 17 806 E., Staatsirrenanfialt.
Stockton upon Tees (spr. stockt'n öpp'n tihs), Stadt
in der engl. Graͤfsch. Durham, an der Mundung des Tees
in die Teesbai, (1801) E.
Stogwell, Stadtteil Londons, r. von der Themse.
Stockwerkskorallen, s. Tabulaten.
Stoddard, Richard Henry, amerik. Dichter, geb. 2. Juli
1825 in dingheg (Massachusetts), gest, 18. Mai 1903 in
Neuyort; schrieb Gedichte c Footpinte“, 18455 Pong
1853; „Fhe book of tüe enst“, 1867); ferner: Adventures
 in fairy land“ (1888), „Läfe ot Alexauder
von Humboldt“ (1860), „Phe Lion's olub“ (1880),
„Under the vening lamp'“ (1803) u. a.
Stoff, s. Gewebe
Stoffmetamorphofe, s. Stoffwechsel.
Stoffmünle, s. v w. Hollander (f. Papier).
Stoffwechfei, Stoffumfatz, die Gesamtheit derjenigen
ohysik. und chem. Vorgunge, durch welche die normalen

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Sto

Ebensverrichtungen der Organismen voustatten gehen.
die Pflanze nimmt einfache anorganische Verbindungen
Wasser, Kohlensäure, salpetersaure Salze ꝛc.) auf und baut
aus ihnen unter dem Einflusse des Sonnenlichts unter
Sauerstoffausscheidung komplizierte organische Verbindungen
Eiweiß, Kohlehydrate und Fette) auf (og. progressive
Stofimetamorphose); das Tier dagegen nimmt entweder
diese von der Pflauze gebildeten Stoffe direkt (Pflanzenfresser)
 oder indirekt (Fleischfresser) auf und führt sie durch
Verbindung mit dem beim Atmen aufgenommenen Sauer—
stoff wieder, in einfache Verbindungen (Wasser, Kohlen⸗
säure, Harnstoff u. a.) über (regressive Stoffmetamorphose).
S. auch Ernährung und Nahrungsmittel.) — Val. Mole—
schott, „Kreislauf des Lebens“ F Aufl. 1873 -78); Kasso⸗
witz, „Allgemeine Biologie“, Bd. 3: Stoff- und Kraft⸗
wechsel (1304); Noorden, „Pathologie des S.“ (1803
2. Aufl. Bd. 1, 1906), Richter (1806).
Stohmann, Friedr. Karl Adolf, Agrikulturchemiker
ind Technolog, geb. 25. April 1832 in Bremen, gründete
1862 die landw. Versuchsstativn in Braunschweig, 1868
Prof. in Halle, 1871 in Leipzig, gest. das. 1. Nov. 18973
oeröffentlichte: „Enzyklopäd. Handbuch der technischen
Chemie“ (mit Kerl, 4. Aufl., 8 Bde., 1886 fg.), Hand
huch der Zuckerfabrikation“ (3. Aufl. 1883), Handbuch
er e Chemie“ (mit Engler, 2 Bde. 1878 74) 2c.
Stohnsdorf, preuß. Dorf, s. Stonsdorf.
Stoizismus oder stoische Philosophie, die Lehre des
Philosophen Zeno (. d.), der zu Athen in einer Süulenhalle
 (Stoa) seine Vorträge hielt. Seine Anhänger, die
Ztoiker, betrachteten die Philosophie als eine Anleitung
zur Lebensweisheit, die Tugend als das höchfte Gut
Daher Stoiker auch s. v. w. strenger, unerschuüͤtterlicher
Mann; S.s. v. w. Standhaftigkeit, Gleichgültigkeit gegen
iußere Eindrücke; stoisch, gleichmütig, unerschüt terlich
Bgl. Schmekel (1802), Dyroff (1807), Barth (1003).
Stoke, engl. Stadt, s. Stoke-⸗upon-Trent.
Stokes (spr. stohls), George Gabriel, Mathematiker
und Physiker, geb. 18. Aug. 1819 zu Streen (Irland),
1849 Prof. in Cambridge, Schöpfer der Fluoreszenzlehre,
gest. 1. Febr. 1903 in London; schrieb: „On lüght“ (1887.
oͤeutsch 1888) u. a.
Stokes sspr. stohls), Whitley, engl. Keltolog, geb.
28. Febr. 1830 zu Dublin, ging 1862 nach Madras,
187782 Justizminister in Indien, lebt in London.
Stoke⸗ upon⸗Trent (spr. stohköpp'n.), Stadt in der
engl. Grafsch. Stafford, Hauptort der Votteries, am Trent,
1301) 30158 E.
Stola, langes, faltiges Gewand der alt—
öm. Frauen; in frühchristl. Zeit weißleinenes
Gewand (Chorrock) der Geistlichen; jetzt in
der röm.⸗ und sowie in der
Fepncz Kirche geistl. Amtskleid (Schärpe)
in den liturgischen Farben, mit Kreuzen ver—
sehen, von den Priestern um den Nacken, von
den Diakonen über der linken Schulter ge⸗
tragen (Abb. 1820]. — Bgl. Berrisch (1867).
Stolberg. 1)8. am Harz, Stadt im
»reuß. Reg.«Bez. Merseburg, Hauptstadt der
Brafsch. Stolberg-⸗Stolberg (110 qkm), an 1820. Stola.
der Idn (1905) 2083 E. Amtsgericht, Re—
idenzschloß des Fürsten von Stolberg-Stolberg. —
2) S. im Rheinland, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Aachen,
Bahnknotenpunkt, (1900) 14249 ven 14968) E., Amts-⸗
jericht, Handelskammer, altes Bergschloß; Mittelpunkt
jedeütender Metallindustrie.
Stolberg, altgräfl. Geschlecht am Harz, seit dem
1. Jahrh. urkundlich erwähnt, seit 1412 reichsgräflich, teilte
ich 1638 in zwei Hauptlinien: 1) S.Wernigerode, jetziger
Standesherr Fürst Christian Ernst, geb. 28. Sept. 18804.
Sein Vater Fürst Otto von S., geb. 830. Ott. 1887 zu
Gedern, 1867 73 Oberpräsident von Hannover, seit 1807
Nitglied des Norddeutschen, 1371 O7s des Deuͤtfchen
Reichstags (freikonservativ), 1872 76 und feit 1803 Pru⸗
ident des preuß. Herrenhauses, 1876 Botschafter in Wien,
187881 Vizepraͤsident des preuß. Staatminisieriums,
1884 94 preuß. Obersttämmerer, 1888 88 Riinisier des
önigl. Hauses, 1890 Fürst, gest. 19. Nop. 1806 zu Wernige⸗
rode. — Dem apanagierten Ast Kreppelhof gehoͤrt an Gaf
ido zu S.-Wernigerode, geb. 4. März 1846 zu Berlin—
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