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werlzeuge) veranlaßten Krampf der Sprechwerkzeuge und
Atnunasorgane Behandlung: streng methodische Gym—
nastik der Atmuͤngs? und Sprachwerkzeuge. (S. aud
Stammeln.) — Vgl. A. Gutzmann (4. Aufl. 1895)
Denhardt (1881), H. Gutzmann (1897).
Sto tternheiim, Dorf in S.⸗Weimar, (1900) 1474 E.:
Salinen Luisen- und Neuhall, Solbad.
Stou, Großer, höͤchster Gipfel der Karawanken Kar⸗
tische Alpen), 2239 1
Stourbridge (spr. stöhrbrkdsch), Fabrikstadt in der
ngl. Grafsch. Worcester, am Stour, (1901) 16302 E.
Stourdza, moldauische Bojarenfamilie, s. Sturdza
Stout (spr. staut) s. v. w. Porter (fj. d.).
Stowe (spr. stoh), Harrriet Elisabeth, gewöhnlich
Beecher⸗S. (spr. bihtsch'ry. amerik. Schriftstellerin, geb
14. Juni 1812 zu Litchfleld (Connecticut), 1836 ver⸗
heiratet mit dem Theologen Calvin E. S. gest. 1. Juli
1896 in Hartford; erregte großes Aufsehen durch ihr Werl
„Uncle Tom's cabinꝰ („Onkel Toms Hütte“, 1852
übersetzt in fast alle europ. Sprachen), in welchem sie für
die Sklavenemanzipation eintrat; schrieb noch The May
llower“ (1849 u. b.), Lady Byron“ (1869), Gedicht
u. a. — Biogr. von ihrem Sohne Charles Edward S
(1891; dentsch 1892), von A. Field (engl., 1897).
Ston, Karl Volkmar, Püdagog, geb 22. Jaut. 1815
in Pegau, 1845 Prof, in Jena, 1880 Heidelberg, 1874
wieder in Jena, gest. 28. Jan. 1886 als Direktor der
Seminarschule; verfaßte: „Enzyklopüdie der Pädagogik“
2. Aufl. 1878) u. a. — Bioer. von Fröhlich (1885)
Bliedner (1886).
Strabane (spr. strebänn), Stadt in der irischen Grafsch
Tyrone, am Fohle, (1891) 5013 E.
Strabismus (grch.), das Schielen (s. d.).
Strabo, griech Geograph, geb. um 68v. Chr. zu
Amasia im Pontus, gest. in höͤherm Alter zu Rom, ver⸗
jaßte nach großen Reisen ein geogr. Werk Geographixka“)
n 17 Büchern, hg. von Melnee (. Aufl. 1866), übersetzi
von Forbiger (1866 62 u. ö.).
Strabotomte (grch), die Schieloperation . Schielen).
Stracchino (presirattihnon fetter ital Käse, bes. in
Mailand und Gorgonzola bereitel.
Strachwitz, Morid, Graf von, lyrischer Dichter, geb.
18. März 18223 zu Peterwitz (Schlesien), lebte auf Schebe⸗
au (Maͤhren) gest. 11. Dez. 1847 auf der Rückkehr aus
Itallen zu Wien. „Gedichte“ (7. Auft 1878).
Strack, Hermanu Leberecht, prot. Theolog und Orien⸗
alist, geb. 6. Mai 1848 zu Berlin, 1877 Prof. das.
Hauptschriften: Hebr. Grammatik⸗ (8. Aufl. 1902)
Lehrbuch der neuhebr. Sprache und Literatur“ (mii
Siegfried, 1884), „Einleitung in den Talmud⸗ (3. Aufl.
1800), „Einleitung in das R. T.⸗ (6. Aufl. 1906), Der
Blutaberglaube in der Menschheit“ (4. Aufl. 1892)
zibt hexaus „Nathangel, Zeitschrift für die Ärbeit der
wang. Kirche an Israel“ (feit 1885); gründete 1883 das
snstitutum Tudatcum in Berlin für die Judenmission
Strack, de SHeinr., Architekt, geb. 24. Juli 18006
zu Bückeburg, Geh. Oberhofbaurat in Berlin, gest. das.
14. Juni 1880, geistreichster Vertreier der Schinkelschen
Schule; Petrikirche, Nationalgalerie (nach Stülers Eut,
vurf), Siegesfäule in Berlin
Stradella, Stadt in der ital. Prov. Pavia, an der
Aversa, (1901) 8078 E.; Seidenzucht.
Stradella, Alessandro, ital. Komponist und Sänger,
geb. um 1645 in Reapel, i682 in Geung durch Meuchel⸗
mörder erdolcht; fchrieb Opern, Oratorien ꝛc.
Stradivari, Antoniv, Geigenbauer, Schüler von
Nicola Amati, geb. 1644 in Cremona, gest. das. 18. Dez
1737. — Bgl. Fetis (ranz., 1866).
Straelen (spr. strahlend Fletten im preuß. Reg.-Bez.
düsseldorf, an ber niederlaͤnd. Grenze, (1908) 60öd E.
Strafableilungen (Gnnlitarhe ceee
ibteilungen.
SEtrafaufschub, s. Bedingte Verurteilung.
„Strafbefehl, Strafmantat ein amtsrichterliche Ver⸗
ügung, durch die ohne Hauptverhandlung bei dering
sügigern sraftarem Gan dlunen bine Geshsent vo hir
150 ober eine Freiheitsstrafe von höchslens sechs Wochen
berhängt wird; er fruͤt erst in Rechiskraft, weun binnen
einer Woche nicht Einfpruch erhoben wird, durch den eine

Verhandlung vor dem Schöffengericht erwirkt wird (Straf⸗
rozeßordn. 88 447 fg.). (S. auch Strafverfügung.)
Strafbefcheid, die von Verwaltungsbehörden wegen
Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften über Erhebung
ffentlicher Abgaben und Gefaälle ausgehende Strafver⸗
ůgung; dem gedn steht, wenn nicht Beschwerde
an die höhere Verwaltungsbehörde zulässig ist, binnen
iner Woche der Antrag auf gerichtliche Eůtscheidung zu
GStrafprozeßordn. 88 480fg.).
Strafe, im en Sinne das jemand wegen Uber⸗
retung eines Strafgesetzes auf Grund richterlichen Aus⸗
pruchs zugefügte gefetzluͤhe Ubel. Man unterscheidet Pri⸗
oat⸗S. und üffentliche S., je nachdem die S. an den
Berletzten oder an den Staat zu verbüßen ist; unter letz⸗
ern wieder Polizei- und Kriminal-⸗S., je nachdem es sich
um die Übertretung einer Polizeiverordnung oder um das
Zuwiderhandeln gegen ein eigentliches Strafgesetz han⸗
selt; nach den — Todesstrafe (s. d.), Freiheits⸗
S5. (Buchthaus, Gefängnisstrafe, Feftungshaft, einfache
daft, s. diese Artikel) und vermogens-S. (Geid⸗S.). Das
euere deutsche Strafrecht (Reichsstrafgeseßbuch vom 31. Mai
870 mit Novelle vom 26. Febr 1876) unterscheidet
Berbrecher⸗S. (Todes⸗S. Zuchthaus oder Festungshaft
ber s Jahre) 2) Vergehens⸗Si; 8) Ubertretungs⸗S. (nicht
ber 360 Geldbuße oder sechswöchige Hast) und dennt
als Nebenstrafen: Verluft der bürgerlichen Ehrenrechte,
bolizeiaufsicht (s. d.) Ausweifung von Ausländern, Uber⸗
veisung an die Landespolizeibehörde und Konfiskation von
Berbrechensgegenständen. Von'den nur für gewisfe Klassen
on Delinqueuten anwendbaren Standes S. sind die wich⸗
tigsten die Militärstrafen (f. d)
Strafsford (pr. strüffrd), Lhomas Wentworth, Graf
on, engl. Staatsmann, Milurheber und erstes Opfer der
engl, Revolution, geb. 18. ÄApril 1383, brachte 1628 die
hotition of Rigntes zuftande, ward dann mit Bischof
daud die festeste Stüße Karls J., 1632 Statthalter in
Frland, 14. Nov. 1640 vom, Parlament verhaftet und
2, Mai I641 hingerichtet. — Biogr. bon Cooper (1874.
Strafgesetzbuch, Strafgesehgebung,Strafrecht.
Ztrafkammern, s. Geridt. sverfügung(. d.).
Zrrafmandat, .vb. w. Strafbefehl f. de) und Straf⸗
Srrafmilderung, s. Mildernde Umstande.
Strafmündige, Lersonen, die das vom Gesetz vor⸗
eschriebene Alter haben, um wegen einer fira baren
dandlung verfolgt werden zu können. Das Neichostraf⸗
esetzbuch verlangt das zurückgelegte 12. Lebensjahr; volle
Strafmündigkeit tritt abererst mit dem volleudeten
8. Lebensjahre ein. Ein zwischen 19 und 18 Jahren
tehender Delinquent kann nur dann gestraft werden,
wenn er zur Zeit der Begehung der Tat! die zur Er⸗
enutnis ihrer Strafbarkeit erforderliche Einsicht besitzt.
Strafprozeß, Kriminal- peinlicher Prozeß, Inbe⸗
rriff der gerichtlichen Handlungen und Vorgauͤnge, durch
welche die Gerechtigkenspflege zu einer Anwendung des
Strafgesetzes gelaͤngt; auch Venthee der diese Hand⸗
lungeün regeluͤden Rechtsgrundsätze (Strafprozeßrecht).
Nach der neuen deutschen Strafprozeßordnung (vom 1. Febr.
S77) zerfällt das Strafverfahren bei den VLandeund
Schwurgerichten in drei Stadien: 1) Ermittlungs⸗ oder
vorbereilendes Verfahren des Stactsanwalts und bei
chwerern Delikten ( heime Voruntersuchung; 2) An⸗
lageverfahren, in welchem eine aus den Mitgliedern des
Bexichtshofs Jgebildete Anklagekammer entweder Ein—
lellung des Verfahrens oder Verweisung der Sache zur
Zauptverhandlung anordnet; 8) Schluß⸗ oder Hauptver⸗
e (s. d.), welches den Angeklagten und sämtliche
Beweise dem Gerichtshofe unmittebar vorführt und mit der
Ieprteuung endet. Die Urteile sind nur dutch das Rechts—
nittel der Revision (s. d.) anzugreifen; das Nechtsmittel
der Berufung (s. d.) ist umt noch gegen die Erkenntnisse der
Schöffengerichte anwendbar. — Vgl. die Hand- und Lehr⸗
bücher von Holtzendorff (2 Bde., 1877 79), Glaser (2 Bde.
1883 u, 1886), Kries (1802), Ullmani (1803)), Birtkneyer
 (1898), Bennecke und Beling (1900); Kominentare
der Deutschen Strafprozeßordnung' don Löwe (. Auflt.
909), Stenglein (5. Aufi. 1887)7 John Ass),
Strafrecht, Kriminalrecht. Vespimes aller Rechts⸗
normen über Verbrechen und deren Besirafung. Das
hilos. S. untersucht die Natur des Verbreens und der