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abermals an Schweden abgetreten; 31. Mai 1809 Kampf
und Tod Schills; 1815 preußisch. — Bgl. Israel (1893)
Baier (1902).
Stralzio (ital. stralcio), Auseinandersetzung, s. v. w.
diquidation; stralzieren, liquidieren.
Strambotto Dichtform der sizil. Volkspoesie im
3.. Jahrh. ursprunglich aus acht abwechselnd gereimter
rifsilbern bestehend, spüter zur Oktave umgeformt.
Stramin, s. Kanevas.
Stramonãum, Artname des gemeinen Stechapfels (s
Strand, s. Küste. [Datura).
Strand (pr. sträund), Stadtteil Londons, zwischen
itn und West End, (1861) 388 237 6.
Strandamt, s. Strandbehörden.
Strandbatterien, Küstenbefestigungen.
Strandbehörden, Behoöͤrden zur Verwaltung der
Strandungsangelegenheiten, insbes. zur Beaufsichtigung
und Durchführung der Bergung von Strandgut sown
der Hilfsleissung in Seenot; im Deutschen Reiche die
Strandämter unter ihner die Strandbögte.
Strandelster, der Austernfischer (. d.).
Stranden, s. Strandung.
Straudgut, s. Strandrecht.
Strandhafer, s. FIpmus
Strandhaupimann, in Preußen Titel der Vor—
eher der Strandämter (s Strandbehörden).
Strandkohl, s. Orambe.
Strandläufer (Tringa), zur Schnepfenfamilie ge—
zörige Sumpfvogelgattg., kleine ichlanke Vögel, mit ge⸗
radem, starkem Schnabel, spitzen
Flügeln, kurzem Schwanz. Hier⸗
her der islaänd. S. (Rost⸗ S.,
Kanittsvogel, 7. canũta L
(Abb. 1824)), im Sommer
schwarz, rostrot gefleckt, unten
dunkelbrauurot, im Windter asch⸗
blau, unten weiß, im hohen
Norden, im Winter an der Rord
und Ostseeküste; ZwergS. (Raß⸗
ler, T. minuta T.), im Sommer
dunkelfarbig, im Winter aschgrau, unten weiß.
Strandlinien, treppenartige Abfütze einer Steilküste,
durch die Wirkung der Meeresbrandung zwischen dem Fbbe⸗
und Flutniveau entstanden.
Strandmuschel, s. Trogmuscheln.
Strandpfeifer, der Flußregenpfeifer (1 Regenpfeifer)
Strandrecht (us Utdrig, Im weitern Sinne dit
Befugnis, von dem Strande auf jegliche Art Nuhen zu
ziehen, insbes. soweit diefe Befugnis dem Staate zusteht
im engern Sinne die im Mitlelalter ausgeübte Befugnit
der Kuͤsteubewohner, sich aller Sachen eines gestrandeter
Schiffs (Strandgut) zu bemächtigen. Soweit sich diet
Recht auf die Flußufer bezog, nannte man es Grund
ruhrrecht. Das S. im engern Sinne ist in das Berge
recht, wonach die Strandbewohner nur einen gewissen An
teil am Wert zu beanspruchen haben (f. Bergen), über—
gegangen und in Deutschland einheitlich geordnet durch
die Strandungsordnung vom 17. Mai 1874.
Strandreiter, rotfüßiger Stelzenläufer, Storch
schnepfe Eimantöpus dandidus Grau), zur Gruppe der
Stelzenlaufer (s. dd gehöriger Schnepfenvogel, schwarz,
Stirn, Bürzel, Unterfeite weiß, in Deutschland sellen.
Strandriff, s. Korallenbauten.
Strandroggen, s. v. w. Strandhafer, s. Rymus.
Strandterrassen, s. v.w. Strandlinien (s. d.).
Strandtrift, strandtriftige Gegenstände, die auße;.
dem Falle der Seeunot eines Schiffs von der See gegen
den Strand getriebenen, besitzlos gewordenen Gegenstaͤnde
Strandung, im allgemeinen jedes Auflaufen um
Festsihen eines Schiffs, sei es quf dem Strande, feie
auf einer Klippe vder Sandbante Gd ae absicht
lich herbeigeführt, um Shiff nd Ladung zu retten, fe
liegt große Haverei (s. ) von Vorsaͤliches Herbei—
führen Einer S. in verbrecherischer Absicht ist mit Zucht
—V— Strafgesesbuchs), fahrlaffigerweife herbei.
eführte S. mit Gefaͤnnescese G326) bedroht. Stran⸗
ungsordnung, s. Strandrecht!
Strandvogt, s. Strandbehörden.
Strandwolf, J. Shane

1824. Strandläufer.

Strandza⸗dagh, Gebirge, s. Istrandscha-dagh.
Strang,- Garnniaß, s. v w. Strähne (s. Haspel).
Strangrinne, Straugulationsmarke, s. Erdrosselung
Strangulation (lat.), Erdrosselung (s. d.); strangu—
ieren, erdrosseln.
Strangurie (grch.), s. Harnstrenge.
Stranuiki, s. Roskolniken.
Stranraer (spr. strünnrahr), Stadt in der schott.
Brafsch. Wigtown, am Loch Ryan, (19001) 6000 E.
Strapazelital), Anstrengung,; sirapazieren, anstrengen,
ermüden; strapaziös, anstrengend.
Strasburg. 1) S. in der Ukermark, Stadt im
preuß. Reg.⸗Bez. Polsdam, (1805) 7226 E. Amtsgericht.
F 28 . in Westpreußen, Hreisstadt im preuß. Reg.⸗Bez.
Marienwerder, an der Drewenz, (1805) 6793 E., Amts⸗
zericht, Gymnasium.
Strasburger, Eduard, Botaniker, geb. 1. Febr. 1840
u Warschau, 1869 Prof. in Jena, 1880 in Bonn; fchrieb:
Zellbildung und Zeilteilung“ (3. Nufl. 1880), „Das
otan. Praktikum“ 8. Aufl. 1804) „Histolog. Beiträge
3 Bde. I8838 94), ,Lehrhuch der VBotanit“ (6. Aufl.
1904), „Die Pae Grundlagen der Vererbung“ (1905)
. 4. gubt mit Pfeffer die „Jahrbücher für wiffenschaftliche
Rotanit“ (seit 1884) heraus.
Strasch poln. Vereine, s. Straz.
Ztraschiripka, Joh von, Maler, s. Canon.
Strashnit Cus., spt. strafchh, Wüchter Grenzwächter.
Straßz, Mainzer Fluß, borsäurehaltiges Bleiglas,
nach Strasser in Wien benannt, dient zur gersieuung
imitierter Edelsteine.
Straßburg im Elsaß, Hauptstadt von Elsaß⸗
Lothringen und des Unterelsaß (s. Elfaß), Kreis⸗
stadt und Festung ersten anges (von 11 Forts umgeben),
an der Mündung der Breusch in die Ill, am
Il⸗Rhein⸗Kanal, 3 m westl. vom Rhein
Narte: Bayern'rc. J, I], Bahnknotenpunkt,
I900) 151041 1905. 1678410) &amp;. taiseri
Statthalter, kath. Bischof, evang Oberkon⸗
storium, Garnison, Land⸗, AÄmäisgericht,
Iberpostdirektion, Reichsbankhauptstelle, 5
handelse, Handwerkskamnmer, Generaltom Straßbuͤrg·
nando des 15. Armeekorps. Berühmtes
Münster [Tafeln: Bayeruꝛc. TAl'und Gotik 1, 11)]
nit 142 hohem Turm (der zweite wurde nur bis zur
Plattform erbaut), prot. Thomaskirche, kath. Jung-St.
Peter⸗Kirche (1808) u. a.; ehemal. bischoöfl. Schloß, Statt⸗
jalterpalast, Stabthaus, Theater, Universtarb und
andesbibliothek (1870 verbrannt, 1872 nen angelegt;
00 000 Bände), Kaiserpalast (1883-88), Universitäts⸗
auten (1884); Standdilder Klebers nid des jungen
sSoethe (1904), Gutenbergdenkmal. Universität (1621),
872 als Kaiser⸗Wilhelms? Universität erneuert, Priester⸗
zminar, Lyzeum, 2 Gymnafien, * Realschulen, Lehrers,
ehrerinnenseminar, Hunstgewerbes, Handelsschuͤle, Kon⸗
ervatorium der Müsik, 2 Taubstummenanstalten; Natur⸗
eschichtliches, Kunste, Kunstgewerbemuseum. Bedeutende
Labal⸗ und Zigarrenfabrikation (kaiserl. Tabakmanufaktur),
Zrauereien, enee Maschinen⸗, Tapeten⸗, Gummi—
varen⸗, Konserven⸗, e Teigwaren⸗, Gänse⸗
eberpastetenfabrikation. sG. auch Tafel: Bayern ?c. II.
12.. - S. das Argentorätum der Römer, früher Freie
deutsche Reichsstadt, 80. Sept. 1681 von Ludwig XIV.
mitten im Frieden beseht und Frankreich gewaltsam ein⸗
verleibt, von den Deutschen unter General von Werder
eit 18. Aug. 1870 belagert und durch Kapitulation vom
27. Sept. wieder eroberꝛ — das Hochstift und Bistum
S. 1270 qum, kam 1803 mit feinem rechtsrhein. Teil als
Fürstent. Ettenheim an Baden, wãhrend der linksrhein.
zu Anfang der Franz. Revolutton als franz. Nationalgut
ingezogen wurde. — Vgl. Euting (12. Aufl. 1801);
Seyboth, „Das alte S. vom 18. Jahrh. bis 1870 (1890);
ꝛeitschuh (1903); über die Belagerung: Wagner (8 Bde.
8478), Fischbach (1888); über das Muͤnster: Kraus
1877); über das Bistum: Gloͤckler (2 Bde. 1879 80).
Straßzburg. ) Stadt in Kürnten, an der Gurk,
4900) 3452 E bis 1787 Sitz der Bischöfe von Gurk. —
) Deutscher Name von Nagyenyed is d.) in Siebenbürgen.
Straßen, künstlich geebnele und befestigte Verkehrs⸗
vege für Wagen, dienen als Fahrdamm in“ den Stcbica