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schmutzigweiß; herdenweise in den Pampas der La-Plata—
Staaten; Federn hauptsächlich zu Wedeln gebraucht; Dar—
winscher S. R. Darwinu Gould), tleiner, nur im süd—
lichsten Teile Südamerikas. — Neuholländ. S., s. Kasuare
Straussee, s. Strausberg. ESchnepfen⸗S., s. Kiwi
Straußelfster, s. Würger.
Straußenfedern, die als Schmuckfedern benutzten
federn des afrik. Straußes (s. Strauße).
Straußgras, weißes, s. Agrostis.
Straußhühner, die Steißhühner (. d.).
Straußvögel, die Laufvögel (s. d.)s.
Straz (spr. strasch, poln. „Wache“), Name eines Ver⸗
bandes nationgler Verkine unter den preuß. Polen.
Strazze (Strazza, vom ital. straccia), die Abfälle
beim Monlinieren der Rohseide und bei der Bearbeitung
der Florettseide; daher Strazzen (Stratzen), s. v. w. Lum—
pen, Hadern. — S, (ital. atracoiafoglio), auch Hand⸗
lungsbuch zum Eintragen der täglichen Geschäftsvorfälle
nach der Zeitfolge.
Streator (spr. striht'r), Stadt im nordamerik. Staate
Illinois, am Vermillion River, (1900) 14078 E.
Strebbau, bergmännische Abbanmethode (s. Bergbau),
vird in Flözen von geringer Mächtigkeit und flache;
Lagerung bei gutem Hangendem
streichend, schwebend oder diagonal
geführt.
Strebepfeiler, Pfeiler zur Ver—
stärkung von Manern, die dem Sei—
zenschub einer Erdmasse (Ufermauer)
oder eines Gewölbes (Kirchengewöl—
bes) zu widerstehen haben; bes. in
der Gotik [Taf. J, 18) bei den hier
angewendeten hohen und vielfach
durchbrochenen Umfassungsmauern;
der Seitenschub meist noch durch einen
Strebebogen [Abb. 1826 p] auf einen
weiten S. sp] übertragen.
Streckbarkeit, s. vehnbarkeit.
Strecker, Adolf, Chemiker, geb.
21. Okt. 1812 in Darmstadt, 1851
Prof. in Kristiania, 1860 in Tü—
bingen, 1870 in Würzburg, gest.
das. 9. Nov. 1871; arbeitete bdes. 1826. Styebepfeiler
über Tierstoffe; schrieb: „Theorien und bogen.
und Erperimente zur Bestimmung der Atomgewichte“
1889), bearbeitete Regnaults „Lehrbuch der Chemie!“
(1851; fortgeführt von Wislicenus).
Streckfuß, Karl, Dichter und übersetzer, geb. 20. Sept
1779 in Gera, seit 1818 Geh. Regierungsrat im preuß
Ministerium des Innern, ges 26. Juli 1844 zu Berlin
bes. bekannt durch seine Übersetzungen von Ariost, Tasso
und Dante. — Sein Sohn Ädolf S., geb. 10. Ma
1823 zu Berlin, seit 1872 Stadtrat das., gest. 11. Okt
18985; schrieb Romane und populär-histor. Werke („Di⸗
Weltgeschichte, dem Volke erzählt“, 3 Bde. 1865 67
„Vom Fischerdorf zur Weltstadt“, neue Ausg. 1899) ꝛc
Streckmetall, Blechgitter, aus Blech ohne Materialperlust
 gestanztes Maschenwerk, dient zu Zäunen, Baum—
hüllen, Einlagen für Betonbau, Unterlagen für Putz.
Streckmuskeln, Extensoren, s. Müskeln.
Strehla, Stadt in der sächs. Kreish. Leipzig, J. an der
Elbe, (1905) 2904 E., Schloß.
Strehlen, Kreisstadt im preuß. Reg.«Bez. Breslan
in der Ohlau, Bahnknotenpunkt, (1905) 8001 E., Amts
Jexicht, Gymnasium; Granitbrüche.
Strehlenan, Dichter, s. Niembsch von Strehlenau
Strehlitz, preuß. Staͤdi, s. Großstrehlitz.
Streichbrett, Rüster, der obere Teil des eisernen
bflugkörpers, der den geschnittenen Erdbalken wendet.
Streichen der Gebirgsschichten, die Richtung, in
welcher diese in derselben Horizontalen (Streichünie) sich
weiter erstrecken. (S. auch Fallen.)
Streichendes Feld, s. Gestrecktes Feld.
Streichgarn, sKammgarn.
Streichhöülzchen, s. Zündholzchen.
Streichinstrumente, s. Bogeninstrumente.
Streichlinie, im Bergbau, Streichen; in der Be⸗
estigungskunst, s. Defenshnie.
Streichwolle, s. Kammgarn.

Streifenbarbe, s. Seebarbe.
Streifenfarn, s. Asplenium.
Streifennatter (Elaphis guaterradiatus Dum, et
Bibr.), Art der Strichnattern (s. Nattern), bis über 2 m
ig., braun, mit vier dunkeln Längsstreifen, Südeuropa.
Streifenruderschlange (Aydröphis cyanocincta
uin), Arte der Wafferschlangen (17. Meerschlangen),
olivengrün, mit zahlreichen dunklen Querbändern, von den
nd. bis zu den chines. Meeren häufig.
Streik (engl. Stariice, Schlaͤg“), Ausstand, Arbeitsinsteünng,
 gemeinfame, freiwillige Niederlegung der Ar⸗
neit seitens mehrerer Arbeitnehmer zur n günsti⸗
erer Arbeitsbedingungen [s. Beilage: Streikl; egensatz
lussperrung (s. dd; streikten, die Arbeit einstellen.
Streikverficherung, Versicherung der Axbeitgeber
egen die aus Streiks erwachsenden wirtschaftlichen Nach⸗
eile; Ende des 19. Jahrh. in Amerika auf⸗
ekommen und fast nur von Arbeitgeberver⸗
änden auf Gegenseitigkeit betrieben.
Streitart, Hiebwaffe von verschiedener
Form im Mittelalter, beilartig mit kurzem
Stiel oder mit Axt und Hammer oder mit
Feuexrohr im Stiel, im spätern Mittelalter
ils Barte (s. d.) und Wurfbeil Pirrnn
Abb. 1827)]. [s. Einlassuug.
Streitbefestigung (Lätis contestatio),
Streitberg, Dorf im bayr. Reg.-Bez.
Oberfranken, an der Wiesent, (1900) 372 G.,
Heilquelle. —
Streitberg, Wilh. Sprachforscher, geb. Streitart
23. Febr. 1864 in Rüdesheim, 1888 -08 (15. Jahrw.
Prof. in Freiburg in der Schweiz, 1899 in
Hünster; schrieb ürgerman, Grammatik“ (2. Bearbeit.
1905), „Got. Elementarbuch“ (2. Aufl. 1905) u. a.
Streithammer, Schlagwaffe des Mittelalters, Ham⸗
mer duf einem Schaft; Lugerner Hammer des Fuͤßvolks
nit Stoßklinge oben, Reiterhammer mit kurzem Schaft.
Streitkolden, keulenartige Schlagwaffe des Mittel⸗
ters, mit eisernem Kopf und Stiel (s. Morgenstern).
Streitkolbenbaum, s. Casuarins.
Streitverkündigung, s. Litisdenunziation.
Streitvogel, der Kampfläufer (s. d.)
Streitwagen, im Altertum weinidrige mit zwei
der vier Rossen bespannte Wagen für Kämpfer und
Wagenlenker; eine besondere Art die Sichelwagen (s. d.
und Tafel: Kriegswesen II, .
Strelasund, Meerenge zwischen Rügen und Stral⸗
und, vom Greifswalder Bodden zur Prohner Wiek.
Strelbitzky, russ. General, s. Strielbizkij.
Strelitz (rüher Alt-⸗S.), Stadt in Mecklenburg⸗
Strelitz, bei Neustrelitz (s. d.), (1905) 4383 E., Amtsgericht,
 Baugewerken⸗ und Maschinenbauschule. Dabei
Amtsfreiheit S (1900) 281 6., mit Schloß jetzt Straf⸗
ind Irrenanstalt.
ege (russ. strjsloy, „Schützen“), die von Zar
Iwan Wassiljewitsch im 16. Jahrh. errichtete Leibwache,
var im Besiß vieler Vorrechte, zu Aufstünden sehr ge—
ieigt; nach einer Empörung gegen Peter d. Gr. durch
esen 1698 aufgelöst. [(61805) 4891 E., Amtsgericht.
Strelno, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Bromberg,
Stremauhr, Karl von, österr. Staatsmann, geb. 80. Okt.
3283 zu Graz, 1879 —80 Justiz- und Kultusminister,
889 Herrenhaͤusmitglied, 18801 -99 erster Präsident des
ersten Gerichtshofs, gest. 22. Juni 1804 in Pottschach.
Stremma, griech. Feldmaß — 10, früher 12,17 4a.
Strenglot, — Löten.
Streugnäs, Stadt im schwed. Län Södermauland,
a Mälarsee, (1900) 2276 E., Domkirche (seit 1291).
Strenuität (lati), Hurtigkeit, Betriebsamkeit.
Strenzel, Pflanzenart, s. Aegopodium.
Stropitoso (ital,, Mus.), geräuschvoll, lärmend.
Strepsitpteren (Strepsiptéra), s. Fächerflügler.
Stroptoescous, runde Bakterienformen (Kokken, s.
okkus), die sich ketten- oder perlschnurartig aneinander⸗
reihen Kettenkokken sTafel: Bakterien, 1)).
Stretford, Stadt in der engl. Grafsch. Lancaster,
üdwestl. von Manchester, (1901) 30 486 E.
Strotta (ital., Mus.), der im schnellern Tempo aus⸗
eführte Schluß eines Tonstücks; strotto, beschleunigt.