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Strombsli, eine der Liparischen Inseln (s. d.),
13 44xm, vulkanisch.
Stromdichte, das Verhältnis von Stromstärke in
Ampere und Leiterquerschnitt in Quadratmillimetern.
Strömer (Telestes Agassizii Val.), Weißfisch, grau,
Seiten und Bauch weiß, Seitenlinie gelb, im Vonau⸗
und obern Rheingebiet.
Stromerreger, s. Rheomotor.
Stromeyer, Louis, nn geb. 6. März 1804 zu
Hannover, zuletzt Generalstabsarzt der hannovb. Armee,
—9— 15. Juni 1876, verdient um Kriegschirurgie und
Militärhygiene; schrieb: „Erinnerungen eines deutschen
Arztes“ (8 Bde., 1875) uͤ. a.
Stromeyerit, s. Kupfersilberglanz.
Stromkarten, Unterart der Katasterkarten (s. d.).
Strommesser, Instrument zur Messung der Stärkt
eines elektr. Stromis, bes. das Galvanometer (s. d.), das
Voltameter (s. d.) und das Elektrodynamometer (s. d.).
Strömö, Hauptinsel der Färder (s. d.).
Stromstärke, die Stärke oder Intensität des elektr
Stroms, die man nach seinen Wirkungen, bes. den chem.,
magnetischen und elektrodynamischen bestimmt, und zwar
mit den Strommessern (j. d.). Als Einheit der S. dient
das Ampere (s. Elektrische Einheiten).
Strömung, s. Meeresströmungen.
Stromunterbrecher, s. Unterbrecher.
Stromwärme, die durch den Widerstand des Leiters
——
Groͤße durch Joules Gesetz (s. d.) bestimmt wird.
Stromwender, Stromwechsler, Kommutator, Um—
schalter, Vorrichtung zur raschen Abänderung der Ver—
bindungen einzelner elektr. Leitungen.
Stronginfel, eine der Karolinen, s. Kusaie.
Strongyliden (Strongylidae), Strong* Ius, s. Pa⸗
isadenwürmer. [(1891) 1274 E
Stronsany (pr. se), eine der Orkneyinseln, 40 qkm.
Strontianit, rhombisches, farbloses oder farbiges,
Jlasglänzendes Mineral, Strontiumkarbonat, auf Erz—
Wngen, auch felbständig auftretend; zur Darstellung von
Strontiumpräparaten ünd zur Gewinnung des Zuckers
Strontinnverfahren) aus der Melasse (s.
Strontium (chem. Zeichen 8r), dem Kalzium und
Baryum ähnliches Metall, findet sich in der Natur nament⸗—
lich im Strontianit und Cölestin, wird aus seinem Chlorid
durch Elektrolyse hergestellt; messinggelbes Metall, härter
als Blei, dehnbar; spez. Gewicht 28, Atomgewicht 87,6;
zersetzt das Wasser lebhaft. Seine Verbindungen färben
die Flamme inteusiv rot. Strontiumoxyd (Strontian,
Strontianerde) hinterbleibt beim Glühen des Nitrates
»der Hydrates als graue Masse; es verbindet sich unter
ebhafter Erwärmung mit Waffer zu Strontiumhybdroxyd,
das aus Wasser in großen Kristallen anschießt und zur
Melassenentzuckernng dient. Strontiumsalze werden aus
dem Karbonat durch Säuren hergestellt: Strontiumchlorid
(Chlor⸗S.), Kristallsäulen, in Aiee und Alkohol lös⸗
lich, verwendet in der Feuerwerkerei und Photographie;
Strontiumbromid, lange, leicht lösliche Saulen, wird
medizinisch verwendet; Strontiumnitrat (salpetersaures
S. Strontiansalpeter), schöne Kristalle, in Wasser leicht,
in Alkohol nicht loͤslich; Haäuptbestandteil des roten benga⸗
lischen Feuers; Strontiumsulfat (schwefelsaures S.), in
Wasser fast unlöslich; milchsaures S., weißes, körniges
in Wasser leicht lösliches Pulver, wird bei Nierenkrank:
jeiten gegeben; salizylsaures S. schwer lösliche Kristall⸗
nadeln, dient zur Darmdesinfektion und gegen Gicht.
Strophaden, Stamphanäs, Strivaliinseln, Insel⸗
zruppe im Jonischen Meer, im S. von Zante, 60 E.
Strophanthin, kristallinisches, sehr bitter schmecken⸗
des, in Wasser und Alkohol leicht löbliches, sticstofffreiet
Glykosid in Strophanthussamen if. Strophanthus), Mus—
delgift, das gamentlich die Kontraktilität des Herzinustels
steigert, regelt die Herztätigleit, deshalb gegen Herzschwächt
und organische Herzleiden benuht, bewirkt ingrößern
Gaben ködliche Muskelftarre.
Strophantnhus, Pflanzengattg. der Apozynazeen, milch⸗
saftführen de Schlinggewaͤchse des trop. Äfrika und AÄssen
die Arten euthälten Strophanthin j. d.), einige liefern
Pfeilgift. Die Samen (Strophanthusfamen), bes. von
8. Kombé Oliv. (Kombefamen) aus dem Schiregebiet,

ind offizinell und dienen zur Bereitung der Strophauthusinktur.
 — Vgl. Gilg (1003).
Strophe (grch.), ein aus mehrern Vertzzeilen be⸗
dehender, rhythmisch gegliederter und regelmäßig wieder⸗
ehtender Äbschnitt' anes Gedichts. In deun altgriech.
Besängen folgie auf eine S, eine dieser genau ent⸗
prechende Anti- oder Gegen⸗
Sirophuus (lat.), sSchalknötchen. [690 6.
Stroppen, Siadtim preuß. Reg.Bez. Breslau. 1905)
Btrofsen, beim Bergbau Absätze, die abwärts in die
Sohle der Strecken gehauen werden. Strossenbau, s. v. w.
Sohlenbau (s. d.). J
Stroßmayer, Jos. Georg, Kirchenfürst, geb.
4. Febr. 1815 zu Efsek, 1849 Bischof von Digkovar, auf
dem Vatitanischen Konzil entschiedenster Bektnmpfer des
lünfehlbarteitzd ogmas, dem er sich jedoch unterwarf, Förderer
her kroat. Nationalinteressen und des Katholizismus unter
»en Südslawen durch Bemühungen die släw. Liturgie ein⸗
uführen; gest. 8. April 1905.
Strotten, s. v. w. Molken (s. d.).
Stroud (spr. straud), Stadt in der engl. Grafsch.
Sloucester, an dem die Themse mit dem Severn ver—
indenden Kanal, (1901) 9188 E.; Tuchfabrikation.
Strousberg, Bethel Henry, ursprünglich Baruch
dirsch Strausberg, Industrieller, geb. 20. Rop. 1823 zu
Neidenburg (Ostpreußen), —— in Amerika und Eug⸗
sand, 1856 in Berlin, übernahm seit 1863 den Bau vieler
Fisenbahnen, kaufte zahlreiche Fabriken ꝛc., geriet 1878 in
konkurs, gründete iu Berlin das „Kleine Journal
1879 fg.), gest. 34. Mai 1884. — Seibstbhiogr. 1876.
Strozzi, Bernardo, ital. Maler, geb. 1681 in Genug,
est. 1644 zu Venedig; bes. religiöse Bilder, auch Bildnisse.
Strubberg, Friedr. Aug, Schriftsielier, geb. 18. Mai
808 zu Tafsel, lebte lange in ÄAmerika, feit 1884 wieder
n Caffel gest. 8. April Isso in Gelnhausen,; veröffent⸗
ichte unter dem Pseudonym Armand zahlreiche Scilde⸗
ungen des amerik. Lebens. „Ausgewählte Romane
2 Bde. 1884 96).
Strubberg, Olio von, preuß. General, geb. 16. Sept.
821 in Lůbbette (Westfalenß, Fluͤge iadjutant König Wil—
helms J., 1864 und 1866 Kommandeur des Königin-—
Augusta-Garderegiments, 187071 Führer der 30. In⸗
anteriebrigade, 1880 Generalinfpekleur des Militär—
rziehungs⸗ und Bildungswefens, 1883 General der
Infanterie; trat 1800 in den Ruhestand.
Strudellöcher, s. Riesentöpfe.
Strudeiwürmer (urbeiiaria), Ordnung der Platt⸗
oürmer, von meist blattförmiger, ovaler Gestalt, von
venigen Millimetern bis mehrere Zentimeter groß, durch⸗
nus mit Flimmerhaaren besetzt; im süßen oder salzigen
Wasser oder auf“ dem Lauderlebende zwitter, die sich
ruch durch Querteilung fortpflanzen können. Zwei Unter⸗
rdnungen: Planarien (s. d.) und Rhabdochlen (. d.
Struͤensee, Gust. von, Romanschriftsteller unter dem
Pseudonym Gustav vom See, geb. 18. Dez. 1803 zu
hreifenberg, Oberregierungbrat n Breslau, gest. das.
29. Sept. 183756. Auswahl'feiner Werke (6 Bde, 1876).
Struensee, Joh. Friedr., Graf von, dan. Staats—
mnann, geb. b. Aug. 1737 zu Halle a. S. kam als Leib⸗
arzt Christians VI. 1769 nach Kopenhagen, ward Ver⸗
raͤuter der Königin Karoline Mathilde und gewann bald
tnumschränkte Macht über den König, die er zur Einfüh⸗
rung vieler Reformen im Sinne der Aufklärung benutzte,
reizte aber hierdurch, seit 1771 Geh. Kabinettsminister,
die Adelsaristokratie des Landes, ward infolge einer
Adelsverschwörung 16./17. Jan. 1772 verhaftet, des 5
zrecherischen Umgangs mit der Königin und der An—
naßfung der kömgl Gewalt beschuldigt und 28,. April
772 hingerichtet. — Vgl. Jenssen⸗Tusch (1864), Wittich
1878). — Sein Bruder Karl Aug. von S. geb. 18. Aug.
1735 zu Halle, bis zum Sturz seines Bruders Mitglied
des Finanzkollegiums in Kopenhagen, 1782 Oberfimang
rat und Direktor der Seehandlung in Berlin, 17898 als
S. von Karisbach geadelt, 1791 Staatsminiftet und Chef
ses Alzise⸗ und Zölldepartements, gest. 17. Oklt. 1806.
Struggie for iire (engl., spr. stroͤggl for leif), Kampf
ims Dasein (s. d.).
Struktür (lat.), Art der Zusammenfügung, Gefüge,
Bau; Anordnung, Einrichtung; Redebau.