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Stuber (niederländ. Stuiver), frühere Scheidemünz
in den Niederlanden bis 1816 — 1 Fl.; in Jülich
Tleve, Berg — 60 Taler Kurant.
Studck, Stuklatur (vom ital. 3tuoco), die aus eine
anfangs weichen, spüter erhärtenden Mischung von Gips
Kalk und Sand angefertigten Mauerüberzuge und archi—
telton. Verzierungen.
Stuck, Franz von, Maler und Bildhauer, geb. 28. Febr
1868 zu Tettenweis (Niederbayern), Prof. in München
19085 geadelt, Vertreter der sezefsionistischen Kunfirichtung
Bemãlde: Der Wächter des Paradieses, Suͤnde, Allegorie des
Frieges, Sphinx, Kreuzigung, Bacchanal; Bronzeftatuette
Athlet— Tuünzerin u. a. — Biogr. von Bierbaum (1898)
und Meißner (1899).
Stück, Flüssigkeitsmaß, s. Stückfaß. Auch veraltett
Bezeichnung für Geschuͤtz Dihen Kriegswesen II, 6.
Stückarbeit, s. v. w. Aktordarbeit, s. Akkord.
Stückelalgen, s. Bazillariazeen.
Stückelberg, Ernst, Maler, geb. 21. Febr. 1831 zu
Basel, gest. das. 14. Sept, 1903; malte röm, Genrebilder,
Bildnisse, schweiz. Geschichts⸗ und Genrebilder.
Stückfaßß, Stück, Flüfsigkeitsmaß im Weinhandel, in
desen 12, Fraukfurt a. M. 1193, Rheinbayern 10, in
Dänemark (Stykfad) 11,8 NI.
Stückgießerei, s. v. w. Geschützgießerei.
Stückgut, s. v. w. Geschützbronze.
Stückgüter, nach der Zähl (im Groß, Dutzend, Ballen,
Ries 2c.) in, den Handel gehende Güter; im Frachtver⸗
kehr Einzelgüter im Gegensatz zu ganzen Wagen- oder
Schiffsladungen. Stückgütervertrag, s. Fracht.
Stücklohn, s. Arbeitslohn.
Stückmeister, in der deutschen Marine Feldwebel,
der die Bedienung der Geschütze im Feuer begauffichtigt
Stückzahlung, s. Abschlagszahlung.
Stückzinsen, beim Handel mit Wertpapieren der
Teil des nöächstfälligen Zinscoupons, der auf die Zeil
»om letzten Zinstermin bis zum Kauftag entfällt.
Studi., Abkürzung für studiosus (lat.), Situdierender
Studemund, Wilh., Philolog, geb. 3. Juli 1848 zu
Stettin, 1872 Prof. in Straßburg, 1888 in Breslau—
zest. das. 8. Aug. 1889, bes. um Plautus verdient.
Student, s. Studieren.
Studentenverbindungen, auf Universitäten die zr
hatriotischen, landsmannschaftlichen, wissenschaftlichen 2c
Zwecken korporationsmäßig vereinigten Studenten; ent—
weder farbentragend (Muͤtze und Band), wie Korps
Burschenschaften, Landsmaͤnnschaften, Sängerschaften,
Akademische Turnvereine, oder nicht farbentragend (sog
schwarze S.).
Studer, Bernh., Geolog, geb. 21. Aug. 1794 zu
Büren (Bern), 18265 78 3 Bern, gest. das. 2. Mai
1887, um die Geologie der Alpen verdient. — Sein
Better Gottlieb S., geb. 1804 zu Bern, gest. 22. Dez
1880 in Wien, Panoramazeichner, Mitbegründer des
Schweizer Alpenklubs; schrieb: „Uüber Eis und Schnee“
1868 83; 2. Aufl. 1880609).
Studieren (lat.), etwas zu erforschen fuchen, wissen—
schaftlich hetreiben, eine Hochschule zu diesem Zweck be⸗
suchen; Student, Studiösus, Besucher, Hörer einer solchen;
Studkum, Eifer, Fleiß; Forschung; Beschäftigung mit
einer Wissenschaft oder Kunst; Stuble, gelehrke uünter—
tuchung; Vorarbeit, aanez für ein Kunstwerk.
Studio (ital.), Studierstube, Atelier, Werkstätte
iuch Abkürzung von Studiosus, Student (f. Studieren)
Studjanka, russ. Dorf, s. Borissow.
Studniczka, Franz, Archäolog, geb. 14. Aug. 1860
zu Jaslo in Galizien, 1888 Prof. in Freiburg i. Br.
eit 1896 in Leipzig; Hauptschrift: „Kyrene, eine alt⸗
griech. Göttin“ (1880).
Studt, Konrad von, Staatsmann, geb. 5. Okt. 1838 in
Schweidnitz, 1887 Unterstaatsfekretür in Elfaß-Lothringen,
18898 Oberprasident von Westfalen, 1899 preuß. Kulkus⸗
minister, 1806 geadelt.
Stufe (Stuffe), Mineral⸗S., Erzstück, das so reich ist,
daß es ohne Reinigung verschmolzen werden kann; auch
Gesteinsstück mit gut echaltenen Rincratien.
Stufenvahn, Getzbahn, ein als Hochbahn ausgeführtes
Stadtbahnsystem, besteht aus mehrern Fahrbahnen die
in verschie denen Geschwindigkeiten neben dem Bahnsteig

erlaufen, so daß man stufenweise von dem ruhenden Bahn⸗
teig zu der am schnellsten fahrenden, mit Sitzen versehenen
Fahrdahn gelangen kann, ohne daß die letztere auhält
Abb. 1831).
Stufengebete, in
der kath. Kirche die beim
Anfang der Messe von
den Geistlichen und Al
tardienern vor den Al—
arstufen verrichteten Ge⸗
ete. smakterisch.
Stufenjahre, s.Kli⸗ J
Stufenpsalmen, Stufenlieder, Gradualpsalmen
hebr. Hamaaloth, „Wallfahrtspfalmen“), bei Luther „Lied
n höhern Chor“ die Pfalmen 120 134; die Bezeich⸗
Stuffe, s. Stufe. fnung bisher unerklürt.
Stuhl, in der Bibel s. v. w. Thron; daher Püpstl. S.
die päpstl. Regierung (f. —S— Kuͤrie); dann früher
Name gewisser hoher Gerichtsbarkeiten, z. B. Schöppen⸗
Ztuhlgericht, s. v. w. Femgericht; Stuhlherr, Gerichtsherr;
Ztuhlrichter (s. d.). Meister vom S., Vorstand einer
Freimaurerloge.
Stuhlfeier Petri, s. Petrus (Apostel).
Stühlingen, Stadt im bad. Kr. Waldshut, an der
Wutach, (1906) 1245 E., Schloß.
Stuhlmann,; Franz, Afritareisender, geb. 29. Okt.
8683 in Hamburg, bereisie 1888 die Landschaften Usegug,
Rguru und Usambara in Deutsch-Ostafrika, begleitete
890 91 Emin Pascha nach dem Seengebiet, erforschte
1894 Usaramo, war dann Abteilungschef der Landesver—
nessung in Daressalam, jetzt Direktor des Biolog.⸗
andw. Instituts in Amani (Dentsch-Ostafrika); schrieb:
Zoolog. Ergebnisse einer in Ostafrika unternommeuen
deise⸗ WBd. n. 2 1803 1801),., Mit Emin Pascha ins
Zerz von Afrika“ (1894). Adn
Stuhlrichter, in Ungarn der Vorsteher eines Gerichts⸗
Stuhlverstopfung, Obstrukltion, Obstipation, Leibes⸗
nerstopfung, abnorm seltene oder ganz aufgehobene Ent⸗
eerung des Darmkotes, tritt ae ohne Gefahr infolge
Diätfehler, Gebrauch verstopfender Mittel, unter Lebens⸗
jefahr (wenn nicht rechtzeitig operiert wird) infolge Ein⸗
clemmung eines Darmbruchs, Darmverschlingung, Ver⸗
chluß durch Geschwülste (Krebs). Die habituelle S. oder
dartleibigkeit tritt auf bei sitzender Lebensweise, funt zu
Berdrießlichkeit, Hämorrhoiden u. a. und ist durch Rege⸗
lung der Lebenbweise zu bekämpfen. — Vgl. Ebstein (1901).
Stuhlweißenburg, ungar. Szetesfehervar, königl.
Freistadt und Hauptstadt des Komitats S. (4008 qkmm,
2038 935 E.) in Ungarn, Bahnknotenpunkt, (1900) 32 167
s.; von Stephan J. bis Ferdinand J. Krönnugsstadt,
nis auf Zapolhya Begräbnisort der ungar. Könige (daher
ex lat. Name Alba regia oder regalus).
Stuhlzäpfchen, s. Suppositorien.
Stuhlzwang, s. Tenesmus.
Stuhm, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Marien⸗
erder, (1905) 2552 E., Amisgericht, alte Ordensburg.
Stuiver (spr. steu), Münze, s. Stüber.
Stukenbrock, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Minden,
n der Senne, (1800) 2159 E.
Stüler, Aug., Architekt, geb. 28. Jan. 1800 zu Mühl⸗
ausen in Thüringen, Pqr 18. März 1865 als Geh.
Zberbaurat und Mitdirektor der Bauakademie in Berlin;
Werke: Kirchen und Neues Museum in Berlin, Entwurf
ur Nationalgalerie, Universität in Königsberg, Museum
n Köln, goßherzog Schloß in Schwerin, Burg Hohen⸗
Stumba, s. v. w. Flockseide (s. d.). szollexn u. a.
Stummelaffe (Ooldbus), Asengattg aus der Familie
der Schmalnasen, dem ianeher ähnlich, Daumen der
Borderhand aber bis auf einen Stummel geschwunden.
PRur afrik. Arten: Guereza (O. guereza Rapp. sTafel:
Afrikanische Tierwelt, d)), schwarz, mit weißer Binde
im Stirn, Wangen und Kehle, an den Seiten ein Be⸗
zang aus langen, weißen Seidenhaaren, in Abessinien;
berückenaffe (0. polycðmos Magqn.), schwarz, Kopf und
Schultern mit langen, groben, gelblichschwarzen Haaren.
- Auch der Klammeraffe (s. d.) heißt S.
Stumm⸗Halberg, Karl Ferd, Freiherr von, In⸗
dustrieller, geb, 30. März 1836 zu Saarbrücken, Eisen—
jüttenwerksbesitzer in Neunkirchen (Firma: Gebrüder

1831. Stufenbahn.