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Stützhaken, bei Tür- und Fensterbändern ein Band—
Mer dessen Spitze, weil weit vorstehend, noch mit eine
leinen Stütze versehen ist IAbb. 1838: a von der Seite
b von vorn).
Stutzkäfer (Fisteridae), Familie
meist kleiner pentamerer Käfer mit zu⸗
rückziehbaren, keulenförmigen, geknicklen
Fühlern, hinten abgestußten Flügel—
decken, meist glänzend schwarz, oft mit
roter Zeichnung, leben im Mist, unter
Baumrinde, einige sehr kleine Formen 1835. Stützhaken.
unter Ameisen.
Stutzotter, die Mobassinschlange (s. Dreiecksköpfe)
Stüve, Joh. Karl Bertram, haͤnnov. Staatsmann,
4. Müärz 1788 in Osnabrück, seit 1831 liberales
itglied des — Landtags, Mürz 1848 bis Okt. 1850
Minister des Innern, 1882 64 Bürgermeister von Osna—
hrück, gest. das, 12. Febr. 1872. — Val. G. Stüve (1900)
Stygisch, dem Styr (s. d.), der Unterwelt angehörig
Styl (grih. Stylos, Griffel), s. Stil.
Stylafteriden (Stylastersdae), trop. Familie der
Aydrocoralliae (s. Hydroidpolypen), mit sesten, verzweig⸗
ten Kalkgehäusen von oft lebhäften Farben.
Styliten (grch.), Säulenheilige, christl. Aszeten im
5. Jahrh., die nach dem Beispiel des Simeon (s. d.) ihr
Leben auf den Spitzen hoher Säulen zubrachten.
wobat (grch.), gemeinsamer Fuß für mehrere
Säulen.
Stylodisch, stylordisch (gIrch.), griffelförmig.
Stylolithen (grch.), lungsgestreifte, säulige Kalk—
gebilde, senkrecht auf den Schichtfiächen des Muschelkalkes
Stylopiden, s. Fächerflügler. lund Zechsteins
Stymphaliden, Raubvögel mit ehernen Flügeln am
Stymphalischen See in Arkadien, von Herakles erlegt.
Styptika (ggreh.), stopfende, blutstillende Mittel.
Styptizin, salzsaures Kotarnin, Orydationsproduk
des Narkotins, farblose, in Wasser löbliche Kristalle
wirlt gefüßverengend, deshalb gegen Blutungen verwendet.
Styr (Styrjy, r. Nebenfluß des Pripet, entspringt bei
Brody mündet im russ.
Gouv. Minsk, 451 xm Ig.
Styrax I., Pflanzengattg. der
Styrazeen. Von 8. ofticinglis L.
Apothekerstorarbaum), in Südeuropa
und dem Orient, wurde früher Storax
4. d.) gewonnen. Unter den trop.
Arten am bekanntesten 8. benzoin
Drvand. oder Benzoin offeinale
Hayune, der Benzoebaum [Abb. 1836;
a Blüte im Längsschnitt, b Frucht,
o dieselbe, Hülle zum Teil entfernt);
er liefert das offizinelle Benzoe (s. dd. 1836. Benzoebaum.
Styrazeen, Pflanzenfamilie der Diospyrinen, Bäume
nder Sträucher im wärmern Asien, Australien und Amerika.
Styria, neulat. Name für Steiermark.
Styr, Fluß oder See der Unterwelt, über den die
Seelen der Toten durch Charon übergeseßt wurden; bei
jeinem Wasser schwuren die Götter die heiligsten Eide.
Su (türk.), Wasser, Fluß.
Su, japan. Längenmaß — 8,08 om.
Suaãda (Suadela, grch. Peitho), röm. Göttin der Uber⸗
edung; daher Redefluß, gutes Mundwerk.
Suaheli, Bantuvolk auf Sansibar und an der Ost⸗
lüste von Südafrika, vom Aquator bis Kap Delgado, durch
Mischung von Arabern und Negern entstanden. — Gram⸗
matik ihrer als Handels- und Verkehrssprache in Ostafrika
weitbekannten Sprache (Kisuaheli) von St. Paul-Hillaire
(1890 u. 1896), Seidel (1881 u. 1900), Raddatz (2. Aufl.
1800), Velten (2. Aufl. 1905); Wörterbuch von demselben
(1809); über Sitten und Gebräuche vgl. Velten (19808).
Suakin (Sauatin), Hafenstadt in Nubien (seit 1889
als Außenbesitzung zu Agypten gerechnet), an der West⸗
lüste des Roten Meers, (1807) 1824 &amp;., Verkehr der Mekka⸗
pilger nach Dschidda; 1865 von der Türker an Ägypten
abgetreten. Das Gebiet um die Stadt gehört als Distrikt
zu Agypt.⸗Sudan.
Suarez, Franz, Jesuit, geb. 8. Jan. 1548 in Gra⸗
nada, lehrte in Balladolid, , Salamanca, Coimbre
Theologie, gest. 258. Sept. 1617 in Lissabon; seine Scrift,

vorin er die absolute Gewalt des Papstes über die
Fürsten vertrat, 1613 in Paris und London öffentlich
oerbrannt. — —— Werner (2 Bde., 1860).
Zuarez, Karl Gottlieb, Jurist, s. Svarez.
Zuaforisch (lat.), überredend.
Sua sponte (lat.), freiwillig.
Subaltérn (lat.), unter einem andern stehend, unter⸗
geordnet; Subalternbeamte, Unterbeamte, Bureaubeamte;
Subalternoffiziere, die Leutnants und Oberleutnants.
Zubalternation, logisches Abhängigkeitsverhältnis.
Subapennin, s. Apennin.
Subarktische Zone, der Teil der arktischen Zone, wel⸗
her den Erdgürtel zwischen 66 und 580 umfaßt und
den Ubergang zur gemäßigten Zone bildet.
Sub oonditlõono (lat.), unter der Bedingung.
Subdelegieren (lat.), einen andern an seine Stelle
ibordnen; Subdelegãt. Unterbevollmächtigter.
Subdiaköonus (lat.⸗grch.), in der tath. Kirche der
unterste Grad der hoͤhern Weihen; in der evang. Kirche
der zweite Hilfsprediger an einer Kirche; Subdiakonät,
)essen Amt und Würde.
Subdivision (lat.), Unterabteilung.
zub divo (sub dio, lat.), unter freiem Himmel.
Subdominante oder Unterdominante, s. Dominante.
Zubdominus (lat.), Unters, Afterlehnsherr.
Suberin, Korlstoff, dem Faserstoff ähnliche Substanz,
ius den Wandungen des Korkes isoliert, ist wachs⸗ oder
ettartig, elastisch und rötlichgrau; unlöslich.
Subfebril (lat.), dem Fieber nahestehende Tempe⸗
raturen, zwischen 38 und 88,85? 0.
Subhastation (lat.), öffentliche Versteigerung an den
Neistbietenden; subhastieren, öffentlich versteigern, eigent⸗
ich zub hasta verkaufen (s. Hasta). In der modernen
Rechtssprache redet man von S. nur in Beziehung auf
Grundstücke. Das Subhastationswesen ist geregelt in dem
Reichsgesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsherwaltung
 vom 24. März 1897.
Subiaco, Gemeinde in der ital. Prov. Rom, am
Teverone, (1801) 8005 E., Reste einer Villa Peros, früher
päpstl. Sommerresidenz; Ursprung des Benediktinerordens.
Subjekt (lat.), das denkende vorstellende Wesen
Gegenfatz Objekt); in der Grammatik im Gegensatz zu
Prädikat das, wovon etwas ausgesagt wird; auch s. v, w.
Person; subjektiv, der Natur des vorstellen den Wesens
entspringend, von seinen Gefühlen beeinflußt. Subjek—
tivismus, jede Betrachtungsweise, die den Schwerpunkt
der Betrachtung zu sehr ins Subhjekt legt.
Sub Jovo (lat.), unter freiem Anh
Sub judĩos (lat., „unter dem Richter“), noch unent⸗
schieden (von Prozessen).
Subjunktiv (lat.) s. v. w. Konjunktiv (s. d.).
Zubkarbon, die üntere Steinkohlenformation (s. d.).
Subkutan (lat.), unter der Haut befsindlich; subtu—⸗
tãne Injektion, s. Injektion.
Sublim (lati), erhaben; Sublimität, Erhabenheit.
ZSublimat (lat.), jedes Produkt einer Sublimation,
insbes. das Quecksilberchlorid (s. d.).
Zuͤblimation (lat.), chem. Operation, bestehend in
der Verflüchtigung einer Substanz und darauf folgender
Kondensierung in festem Zustande (als Sublimat); dient
uur Reinigung von Kampfer, Salmiak, Schwefel u. dgl.
Sublimatpastillen, harte, zylindrische, mit Karminic.
rot gefärbte Pastillen guͤß Sublimat (Quechilberchlorid)
und reinem Ratriumchlorid, sehr giftig, offizinell, leicht
in Wasser löslich und dann (als Sublimatwasser) zu
desinfizierenden Waschungen verwendet.
Zublungrisch (lat.), unter dem Mond befjindlich,
odisch. [Gliedmaßen, Verstauchung.
Buͤbluration (lat.), unvollständige Verrenkung der
Zubmarin (lat.), unterseeisch.
Zubmediante oder Untermediante, s. Mediante.
Zubmergieren (lat.), untertauchen, unter Wasser
tzen; Submersion, Untertauchung, Uberschwemmung.
Subministrieren (lat.), behilflich sein; Subminiitratton,
 Vorschubleistung, bes. zu Unterschleisen.
Submiß (lat.), unterwürfig, demütig; Submission,
ae Unterwürfigkeit; Verdingung, Vergebung
öffentlicher Arbeiten und Vieferungen an den Mindestzordernden.
 — Vgl. Huber (1885).