Südsee, s. Stiller Ozean und Karte: Australien
ind OzeanienJ.
Südfhetlandinseln, antarktische Inselgruppe im S
von Südamerika sKarte: Volarläunder I, 61, 2800 akm
Südslawen; zusammenfassende Be—
zeihhnung der Bulgaren, Serben, Kroaten
und Slowenen.
Südstern, einer der größten Diaman—
en Tafel: Edelsteine J, 7)].
„Südviktoria, Sudpolarland, s. v. w
Bittoriland.
Züdwester, eine Seemannskappe aus
Jeölter Leinwaͤnd zum Schutz gegen
Durchnässen —1838). Surwe
Sudwest(er)inseln, Inseln im Ma⸗
aiischen Archipel, zur niederländ. Residentsch. Amboina
gehdrig, 69877 qum, (1808) 40 110 6G., vpulkanisch; die
eden Wetter. — dicht b
ue (spr. ßüh), Eugene, franz. Romandichter, geb.
0. Jan, 1804 peAge ursprünglich Marinearzt, als
Republikaner 1881 verbannt, geste 3. Aug. 1887 3
Annecy; führte den Seeroman in Frankreich ein (z. B
xerndok ĩe pirate, Ia Ooucarateha“), bes, aber
durch seine sozialistisch Fefürblen Sittenromaͤne (,Let
mysstères de Paris“, Le juif errant“, „Les sopt
pschés capitaux“, „Les mystôères du peupio“ ⁊c.) beühmt.
 Samtliche Romane deutsch (114 Bden 1847 56)
Zueben, s. v. w. Sueven (J. d).
Sueca, Stadt in der span. Prov. Valencia, am Jucar.
1800) 14488 E.; Reisbau.
Zueoĩa, neulat. Name für Schweden.
Suekomanen, s. Fennomanen.
ZSuera, marokk. Hafen, s. Mogador.
Sues ifrz. Suez) Seehandelsftadt Ägyptens, an der
nördlichsten Spitze des Rolen Meers, am Golf von S.,
Bouvernement'Si, (1897) 17173 G. durch einen Stein⸗
damm nit Eisenbahn mit dem Hafen Port Ibrahim ver⸗
hunden, südl. Eudpunkt des Sueskanals (s. d.).
Sueskanal, der Kanal, der das Mittelländische mit
dem Roten Meer, den Isthmus von Sues durchschneidend,
perbindet sKarten: Afrika Iu. J, 12)]; schon im Alter⸗
tum verschiedene MRale (zuerst um 1400 p. Chr.) begonnen,
unter Darius Hystaspes (um 800 v. Chr.) vollendet, im
8 Jahrh. n. Chr gonzlich zugeschültet. 1886 erlangte Leffeps
. d vom üghpt. vißzetönig gepehmigung zur Bildung
einer Gesellschaft auf 99 Jahre und begann 22. April 1859
die Arbeiten. Der am 16. Nop. 1869 eröffnete Koanal gehl
hon Port Said aus, durchschneidet den Mensaleh-, Ballaͤh⸗,
Timsah⸗ und den Großen und Kleinen Bittersee und mündet
bei Suͤes; 161 Ig., 22 m Sohlbreite, 5385 100 m
Wasserspiegelbreite, 8n Tiefe; Gefamtkosten etwa 480
Mill. grs Einnahmen (1904)' 1153 Mill. Ausgaben
37.004 Frs; Schiffsverkehr 1870: 486 Schiffe mit 1806609
9040: 4287 Schiffe mit 13401 888 Nestotonnen. — Bgl.
desseps Frang, 8 Bde. 1875 81), CTharles⸗Rour (franß
Bde., 1901), Edlerx von Othalom (10086). 8. auq
Name eines aͤgypt. Generalgouvernements.
Suẽössionen, zur Zeit Täsars eins der mächtigsten
Völker im belg. Gallien, mit der Hauptstadt Neidan
aum, später Kugusta Suessonum Soissons).
Suẽtonius, Gajus S. Tranquillus, röm Geschichthreiber,
 geboren unter der Regierung des Vespasian;
Hauptwerkseine Kaiserbiographie: Vitas XV imnpera
torum“ (deutsch von Stahr, 2. Aufl. 1874); Fragmente
gesammelt von Reifferscheid (1860); Ausge der Werke
oon Roth (neue Aufl. 1875).
Sueven, in ältester Zeit Gesamtname eines german
Völkervereius, zu dem Tacitus die meisten Völker im
östl. Teil Germaniens von der Donau bis zur Ostsee
Suevisches Meer) rechnet, später Name einzelner dazu—
gehöriger Völker, fo des Volks, das 409 in Spamen ein⸗
draug und in Galicien ein Reich gründete, das 588 mit
dem westgotischen vereinigt wurder zn Deutschland hat
ich der Name S. in dem der Schwaden erhalten.
Zusvia, lat. Name für Schwaben (Land).
Zuez, f. Sues. salten Karthago.
Suffeten (Richter), die beiden obersten Beamten im
Suffifasce (fiz spr. güfffngh), Selbsigefaͤligkeit,
dünkel suffisant for. ang), důmclbaft.

AXVI.

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Sui

ZSuffir (lat. sufsixum), ein Lautkomplex, der einer
Vurzel oder einem Stamme am Ende angefugt wird.
Suffizient (lat.), hinlänglich, zureichend; Suffizienz,
Zulänglichkeit.
Suffolk (spr. ßöffök), eine der östlichsten Grafschaften
ande 3856 4km, (1901) 384 198 E.; Hauptstadt
Ipswich.
Suffragan, jedes zu Sitz und Stimme (lat. suffragium)
 berechtigte, Mitglied eines geistl. Kollegiums,
insbes. die einem Erzbischof untergeordneten Bischoͤfe.
Sutfrage universei Urz. Ipr. ßüffrasch üniwärßell),
allgemeines Stimmrecht oder Wahlrecht (f. Wahsh).
Suffragium (lat.), bei den Römein die Wahlstimme,
iberhaupt das polit. Stinmrecht der Vollbürger.
Suffusion (lat.), Blutunterlaufung muͤt geriuger
Zerstörnng von Gewebe. (S. auch Suglllation.)
Sufis mus, die mystisch-theosophische Richlung im
Zslam, deren aͤlteste Auhänger (Sufi) Kittel gus grober
Wolle (arab. sũt) trugen. Der S. entwickelte aus asze⸗
rischen Anfängen im'8. Jahrh.; er wird durch die Der—
vischorden verkreten und hat eine große Literatur hervor—
zebracht, so wie er auch in der Poesie durch Omar ibn
al⸗Faridh, Dschelal ed-din Rumi, Ferid ed-din Attär,
Hafiz u. a. tiefsinnigen Ausdruck gefunden hat.
Sugambrer (Sigambern), german. Volk, zu Cäsars
Zeit am, r. Ufer des Mittelrheins zwischen Lippe und
Lahn; ein Teil ward 8 n. Chr. durch Kaiser Tiberius
wangsweise in Belgien angesiedelt, der Rest ging im
3. Jahrh. in den Franken auf.
Sugängtal, Val Sugäna, von der Brenta durch⸗
römtes Tal in Tirol; Seidenraupenzucht, Weinbau.
Die Suganatalbahn (VBal-Sugana-Bahn), 66 xm Ig.
886 eroͤffnet, führt von Trient nach Tezze.
Suger (spr. ßuͤschähr), franz. Kirchenfuͤrst und Staats—
mnann unter Ludwig VI. und, Ludwig VII., geb. 1081,
122 Abt zu Saint-Denis, — 13. Jan. 1151, auch als
Hronist namhaft. —, Vgl. Cartellieri (1888).
Suggerieren (lat.), eingeben, an die Hand, unter
en Fuͤß geben, beeinflussend veranlassen (s. Suggestion).
eneseviliche (neulat.), Empfänglichkeit für die
S5uggestlon.
—28 (at.), Erweckung einer Vorstellung durch
ine andere, dient zum Herbeiführen des hypnotischen Zu⸗
tandes und Erregen von Vorstellungen, Empfindungen
ind Handlungen während oder nach der Hypnose; sie wird
ntweder durch einen fremden Willen angeregt (GFremd⸗S.
»der Hetervo⸗S.) oder entsteht ohne fremden Einssuß durch
lebhafkes Denken der betreffenden Person (Auto⸗S.). Das
ughgestive Einwirken auf die Zeit nach der Hypnose
posthypnotische S.) wird angewandt zur Beseitigung
ewisser krankhafter Zustände (Suggestivtherapie, Psychv⸗
herapie). (S. auch Hypnotisnus.) — Bgl. Bernheim
dentsch, 2. Aufl. 1896), von enn (deutsch 18098).
Sugillation (lat.), Blutunterlaufung nach der Zer—
eißung von Blutgefäßen, kleinere Petechien (s. d.), größere
inienförmige Striemen genaunt, verschwinden dürhh Auf—
augung des Blutes; dienlich sind kalte Umschläge, Massage.
Suha⸗Planfina (Suva⸗Planuina), Gebirge in Serbien,
wischen der Morava und der Nisava, im Rakos 1080 m hoch.
Suhl, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Erfurt, am südl.
khüringer Wald, an der Lauter, (1800) 12622 (1805:
3812) E., Amtsgericht, zwei Solquellen, Badeanstalt;
Eisenindustrie, Porzellan⸗, berühmte Gewehrfabrikation
Suhler Weißkupfer, s. Nickel.
Sühne, die Aussöhnung streitender Parteien; die
zütliche Beegung eines Rechtsstreites durch Vergleich.
ber eine Ehescheidungsklage darf erst verhandelt werden,
venn ein Sühneversuch stattgefunden hat, auch vor Er—
jebung einer Beleidigungsklage hat ein Sühneversuch
hor einer Vergleichsbehörde (s. Schiedsrichter) stattzufinden,
venn die Parteien im gleichen Gemeindebegirk wohnen.
Suidas, byzant. verstograph des 10. Jahrh. Verfasser
ines großen Realwörterbuchs Lexikon“, hg· von Bern⸗
rdy, 183453; Bekker, 1884).
sul Juris (lat.), seines Rechts, d. h. mündig.
suina, s. Schweine.
Zuinter Eurz. Suint, spr. ßüäng), Wollschweiß (s. d.).
Suite Erz., spr. ßwit) Folge, Reihe; Gefolge hoher
ʒerrschaften, bes. militärischer à la auite) c.; Musik.⸗
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