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Surtr, in der nord. Mythologie ein Feuerriese, der
)en Untergang der Welt herbeiführt.
Surukuku, s. Buschmeister.
ZSurvilliers (spr. hürwilsteh), Graf von, der von
Joseph Bonaparte (j. d.) nach 1813 angenommene Name,
Surya (Surja), in der ind. oree Name des
Sonnengottes; in seiner Eigenschaft als Schöpfer führt
er den Namen Savitar.
Sus (at.), das Schwein (s. Schweine).
Susa (hebr. und assyr. 8uban), Hauptstadt der alt⸗
Lers. Vrop. Susiana, Winterresideug der med, und pers.
Könige; Ruinen bei der jetzigen Stadt Schuschter.
Susa, Stadt in der ital Vrov. Turig an der Dora
Riparis, (1901) 41957 E., altes Markgrafenschloß, Triumph—
dogen des Augustus.
Susa (Erz. Sousse), befestigte Küstenstadt in Tunis
im Golf von Hammaͤmet, s0odo 6.
Susannag, schöne und keusche Jüdin, Gattin Joja⸗
lims in Babhylon, Heldin der gricchisch geschriebenen apo—
roten „Erzählung von der S. und Vaniel“.
üsdal, Hreisstadt im russ. Gouv. Wladimir, an der
damenka, 8477 E.
Sufemihl, Franz, Philolog, geb. 10. Dez. 1826 zu
kaage(WMedlenburg), seit 1886 Prof. in Greifswald,
gest 8. Mai 1001 in Florenz; gab des Aristoteles Poetik
(griech. und deutsch, 2. Aufl. 1879) und Polilit (griech. und
deutsch, 1879) heraus, verfaßte eine Geschichte der griech
diteratur in der Alexandrinerzeit“ (2 Bde. 1891 - 92) u. ä.
Suser, s. Most.
Susigna oder Susis, die nach der ehed Susa bhe⸗
naunte Landschaft im RW. des alten Persiens, das heutige
Chusistan; der semit. Name war Elam (. d.).
Zuslig (Suslit). s. Ziesel fAbb. 1086j.
Suso oder Seufe, eigentlich bon Berg, eiur „My⸗
stiker, geb. 21. Marz 18098 zu Uberlingen, Vominikaner,
Schüler Eckardts, gest. 28. Jan. 1366 zu Ulm. Haupt⸗
werk: „Buch von der ewigen Weisheit“.“ Werke neuhoch⸗
deutsch von Venifle (2 Bde. 1876f9). — Bal. Jäger (1883)
Suspékt (lat.), verdächtig.
Zuspendiereu (lat.), zeitweilig einstellen, aufheben
auf einige Zeit des Amtes entsetzen; aufschieben; Sus⸗
pension, Aufschub, Unterbrechung; vorlaufige Dienstentsetzung;
 suspeunsiv, aufschiebend, suspensive Rechtsmittel
indern die Rechiskraft und die Vollstreckbarkeit des Urleils
Suspensivbedingung, s. Bedingung.
Suspensorlum (lat.), Tragbeutel, Binde zum Hoch⸗
ragen eines hängenden Koͤrperteils, namentlich der Hoder
und der Brüste. wöhnisch, mißtraͤuisch
Zuspizion (lat.), Berdacht, Argwohn; suspigoͤs, arg
A
Beunsylvaniens, entsteht aus dem Osi⸗S!in Neuyori
uind dem West-S. in Penusylvanien, mündet nach 730 Km
bei Havre-de-Grace in die Chesapeakebai.
Sueß, Ednard, Geolog und Paläontolog, geb. 20. Aug
1881 zu London, seit 1887 Prof. in Wien, trat 180
in den Ruhestand; 1373 586 auch Miiglied des österr
Reichssrats; Hauptwerk: „Das Anthkitz der Erde“ 1888 fg.
ranz, von Margerie u. a., 1807 f9).
Süß, ß Maler, s. Kulmbach, Hans von.
Sünßg, Joseph, s. Süß-Oppenheimer
Züßapfel, s. Strauchapfel.
Süßbrand , der zum Schwefeln der Weinfässer und
des Weinmostes dienende gereinigte Schwefel; in Täfel⸗
hen (Schwefelschnitte, Suͤßbrandfchnitte) im Handel.
Zusselchen, Pelzwerk, das Fell deb Ziesels (s. d.)
Züßerde, J v. w. Beryllerde (s. Seryuum).
Sußserin, Serum gegen Schweinerotlauf.
Susser (spr. ßöss), suͤdengl. Grafschaft, von Kreide
i durchzogen, 3777 qkm, (1001) bob dobæ E.; Haupt
n y
ussser (spr. ßöss.), August Friedrich, Herzog von,
sechster Sohn Georgbe i.“ vdon Großbritannien, get
27. Jan. 1773, heiratete 1793 heimlich die kath. Riß
Murray, doch ließ Georg TII. die Ehe für ungültig er⸗
lären 18017 Peer von England, gest 21. April 1848
Zůüßgras, s. alpcern. [I, 10.
—A Tafel: Nutzpflaͤnzen
Süßholzpafta, brauncz Lederzucker, braune (gelbe)
Reglisse, braune, lederartige, brüchige Masse, bereitet durch

Sur

*indicken eines mit arab. Gummi und Zucker versetzten
vüsserigen Süßholzauszugs, früher beliebtes Hustenmuttel.
Züßholzsaft, s. Lakrihe.
Züßholzzucker, s. v. w. gyrrhiun
Züßßklee, s. Doesmodium und Efparsette [Abb. b26).
Süßling, Pilz, s. Iydnum.
Zußmaun⸗Hellborn, Louis, Bildhauer, geb.
20. Marz 1828 in Berlin, 1882 86 artistischer Leiter
der Königl. Porzellanmanufaktur, Prof. das.; Geurefiguren,
Ztatuen Friedrichs d. Gr, auch dekoratipe Arbeiten.
wu Hasardspiel, s. v. w. deutsches Pharao.
Züß⸗Oppenheimer, Jos., jüd. Geldagent und Ver⸗
rauter des Herzogs Karl Aletander von Württemberg;
nach dem Tode des Apene (12. Mai 1737) wegen schwerer
Bedrückungen verhaftet und 2. Febr. 1738 in inem seiser⸗
ien Käfig aufgehängt. — Vgl. Zimmermaunn (1874).
Süßstoffe, künstlich dargestelste, nicht zu deu Zucker—
arten gehörige organische Verbindungen von intenfiv süßem
Reschmack, ohne Rährwert. Hierher vor allem das Sac⸗
harin (f. d.5 Süßftoffgesetz, s. Saccharin.
Süßwasserformation, ilinmische Bildung, Ablage⸗
ungen aus Süßwasser (See, Haffec,), bes. im Tertiür.
Züßwasserkalk, s. v. w. Kalktuff.
Züßwaßgerpolyp, s. Hydroidpolypen.
Zußwaßgerschildkräten, die Lippenschildkröten (. d.
Süßwaßfserschnecken (Limnacidae), Familie der
dungenschnecken, mit dünner, hornartiger Schale; hierher
die Schlamm- oder Teichschnecke (LAmumnsas. in iumpfigen
Bewüssern; bekaunteste ÄArt L. stagna.
lis Lam. IAbb. 1848], in zahlreschen
Spielarten; Blasenschnecke (Physs fon
ndlis Drap.), mit aufgeblasener letzter
Bindung, in Quellen, Teichen vc.
wischen Wasserpflanzen; Scheiben
der Tellerschnecke, Posthorn (Planor-A
 Schale eenrte vielen, 25
egelmäßig wachsenden Windungen; —
urn Arten, wovon P. dornéus Schlammschnecke
eiß die größte, in unsern Teichen gemein; Flußnapf⸗
chnecke (Gnoylius fluviattläs Me), mit napfförmiger,
ovaler Schale, in Bächen und Flüsfen. J
Süßwasserschwainm (Spopegilla), einziger im süßen
Wasser lebender Vertreter der Schwämme, zu den Moun⸗
altinelliden gehörig, in stehendem und fließen dem Wasser
in Form von grünen, rasen- und polsterartigen UÜberzügen,
massigen Klumpen oder geweiharlig verüsielten Geflalten.
Anseen, Alpeupaß (2262 w) in den Berner Alpen,
»om Gadmental im Kanton Bern nach dem Meiental
ind Wesen in Uri; südl. das Sustenhorn (3015 20).
Susu, s. Mandingo.
Susuk, der Gangesdelphin 6 —
Sutherland (spr. ßötherland), nordwestlichste Graf⸗
haft Schottlands, 8282 ahm, (1801) 21 860 E Hanpi⸗
tadt Dornoch.
—AV
Sutra (Faden“, „Leilfaden“), Rame beftimmter, in
ehrsätzen geschriebener Werke der ind. Literatur.
Sutri, Stadt in der ital. Prop. Rom, (1001) 2798 E.,
öm. und etrusk. Mauerrefte; hier 1046 Synode.
Sutschava (Sutschawa), s. Suceava.
Su⸗tschon (Su⸗tschau), Hauptstadt der chines. Prov.
diang⸗esu sKarte: Asseni, Ies, am Kaiferkanal, (1904)
300 000 einheimische E., Seidenindustrie; Vertragshafen.
Sutfos, Alexander, neugriech. Dichter, geb. 1808 in
donstantinopel, gest. Fuli 1863 in ESin rna; schrieb
AHistoiro de Ia révolution grecque“ deutsch
1830), Lustspiele, Gedichte, Komane u. a. — Sein Bruder
ßanagiotis S., geb. Isös in Konstantinopel, lebte in
dronstadt, spüter in Griechenland, gest. 6. Rov. 1368 in
Athen; schrieb den Roman „Leander“ (1839), lyrische
Sutti, s. Sati. [Gedichte, Dramen;
Suttner, Bertha von, Schriftstellerin, geb. d. Juui
848 in Prag, Tochter des Grafen Frauz Kiusty, seit
4876 verheixatet mit dem Romanschriftsieller Freiherrn
Arthur von S. (geb. 21. Febr. 1850 in Wien, gest. 10. Dez.
1902 auf, Schloß Hermansdorf); bekannt dinch ihre Pro—
»gganda für den Frieden, schrieb zahlreiche Römane, bes
Die Waffen nieder““ (1889u. b.) und erhielt 1005 der
Nobelpreis für Friedensbestrebungen.