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deutschland V, 2, bei Hannover.] — Vgl. „S. in
Wort und Bild⸗⸗ (1002), K. Meyer (1906).
Sylva, Carmen, s. Elisabelh, ruman Königin.
Sylvanit, Schrifterz monotlines Mineral, gian, weiß⸗
gelb, bestehend aus Tellur, Gold und Silber. Rhombischeẽ
Tellurgoldsilber mit geringen Mengen von Kupfer, Eisen
und Antimon ist Weisteuur. [20. Juni.
Sylverius, Heiliger, Vapst 386—537 (888). Tag
Sylvester (Silvester), Rane von drei Pupften Bei⸗
age: Päpste]. — S. J. der Heilige, 315 335 der Held
der Legende von der Konstantinischen Schenkung (s.
Donatid Constantini); Gedächtnistag 31. Dez. (Sylvester⸗
tag, Sylvesterabend). S. I., g99 1008, vorher Ger—
bert von Aurillac, 601 Erzbischof von Reims, 998 von
Ravenna, 999 durch Otto I,, dessen Lehrer ex war,
Papft; ausgezeichneler Philosoph und Mathematiker. —
Vgl Werner is878) — (1891 u. 1893), Lux (1808).
Sylvesterorden, pupft ODrden, 81. Stt. i1841 von
Gregor XVI. gestiftet; Ordenszeichen: weiß emailliertet
Malteserkreuz, das blaue Mittelfeld mit der Figur des heil
Sylvien Sylvidao), f. Sanger. [Sylvester
Sylvin, Hoͤvelit, Leopoldit, reguläres, dem Stein—
salz ähnliches Mineral, Chlorkalium, in den Abraumfalzen
won Staßfurt, Leopoloshall, Katusz (Galizien), zur Dar⸗
stellung von Kaliumsalzen benutzt.
Syinbabje, suͤdafrut. Ruiuensitte zwischen dem Lim⸗
bopo und Sambesi, 1871 von Mauch eutdeckt, von mancher
für das Ophir der Bibel gehalten.
Symbisfe (grch), in der Botanik ein Zusammen
lebeu, verfchiedener pflanzlicher Organismen zum Zwed
gegenseitiger Förderung; so leben im 3— regel:
maßig Pilz und Alge in S. wluch wischen Tieren nut
Pflanzen koͤmnmt S. vor, z. B. sind gruͤne Algen im Körper
pon Stentor, Hydra, Spongilla ac. vorhauden.
Symbol (gich. ymbolen; lai. symbolum), Er—
ennungszeichen bedeuͤtsames Zeichen überhaupt, Sinn⸗
bdild; im theol. Sprachgebrauche die Bekenntnisformen oder
eschriften (f. Symbolische Bücher) der Christen und der ein—
zelnen christl. Kirchen. — Chemische S. s. Chemische Zeichen.
Symbolik (arch.), die Lehre bon den Symbolen
G. d.d; daher 1) die Wissenschaft von den religiösen Sinn—
bildeln und sinnbildlichen Gebräuchen (vgl. Treuzer, S
und. Mythologie der alten Völker“, 4 Bde., 3. Aufl
1887 fg.; Piper, „Mythologie und S. der christl. Kunst“,
2 Bde, 1847 fa. Buͤhr,G. des mosaischen Kultus“,
2 Bde. 1837 f9. v0i, 2. Aufi. 1874); 2) die Lehre
von der Entstehung und dem FJuhalt der Symbolischen
Bücher(s. d.), gewöhnlich unter Vergleichung der Lehrbegriffe
und Grundprinziplen der verschie denen Kirchen (kompara
tive S., neuerdings „vergleichende Konfessionskunde
genaunt). — Bgl. Winer (4. Aufl. 1882), Möhler (kath.
4.Aufl. 1800) Kattenbusch (1802 fg.) Plitt (4. Aufl
02), Loofs (Bd. 1802) svirdud
Symbolisch, die Symbole (s. d.) betreffend, finn⸗
Symbolische Büͤcher, die öffentlich anerkannten
Bekenntnisschriften einer Kirche oder Sekte. Allgemein
hristlich (oͤlumenisch) sind: das Apostolische Symbolum
. d das Nicunische Symbolum (3285 festgestellt, 38
auf der Synode zu Konfiantinopel bestätigt) und das
Athanasian sche Symoolum (f. dh. “E! zuroc
Kirche: die Candnes et decreta des Tridentinischen
Konzils (s. d.), die Professio Basci Trden (1564)
uud der Catschismus Romanus (1566); die Dekrete des
Vatikanischen Kongzils (f. d.) über die Unfehlbarkeit des
Papstes. S. B. der griech. Kirche: das Glaubensbekenntnis
des Petrus Mogilas (18043) und des Dositheos (16729).
S. B. der luth Kirche: die beiden Katechisinen Luthers
1529), die Augsburgische Konfession und die Apologie
derselben (18305, die Schmalkaldischen Artikel (1587),
die Konkordienformel 577), sämtlich vereinigt im Kon⸗
kordienbuch (1880). Ddie in den einzelnen Landeskirchen
verschiedenen S. B. der reform. stirche sind gesammelt
im „Corpus et Syntagma donfessionum fidei⸗ (1684)
und in „Collectio confessionum“ von Niemeyer (1840).
Eine Sammlung aller S. B. in Schaffs „Bibliotheca
ymbolis“ (6. Aufl. 18803). (S. Symbolik.)
Symbolisieren, durg Symbole (s. d.) darstellen.
Symbolismus, in der moderneu Literatur, bes.
Fraukreichs, cine Nichtung, welche die Dinge nmur durch

Sym

ymbolische Begriffe andeuten will, um dadurch gewisse
Seelenzustünde hervorzurufen; sie bewegt sich daher oft in
der Sphäre der Träune, Visibnen und Märchen und legt
zroßen Wert auf den Klaung der Worte. Hauptvertreter
des S. (daher Symbolisten genannt) sind: Billiers de
Isle⸗Adani, Verlaine, Mallarméè, Morkas, Regnier,
Maeterlinck, Viele-Griffin, in Deutschland bes. Hofmanns
hal, Dörmann u. g., zum Teil auch Dehmel.
—A s. Symbol und Symbolische Bücher.
Symborõdon, riesenhafte foffile Säugetiergattg. aus
der Ordnung der unpaarzehigen Huftiere, den Nashoörnern
verwaudt, mit zwei paarigen Hörnern auf dem Schnauzen⸗
rücken. Reste uͤm mittlern Terliur des westl. Nordamerika.
Symi, türk. Insel an der Südwestküste Kleinasiens,
nördl. von Rhodus, Wilagjet Dschesairi Bahri Sefid,
9 qkm, 8000E.
Symmntachie (grch.), Schutze und Trutzbündnis.
Symmielie (grch.s. Sympodie.
Symmetrie (gech), Ebenmaß, die Zusammenstim⸗
mung der einzelnen Teile eines Ganzen hinsichtlich ihrer
Anordnung um einen Punkt (zentrale oder steruförmige
3.) oder eine gerade Linie (ariale S.); symmeẽtrisch.
zleichmäßig, verhältnismäßig.
Symonds (spr. ßimmends), John Addington, engl.
Dichter und Kulturhistoriker, geb. 5. Oklt. 1840 in Briftol,
Jest. 180. April 1883 in Rom, schrieb: „Aistory of the
ltalian renaissance“ (7 Bde., 1875 — 86), „Shakeoaro's
 prodedessors“ (18749), Rasays“ (ô Bbe. 1890
-88), „Iãfe of Michelangelo tg Bde, 2 Aufl. 1893)
u. g. Gedichte ꝛc. — Vgl. Brown (1896).
Sympathetisch (grch), gleiche Empfindungen habend
der hervorbringend.
Sympathetische Kuren, Heilungen durch Sym ·
athie, Kuren, die augeblich durch eine eheentavne
raft gewisser Körper oder Handlungen (Amnlette, Be—
prechungen, Gebete) ausgeführt werden, beruhen, foweit
ie nicht Täuschnugen sind, auf Suggestion—
Sympathetische Tinten, farblose chem. Flüssig⸗
eiten Is. Kobalt); die damit hergestellte Schrift wird
)urch Wärme oder chem. Reagentien lesbar.
Sympathious nervus (lat.), sympathischer Nerv,
hesser sympathisches, auch vegetatives oder organifches
Nervensystem (Eingeweidenerven), der Teil des Nerben—
ystems, der die unwillkürlichen Tütigkeiten des sog. vege⸗
ativen Lebens (Blutbewegung, Blutverteiluug Ver⸗
auung, Drüsenabsonderung) regelt, liegt in zwei Strüngen
Grenzsträngen) zu beiden Seuten der Wirbelsäule; sieht
n vielfacher Verbindung mit den mn und Rücken⸗
narksnerven und gibt Zweige zu den Blutgefäßen, Lungeu,
»em Herzen, dem Verdauungskanal und den Drüsen.
Sympathie (grch.), Milempfindung, natuͤrliche Ge—
ühlsübereinstimmung; vermeintliche Geheimkraft, Wirkung
eines Körpers auf den andern; Teilnahme eines Organs añ
der vermehrten oder verminderten Taͤtigkeit eines andern,
. B. Veränderung der Stimme bei eintretender Mannharkeit,
 Lachen bei Kitzel; bes. bemerkbar bei Kraukheiten
Reflexkrämpfe, Sympathische Augenentzündung); sym—
ãthisch, mitfühlend, seelenverwandt. [nervus).
Sympathlkus, der sympathische Nerv (s. Sympathtous
Sympathische Augenenizündung, das über—
zreifen der Entzuͤndung von dem kranken“ Nuge auf das
jesunde auf deri Wege der Nervenbahnen; läßt sich nur
erhindern durch Durchschneidung, jener Nervenstämme.
Sympathische Jaͤrbung, s. Zuchtwahl.
Syntpathisches Nervensystem, s. Sympathious
2rxvus. gleiche Neigung haben.
Sympathisieren Efrz.), mit jemand gleich empfinden,
Sympetalen, Gamopetalen, Mouvpetalen, die eine—
her beiden Abteilungen der Dikotyledonen, Pflauzen mit
»erwachsenblätteriger Blumenkrone, umfasfen die Ordnun⸗
gen der ——— Rubiinen, Kaimpanulinen, Kontorten,
Diospyrinen, Primulinen und Bikornen.
Symphonie (greh.), s. Sinfonie.
sympnhorioarpus, Pflanzengattg. der Kaprifoliazeen;
3. racemösssus Mohæ. Schneebeerstrauch, Schueeholder,
Santt Peterstrauch) aus Nordamerika, mit runden schnee⸗
weißen Beeren, beliebter Zierstrauch
Symphnysis, Symphyse (greh). Kenorpelfuge, die feste
Bereinigung zweier Knochen durch Knorpelmasfe.