Sym

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Symphytum L., Pflanzengattg. der Boragineen. 8.
isporrimum Bieb., aus dem Kaukasus, Gartenzierpflanze,
zuch als Futterpflanze (Comfrey) empfohlen. 8. oftlieinalo⸗
. (Schwarzwurzel, Beinwell, Wallwurz), häufig auf
ieuchten Wiesen, an Flußufern.
ZSuympiẽzometer (grch), s. Kompressibilität.
Symplegaden (grch.die Zusammenschlagenden“),
n der griech. Mythologle zwei kleine Felseniuseln im
thrazischen Bosporus die durch fortwährendes Aneinander
schlagen alles Dazwischenfahrende zertrümmern.
Sympodie (grch.) oder Sympus, Symmelie, Sirenen
bildung, Mißbildung, bei der die untern Gliedmaßer
vollstündig miteinander verwachsen sind.
Symposton, bei den alten Griechen das häufig an
ie Mahlzeit sich anschließende Trinkgelage.
Symptom (Irch), Anzeichen, insbes. Kraukheitszeichen
ynptomãtisch, anzeigend, symptomatische Mittel, Mittel,
die nur Kraukheitsshmptome, nigt die Krankheit selbß
bekämpfen (z. Fiebermittel, Narkotika u. a.) Sym
otomatologte, Lehre von den Krankheitszeichen.
Sympus (grch.), s. Sympodie
Synagoge (gr., „Versammlung, Versammluugsjaus“;
 hebr. keneset), auch Proseuche („Gebetsstütte“)
genannt, bei den nachexilischen Juden die Lehrstütte inñ
eder Gemeinde, in der das Volk in der Kentnis des
Gesetzes unterwiesen wurde. Der Vorsteher (Archisyna
ogos) war zugleich Oberhaupt der polit. Ortbgemeinde.
Nach Zerstörung des Tempels ding der Gottesdienst über—⸗
haupt an die S. über. Die sog. Grosze S., von den
Rabbinern in die Zeit zwischen Esta und dem Synedrium
oerlegt, ist nicht historisch.
Synalläge, Synallaͤgma (grch.), gegenseitiger Ver—
ieg synallagmatisch, gegenfeitig verbindend.
ynaphie (gIrch.), F Kohäsion.
Synapiase, s. Emulsin.
Synäresis, Synizesis (Irch.), die Zusammenziehung
weier Vokale in eine Silbe.
Synarthrosis (grch), die unbewegliche, fest zusam⸗
aenhängende Gelenkberbindung.
Synaͤsthesie (grch), die Mitempfindung eines nicht
zereizten Sinnes bei Reizung eines andern, so das Wahr⸗
nehmen von Farben beim Hören von Vokalen, das sog
Farbenhören (Synopsie). — Bgl. Bleuler und Lehmanũ,
Zwangsmäßige Lichtempfin dungen durch Schall“ (1881)
Zynaszidlen (Synascidiac), s. Seescheiden.
Synchronis mus (arch.), Gleichzeitigkeit; Zufammen—
ttellung gleichzeitiger Begebenheiten; synchronistisch, gleich—
zeitig; das Gleichzeitige zusammenstellend.
Syndes nius egrch.), das Gelenkband; Syndesmitis
Bänderentzündung; Syndesmologie, Lehre von den Bän⸗
dern des menschuchen Körpers; Syndesmosis, die feste
Vexeinigung der Kuͤochen durch Gelentbander.
Syndikat, s. v. w. Kartell (f. d) und Konsortium
. d.)d; in Frankreich auch s. v. w. Gewerkvereine . d.
Beilage).
Syndtkus (grch, Mehrzahl: Syndici), der rechts⸗
undige Vertreter einer Gemeinde, Korporalion ec. (S
auch Kronsyndikus.)
Synechie (grch, die krankhafte Verwachsung.
Synedrlum (grch.; hebrdisiert zanhedrin, bei Luther
Hoher Rat“), die jsüd. Regierungsbehörde (71 Mitglieder)
Anter Vorsitz des Hohenpriesters seit dem 8. Jahrh. v. Chr.
behauptete sich bis zur Zerstörung Jerusalems, bes. als
höchster Gerichtshof (botucin, Matth. 5, 22 u. v.).
Synekdoche e rhetorische Figur, bei der ein
Teil für das Ganze, die Art siatt'der Gattung und um—
ee gesetzt wird.
ynorgiden (grch.), s. Befruchtung.
Synergismus (Irch.), die Lehre daß der Mensch
———
wirken müsse. Synergist. Anhänger dieser von Melanch—
thon vertretenen Lehre. Die Synergistischen Streitigkeiten
165567) zwischen den strengen ÄAnhangern Luthers und
denen Melanchthons führten zur Verwerfung des S. in
der Konkordienformel (1577).
Synesis (grch), Siun; bei der Satzkonstruktion Kataä
ynesin oꝝstrũotso ad sensum) ist die grammatische
Genauigkeit dem Sinn zuliebe vernachlüssigt (z. B.: ich sah
das Maͤdchen; sie [state es sprach zu ng.

Eynizesis (grch.), s. Synäresis.
Zynkarptum (Erch.), Sammelfrucht, J. Frucht.
Synklinale (grh.),f. Mulde.
Synkope (grch.) Ausstoßung eines Vokals zwischen
wei Konsonanlen in der Mitte eines Worics; in der
Rat die Verbindung eines schlechten Taktteils mit
dem darauffolgenden gůten, wobei der Akzent auf den
chlechten Taktteil vorruͤckt; in der Heilkunde tiefe Ohn⸗
nacht, plötzliche Entkräftung.
Syn krasis (grch.), Vermischung.
Zynkratie (Irch.) Mitherrfchaft.
Synkretismus (grch), das Bestreben, verschiedene
Feligionen, Parteien, Systeine zu verschmelzen oder durch
shin des Trennenden zu versoöhnen. Synkretisten
ießen im 16. Jahrh. die Philofophen, welche zwischen
Plato und Aristoteles vermitteln wollten; in der prot.
Theologie die Auhänger des Georg Calirtus (s. d.).
Synod, Heiliger, genauer Heiligster regierender Sa
die an der Spitze der ruff. Kirche stehende Reichsbehörde,
esteht ans den Metropoliten von Petersburg, Modkaun und
diew, einigen Eparchialbischofen und dem Oberproluror,
inem Mann weltlichen Staudes als Vertreter des Kaisers;
721 von Peter d. Gr. errichtet.
Synodalverfassung, in der prot. Kirche die Or⸗
anisation, nach welcher die kirchliche Gemeinde durch
Synoden und Presbyterien (s. Presbyter; daher auch
Zynodal⸗ und Presbyterialverfassung genannt) —E
vird; zunächst in der reform. Kirche, def. durch Calvin,
usgebildet; neuerdings auch in deutfchen evang., Ländern
Sachsen 1871, Preußen 1878—2 76) eingeführt. Den Vor⸗
tand der Lokalgemeinde bildet das Presbyterium (Ge⸗
neindekirchenrat, Kirchenvorstand), bestehend aus den
Zeistlichen und von der Gemeinde gewählten Laien. Die
Presbyterien wählen die Abgeordneten zur Kreissynode,
diese die zur Provinzialsynode, lehtere die zur General⸗
iynade; alle aus Geistlichen und Laien zusammengesetzt,
meist mit Üübergewicht des Laienelements In Berlin ist
die Stadtsynode eine Vereinigung der suanien Kreis⸗
ynoden. Bei den höhern Synoden hat der Landesherr
s Recht zur Ernennung einer Anzahl von Mitgliedern.
die Generalsynode ist der höchste kirchliche Vertretungs⸗
orper der Landeskirche, welcher in Geineinschaft mit dem
dirchenregiment die gefetzgebende Gewalt in der Kirche
ausübt und durch einen stündigen Ausschuß (in Preußen:
heneralsynodalvorstand) an wichtigern Verwaltungsan⸗
zelegenheiten teilnimmt.
Synode 93 Verfammlung, in der kath. Kirche
. v. w. Konzile(f. d.), in der evang. Kirche, s. Synodal⸗
»erfassung; in der rufs. Kirche, s. Synod (Heiliger).
Synodische Umlaufszeit des Mondes, Shnodi—
cher Monat, s. Monat. S. u. eines Planeten, Zeitraum
wischen zwei aufeinanderfolgenden Konjunktionen (oder
Oppositionen) dieses Planeten.
Synoditen (grch.), s. Cönobiten.
Synoniym (aörch.),gleichbedeutend, sinnverwandt;
Syn onyme (Synonꝓyma), sinnverwandte Worter; Syus ⸗
iymie, Sinnähnlichkeit; Synonijmik, Lehre von den siun⸗
⸗derwandten Wörtern.
Synopsie (grch.), s. Synästhesie. J
Synöpfis (grh), zusämmenfassende Übersicht über
ein Ganzes, bes. über Schriften desfelben Gegenstands;
daher S. der Evangelien, Nebeneinanderstellung der gleichen
oder ähnlichen Abschnilte aus den Epangelien, bes. aus
henen des Matthäus, Markus und Lukas, die in Gegen⸗
atz zu Johannes die Synoptiker heißen.
Synsptisch (grch.), übersichtlich, kurz gefaßt.
Synoptische Karten, Wellerkarien.
Synovfla oeß Gelenkschmiere, s. Gelenk; Syno⸗
Aãldrüsen, Gelenkdrüsen; Synoviãltapfel, der das Ge⸗
enkwasser absondernde Hautsack; Synovitis, Gelenk⸗
ntzündung.
Syntägma (grch.), Sammelwerk, Sammlung von
zleichartigen Schriften, Bemerkungen ec.
Syntaͤktisch (grch), die Syntar betreffend.
Syntar (yurch.), Saͤtzlehre, der Teil der Grammatik,
der sich mit dein Satzbau und den Verhältniffen der
Worte im Saz beschäftigt.
Synthefe (Synthesis, grch.), Zusammensetzung, Be⸗
zriffsverbindung, Verknüpfüng eines Mannigfaltigen zur