Syr

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heirateter zum — gewonnen; die unierten Jako
biten heißen syr., und die unierten Melchiten griech
Katholiken; beide haben ihren eigenen Patriarchen.
Syrische Raute, s. Beganum.
Syrifche Sprache und Literatur. Die syr
Sprache ist ein Zweig des Aramischen und geet zu
den semit Sprachen.Das klassische Syrisch hat ich nuͤr
noch als Kirchensprache der Syrischen Christen (s. d.) er⸗
halten; ein verderbter syr Dialett (og. Neusyrisch) wird
noch in einigen Orten Mesopotamsenß gesprochen. Als
yr Schrift diente das sog. Eftrangeld Gruheten de,
Altsyrischen von Nöldeke (2. Aufl. 1808), Brockelimann
(2. Aufl. 1905); des Neusyrischen von Rosenberg (1903):
derika von Pahne⸗Smith (1068 fg.). Brodelmann (18959
Brun (1895), Cardahi (S Bde 188791), des Neu—
yrischen von Yohannan (1900 fg.. — Die fyr. Literatu
stand in ihrer Blütezeit (seit der Peschita, der syr. Bibel⸗
übersetzung, um 180n. Ehr., bis um 560) fast ganz im
Dienste der Kirche, vermittelte aber gußerdem durch zahl⸗
reiche Ubersetzungen die griech. Literatur den Arabern und
durch diese dem Abendlaͤnd. — Bgl. Bickell (lat. 1871)
Wright (engl, 1804), Duval ranz, 1809).
Syrjanen, auch Syrjanen, sinn— Völkerschaft in Ruß⸗
land und Sibirien, bef, in den Goup, Wologda und Ar⸗
hangelsk, 188 600 Köpfe. Grammatik ihrer Sprache von
Gabelent (1841), Wiedemann (1847 u. 1884); Wörter⸗
huch von Wiedemann (1880).
Syrmien, üngar. Szerein, Komitat in Kroatien-Sla⸗
wonien, an der Vonau, 6810 qun, (1900) 366660 E.;
Hauptstadt Vukovar. Früher Herzogtuͤm, nach der Stadt
Sirmium (beim heutigen, Mitrobicza) benannt, bis 1688
unter türk. dann unter österr. Oberhoheit.
Syrvs, griech. Insel, s Syra.
Syrten, zwei Bufen des Rittelländ. Meers an der
ordafrik. Küste: Kleine S. (Golf von ae an der Ost⸗
üste von Tunis; Große S. (Golf von Syoͤra), zwischen
Syrup, s. Sirup. [Tripolis nud Barka
Syrus, röm. Mimendichter, s. Vublilius Syrus.
Syfran (spr, ßuͤsranßdß, Kreisstadl im russ. Gouͤv. Sim—
zirsk, nahe an der Wolga, 33 046 E.
System (grch.), ein aus vielen Teilen nach einer all—
Jemeinen Regel geordnetes Ganzes, insbes. ein auf Prin—
xipien zurückgeführtes und danach geordnetes Ganzes einer
Wissenschaft, Lehrgebäude; systemätifch nach einem S.,
wissenschaftlich geordnet, planmaßig; systematisteren, wissen⸗
chaftlich ordnen, in Zusammeunhäng bringen.
Systematik (greh), die Kunft der Mewetien d. h
blanmüßig geordneten Darstellung, auch die nleitunt
dazu, bes. in den Naturwissenschaften wichtig. Dat
Pflanzenreich wurde nach verschiedenen Prinzlpien syste—
niatisiert: dem küustlichen, nach äußerlichen Kennzeichen
aufgestellten Linnkschen Sexualsystem stehen die natürlichen
Systeme gegenüber, die die natürliche Verwandtschaft der
Pflanzen berücksichtigen. Solche natürliche Systenie stell
ten auf B. de Jüsssen (s. d.), Oten, Decandolle, Bart⸗
ling, Lindley, Reichenbachh, von Martius, Eichler u. a. Die
meisten der spätern sasruhen Systeme benutzten das
Jussieusche als Grundlage. Anch das auf morphoͤlog. und
anatom. Einteilungsprinzipien beruhende System von End⸗
licher (s. d.hat viel Beachtung gefunden. UÜber das künft—
liche Linnefche und das natürliche Eichlersche System des
Pflanzenreichs s. die Beilage Botanitk; über die syste⸗
natische Einteilung des Tierreichs s. die Beilage: 8oo⸗
ogie; über die des Mineralreichs s. die Beilaͤge; Mi—
Zystsle (greh.), s. Diastole. lneralogie.
Zystybaum, f. Pryturophploenm.
Syzygte (grch.), in der Metrik, s. Dipodie. In der
Astrondmie sind Syzygien s. v. w. Konjunktlon und Oppo
ition (. Aspekteny, bef. die deit des Reu der Vu,
y2y5ySum Jambolanum, s. Jambul. smonds
Szabadka (spr. ßä.), ungar. Name von Maria—
Thexesiopel.
Szaboles (spr. Hßaͤboltsch), Komitat in Ungarn, in der
bern Theißebene, 1630 qhal Gdod) 288 αι E.; Haupt⸗
stadt ——— I(. d.).
Zzakolcza (spr. ßakolza), ungar. Name von Skalih
Szalad (spr. ßän), ungar. Komitat, s. Zala.
Szalay (spr. ßalah), Ladislaus von, ungar. Geschichtichreiber,
 geb. 18. April 18183 3ů Ofen, gest. 17. Juli

864 zu Salzburg; schrieb „Geschichte Ungarns“ (Bd. 1
9. 1332633 dentsch, Bb. 13 1866 753.
Szamos (spr. ßämosch), J. Nebenfluß der Theiß in
Angarn, eutsteht durch Vereinigung der Großen S. und
dlesnen S. mündet üach dod 'bei Naämeny.
Szamosujvar (spr. ßamoschujwahr), Armenierstadt,
vnigl. Freistadt in Siebenbürgen, an der Kleinen Szamos,
1900) 6863 E., gltes Schloß Staatsgefängnis),
Szantõ (spr. ßFaͤntohs. ) AoamS. Großgemeinde im
ingar, Komikat Abauj-Torna, am Hegyaljagebirge,(1900)
1379 E.; — Pbuute S Kleingenieinde im Komitat
dont, 449 GE., ineralquellen.
Szapäry iͤspr. ßaͤpparj), Julius, Graf, ungar. Staats⸗
nann, geb. 1. Nov. 1832, 1873 76 Minister des Innern,
87887 Finanzminister, 1889 Minister für Ackerbau
ind Handel, 1880602 Ministerprüsident, gest. 20. Jan.
in ge — ꝑ
zarvas (spr. ßaͤrwasch), Großgemeinde in Ungarn,
domutat Bekes an der Körös, (1900) 28778 E. Ober⸗
yymnasium, Lehrerseminar.
Szasz EOpr. hahh), Karl, ungar. Dichter, geb. 15. Juni
829 in Nagyenyed, 1884 reform. Bͤchef u Budapest,
est. 16. Okt. 1008 in Budapest; schrieb Iyrische Gedichte,
cyen, Dramen, poet. übersehungen [Muhlbach (s. d.).
Zzafzsebes Epr. ßahßschebbesch), ungar Rane! von
Zzäszvaäros (pr. ßaͤhßwahrosch), s. Broos.
Zzathmarn (spr. dattmaheng Joseph, s. Szigligeti—
Szatmar (spra hatimahr), Kommcat“te Ungarn, J. an
der deis 60ss qkR, (1806) 840 689 E.; Sanptort Ragy⸗
aͤroly.
Szatmar⸗Nemeti (spr. ßaͤttmahr), königl. Freistadt
m ungar. Komitat, Szatmär, an der Szamos, (1900)
26881 E.; Töpferei, Leinenweberei, Sliwowißtzbrennerei.
SZzawle pr. schaw) russ. Stadt, s. Schawli.
Zzeza wnica (spr. stschawnia), Vorf und Vadeort
n Galizien, Bezirksh. Keumartte in den nrdt Kar—
then, 1960) 2679 E.,7 Natron⸗Lithion⸗Quellen.
Zzezebrszun, russ. poln. Stadt, s. Schtschebreschin.
Zzeben spr. ßebben), ungar. Rame des Komitats
ermannstadlt.
Szechenni (spr. ßehtschehnji), Stephan, Graf von,
ingar. Patriot, geb. 21. Sept 1792 zu Wien, um den
en uund industriellen Fortschritt Ungarns hochver⸗
ient, 1848 ungar. Minifier für öffentliche Arbeiten, ver⸗
iel, in demselben Jahre in Geisteszerrüttung, erfchoß sich
3. April 1860 zu Doöbling. — Biogr. von Kecskemtthy
1866), Lonyay (1876). Sein Sohn Beéla, Graf S.,
Forschungsreiseuder, geb. 8. Febr. 1833 zu Budapest, be⸗
reiste 18883 Amerika Meine amerit Reise“, Pest 1866,
ingar.), 1866 Algier, 187780 Indien, Japan, Java,
Borneö und einen Teil von China (Reisebericht von
einem Begleiter Kreitner: „Im fernen Osten“, 1881),
dez · 1900 Kronhůter. Eurerich Graf bon S.Neft⸗
)es vorigen, —9— 15. Febr. 1825 in Pest, 1558 92
sterr.zungar. Votschafter in Berlin, gest. 11. März 1808
n Pest. — Audor S. Enkel von Stephan S. geb. 1. Aug.
865 zu Budapest, bereiste 1888 60die Suůͤdseeinseln,
890 Somallaud, giua 189103 durch Rußland, Persien
ind Belutschistan nach Oftindien und China.
Szegedin (spr. heggh), königl. Freiftcbt und Bount⸗
tadt des ungar. Kondtats Csongraͤd, an
)er Mündung der Maros in due Theiß,
1900) 402 801 E.; 11. und 12. Märg 1876
Nurch Uberschwemmung fast ganz zerstört,
eitdem, neu aufgebauüt; Selfensiedereien,
Tuch⸗, Papierfabrikation, Schiffswerft; bis
* aeg — d Eroh p 847
zeghalom (spr. ßegg⸗), Großgemeinde in.
Ungarn, Komitat Bikea, (1800) 3166 Seenebin
Zzegled (spr. ßeggh, ungar. Stadt, s. Czegled.
SZzegvaär sspr. ßeggwahr), Großgenieinde in Ungarn,
domitat Csongräd, (1900)7849 E.n trefflicher Rotwein.
Szegzard (Szegszaͤrd, spr. ßeggsahrd), Großgemeinde
ind Hauptort des 3 Komitaͤts Tolna, am Sarviz⸗
'anal, (1900) 13895 6.
Szekelykeresztuͤr (spr. ßehkelikerrestuhr), Ungarisch⸗
reuz, Großgemeinde in Siebenbuͤrgen, Komitat UÜdvar—
jely, an der Großen Kokel, (1800) 3421 E., Gymna⸗
ium, Lehrerpräparandie