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Tagal, Residentschaft auf Java, s. v. w. Tegal (s. d.).
Tagale, Tekele, Berglandfschaft im Sudan, westl. vom
we I leissch
Tagalen, malaiisches Volk auf den Philippinen, mil
eigenem Alphabet, jehßt meist röm.-kath. — ——
Tagals, sJ. Auanas. Brauͤdstetter (1902).
Taganrög, Hafenstadt im russ. Gebiet der Donischen
dosaken, am Äsowschen Meer, 58 928 E.; ihre Bedeutung
als Handelsplatz geht zuruück wegen Versandung des Hafens.
Tagasu, das Halsbandfchwein (s. Bisamschwein).
agblindheit, Nyttalopie, Sehstörung, bei der das
Sehvermögen bei voller Tagesbeleuchtung flark herab⸗
gesetzt, bei gedämpfter Beleuchtung aber besser oder ganz
normal ist; beruht auf Albimsmus, abnormer Weite der
Pupille u. a., oder ist Folge von Überblendung oder lange
daueruder Lichtentziehung
Tagbogen, der üͤber dem Horizont liegende Teil vom
Tagkreis (j. d.) eines Gestirns
Tagebuch, in der Buchhaltung, s. Journal.
Tagegelder, s. Diäten.
Tagekranz, s. Hängebank.
Tagelied, Minnelied, das die Klagen zweier Lieben—
sen, die sich bei Tagesanbruch trennen müssen, schildert
Tagesgeschäfte, Kassengeschäfte, auch Tageskauf,
Geschäfte, die am Abschlußtage erfüllbar sind, im Gegen—
satz zu Zeit- oder Lieferungsgeschäften (s. d.)j.
Tagesordnung, bei partlamentarischen und andern
Versammlungen die Zusammenstellung und Aufeinander⸗
jolge der in einer Sitzung zu exledigenden Gegenstünde
zur Te. übergehen, einen gestellten Antrag auf sich be—
ruhen lassen, sei es ohne deinfache T.) oder mit (moti
vierte T.) Angabe von Gruͤnden.
Tagewerkt, früheres Feldmaß, s. v. w. Juchart (s. d.)
Tagfalter, Tagschmetterlinge (Papiliontdae, Rho
palocéra oder Diurna), Familie der Großschmetterlinge
mit an der Spitze verdickten Fühlern, kräftigem, langen
Rollrüssel, breiten, in der Ruhe meist nach oben zusammen—
geklappt getragenen, auf Ober- und Unterseite gewöhn—
lich verschieden gefärbten Flügeln, schlankem Leib, ohne
Nebenaugen; fliegen am Tage. Rauͤpen sechzehnbeinig
sehr verschieden, nackt, bedorut, behaart ꝛc., meist eben⸗
falls bunt. Verpuppung meist außerhalb der Erde, ohne
Gespinst. Kosmopolitisch verbreitet, bes. in den Troper
entwickelt (von den über 5000 Arten etwa 200 deutsche)
Unterfamilien: Ritter, Weißlinge, Nymphaliden, Satyri
den, Bläulinge, Dickköpfe ꝛc. Beispiele auf u
Schmetterlinge 1J.]
Tagid, Pemblemere, See in Wales, s. Bala.
Tagil, r. Nebenfluß der Tura im russ. Gouv. Perm, 287
Tagkäuze, s. v. w. Tageulen (s. Eulen). [kmlg
Tagkreis, der von einem Gestirn infolge der Achsendrehung
 der Erde in 24 Stunden beschriebene Parallel—
treis, der durch den Horizont in den Tagbogen (s. d.) und
den Nachtbogen (s. d) geteilt wird.
Tagleistüng, s. Tagsatzung.
Tagliacozzo (spr. talja.), Stadt in der ital. Prov.
Aquila degli Äbruzzi, am Imel (Salto), (1901) 8607 E.;
hier 28. Aug. 1268 Sieg Karls von Anjou über Konradin
von Schwaben (auch Schlacht von Scurcola genannt).
Tagliamento ispr. talja), Küstenfluß in der ital.
Prov. Udine, entspringt in den arer Alpen am
Monte Cridola, mündet nach 165 4m.beim Hafen T
ins Adriat. Meer. [mit täglicher Kündigung
Tägliches Geld, Börsenausdruck für Gelddarlehen
Taglilie, s. Hemerocallis.
Taglioni (spr. taljo⸗), Phil., Tanzkünstler, geb. 1777
in Mailand, Ballettmeister zu Stockholm, Cassel, zuletz!
bis 1853 in Warschau, gest. 11. Febr. 1871 zu Eomo.
— Seine Tochter Marie T., geb. 1804 in Stockholm, seit
18282 gefeierte Tänzerin an verschiedenen Bühnen, zog
sich 1847 zurück und lebte in Italien, seit 1832 mit dem
Grafen Gilbert de Voisins vermählt, gest. 28. April 1884
in Marseille. — Ihr Brnder Paut T., geb. 12. Jan
1808 in Wien, Ballettdirektor des Hoftheaters zu Berlin
gest. das. 7. Fan. 1884. — Dessen Tochter Marie T.
Jeichfalls Tänzerin, geb. 27. Ott. 1888 in Berlin, am
Hoftheater das. bis zu ihrer Vermählung (1866) mit dem
Fürsten Joseph Windisch-Grüh, gest. 27. Aug. 1801 auf
Aigen (Niederösterreich)

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Tagpfauenauge (Vanessa Jo L. sTafel: Schmet—
erlinge I. 8)), Tagfalter aus der Gattg. der Eckflügler,
imtbraun, jeder Flügel am Vorderwinkel mit einem
roßen, schwarz, dunkel- und hellblan gezeichneten Augen—
leck, in ganz Eüropa häufig. Raupe schwarz, weiß punktiert,
nit schwarzen Dornen, gesellig auf Brennesseln und Hopfen.
Tagsatzung, fruͤher Taͤgleistung, die Versammlung
ser Gesandten der schweiz. Kantone (Stände) zur Be—
orgung eidgenössischer Angelegenheiten, abwechselnd in
zürich, Bern, Luzern; durch die Bundesverfassung von
Tagschläfer, sSchwalk. [1848 beseitigt.
dagschmetterlinge, s. Tagfalter.
Tagsichtigkeit, s. v. w. Naͤchtblindheit (s. Hemera—
Faguan, s. Flughörnchen. slopie).
aguanuß, s. v w. Elfenbeinnuß (s. d.).
aguima, eine der Suluinseln, s. Basilan.
sag⸗ und Nachtgleiche, s. Aquinoktium.
agus, lat. Name des Flusses Tajo (s. d.). F
kagwechsel oder Präziswechsel, ein Wechsel, dessen
hlungszeit auf einen bestimmten Tag festgesetzt ist.
Tahaa, Otahn, eine der franz. Gesellfchaftsinseln,
Ikxm, (1897) 1098 meist prot. E.; zwei Häfen.
Faharet (arab.), s. v. w. Abdest (s. d.).
Tahiriden, pers. Dynastie in Choraffan 820873.
Tahiti, früher Otaheiti, größte der Gesellschaftsinseln
D.. Archipei), 1040 qu, Aso7) io 7600 Ea gebirgig
im Orohena 2237 m) und Hauptort Papeete;
606 von Spanien entdeckt; seit 1880 französisch; 7. 8. Febr.
.906 von eiuer Flutwelle heimgesucht, die Papeete zerstörte.
Tai, Völkerfamilie, s. Thai.
Taifun (Teifun, chines. engl. Typhon), Name der
Wirbelstürme (s. d.), die in den chines. Gewässern bes.
n den Monaten Juli bis November auftreten.
Tai⸗hu, Binnensee in den chines. Prov. Tsche-kiang
ad Kiang-su, 30-65 xmIg., 40-60 xm br.
Tai⸗juen, Hauptstadt der chines. Prov. Schan⸗si, am
n⸗ho, 250 600 E. lvon Japan .
Taikun, Shogun, bis 1869 der sog. weltliche Kaiser
Tail, chines., Geldgröße und Gewicht, s. Tael.
Tailianderie (ftz., spr. täjangdrih), Gesamtbezeich—
tuug von allerhand Eisenwaren.
Taillandier (spr. tajangdleh), Rene, genannt Saint:;
Rene T., franz. Schriftsteler, geb. 16. Dez. 1817 zu
Paris, 1873 Mitglied der Franz. Äkademie, gest. 22. Febr.
1879, verfaßte Üterarhistor. und geschichtliche Schriften,
jes. auch über Deutschlaud.
Taille (frz., spr. tällje), Schnitt eines Kleides; Wuchs,
Leibesgestalt; insbes, der Teil des Leibes zwischen Hüf⸗
en und Brust; im Kartenspiel, bes. im Pharaospiel der
Abzug der Karten.
Taille-douoe (frʒ., spr. taj duhß), Kupferstich.
Tailleur (frz., spr. täjöhr), Schneider, Bankhalter;
aillieren, schneidern; Karten abziehen, Bank halten.
7Tainon frʒ., spr. täjöng), Nachsteuer.
Taimuyr (Tajmiyr), Halbinsel im Nördl. Eismeer,
zum russ. esibir. Gouv. Jenisseisk gehörig, durch die Taimyr⸗
bucht und den Fluß Taimyra (durchfließt den Taimyrfce)
n eine westl. und vstl. Halbinsel geteilt. — T., Insel
982 4km) nordwestl. an der Taimyrbucht vom Festland
urch die Taimyrstraße getrennt.
Tai⸗nan, Stadt auf Formosa, s. Thaienan.
Taine (spr. tähn), Hippolyte, franz. Literarhistoriker,
üsthetiker und Geschichtschreiber, geb. 21. April 1828 zu
Bouziers (Ardennen), Prof. zu Paris, 1878 Mitglied
der Frauz. Akademie, gest. 8. Mürz 1898 zu Paris;
chrieb: „Aistoire de la littératuroe anglaise“ deutsch
1877-78), „Oxigines de la France oontemporaine
deutsch 187798), Philosophie de l'art“ (deutsch 1802)
4. - Bgul. „Taine“ (2 Bde, 1902 .
Tai⸗pe⸗su, Hauptstadt von Formosa, s. Thai-pe⸗fu.
Taipings, Rame der Aufständischen in China in den
1851-66, s. China (Geschichte).
Tais, türk.-arab. Wilajet, s. Femen.
Tait (spr. teht), Peter Guthrie, Mathematiker und
ghysiker, geb. 28. April 1881 in dalkeith, seit 1860 Prof.
n Edinburgh, gest. 4. Juli 1901 in London; schrieb:
„atural philosophy“ (mit Thomson; deutsch 18717.
4), „Prestise on quaternions“ (deutsch 1880), „Heat
deutsch 1885) u. a