Taitati, Hafenplatz auf den Calamianes (s. d.).
Taiti, Jusel, s. Tahiti.
Tai⸗tsing (Esing), die seit 1644 in China regierende
Mandschu⸗ Dhnaflie.
Tai-wan, chines. Name für Formosan(s. d.); Tai⸗
nan⸗fu, s. Thai⸗znan und Thai-wan-fu.
Tajaffu, einheimischer Name des Halsbandschweins (s.
Tajmiyr, Halbinsel, s. Taimyr. [Bisamschwein).
Tajo (sprcho), in Portugal Tejo, im Altertum
Zagus, läugster Strom der Pyrensischen Halbinsel, ent⸗
srlngt in der spau. Prov. Teruel an der Muela de San
Juan, fließt in' der Hauptrichtung nach SW., mündet
nach d10 Km (150 x bis Äbrantes schiffbar) in den
Atlant. Ozean sKarte, Spansten ec. I. 21; Slußgebie:
81000 qkm, Nebenfluüsfe r. Farama, Tietar, Alagon, Zezere
Taka, Kassala, Propinz von ügypt.-Sudan; Hauptor!
desei (el⸗Lus.
akamatfu, Stadt auf der japan. Insel Shikoku,
Hauptstadt des Ken Kagawa, (1008) 37430 E., Hafen
Ta⸗kao, s. v. w. Tactau (s. d.).
Takafaki, Stadt auf der japan. Insel Nippon, Ken
vumma, (1903) 35 226 E. Niigata, ca. 25 000 E.
Takata, Stodt auf der japan. Jusel Nippon, Ken
Ta⸗kau, Hafenstadt auf der japan. Insel Formosa,
seit 1864 dem fremden Handel geöffnet.
Takel, auf Schiffen Äusdruck für Flaschenzug.
Takelage (prahsche), Takelung, Takelwert, alles,
das zur Foͤrtbewegung des Schiffs durch Segel und zum
Stützen der Masten dehört (s. Laufendes Gut); daher
takeln, Tauwerk zum Gebrauch in der T. zurichten; im
weitern Sinne heißt T. die Auzahl und Anordnung der
Masten und Segel eines Schiffs —
Takht⸗i⸗SEchtrin, Palastrunen aus der Sassaniden⸗
zeit bei Bisutun in Knrdistan.
Ta⸗kiang, chines. Fluß, s. v. w. Jang-tse-kiaug.
Takla⸗Peakan, Wüste, Hauptbestandteil des Tarim—
eckens und Ostturkestaus. sffertigt.
Takler, ein Schauermann, der Takelarbeiten an⸗
Takonisches Syftem, obere Schichten der Urschiefer—
ormation Nordamerikas.
Takovo-Orden, serb. Orden, 1868 gestiftet, 1870
mit Statuten versehen, benannt nach dem Dorfe Takovo,
wo 18185 der Befreiungskrieg Serbiens gegen die Türke
beschlossen wurde; wird seit 1904 nicht mehr verliehen
Takt (lat.), Feingefühl, Feinheit und Sicherheit des
Lenesunens in der Musik die geregelte Zeiteinteilung
diet einen, durch Tattstriche getrennten Abschnitte von
geicher Zeitdauer, in die ein Musikstück zerfällt. Die
Tattart destimmt die Art der Zeiteinteilung noch genauer
es gibt deren zwei, die zwei- und die dreitellige, alle
andern sind aus diesen beiden zusammengesetzt (s. Takt⸗
teil und Taktvorzeichnungen). Taktieren, den T. mit
rinem Stab (Tattstock) angeben.
Täktik (grch., „Aufstellungslehre“), Lehre von der Ver⸗
wendung der Ttuppen im und zum Gefecht; die niedere
Z. lehrt die Fechtart der einzelnen Waffengattangen, die
höhere T. den Gebrauch der verbnudenen Waffen. —
Vgl. von Boguslawftin(3. Aufl. 1885), Meckel (4. Aufl
1887), von Scherff (2. Aufl. 1883; 1803, 2 Tle. 1898
4800), von Verdy du Vernois (neue Aufl. 1808), von
Waldstätten (10. Aufl. 1896), von ehun 1897),
von Balck (Z Aufl. 1900 fg9, Immanuel (1805). -
Tattisch. zur T. gehörig, gefechtͤmüßig; tattische Einheit,
Taktmesser, . Melronom. ss. Einhbeit
Taktstock, Taktftrich, s. Takt.
Taktteil, die einzelnen Teile, in die der Takt zerfällt
and die durch die Taktvorzeichnung bestimmt werden; so
zerfällt der ,-Takt in 4, der ent in 3 T.; der erste
von 2 oder (m dreiteiligen Taft) von 3 hat stets den
Atzent, und heißt daher guter oder schwerer, der andere
(oder die andern) schlechter oder leichter T.
Taktvorzeichnungen, die Zahlen hinter dem Schlüs—
sel, die die Taktart bestimmen; die gebrünchlichsten sind
die zweiteiligen 2 (gewöhnlich durch C angedeutet) und
sa, die dreiteiligen 812, 814 und 8ss und die zusammen⸗
gesetzten 2), (gewöhnlich durch Cangedeutet), Ehs, Lis
aund 18..

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Tal

Ta⸗ku, befestigter Vorhafen der chines. Stadt Tien⸗-tsin
s. d. W mit vier Forts, amr. Ufer des Zei⸗ho, gegenüber
em Orte Tangeku (Tonlg)]-ku); 17. Juni 1800 wurden
ie Forts nach Beschießung durch Kandnenboote von den
zandungsabteilungen der deutschen, engl., franz., österr.
apan. russ. Geschwader erstürmt. fKarte: Asien 1, 131]
Talamanca, die trop. Niederungen an der Küste
Taälanton, s. Talent. svon Costa Rica.
Talar (lat.), langes Obergewand der spätröm. Zeit;
jann das Privatkleid der kath. und das Ämiskleid der
rot. Geistlichkeit; quch Amtskleid der Gerichtspersonen.
Talaro, im Orient der Mariatheresientalet'(s. d).
Talaut, niederländ.»ostind. Inselgruppe im Malaiischen
Archipel, zur Residentschaft Menado auf Celebes gehörig,
inschließlich der Nanusainseln 1215 4km, 5000 8
Talavera de la Reing, Stadt in der span Prop.
Toledo, am Tajo, (1900) 10 580 E.; hier 27. und 28. Juli
1809 Sieg der Engländer unter Wellington über die
Franzosen. [Shrewsbury (Grafentitel)
Talbot (pr. tahlböt), John, engl. Kriegsheld, s.
Talbot, einer der Erfinder der Photographie (s. d.).
Talbrücke, Viadukt, eine Brücke, die eine Straße
»der Eisenbahn in bedeutender Länge und meist größerer
Höhe über ein Tal hinwegführt.“ Die steinernen T.
werden, ähnlich den Aquädukten, oft in mehrstöckigen
Bogenreihen ausgeführt; größter deutscher Steinviadukt
die Göltzschtalbrücke (679 m Ig., 80 mm über Talsohle); die
eisernen T. sind Bogen- oder Gerüstbrücken (s. d. nebst
Abb. 671) oder eine Vereinigung beider; die hölzernen
meist Gerüstbrücken.
Talca, Hauptstadt der chilen. Prov. T. (9948 qk“m,
B. 147 807 E.), am Rio Claro, 43 331 E.
Taleahnugano, Kriegshafen in der chilen. Prov. Con⸗
rTaloum, s. Talk. scepciõn, (1902), 13499 E.
Tale, chines. Geldgröße und Gewicht, s. Tael.
Talegallahühner, s. Großfußhühner [Abb. 729).
Talence (pr. längß), südl. Vorört von Bordeaur,
1901) 10828 E.; Weinbau—
Talent (grh.), ausgezeichnete Geisteskraft, von sicherm
und raschem UÜberblick und von Gewandtheit und Leich—
cigkeit in Ausführung einer Kunst oder Fertigkeit, jedoch
und von schöpferischer Ursprünglichkeit wie das Geuie.
alent (grch. Talanton), altgriech. Handelsgewicht
u 60 Minen (* 6000 Drachmen) und eine dem Gewicht
ntsprechende Summe Silbers; das gewöhnuliche, attische
leuböische) T. 26,2 Rg, in Geld — 4715 AM, das ägi—
naische T. 37,2 kKg (65622 )C); das röm. T. zu 6000 De—
naren, zur Zeit der Republik in Silber — 4210, in Gold
unter Augustus — 5220 . Jetzt 1 griech. T. — 150 k«g.
Taler, ursprünglich jede Silbermünze, welche mehr
als 1Lot der alten köln. Mark wog, zuerst in Joachims-—
thal geprägt (Joachims-T.), bis Ende 1871 Münz—
einheit in Norddeutschland zu 80 Silber(Neu-)groschen,
wurde auch in Süddeutschland (* 18/. Fl.) und Osterreich
 (S Ui, Sl.) geprägt und zirkuliert auch bei der
seichswährung noch — 34.
Talerflecke, s. Beschälseuche.
Talerhumpen, s. Münzhumpen.
Tale⸗sap, Binnensee in Kambodscha und Siam, in
ac trocknen Jahreszeit 2600 qxm, bis 14 mm tief, mit dem
Taleth, s. Talith. [Me⸗-kong in Verbindung.
Talg, nschlitt, Inselt, das tierische Fett, bes. von
stindern und Schafen, wird für den dene bei 60 ⸗ 66
mit Dampf ausgeschmolzen. Fern Auspressen bei 350
gewinnt man Prekßtalg für die Kerzenfabrikation und
leomargarin für die Margarinefabrikation. Die Haupt-—
Festandteile des T. sind die Glyzeride der Stearin-, Pal⸗
mitin⸗ und Olsäure. Rinds-T. schmilzt bei etwa 488,
Zammel-T. bei 467. Verwendung: zur Kerzen-, Seifen-,
Stearin⸗ und Margarinefabrikation, in der Wollspinnerei
ind Gerberei, zu Schmiermaterial, Salben ꝛc. Schweine⸗
T., das Fett in der Bauchhöhle in der NRähe der Rippen,
„eißt Schmer. Durch Schmelzen und Reinigen gewinni
man daraus das Schweinefett.
Talgbaum, zwei Bäume des trop. Asiens, Vatoria
ndies I. (s. Yateria) in Ostindien und Stilungia
zebafsra Vild. in China. Die Früchte des letztern, einer
Fuphorbiazee, enthalten Talg (chines. Talg), der zur
derzenfabrikation benutzt wird

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