mit schuppenförmigen Blättern und rosenroten Blüteu⸗
rispen. TF. galiten T. und 7T. tetrandra Fall. aus Süd⸗
zuropa, sowie die deutsche (T. germantea L.) und die
sibir. Tamariske (T. Jdahurtoa HN.) sind vorzügliche Park—
sträucher. T. mannifera Eerbg. am Singai liefert Manna.
Tamataäve, befestigte Stadt, Handelszentrum der
Ostküste von Madagaskar, 15 261E.
Tamaulipas, der nordöstlichste Küstenstaat Mexikos,
83d qe Tsöο 218 αöσ E. (Mestizen); Hauptstad,
Tiudad Victoria 9J
Tambach, Marktflecken in S.-Gotha, im Thüringer
Walde, an der Apfelstedt, (10065) 278116.
Tambo, Queufluß des Ucayali, s. Apurimac.
Tambonr (frze spr. buhti), Trommel; Trommel⸗
schläger; Regiments-, Bataillons-T. rüher Tambour—
major), Dirigent der T. eines Regiments oder Bataillons.
. vattant (fpr. ing), mit schlagendem T., Sturmangriff
im freien Felde. — T., anch kleine Palisadenbefestigung;
ferner der zylinderförmige Unterbau einer Kuppel.
Tam bölb, Gouvernement im mittlern Rußland, im
Gebiete des Don und der Oka, wellig, 66688 ꝗkni,
2684030 E. — Die Hauptstadt T., an der Zna, Bischofs⸗
iitz, 49 208 6.
Tambukiland, s. v. w. Tembuland (s. d).
Tambur (uͤrt), orient. lautenähnliches Instrument,
dessen Saiten mit einem Plektrum gerissen wurden.
Tamburierstickerei (tambu⸗
rierte Arbeit), in baumwollenen oder
seidenen Zeugen mittels der Tamburiernadel
 (ohne Ohr, mit Häkchen)
auf einem Rahmen (Tamburin) aus⸗
geführte Stickerei.
Tamburin Efrz. tambourin,
spr. taugbürang), eine in Spanien, und im Orient zu
den Nationaltänzen gebräuchliche flache Handtrommel mit
Tamerlan, s. Timur. [Scheen [Abb. 1847.
Tamsesis (TPamesa), lat. Name der Themse.
Tamfana, Göttin, s. Tanfana.
Tamlinseln, kleine Koralleninseln an der Ostküste
vou Kaiser-⸗Wilhelms-Land, von Papua bewohnt.
Tamil, Tamulisch, die Sprache der T. oder Tamulen,
im südl. Dekhan [Tafel: Menschenrassen, 31], deẽ
gebildetsten und intelligentesten drawidischen Stammes,
daher die bedentendste der drawidischen Sprachen (s. De—
khanische Sprachen), zerfällt in Alt-T. und modernes T.
Granimatik'von Lazarus (KLond. 1878); Wörterbuch von
dap (tamil.-franz., 1884), Winslow (tamil.⸗engl., 1862)
Von der Tamilliteratur ist vor allem zu nennen der „Kur⸗
ral“ des Tiruwalluwar (Ausgabe von Graul in der „Bi
bliotheca tamulica“, 1856; deutsch 1865). Zu den T
gehören auch die Kuli im nördl. und nordwestl. Ceylor
und auf Mauritius.
Tamina, l. Nebenfluß des Rheins im schweiz. Kanton
Saukt Gallen, bildet bei Pfäfers die wilde Tamina
ichlucht, mündet bei Ragatz, 26 kmulg.
Tamis (frz., spr. mih), s. Etamin.
Tamise, flaͤm. Temsche, Flecken in der belg. Prov. Ost—
landern, an der Schelde, (1904) 12932 E. IG. d.)
Tamlung, siames. Gewicht, das Vierfache des Bat
Tammanihring Epr. tämnenl.), 1868 von Tweed
gestifteter Klub in Reuyork, dessen Häupter die Wahlen
beeinflußten, der wichtigsten ümter sich bemächtigten und
diese ausbeuͤteten. [Tawastehus, 31863 E.
Tammerfors, finn. Tampere, Stadt im finn. Län
Tammus (hebr.), jüd. Monat, s. Thamus.
Tampa, Oxrt im nordamerik. Staate Florida, an der
Tampabai, (1800) 15839 E.
Tampere, Stadt, s. Tammerfors.
Tampico, Santa Auna de Tamaulipas, befestigte
Stadt im mexik. Staate Tamaulipas, an der Mündung
des Rio T. in den Golf von Mexiko, (1900) 16313 E.
Tampicofaser, s. Istle. sBorneo — 24 13 8.
Tamping, Handelsgewicht für, rohen Sago auf
Tampon ifrz. spr. tangpong), Pfropf, Bausch von
Scharpie oder Wolle zum Hemmen von Blutungen ꝛc.
Puffer bei Eisenbahnwagen; Tupfbällchen beim Kupfer—
druck. Tamponade, Ausstopfung einer Körperhöhle mit
einem T., um Blutungen zu stillen oder den Abfluß von
Sekreten (Eiter, Wundsekret) zu ermöglichen.

1847. Tamburin.

305

Tan

Tame⸗sui, Hafenstadt im N. der japan. Insel For⸗
nosa, an der Mündung des Zlusses T. ca. 100 000 E.;
vichtigster Handelsplatz Formosas, bes. in Tee.
Lanmtam, Schlaginstrument, s. Gong.
Tamulen, Tamil, drawid. Volk, s. Tamil.
Tamworth (spr. tämmwörth), Stadt in der engl.
wrafsch. Stafford, an der Tame, (1801) 7271 E.
Tau, chines. Name des Pikul; japan. Feldmaß — 9, ou7 a.
an, Abkürzung für Tangente (s. d.j.
Tan, J. A., Pseudonym von Bogoras (s. d.).
Tana, s. Spithörnchen [Abb. 1788).
Tana (Dana), Fluß in Brit.-Ostafrika, entspringt
uuf dem Kenia (Aberdarekette), 576 Rm schiffbar, mündei
in die Bai Ungama (Formosa) des Ind. Ozeaus.
Tanacõotum I., Pflanzengattg. der Kompositen, Kräuter
der nördl. gemäßigten Zone. T. vulgare L. (Goldknopf,
Rainfarn), riecht stark aromatisch, die Blüten waren früher
ein Wurmmittel (daher auch Wurmkraut). T. balsamita T.
Marien⸗ oder Pfefferblatt, Balsamkraut, Frauenminze),
in Südenropa, Gartenzierpflanze.
Tanaelv, Fluß in Norwegen, im obern Lauf Grenz⸗
luß gegen Rußland, mündet nach 280 Km in den Tana⸗
jord'des Nördl. Eismeers Karte: Europa J, 11.
Tanägra, Stadt in Böotien, am Asopus; Ruinen
zei Grämada, Fundstätte (seit 1873) zahlreicher kleiner
antiker Terrakotten (Tanagrafiguren).
Tanagras, Tangaras, Tangaren (Tanagridao),
Familie der Singvögel, mit an der Wurzel dreieckigem
Schnabel mit Zahnvorsprung jederseits im Oberschnabel,
mittellangen, spitzen Flügeln, Männchen im Gegensaß
zu den schlichtfarbigen Weibchen meist lebhaft gefärbt
tressen fast ausschließlich Früchte; über Südamerika, West⸗
ndien und Nordamerika östl. vom Felsengebirge verbreitet.
Tangais, alter Name des Don (s. d.) und altgriech.
PRlonie an der Mündung desselben (jetzt Asow).
Tanangärivo (Tanarivo), s. v. w. Antananarivo.
Tanggquil, Gemahlin des Tarquinins Priscus (s. d.).
Tanäro, r. Nebenfluß des Po, kommt von den Seec—
ilpen, mündet nach 205 Kmä unterhalb Bessignana; von
Alessandria an schiffbar; Nebenfluß r. die Bormida.
Tänaron, alter Rame des Kap Matapan (s. d.),
deruͤhmtes Heiligtum des Poseidon.
Tanasee (Tfanasee), Dembeasee, Bergsee im westl.
Abessinien, 17655 m ü. d. M., 3630 qkm, vom Abai (dem
spätern Bahr el-Asrak) durchflossen.
Tandem (engl., spr. tänn⸗), zweirädriger Wagen
mit zwei hintereinander gespanuten Pferden; Fahrrad
mit hintereinander angebrachten Sitzen; ein Motorensystem
mit zwei hintereinander liegenden Zylindern mit gemein—
amer Kolbenstange Tafel: Dampfmaschinen, 3).
Tandem, Felir, Pseudonym von Karl Spitteler (s. d.).
Tandscha, Stadt, s. Tanger.
Tandschur (Tanjore), Stadt der brit.-zind. Präsidentchaft
 Madras, am Kaweri, (1801) 157870 E., Sitz alt⸗
nd. Gelehrsamkeit.
Tanera, Karl, Schriftsteller, geb. 9. Juni 1849 in
Landshut (Niederbayern), gest. als Hauptmann a. D.
4. Sept. 1904 in Lindau; schrieb: „Der Krieg von 1870
bis 1871“ (7 Bde., 1888 — 91 u. öñ.d Deutschlands Kriege
»on Fehrbellin bis Königgrätz“ (9 Bde. 188194), außer⸗
dem Romane, Reiseschilderungen u. a. [Sahara.
Tanesruft, wasserlose Salztonfläche in der westl
Tanfana (Tamfang), bei Tacitus eine german. Göt—
i, deren Heiligtum Germanicus 14 n. Chr. zerstörte.
Tang, japan. Feldmaß — O,or .
ang, Abkürzung für Tangente (s. d.).
Tanga, Hauptort des Bezirksamtes T. (Ostusambara)
in Deutsch-Ostafrika, an der Tangabai, 8000 E., Hafen.
Tanganjika (Tanganika, Tanganhika), See im öͤstl.
Aquatorialafrika, Westgrenze von Deutsch-Ostafrika Karte:
Deutsche Kolonien IJ, 41, nach Grogan 876 mü. d. M.,
35 600 qkm, 645 kmeIlg., 80-80 xm br., bis 647 mn tief,
an den Längsseiten von mächtigen Gebirgen umgeben; Zu—
fJüsse: Russisi (vom Kipusee), M(a)tagarasi, Lofit; Abfluß:
Lukuga zum Kongo; größter Handelsplatz Kawele (Udjidji)
am Ostufer. Der T. ward 1858 von Burton und Speke
Tangaras, Tangären, s. Tanagras. lentdeckt.
Tauge, Bezeichnung für verschiedene Meeresalgen,
des. solche aus der Gruppe der Phäophyzeen (s. d.).