Tan

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Tangelbaum, in der Schweiz die Kiefer (s. d.).
Tangente (lat. „Berührende“), jede gerade, nur in
eunem Punkt mit einer Kuͤrve zufammenfallende Linie
Taugeutinlebene das entsprechende bei Flüchen. Die T.
eines Kreises steht senkrecht auf dem Radmus des be—
rührten Kreispunkts. Die T.eines Winkels (tan, tang, tg)
im rechtwiukligen Dreieck ist das Verhältnis der dem Wintes
gegenüber liegenden Seite zur anliegenden.
Tangentenbussole, Apparat zum
Messen der Stärke elektr. Ströme, beruht
auf der ablenkenden Wirkung, die ein
zlektr. Strom auf eine Magnetnadel aus—
übt, insofern die Stromstärte der trigono—
metr. Tangente des Ablenkungswinkels
proportional ist IAbb. 1848; a stromfüh—
render Kupferring, b Deklinationsnadel
mit Gradeinteilungs; dreht man den
Kupferring der ausweichenden Nadel nach, an—⸗
bis sie in der Ebene desselben im Gleich— gentenbisete.
jewicht bleibt, so ist die Stromstärke dem
Zinus des Ablenkungswinkels proportional (Sinusbus⸗
Taugentenfläche, s. Abwickelbar. lsole).
Tangentiäalebene, s. Tangente.
Tangentialkraft, s. Zentralbewegung.
Tangentometer, Instrument zum Hoͤhenmessen auf
trigonometr. Wege.
—2 (spr.tandsch), bei den Eingeborenen Tan⸗
oscha, das alte Tingis, feste Hafenstadt in Marokko, an
der Meerenge von Gibraltar sKarte: Enropa T, 53).
20 200 E. (8000 Inden), wichtigster Handelsplatz Marotkkos.
Tangermann, Wilhelm, Scqriftsteller, Pseudonym
Biktor Granella, geb. 6. Juli 1815 in Essen, 1872 88
Pfarrer der altkath. Gemeinde in Köln; schrieb: „Wahr—
heit, Schönheit und Liebe“ (1867), „Philosophie und
LThristentum“ (1876), „Das liberale Prinzip“ (8. Aufl.
1886).„Philosophie und Poesie“ (2. Aufl. 18879,, Morgen⸗
und Abenderinnerungen“ (1895).
Tangermünde, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Magde—
hurg, an der Mündung der Tauger in die Elbe, (1000)
1536 (18058: 12828) E., Amtsgericht, Rathaus JTafel“
Gotik I, o], alte Tore und Tücme, Burg; dabei Eisen—
verk Tangerhütte. — Geschichte von Göße (1871).
Tangerwicke, Pflanzenart, s. Lathyrus.
Tangetet, Hafen in Senegambien, s. Rufisque.
Tangieren (at.), berühren; Eindruck machen.
Tange⸗ku, chines. Ort, s. Ta-ku.
Tangmaus, s. Steinpicker.
Tangschnellen, s. Büschelkiemer [Abb. 3038)].
Tanguten, den Tibetern verwandtes Volk im nördl.
Tibet, in der chines. Prov. Kan-sun und im Gebiet des
obern Hoangeho ein Zweig von ihnen, die Chaza-T.,
vehn am Kuku-nor und am obern Jang-tse-kiang.
angwiese, s. v. w. Sargassomeer (s. d.).
7Taenia, s. Bandwürmer. [Gürtel.
Tänie, im Altertum gottgeweihte Binde um Kopf oder
Tanis, Stadt des alten Ägyptens, im NO. des Delta,
ei dem heutigen Dorf San; Ruͤinen 18883 durch F. Petrie
Tansore, engl. für Tandschur (s. d.). faufgedeckt.
Tank, Handelsgewicht in Bomday — 41
Tank, s. Tanks.
Tankred, Held des ersten Krenzzugs, Neffe Bohe—
munds von Tarent, zeichnete sic bei der Erstürmung
Jerusalems (15. Inli 1009) und bei Askalon (12. Aug.)
aus, 1111 Fürst von Antiochien, gest. 1112; von Tasso
verherrlicht. — Vgl. Kugler (1862).
Tankred von Lecce, natürlicher Sohn Rogers von
Apulien, 1189 König von Sizilien gegen Heinrich VI.
gest. 20. Febr. 1194.
Tanks (engl.), große Behälter aus Kesselblech für
Flüssigkesten, bes. Petrolcum.“ Taukfchiffe, Schiffe mit
eingebauten T. zum Transport von Petroleum. Tant
wagen, offener Eisenbahnwagen mit einem liegenden
Zylinderkesel zur Aufnahme von Petroleum,
Tann an der —7 Stadt im preuß. Reg.-Bez. Cassel,
m Rhöngebirge, an der ülsier, (18905) 1073 E., 3 Schlösser;
866 von Bahern an Preußen abgelreten.
Tanna, elne der Feucn Hebriden (j. d).
Tanna, Stadt in Reuß j. V., an der Weliera, (1905)
Tannah, brit⸗ind. Stodt, s. Thana. s1743 E.

Sannaim (hebr.), die jüd. Ausleger des Mosaischen
wesetzes vom 1. bis 8. Jahrh. n. Ehr. (s. Talmnd).
Tanngate, die Salze der Gerbsäure (s. Gerbsüuren).
Tanne (Ables
ILwr.),Pflanzengattg.
der Nadelhöolzer,
Bäume mit zweizei⸗
lig gestellten flachen
Nadeln, aufrechten
Zapfen und abfal⸗
lenden Zapfenschup⸗
pen, in der nördl.
gemäßigten Zone.
Die Edel⸗T. (Weiß⸗
oder Silber⸗T., A.
poctinata DC, PInus
 picea L. [IAbb.
1849; a Zweig mit
männlichen Blüten, b weibliche Blüte, c vollkommen
entwickelte männliche Blüte, d weibliche Deckschuppe mit
Zamenschuppe, e reifer Zapfen, kæ Samenflügel, g abge—
dlügelter Same, bbQuerschnitt einer Nadel)), mit weiß⸗
zrauer Niude und glänzenden Nadeln, im mittlern und
üdl. Europa, bei uns bis zum Südrande des Harzes,
iefert gutes Baus und Nutzholz, die Balsam⸗T. (A. balsanéa
 L) in Nordamerika den Kanadabalsam. Fremdländi⸗—
che Arten, wie A. sibirica Turtsch. Nordmannians I.
aus dem Kaukasus, u. a., sind beliebte Zierpflanzen. (S—
auch Hemlocktannen.)
Tanunenberg, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Königsberg,
1900) 244 E.; hier 15. Juli 1410 Niederlage der Deutschen
Ritter durch die Polen.
Tannenfalk, der Wanderfalk (s. Falken). Tannen⸗
ink, der Bergfink (s. Finken). Tannenhäher. s. Raben
Abb. 1461 b]J. Taunenhuhn, der Schwarzspecht (s. Spechte).
Tannenkäfer, der Walker (s. d.). Tannenknospenwickler,
Wickler.
Tannenlaus (Chermes), Gattg. der Blattlänse, mit
urzen Fühlern und kurzen dicken Beinen, weiß bereift,
n Nadelholzern frei oder in Gallen lebend. Gemeine T-Fichtenlaus,
 C. abietis L.), gelbgrünlich bis rotbraun.
Tannenmeise, s. Meisen und Täfel: Singvögel, 12.
Tannenpfeil, s. Fichtenschwärmer und Tafel: Schmet⸗
rlinge II, 8.
Tannhäuser, Ritter der alten deutschen Volkssage,
der im Venusberg verweilte; seine Schicksale wurden mit
dem Mitte des 13. Jahrh. lebenden Minnesänger T. ver⸗
flochten, der an den Höfen in Osterreich und Bayern um⸗
zerzog und derbsinnliche Tanz- und Liebeslieder dichtete,
-Ztoff zu der Oper von R. Wagner, der T. mit Heinrich
on Ofterdingen identifizierte. — Vgl. hlke (1890),
Tannieren, s. Gallieren. [Siebert (1894).
'annin, s. Gerbsäuren.
anninertrakt, s. v. w. Hemlockertrakt (s. Hemlock⸗
anningensäure, s. Katechu. lrinde).
Tann-Rathsamhausen, Ludw., Freiherr von und
u der, bayr. General, geb. 18. Juni 1816 zu Darm⸗
tadt, 1848 Kommandenr eines Freikorps in Schleswig⸗
dolstein, 1849 Generalstabschef der bahr.-hess. Dipision,
850 der schlesw.-holstein. Atmee, 1866 Generalstabschef
)es Prinzen Karl von Bayern, 1870/71 Befehlshaber des
. bayr. Armeekorps, gist 26. April 1881 in Meran. —
Bgl. Helvig (1874), Arnold (1896).
Tannroda, Stadt in S.-Weinar, an der Mündung
der Schwarza in die Ilm, (1905) 1030 E.
Tannugebirge, oͤstl. Fortsehung des Altai in der
rördl. Mongolei, 600 kmeuIg., 3560 m hoch.
Tanosäl, der Gerbsäurkäther des Kreosots, Mittel
egen Lungenschwindsucht.
FTanrek, s. Borstenigel 7 250)].
LCansillo, Luigi, itaͤl. Dichter, geb. 1610 in Venosa,
685 in der Leibgarde des Vizekönigs von Neapel, später
Oapitano di giustizia in Gaeta, gest. 1. Dez. 1568 in Teano,
Tansimat (arab.), s. v. w. insbes. die auf
»em Hattischerif von Gulhane gegründeten, seit 1840 all⸗
organischen Gesetze, nach denen das
Türk. Reich verwaltet werden soll.
Tauta, Hauptstadt der unterägypt. Prov. Gharbieh,
im Nildelta, (1897) 57 289 E.; jährlich drei Messen.