auptsächlich in Holland, England und Rußland. — Vgl.
Money l(engl, J. Aufl, 1883); Harrington, „Teekultur
Ostindiens und Handel“ (1891); Tchomirow (1693), Cou⸗
—
Teebeerenstrauch, s. Gaultheria.
Teer, braunschwarze, dickflüssige Masse von öliger Be—
schaffenheit und unangenehmem Geruch, ein Produkt der
trocknen Destillation organischer Stoffe und bituminöser
Fossilien (Holz, Steinkohle, Braunkohle, Torf und erd—
harzhaltigen Schiefern); dient als konserbiexender Anstrich
für Holz' und Taue, als Rostschutzmittel für Eisenteile,
zur Darstellung von Preßkohlen, Dachpappe und Vech, als
Schmiere für Wagenachsen und Transmissionsseile. Braun⸗
kohlen⸗T. wird auf Paraffin und Mineralöl verarbeitet;
iüber Steinkohlenteer s. d.: Holzteer, s. d.
Teerbutt, der Flunder (s. Schollen).
Teerjacke, Spißname der Mairxosen, s. Jack.
Teerosen, eine Klasse der Edelrosen (s. Rose).
Teerpappe, s. v. w. Dachpappe (f. d.).
Teerfäuren, die im Teer enthaltenen Phenole (s. d.)
Teerscheider, s. Beleuchtung.
Teerschnecke, s. Wegschnecke,
Tees (jspr. tihs), Fluß im nördl. England, entspringt
am Croßfell in Westmoreland, durchfließt das Teesdale,
mündet nach 105 Kminm in die Nordsee (Teesbai).
Teetotaler (engl., spr. tihtohteler), s. Temperanz⸗
Tefgras, s. Dragrostis. —V——
Tefilla (hebr., abgekürzt von siddur-hactetilla, „Ge—
»etsordnung“), Gebekbuch.
Tefillini (hebr.), s. v. w. Tephillin (s. Gebetriemen).
Teffir (arab.), Wissenschaft der Koraneregese, die einc
ehr umfangreiche Literatur hervorgebracht hat.
Tegal, Residentschaft auf der niederländ.-ostind. Insel
Java, 3771 4k6m, (1805) 1178534 E.; Hauptort T.,
30 000 E. svon Tripolitza
Tegea, alte Stadt in Arkadien; Ruinen 6 Km südl.
Tegel, Benennung für die meist versteinerungsreichen
'alkhaltigen Tone der Wiener und ungar. Tertiärformation.
Tegel, Landgemeinde im preuß. NReg.-Bez. Potsdam,
Han der Havel, die hier den Tegeler See bildet Karte:
Deutsches Réich J, 31, (1905) 12202 E., ESchloß
(angiähriger Besitz von W. von Humboldt; im Park die
Grabstätte der Brüder Humboldt); Borsigwerke; dabei
die Berliner Wasserwerke—
Tegernsee, Dorf im bayr. Reg.⸗Bez. Oberbayern,
am Tegerusee (0 Kmilg., 2-68 K br., 1063 ha), (1905)
1742 E., Amtsgericht, Schloß (ehemal. Benediktinerabtei,
718 gegründet, 1803 aufgehoben) des Herzogs Karl Theodor
Tegetthoff, Wilh., Freiherr von, oͤsterr. Admiral,
geb. 23. Dez. 1827 zu Marburg in Steiermark, seit 1845
im Marinedienst, lieferte O. Mai 1864 den Dänen das
Seegefecht bei Helgoland, erfocht 20. Juli 1866 den glän—
zenden Sieg bei Lifsa über die ital. Flotte unter Persano,
gest. als Oberbefehlshaber der österr. Marine 7. Apris
1871 zu Wien. — VBgl. Beer (1882).
Teglattphalasar (hebr. Tiglathpileser), Name meh⸗
rerer assyr. Könige. T. J. regierte etwa um 1100 v. Chr.,
eroberte Teile Armeniens, bekriegte Babel. T. III. (746
— 727), identisch mit dem biblischen Phul (grch. Phoros),
bekämpfte Aramäer und Chaldäer, Armenien, Syrien,
Inda und die Philistäer, und eroberte 781 Babylon.
Tegnér, Esaias, schwed. Dichter, geb. 18. Nop. 1782
zu Kyrkernd, gest. 2. Nov. 1846 als Bischof von Weriö,
durch die in“ die meisten europ. Sprachen übersetzti
„Frithiofssaga“ (dentsch von Mohnike, Leinburg, 2. Aufl
1873; Ohnesorge, 1882) von Weltruf; schrieb außerdem
„Arxel“ (dentsch von Vogel, 1877); „Die Nachtmahlskinder“
(deutsch von Mohnike, 1840 u. ö.; Zoller, 2. Aufl
1884) u. a. — Biogr. von Christensen (3. Aufl. 1880)
Erdmann (schwed. 1896).
Tegucigalpa, Hauptstadt der zentralamerik. Nepublif
Honduras, am Choluteca, (1897) 14000 E., Universität.
Tegument Decke, häütige Bedeckung, bes. die
Haut; auch die Knospendecke.
Teheran, Haupt-⸗ und Residenzstadt von Persien, an
den südl. Auslaufern des Elburs Karte; Asien J. 1),
30 Km Umfang, 170-230 000 E., von Erdwällen um—
geben, Residenzschloß, Gelehrtenschule; Karawanenverkehr
Tehl, Gewicht und Münze, s. Tael.

815

Tei

Tehri Tihri), s. Urtscha.
Tehri⸗Garhwal, s. Garhwal.
Tehuantepec, Stadt im' merik. Staat Oarxaca, am
Bolf von T. des Stillen Ozeans, (1900) 10386 E., der
Istthmus von T., eine 210 iim breite Landenge zwischen
»em Golf von Campeche und dem Golf von Ta wird feit
805 von der Tetzuautepec⸗Eifenbahn (von Coahocoalcos
im Busen von Merxiko nach Salina Eruz anm EStillen
Dʒean, 818 xm) durchschnitten. lKarte: Nordamerita]
Tehuelche, die Eingeborenen von Patagonien, im S.
der Stamm der Inaken, im N. der der Hullliche; Grenze
der Rio Senger; fast ausgestorben, Reste im äußersten
S. von Patagonien und in Chile.
Teich, s. Teichwirtschaft. sschaft), (1905) 486 E.
Teichel, Stadt in Schwarzburg-Rudolstadt Oberherr⸗
Teichhuhn, s. Sumpfhühner.
Teichkolben, Pflanzengattg., s. Typha.
Teichläufer, s. Wasserläufer Abb. 19485).
Teichlinfe, Pflanzenart, s. Lemna [Abb. 1041].
Teichmüller, Gust. philof. Schriftsteller, geb. 19. Nov.
832 zu Braunschweig, seit 1871 Prof. in Dorpat, gest.
as. 28. Mai 1888; schrieb: „Uber die Unsterblichkeit“der
Zeele“ (2. Aufl. 1879), „Stüdien zur Geschichte der Be—
— —
ie scheinbare Welt“ (1883), „Religionsphilosophie“ (1886)
Neue Grundlegung der Psychologie und Logik“ (1888).
Teichmuschel, s. Flußnuuscheln.
Teichrohr, Pflanzenart, s. Phragmites.
Teichrohrsänger, Teichsäuger, s. Rohrsänger und
fel: Singvögel, 21.
Teichrose, s. Nuphar.
Teichschnecke, s. Süßwasserschnecken [Abb. 18483)].
Teichunke, s. Knoblauchkröte.
Teichwirtschaft, Benuͤtzung der Teiche zur Teich—
ischerei und — Ablassung des Wassers) zur Besamung
nit Klee, Hafer und Wiesengräsern (Sämerung; ein bis
wei Jahre hintereinander). — Vgl. Weber (1900), Benecke
4. Aufl. 1802), Vogel (3 Bde. 1888 -1905).
Teifun, s. Taifuͤn.
Teiggrind, Teigmal, Teigmaul, s. Glatzflechte.
Teignunouth (spr. tehn- oder tinumöth), Hafenstadt
n der engl. Grafsch. Devon, an der Mündung des Teign
n den Kanal, (1901) 8636 E., Seebad.
Teilbau, s. v. w. Halbscheidwirtschaft.
Teilhaberschaft, Partnerschaft (s. Partner).
Teilleistung, die teilweise Erfüllung einer Verpflich—
ung. Der Schuͤldner ist zu T. nicht bexechtigt (Bürgerl.
Besetzb. 8 266).
Teilmaschine, Vorrichtung zur Teilung von Längen
Längs⸗T.) oder Kreisen (Kreis-T.) in gleiche Abschnitte,
wie es bei der Herstellung von Maßstäben, Skalen einer⸗
seits, beim Einteilen der Kreise von Winkelmeßinstrumeu—
ten andererseits nötig ist.
Teilnahme am Verbrechen (Concursus ss. d.]
ad, delictum), ist entweder Mittäterschaft (5 47 des
Reichsstrafgeseßzbuchs; z. B. beim gemeinsam dgeplanten
diebstahl aug schon das Wachestehen) oder Anstiftung
(s. d.) oder Beihilfe (s. d.). Von dieser freiwilligen T.
wird unterschieden die notwendige, wenn zu dem Begriffe
—D
orderlich ist (Gbei Ehebruch, Blutschande, Aufruhr ꝛc.).
Teilpacht, s. Halbscheidwirtschaft.
Teiltöne, s. Obertöne.
Teilungszeichen, s. Divis. v
Teilzahlungsgeschäft, s. Abzahlungsgeschäft.
Tein, s. Kaffein.
Teinach, Dorf und Bad im württemb. Schwarzwald—
reis, im Schwarzwald, an der T. (1900) 373 E, Mineral⸗
uellen. — Bgl. Wurm (s. Aufl. 1904). lsteinitz.
Teinitz, Städte in Böhmen, s. Bischofteinitz und Elbe—
Teint rz., spr. täng), Gesichts-, Hantfarbe.
ZTeirestas (Tiresias), in der griech, Sage berühmter
linder theban, Seher, ward, als die Epigonen Theben
eroberten, als Gefangener fortgeführt, starb aber unterwegs
n Haliartos; wurde in der Unterwelt von Odysseus aufxrEisen,
 s. Walzeisen. sgesucht.
Teisendorf, Marktflecken im bayr. Reg.-Bez. Ober⸗
»ayern, am Fuße der Alpen, an der Sur, (19000) 1363
F. Moorbad.