Tei
Teiste, s. v. w. Grillumme (s. Alken).
Tejas (Teja), letzter König der Ostgoten (s. Goten)
Tejo (pr. teschu), Fluß, s. Tajo.
Teju, Tejuechsen, s. Ameiven.
Zejuco, Stadt in Brasilien, s. v. w. Diamantina.
Tete, Schafteke, s. Lausfliegen.
etele, Berglandschaft, s. Tagale.
Lekes, Obherlauf des Flusses Jli (s. d.).
Teke⸗Turkmenen (Tetkte⸗Turkmenen), russ. Tekinzy,
türteztatar. Nomaden in den Steppen zwischen Persien,
Afghanistan, Buchara und Chiwaß281 300 Seelen. Die
Hauptstämme sind die Achaltekinzen (Achal-⸗Teke), nord—
oͤstl. am Kuren-dagh, und die Tekinzen von Merw. Erftere
wurden 1881 von General Skobelew durch Einnahme ihren
Festung Geoktepe (s. d) besiegt; die andern ergaben fich 1884
in Rußland; ihre Länder sind Teile des russ. Transkaspifchen
Tekinzeit, s. Teke⸗Turkmenen. [Gebietes.
Tekirdagh, türk. Stadt, s. Rodosto.
Tektko, Stofftapete aus mit Olfarbe bestrichenem oder
»edrucktem Baumwollstoff, dem durch Gaufrieren ein
eidens oder damastähnliches Aussehen verliehen wird.
Tektologie (grch.), Lehre vom Anfbau, z. B. eines
Drganismus.
Tektonik (grch.), die Kunst, Bild-, Schnitzwerke aus
Holz zu arbeiten; in der Geologie Lehre vom innern
Bau der Erdrinde.
Tektonische Gebirge, s. Gebirge sAbb. 652 —4].
Tektonischer Metamorphismus, s. v. w. Dy⸗
ramometamorphismus (s. d.).
Terktosagen, kelt. Völkerschaft im Narbonenfischen
Gallien, mit der Hauptstadt Tolosa, und Stamm der
kleinasiat. Galater (s. d.).
Tektur (lat.) Bedeckung, Decke, Umschlag; ein Ersatz⸗
blatt zum überkleben einer zu berichtigenden Stelle in
einer Schrift.
Tekutschi (Tekutschi), rumün. Stadt, s. Tecuck.
Telagon, s. Stinkdachs [Abb. 1813).
Telamon (grch.), Wehrgehenk; Tragbinde (in der
veilkunst); Gebaͤlktrüger (in der antes
Telämon, Sohn des Aiakos, König von Salamis,
Vater des Ajar und Teukros. [Alasan, 11810 E.
Telaw, Kreisstadt im russ.-kaukas. Gouy. Tiflis, am
Telde, Stadt auf der span. Insel Gran Canaria
Teledu, s. Stinkdachs JAbb. 1818). [(1900 8078 E
Telega (russ.), Bauernwagen, Karren.
Telegramm, telegraphische Depesche, auch bloß De—
gesche, eine durch elektr. Telegraphie beförderte, auf dem
Wege des, Telegraphenverkehrs (Telegraphenamt, Tele—
raphenanstalt) vom Absender gufgegebene und dem Adres-—*
 verschlossen übermittelte Nachricht. Gebühren: inner—
halb des Deutschen Reichs für jedes Wort (bis 15 Buch—
staben) 859, im Stadtverkehr 39; Mindestbetrag für ein
————
Telegraphenbeamte, s. Post⸗ und Telegraphen—
Telegraphenboje, s. Boje. beanite
Telegraphenbureau, s. Reutersches Telegraphen⸗
ouxeau, Wolffs Telegraphisches Bureau.
Telegraphenschlüsfel, Depeschenschlüssel, das bes.
im überseeischen telegr. Verkehr des Großhandels ange—
wandte Chiffriersystem, um mittels gewisser Schlüsselworte
Janze Sätze auszudrücken. — VBgl. Cihen (5. Auft 1885).
Telegraphentruppen, die zur Ausführung der in
das Gebiet der Militärtelegraphie fallenden Arbeiten be—
stimmten technischen (Geniez) Truppen; in Deutschland
(3 preuß. Bataillone mit Bespannungsabteilungen und
der Kavallerietelepraphenschule, 1 bayr. Bataiuon mit
Kavallerietelegraphenschule) zu den Verkehrstruppen ge—
hörig. Auch die meisten ändern Staaten haben T.
Telegraphenverkehr, der durch die Telegraphie ver⸗
mittelte Nachrichtenverkehr. Derselbe ist durch die Ge—
setzgebung geregelt (Telegraphengesetz vom 6. April 1802
und durch strafgesetzliche Bestimmungen Reichsstrafgesetzb
g88 217-20 und 3855) geschützt. Zum Schutee der unter—
sceischen Kabel wurde am 14. März 1881 eine Konvention
geschlossen, der 88 Staaten beigetreten sind.
Telegraphie (grch., dernschreibkunst), die Kunst, von
einem Orke nach einem weit davon entfernten Orte Nach
richten durch Zeichen zu befördern, die nicht durch Boten,
sondern weit schneller durch Schallwellen, dichtwellen, elettr.

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-ztröme oder elektr. Wellen nach dem entfernten Orte ge—
ragen und dort aufgefangen werden. Der am Aufgabe—
yrte zur Erzeugung der Zeichen dienende Apparat heißt der
Zender oder Geber, der am Empfangsorte aufgestellte Appa—
rat, welcher die Zeichen auffängt und sie in sinnlich wahr—
iehmbare Zeichen verwandelt und dieselben meist auch selbst—
ätig aufzeichnet, heißt der Empfänger. Die Wiedergabe
der Zeichen durch den Empfänger ist entweder formgetreu,
B. Worte durch Worte im Telephon (s. d.), Schriftzüge
oder Zeichnungen durch dieselben Linienzüge in den Kopier—
elegraphen d. und Telegraphisches Sehen) oder nur
inugetreu, z. B. durch Typen des gewöhnlichen Alphabets
m Typendrucktelegraphen, oder durch ein vereinbartes Alpha⸗
oet, wie das Morsealphabet. Als Träger der Zeichen von
Ort zu Ort dienen die Schallwellen bei den aknstischen Tele—
zraphen (Signale durch Trommeln, Glocken, Sirenen rc.),
die Lichtwellen bei den Optischen Telegraphen (s. d. und
Zeliograph), der elektr. Strom bei den elektr. Telegraphen
ind die elektr. Wellen bei der Telegraphie ohne Draht
s. d.) Hierzu die Tafeln: Telegraphie Tu. I.]
Telegraphie ohne Draht, vrahilose Telegraphie,
diejenige Art der elektr. Telegrahhie, bei welcher der Lei—
ungsdraht, der sonst den Aufgabeort mit dem Empfangsort
 verbindet, entbehrlich ist. Bei ältern Versuchen von
Bintl, Van Rees u. a. (in den fünfziger Jahren des
—
ton (1879) in Indien ausgeführten praktischen Auwen—
hungen derselben wird der Draht durch die Erde ersetzt,
und die in dieselbe gesandten Stromimpulse sind am Emp⸗
fangsorte mittels eines Telephons hörbar. Neuere Ver—
uche mit diesem System ergaben eine Tragweite bis zu
0 Bm. ühnlich sind die mit Wechselstrom angestellten
Bersuche von Preece. Bei der jetzt fast allein angewendeten
Funkentelegraphie (1896 von Marconi zuerst ausgeführt)
dienen Elektrische Wellen (s. d.) als Träger der telegr.
Zeichen. Die Wellen werden durch kräftige Funken eines
sühmkorffschen Induktors erzeugt, pflanzen sich durch den
reien Raum fort und werden am Empfangsorte von
Drähten aufgenommen, in welche der Empfangsapparat
eingeschaltet ist, der auf diese Wellen anspricht und die
gesandten kürzern oder längern Impulse als Morsezeichen
wiedergibt. Der auf die Wellen ansprechende Teil des
kEmpfangsapparats ist der 1890 von Braͤnly erfundene,
898 von Popoff zur Registrierung ferner Gewitterentla⸗
»ungen benutzte Kohärer (engl. Coherer) oder Fritter
Frittröhre), eine mit Metallkörnern gefüllte Glasröhre;
die Metallkörner leiten einen durch sie hindurchgesandten
Strom nur in dem Augenblick, wo sie von den elektr.
Wellen getroffen werden, wodurch die Aufzeichnung der
Odorsezeichen auf elektromagnetischem Wege moͤglich ist. 1900
jab Slabh die theoretischen Grundlagen zur Abstimmung
es Empfangers auf verschiedene (verabredete) Wellenlängen.
Tafel: Telegraphie II, 12014.)
Telegraphische Depesche, s. Telegramm.
Telegraphisches Sehen, Elektrisches Fernsehen, die
Ierzanens pon Bildern auf weite Entfernungen mittels
des elektr. Stroms. Die meisten Versuche hierzu (seit
1877, Senlecq d'Ardres) benutzen die Eigenschaft des
Selens, seinen elektr. Leitungswiderstand durch Einwirkung
des Lichts zu ändern. Am' meisten Erfolg hatte bis jetzt
das Kornsche System.
Tel el⸗Kebir, Ort in Unterägypten, östl. von Saga—
ik; 1882 von Arabi Pascha besetzt und befestigt, 18. Sept.
yon den Engländern erstürmt.
Telemachos, Sohn des Odyssens und der Penelope,
sing, von Athene in Mentors Gestalt begleitet, auf Reisen,
sen Vater aufzusuchen; seine Abenteuer von Fenelon
j. d.) behandelt.
Telemarken, Landschaft des norweg. Amtes Bratszerg,
 bedeutende Wälder, 850000 E.
Teleobjektiv, s. Telephotographie.
Teleologte (grch.), Erklärung aller Erscheinungen ans
hrer Zweckmäßigkeit; der darauf beruhende Beweis für
das Dasein Gotles heißt der teleologische Beweis.
Teleorman, J. Nebenfluß der Vede in Rumänien
Große Walachei). Danach benaunt der Kr. T., 4688 4km,
899: 288628 E.; Hauptstadt Turnu⸗-Mägurele.
Teleosaurier (Feleosaurus), bis 6 mm lange, krokodil⸗
hnliche Reptilien des untern Jura.