Tep

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Tephillin (hebr.), s. Gebetriemen.
Tephrite, olivinfreie basaltische Eruptivgesteine, neben
Augit, Magneteisen und Plagioklas Nephelin (Me
phelin⸗T.) oder Lenzit Geuzit. T.) enthaltend.
Tepic, Territorio der Republik Mexito, am Stiller
Dzean, 28371 4km, (1900) 150 098 E.; Hauptort T.
15488 E. [Gewãchshaus.
Tepidarium (lat)), Warmbadzimmer; lauwarmes
Tepilitote, Gemüse, s. Oamaedores.
Tepl, Bezirksstadt in Böhmen, am Fluß T. (x. zur
Eger), (18900) 2789 E. Dabe Prämonstratenserstift und
derrschaft T. (6596 ha).
Teplitz. 1) T.-Schönau, Bezirksstadt in Böhmen,
m Bielatal Tafel: Kartographie Ti, 3), 1800)
24420 E., fürstl. Elarysches Schloß mit Park, Theater, be⸗
rühmte Thermalquellen (gegen Gicht, Kheumatis mus, Lah—
mungen, Neuxalgien, Syphulis, schwere Verletzungen). Hier
chlossen 9. Sept. 18183 die Monarchen von Osserreich,
Preußen und Nußland den Allianzvertrag gegen Napoleoni
—Geschichte von Hallwich (1886). — 2) Kurort in Ungarn,
Trentschin-⸗Teplitz.
Teppiche, gemusterte Gewebe, bes. zum Belegen der
Fußböden; das Gewebe ist ein einfaches Tiroler T) oder
zin doppeltes (Kidderminster-T., schott. T.) oder ein
amtartiger Stoff. Bei letzterm kann der Flor ent
veder durch einen besondern Schuß (Schußflor-T.) oder
durch eine besondere Kette Gettflor⸗T.) gebildet sein. Zu
den Schußflor-⸗T. gehören die Arminster-, Chenille- und
Knüpf-T. letztere meist nach ihrem Ursprungsort'benann
Gauptproduktionsländer Kleinasien Smyrna-T.], Persien,
Indien). Bei den Kettflor-⸗T. find entweder die Noppen
aufgeschnitten oder nicht aufgeschnitten (gezogener Samt),
wohei die Kette wieder entweder durch Bedrucken farbig ge⸗
mustert (Tapestry⸗ T.) oder die einzelnen Fäden ihrer ganzen
Länge nach gleichmäßig gefärbt sein können. Beuffeler T
Noppen nicht aufgeschnitten, Kette gefärbt), Tournay
Velours⸗T. (Noppen neee Kette gefärbt), Tapestry⸗
T. Kette bedruckt), Tapestry-Velours⸗T. (Noppen aufge⸗
chnitten, Kette bedruckt). (S. auch Gobelins und Tapeten.)
Ter, Fluß in Katalonien, mündet nach 155 kmm unter⸗
alb Geronasin das Mittelländ. Meer.
Tera (iapan.), Tempel oder Kloster der Buddhisten.
Teraftum, Hausgötzen der alten Juden (1 Mos. 31 —
Richt. 17, 9), aramdischen Ursprungs.
Teramo,Hauntstadt der mittelital. Prov. D. (2766 qkm,
05: 820 376 E.), am Tordino, (1901) 24583 E.
Teratogente (grch), Entstehung der Mißbildungen
Teratologie (arch. Wunderlehre, bef. die biblifche
uuch Lehre von den Mißbildungen.
Teratom (grch.), eine Balggeschwulst infolge abnormer
taler Entwiclung, schließt hüufig Haare, Knochenstücken,
Nerven und Musteln ein.
Teratoskopie (grch.), Wunders, Zeichendeutung.
Terbium, seltenes Edelmetall aus der Httererde
och nicht in reinem Zustande isoliert. Atomgewicht 160
Terborch (Terburgy), Gerhard, niederländ. Genremaler,
Schöpfer der sog. Konversationsmalerei, geb. um 1617 in
zwolle, gest. 1681 in Deventer. — Vgl. Roͤsenberg (1807)
Terceira (spr. Heira), eine der Azoͤren, 121440, (1900
i8 220 E. vulkanisch und fruchtbar; Hauptort Augra.
Terceira (spr. Htira), Antonio Jose de Souza, Gra
oon Villaflor, Herzog von, portug. Marschall und Staats⸗
mann, geb. 10. März 1792 in Lissabon, vertrieb 183234
die Anhänger Dom Miguels, gest. 26. April 1860 als
Ministerpräsident.
Terebinthe, Terpentinbaum, s. Pistacia.
Terebinthengallen oder Karoben, Wollausgallen,
oon der Wollaus (s. d.) auf Pistacia torebintuus
und lontisous T. erzeugt, zur Tanningewinnung benutzt.
Terebinthinen, dikotyledonische Pflanzenordnung,
imfaßt die Rutazeen, Zygophyllazeen, Meliageen, Sima
cubazeen, Burferazeen, Änakardiaeen.
Terebratel (Torobrataiad, Actenreiche Gattg. der
Armfüßer, größtenteils foffile Arten, die z. B. den Tere⸗
ratulitenkalt (s. d.) bilden, am zahlreichsten im Jura.
Terebratulitenkalt, Krötenaugenstein, Kalkschichten
aus dicht gehäuften Terebrateln (s. d.) im Muschelkalt.
Teret, Fluß im xuss. Kaukasien, entspringt ami Kas—
hek, mündet nach 616 iam in das Kasische wer 63

chiffbar; Tereklinie, Terekstraße, früher eine Reihe kleiner
tzefestigungen am nördl. Teile der Grusinischen Heerstraße.
Terekgebiet, Tersches Gebiet, in der russ. Slatthalter⸗
chaft Kankasien, nördi. vom Kaukasus, im Flußgebiete
des Terek, besteht aus Bergland, Ebene und Niederung,
39467 46mm, 933 936 E., Hauptstadt: Wladikawkas.
Terekpaß, s. Thian-schan.
Terentius, Publius, genannt Afer (der Afrikaner),
öm. Lustspieldichter, geb. um 190 v. Chr. in Karthago,
am als Sklave nach Rom, gest. 159 oder 188 in Griechen⸗
iand, Seine 6 erhaltenen Komödien hg. von Fleckeisen
2. Aufl. 1898), in Auswahl von Dziatzko (Th. 1.8. Aufl.
1898; Th. 2, 8. Aufl. 1802) n. a!; dentsch von Herbst
2. Aufl. 1882), Donner (2 Bde. 1864) u. a. — Vgl.
Uppgren (1904), Vahlen (1901).
Terentius Varro, s. Varro.
Leresa de Jesus, s. Theresia von Jesu.
Tergeste, alter Name der Stadt Triest (s. d.).
Tergiversieren (lat.), den Rücken zudrehen, Winkel⸗
E machen, in die Länge ziehen.
Terglou, Berg in den Ostalpen, s. Triglaw.
Ler Goes, niederländ. Stadt, s. Goes.
Ser Gouwe (spr.chau⸗), niederlünd. Stadt, s. Gouda.
Tergovigste, rumän. Stadt, s. v. w. Targovistea (f. d.).
Terlan, Dorf in Tirol, bei Bozen, an der Etsch, (1900)
380 E.; Weinbau (weißer Terlauer); hier 1787 Sieg
er Tiroler Schützen über die Franzosen.
Terlizzi, Staͤdt in der ital. Prov. Bari, (1901)
2232 E. [Lykien.
Termilen, einheimischer Name der Bevölkerung von
Termin (lat.), bestimmte Zeit, zu welcher etwas zu
eschehen hat, Frist (s. d.); anberaͤumter Gerichtstag.
S. auch Terminus)
Terminalia L. Pflanzengattg. der Kombretazeen, trop.
Bäume oder hohe Sträucher. T oatappa T. (Katappen⸗-zaum)
 mit mandelähnlich schmeckenden Samen ctrop.
—R
hebla Lorb. (Myrobalanenbäume) liefern die Myro—
alanen (s. d.).
Terminalien, s. Terminus (Gottheit).
Terminant, Termination, s. Terminieren.
Termingeschäfte, im weitern Sinne s. v. w. Zeit⸗
jeschüfte oder Lieferungsgeschäfte; im engern Sinne die⸗
enige Art des Zeitgeschäfts, welche sich in ganz bestimm—
en, durch Börsennfance geregelten Formen abwickelt
Boͤrsen⸗T.). Nach dem Deutschen Börfengesetz vom
2. Juni 1806 können nur Personen, die in das Börsen⸗
egister eingetragen sind, gültige Börsen-T. abschließen,
Aufträge hierzu erteilen oder übernehmen.
Terminieren (lat), begrenzen; festsehen; als Bettel⸗
nönch (Terminant) Gaben sammelnd, in einem abge⸗
lrenzten Bezirk umherziehen; Termination. Bearenzung,
Festsetzung, Beendigung.
Termini Imérefe, Stadt auf Sizilien, (1901)
18650 E., Museum, Bitterwasserquellen (440 0.), Hafen.
Terminismus (vom lat. terminus), die von pietisti⸗
chen Theologen aufgestellte Lehre, daß Gott je dem Menschen
zine bestimmte Frift zur Bekehrung geseht habe, nach deren
Ablauf die Vergebung und Seligkeit verwirkt sei über
»en deshalb um 1700 entbrannten Terminictifchen Streit
»al. Hesse (1877).
Lerminologie (lat.⸗grch.), Jubegriff sämtlicher Kunst⸗
ausdrücke (Termüni techniei) einer Wissenfchaft ec.
Terminrechnung, Zeitrechnung, Berechnung des
mittlern Zahlungstermins oder der mittlern Verfallzent
rür Kapitalien, die in verschiedenen Terminen fällig sind:
nau multipliziert jedes Kapital mit der Zahl der“ Tage,
m denen es fällig wird, und dividiert die Summe diefer
—
ind fällig in 16, 360 in 26, 40 in 37 Tagen;
nittlere Verfallzeit:
(200 15) - (36023) (400 37
960
—8 ee ꝓAa soo 2ια— 28 Tade-Terminus
 (lat.), Grenze, Termin (s. d.); ein be⸗
timmt begrenzter, genau bezeichnender Ausdruck, insbes.
dunstausdruck (T. technicus), Glied eines algebraischen