Testisizieren (lat.), durch Zeugen beweisen; Testi⸗
ikation, der Beweis durch Zeugen.
Testikeln (lat.), die Hoden
rTestimonãum (lat.), Zeugnis; T. intesritatis, Zeug⸗
nis der Unbescholtenheit, insbes. Ledigkeitszeugnis; 7.
maturitatis, Zeügnis der Reife; T. morum, Sittenzeug⸗
nis; T. paupertatis, Armutszeugnis.
Testitis, die Hodenentzundung.
Teston (spr. vong; ital. Testone), alte franz. bez
tal. Silbermunze zu 10 bis 15 Sous.
Testudo (lat.) Schildkröte (s. Fande und Sumpf—
childkröten); auch altröm, Saiteninstrument mit schild—
rötenförmiger Wölbung, ferner das Schildvach, das die
Soldaten mit den über den Koͤpfen soiniegten
een heim Angriff auf eine belagerte Stadt bildeten.
et, La (spr. teh), franz. Küstenfluß in Roussillon,
entspringt in den Zeutralpyrenäen, mündet nach 125 Km
dei Canet ins Milttellaänd. Meer.
Tetanze (Tetanus intermittons), eine vorzugsweise
m jugendlichen Alter vorkommende Nervenerkrankung,
bei der Krämpfe (tetanische Muskelkontraktionen) in fyme
metrischen Körperteilen, bes. in den obern Ertremitäten,
meist nach einem Gefühl von Kricbeln und Eingeschlafen⸗
ein auftreten, tritt auf als selbständige Kramtheit oder
ꝛei Magenerkrankungen und Ausfall der Schilddruse.
Tetanotorin, das von den Tetanusbazillen gebildete
Bift (s. Starrkrampf). [Bakterien, 6)
Tetänus (grch.), Starrkrampf (s. d. und Tafel:
Tetartoẽdrie (grch.), Viertelflächigkeit, das gefetz⸗
näßige Auftreten einer Kristallform mit dem vierten
Teile ihrer Flächenzahl.
Tete (frz.), Kopf, Spitze eines marschierenden Truppen⸗
drpers; Berggipfel. Tete⸗a⸗tete (tete a tote, „Kopf an
opf“), Zusammenkunft unter vier Augen.
Tete, Stadt am, mittlern Sambefiim südl. Afrika,
1000 E.; von den Portugiesen erbaut.
Teterew, r. Rebenfluß des Dnjepr, in den russ. Gouv.
Wolhynien uͤnd Kiew, 845 xm Ilq.
Teterow, Stadt in HeeeendurgeSchwerin, am Te
erpwer See, (1905) 7417 E., Amtsgericht, Realschule.
Tethys, Tochter des Uranos und der Gaid, Gemahlin
es Okeanos (s. d.).
Teétjuschi, Kreisstadt im russ. Gouv. Kasan, r. an der
Volga, 4754 E.
Tetraãthysammoniumhydrat, aus Triäthylamin
ind Jodäthyl durch nachfolgeude Behandlung mit Silber—
yxyd hergestellt, als stark alkalische 10prozentige Lösung
mm Handel, Mittel gegen Gelenkrheumatismus
Totrabranohiãta, s. Kopffüßer.
Tetrachörd (grch.), ursprünglich ein Instrument mit
Saiten; dann eine Folge von 4 Tönen, die Grund
ge des altgriech. Tonshystenis.
Tetraoorallia, s. Tetrakorallier.
Tetradrachmon, das Vierdrachmenstück, altgriech
Silbermünze (Tafel: Münzen T, 83, bei Numismatik].
Tetradymit, s. Tellurwismut.
Tetradyngniifche Staubgefäße oder viermächtige
ztaubgefüße, Gruppierung von 4 Längern und 2 kürzern
Staubgefäßen in der Blüte. Tetradynamia, 15. Klasse
des Linneschen Systems.
Tetraeder (grch.), jeder von 4 ebenen Dreiecksflächen
hegrenzte Körper, krisiallographisch der
on 4 gleichseitigen Dreiecken begrenzte
halftflachner des Oktaeders, aus diefem
zurch Vergrößerung der abwechselnden
Oktaͤederflächen, bis sich diese schneiden,
nn eeh —
etracdrit, s. Fahlerz [Abb. 5483)]. TT
Tetraẽteris (grch), Zeitraum von AInnesmuna
Jahren. aus dem Oktaeder.
Tetragon (ggrch.), Viereck.
zetragonale Pyramide, dem tetragonalen System
J. Kristae) angehoͤrtge, von 8 ieeaheeh Dreiecken
imschlossenẽ Kristauform.
Zetragonales Prisma, oben und unten offene
ierseitige Säule im tetragonalen Kristallsystem.
Totragonia L. Pflanzengattg. der Aizoazeen. T. ex.
pansa Murr. (Gueuseelünd, Spinat)h, aus Japan und Neu—
seeland, mit fleischigen Blätern Gnaneeee

Tes

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rTetragonolõöbus Scop., Pflanzengattg. der Legumi—
osen, Kräuter in Mittel- und Südeuropa und West—
isien. T. purpursus Moench (eßbare oder engl. Flügel—
erbse), Suͤdeuropa, liefert in den Hülsen ein feines Ge⸗
nüse; in Deutschland wild T. giliquösus L. (wilde
xrᷣlügel⸗ oder Spargelerbse).
Tetragynisch (grch.), vierweibig, jede Blüte mit
bGriffeln; danach heißt imm Linneschen System die 4. Ord⸗
ung der Klassen 1-183 rTetragynia.
Tetrajodäthylen, s. v. w Dijodoform (s. d.).
Tetrajodpyrrol, s. Jodol.
Tetrakisheraeder, Pyramidenhexaeder, Pyramiden⸗
vrfel, von 20 gleichfchenkligen Dreiecken umschlossene
Form des regulären Kristallsystems, ein Würfel mit einer
ierseitigen Pyramide auf jeder Fläche.
Tetrakorallier, vierstrahlige Korallen (Tetracorallia,
 Rugösa), fofsile, schon in den ältesten Versteine—
ungen führenden Formationen ausgestorbene Ordnung der
dorallentiere, deren Septen nach der Grundzahl 4 ange⸗
Irdnet sind, bilden teils Stöcke, teils sind sie Einzeltiere—
Oaloedla sandalina Goldf, Äbb. 808) Ichwämme.
Tetraktinelliden (Fotractinellidae), s. Rinden⸗
Tetralogie (grch.), 4 zu einem Ganzen verbundene
Dramen, nämlich3 Tragödien (Trilogie) und ein Satyr⸗
'piel. Erhalten ist aus dem Altertum nur eine Trilogie,
)ie Orestie des Aischylus, das zu ihr gehörige Satur⸗
piel ist verloren.
Tetrameren (Tetramera), s. Käfer.
Tetramẽter (grch.), Vers aus 4 Metren (einfachen
der Doppelfüßen).
Tetrandrisch (grch.), viermännig, jede Blüte mit
gleich langen, uicht verwachsenen Staubgefäßen, danach
eißt die 4. Klasse des Linneschen Systems TFetrandrin.
7Tetrao, Waldhuhn, Gattg. der Hühnervögel aus der
interfamilie der Rauhfußhühner; zu ihr gehören Auerhuhn,
airkhuhn und Prärichuhn.
Tetrapodie (grch.) Vers aus 4 einfachen Füßen.
etraärch (grch), Vierfürst, im Altertum einer der
Icherrscher eines Landes (z. B. in Galatien).
Tetrathisnsäure, s. Schwefel.
Tetronal, in Waffer schwer, in Weingeist leicht lös—
iche Kristalltafeln oder -blättchen von Diäthylsulfon⸗
»iäthylmethan, riecht kampferartig, schmeckt bitter. als
S„chlafmittel verwendet.
Zelsshen, Veetesadt in Böhmen, r. an der Elbe,
in der sächs. Grenze, gegenüber von Bodenbach, (1800)
1698 E., gräfl. ne Schloß mit Sammlungen;
Zauptstapelplatz für die Elbschiffahrt. Die Fideikommiß.
jerrschaft T. (10789 hna) gehört dem Glafen Thun.
Tettenborn, Friedr. Karl, Freiherr von, Partei⸗
‚änger in den deutschen Befreiungskriegen, geb. 19 Febr.
778 in der Grafsch. Sponheim, erst in österr., feit 1812
n russ., seit 1818 in bad. Diensten, gest. d. Dez. 18485 als
sesandter zu Wien. — Vgl. Varnhagen von Euse (1815).
Tettenhau (spr. hahl), Stadt in der engl. Grafsch.
Stafford, (1901) 3337 E.
Tettnang, Oberamtsstadt im württemb. Donaukreis,
1805) 2675 E., Amtsgericht, Schloß, Latein-, Realschule.
Tetuan, befestigte Stadt im nördl. Marokto, unweii
es Mittellaͤnd. Meers, 25 000 E. (viele Juden); 1860 vom
han. General O Donnell (Herzog von T.) eingenommen.
Tetzel, Ablaßkrämer, s. Tezel.
Teubner, Benedicius Goͤtthelf, Buchdrucker, geb.
16. Juni 1784 zu Großkraußnigk (Niederlausitz), gest.
21. Jan. 1886, erwarb 1811 die Weinedelsche Buchdruckerei
in Leipzig und verband damit 1824 eine Verlagshuch⸗
ndlung (Firma: „B. G. Teubner“). Nachfolger seine
Schwiegersoͤhne; Christian Adotf Roßbach (gest. 6. Jan.
1888) und Albin Ackermann (gest. 23. März 1903); Teil⸗
haber (1882) des letztern Sohn Alfred Ackermann, (1898)
als Enkel Roßbachs Alfred Giesecke und (1904) Konrad
Biefecke. Der Verlag umfaßt Philologie, Altertums—
unde, Mathematik, Naturwisfenschaften, Unterrichtsbücher
ür höhere Lehranstalten. Zweigdruckerei in Dresden (eit
3883). Filiale des Verlags in Berlin (jseit 1903).
Teuchern, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Merfeburg,
1905) 5718 E. Amtsgericht.
Teuco, J. Rebenfluß des Rio Bermejo in Paragnay,
am Dezember bis April schiffbar.