Than⸗schui, gefen auf Formosa, s. v. w. Tam-sui.
Thapsaͤcus, altée berühmte Handelsstadt in der syr.
dandsch. Chalybonitis in Asien, r. am Euphrat.
Thapsia T., Pflanzengattg. der Umbelliferen, medi—
terrane Krunter. T. euphium Voe. in Nordafrika, bei
den Griechen und Römern als Heilpflanze (bei erstern
als Silpuium eyrenaicum, bei letztern als Laser) hochgeschügt.
 Die rübenartige Wurzel von T. garganica 4.
enthalt einen heftig abführenden Saft, wird auch äußerlich
zu hautreizenden Hflastern ꝛc. verwendet.
Thapfuͤs, im Altertum Stadt im nördl. Afrika, hier
3. April 46 b. Ehr. Sieg Cäsars über die Pompejaner
Ruinen auf dem Küstenvorsprunge Ras Dimas.
Thar, s. Ziege und Tafel: Asiatische Tierwelt,3
Thaer Albrecht, Begründer der rationellen Land⸗
wirtfchafislehre, geb, 14, Mai 1752 in Celle, gründete
1807 die landw. Lehranstalt zu Möglin, die 1824 zur
tönigl. Akademie des Landbaues exhoben wurde, 1811
die Merinoschäferei das, 18310 —18 Prof. und vortragen⸗
der Kat in Berlin, i818 auch Generalintendaut der
königk. Stammschaͤfereien, gest. 26. Okt. 1828 zu Möglin
Hanptwerk: „Grundsätze der rationellen Landwirtschaft“
Bde., 180080 10; neue Ausg. 1880). — Biogr. von
Körte (1839). — Sein Enkel Albrecht T., geb. 6. Aug.
1828 auf Luͤversdorf bei Wriezen a. O., 1868— 61 Lehrer
an der Akademie zu Möglin, 1866 Prof. in Berlin,
1871. 1901 in Gießen; schrieb: „System der Landwirtschaft“
 (2. Aufl. 1806), „Die Wirtschaftsdirektion des
Landgutes“ (3. Aufl. 1896) u. a.
Tharandt (Tharand), Stadt in der sächs. Kreish
Dresden, an der Wilden Weißeritz, (1905) 2966 E., Amtszericht,
 Schloßruine, königl. Forstakademie.
Thargelten, altgriech., bes. athenisches Erntefest zu
Ehren des Apollon im Monat Thargelion (Mai-Juni)
Tharschifch (Tarschisch), s. Tartessos.
Thasos, Insel im Ägäischen Meere, 393 qkm,
2140 E., unter ägypt. Verwaltung.
Thassilo, Bayernherzog, s. Tassilo.
Thaäter, Jul., Kupferstecher, geb. 7. Jan. 1804 in
Dresden, gest. 13. Nov. 1870 in München; bes. Stiche
nach Kaulbach, Cornelius, Schwind, Schnorr, Raffael. —
Biogr. von Anna T. (1900).
Thaumatologie (grch.), Lehre von den Wundern.
Thaumatrop (grihi), s. v. w. Strobostop (s. d.).
Thaumatuürg (grch.), Wundertäter.
Thausing, Morih, Kunstschriftsteller, geb. z. Juni 1838
zu Tschischkowitz bei Leitmeriß, seit 1873 Prof. an der
Universität zu Wien, gest. 14. Aug. 1884 in Aussig; Hauptwerk
 die Biographie Älbr. Dürers (2. Aufl., Bde., 1884).
Thaya, Fluß in Mähren und Niederösterreich, ent—
steht bei Raabs aus der Deutschen und Mähr. T., mündet
nach 282 Kmur. in die March.
Thayingen (Thayngen, Thaingen, Thäyingen)
Marktflecken im schweiz. Kanton Schaffhausen, (1900)
1508 E.; nahebei das Keßlerloch, Felshöhle, wo prähistor.
Funde gemacht wurden.
Theãter —* im klassischen Altertum das Schau—⸗
spielhaus, insbef. der Plag für die Zuschauer, nicht die
Schanbühne selbst Tafel: Literatur V, 1); im modernen
Sinne das Gebäude (Schauspielhaus, Opernhaus), sodann
der innere Raum des Gebäudes, in dem die Zuschauer sitzen
Warkett, Loge) und die Vorstellungen abgehalten werden
(Bühne), endlich (in Zusammenseßungen), alles mit der
Schaubuͤhne und ihren Vorführungen im Zusammenhang
stehende. Die ersten festen T.in Deutschland wurden im
16. Jahrh. erbaut; versetzbare Kulissen, Dekorationen kamen
gegen Ende des 17. Jahrh. in Gebrauch Taf. II, 6 u. I].
S. auch Deutsches, Englisches, Französisches Theater.) —
Vgl. über das antike WKörting (1806), Dörpfeld und
Reisch (1896), Albin Müller (18002), Streit (1903).
Theatiner, Orden regulierter Chorherren, gestiftet
zu Rom 1524 von Joh. Peter Caraffa (nachmals Papf
Paul 1V), Bischof von Theate oder Chieti(daher auch
Chietiner), in Verbindung mit Cajetan von Thiena (da—
her Cajetaner), 1540 von Papst Panl III. bestätigt, mit
strenger Regel, zur Erweckung des reinen apostol. Geistes,
Pflanzschule des höhern Klerus; einst auch in Spanien,
Frankreich, Polen und Deutschland verbreitet, jetzt nur
noch in Italien.

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The

Theatralisch (grch.), das Theater betreffend, bühnen—
ißig; gespreizt, affektiert. szösisches Theater.
rThéatreo francais (spr. teahter frangßähs, s. Fran—
7Theatrum anatomioum (lat.), angatom. Theater,
. Anatomie. T. Furopaeum, eine Ehronik der Zeitereig⸗
nisse, s. Abelin. T. mundi (Welttheater), Darstellungen
oon Landschaften, Städten ꝛc. mit beweglichen Figuren.
Thebain, ein Alkaloid des Opiums, farb⸗ und ge⸗
xuchlose Kristalle, in Wasser unlöslich, leicht löslich in
Alkohol und Äther; wirkt strychninartig.
Thebais, zur Zeit der Ptolemäer und Römer s. v. w.
Dberägypten, nach dem Namen des ägypt. Theben; auch
in altgriech. zum epischen Zyklus gerechnetes Epos über
den Zug der Sieben gegen Theben.
Thebäische Legion (lat. Legto Thebatea), nach der
hristl. Legende eine dem röm. Kaiser Maximianus aus
)em Orient v dem Westen zu Hilfe gesendete, ganz
rus Christen bestehende Abteilung, verweigerte, als sie
308) an der Christenverfolgung keilnehmen sollte, durch
hreu Anführer Mauritius zur Glaubenstreue angespornt,
den Gehorsam und ward deshalb in der Vähe des heutigen
Tlosters St. Moritz in Wallis niedergemacht. Tag des Mar—
yriums: 22. Sept. — Vgl. Stolle (1881), Berg (1895).
Thebanuer, die Bewohner der gricch. Stadt Theben.
Theben, grch. Thebe, Thebai; ügypt. Ueset (Wẽset)
»der Nẽet („die Stadt“; das No der Bibel), alte, um—
fangreiche (100 torige) Hauptstadt Oberägyptens, am Nil,
hlühte etwa 16001000 v. Chr.; Ruinen bei Karnak, Luk—
or, Medinet Habu und Qurnah, ausgegraben von Flin—
ders⸗Petrie (vgl. dessen Werke: „Six temples at Thebes“,
1887; „Diospolis“, 1901).
Theben, Hauptstadt der griech. Landsch. Böotien, nach
der Sage von Kadmus gegründet (Burg Kadmea), be—
annt durch die Sagen von Oidipus und dem Zug der
Sieben gegen T., exlangte durch Epaminondas und Pe—
opidas J kurze Zeit (3782362 v. Chr.) die Vorherrschaft
in Griecchenland; nach einem Aufstand 335 v. Chr. von
Alexander d. Gr. zerstört; 316 v. Chr. wieder erbaut,
doch unbedeutend. Das jetzige T. (Thiva, Thivi, Phiva), im
Nomos Böotien, (1896) 3469 E. — Vgl. Fabricius (1890).
Theben (ungar. Deveny, d. i. Magdeburg), Großge—
meinde im ungar. Komitat Preßburg, am Einfluß der March
in die Donau, (1900) 1981 E.; Schiffahrt, Wein-, Obstbau.
The Dalles, Dalles City, Ort im nordamerik. Staate
Dregon, am Columbia (Stromschuellen T. D.), (1900)
2542 E. sTee gereicht wird; kleiner Ball.
7Thé dansant (frz., spr. dangsaͤng), Tanzfest, wobei
Thee, s. Tee.
Theer, s. Teer. lminten).
Theerbude, Dorf in der Rominter Heide (s. Ro—
Thefillin (Thephillin), s. Gebetriemen.
Theiner, Augustin, kath. Theolog und Kirchenhisto—
iker, geb. 11. April 1804 zu Breslau, folgte zuerst der
reiern Richtung seines Bruders, mit dem er „Die Ein—
ührung der erzwungenen Ehelosigkeit bei den christl. Geist⸗
ichen und ihre Folgen“ (2 Bde., 1828; neu hg. von
Rippold, 8 Bde., 1891 —898) veröffentlichte, schloß sich 18383
in Roni den Jesuiten an, 1885 Präüfekt der geheimen
Archive des Vatikans, fiel aber 1870 während des Konzils
Zei Pius IX. in Ungnäde, gest. 10. Aug. 1874 zu Rom; bes.
Zerdient durch Herausgabe der Akten des Tridentiner Kon—
zils (1874). — Sein Bruder Joh. Ant. T., kath. Theolog,
Jeb. 15. Dez. 1799 zu Breslau, 1824 Prof. das., mußte
vegen seines kirchlichen Freisinns 1826 die Lehrtätigkeit
rufgeben, gest. 15. Mai 1860 als Sekretär der Universitätsibhothek
 zu Breslan; schrieb außer dem bei seinem Bruder
Augustin T. genannten Hauptwerk: „Die reformatorischen
Bestrebungen in der kath. Kirche“ (1845).
Theinhardts Hyginma, Nährpräparat aus Weizen⸗—
mehl, kondensierter Milch und Kakao. — T.s lösliche
Kindernahrung, aus Kuhmilch und Weizenmehl bestehen—
des Kindernahrungsmittel.
Theismus (grch.), im Gegensatz zum Atheismus Be—
zeichnung des Glaubens an Gott überhaupt; neuerdings
bes. die Lehre von einem persönlichen, die Welt regieren⸗
den Gott im Gegensatz zum Gottesbegriff des Pantheis—
mus und Deismus.
Theiß, ungar. Tisza, J. und größter Nebenfluß der
Ddonau in Ungarn, entsteht im Komitat Marmaros aus