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der Schwarzen und Weißen T. auf den Waldkarpathen,
lüeßt erst südl., dann westl., zuletzt wieder südl., der
Donau parallel, mündet nach 1358 *m unterhalb Titel
Stromgebiet 151 600 4km; Nebenflüsse x. Bodrog, Sajd
Frlau, J. Szamos, Körös, Maros. der Baͤcser oder
Franzenskanal verbindet die Tmit der Donau, der Bega—
anal mit der Temes. — Vgl. Vujevit (1906).
Theißblüte, s. Eintagsfliegen.
Theist, Anhänger des Theismus (s. d.).
Thekholz, s. Teakholz.
Thekla, Heilige, aus Ikonium, Heldin des im 2. Jahrh.
gedichteten Romaus „Akten des Paulus und der E*
hg, von Tischendorf 1881, Lipfius und Bonnet 1891),
aach welchem sie, vom Apostel Paulus bekehrt, um ehelos zu
vleiben, Familie und Bräutigam verläßt und jenem folgt,
Zann, als Christin denunziert sowohl von den Tieren des
Zzirkus wie von den Flammen verschont wird. Gedächt—
nistag 23, und 24. Sept. Poet. Nachbildung der Legende
oon Raul Heyse (2. Aufl. 1863). — Vgl. Shhlan (1877).
Thetodbnt (grch) heißen Eidechfen (f. d) mit Li
Alveolen sitzen den“ Zühnen.
Thelemarken, norweg. Landschaft, s. Telemarken.
Thema (greh.), Satz, Hauptgedanke, der in einer Rede
»der Abhandlung weiter ausgeführt wird; in der Musik
der einem Kunstwerke zugrunde liegende Tongedanke; im
Byzantin. Reiche militär. Verwaltuͤngsbezirk.
Themar, Stadt in S.⸗Meiningen, 'an der Werra,
1805) 2756 E. Amtsgericht.
Themata, Mehrzahl von Thema (. d.).
Themis, Tochter des Uranos und der Gaia, Ge—
nahlin des Zeus, Mutter der Horen und Moiren, Göttin
der göttlichen und natürlichen Ordnungen.
Themistokles, athen. Feldherr und Staatsmann,
geb. um 825 v. Chr., ktiat nach Entfernung des Aristides
an die Spitze des Staates, schuf die athen. Seemacht, be—
iegte die Perser bei Salamis 480, wurde 471 verbannt,
est. 4589 in der pers. Stadt Magnesia.
Themse (engl. Thames), wiatigster Fluß Englands,
entspringt an den Grenzen von Wilt- umd Gloucester⸗
hire ans dem Thames Head unweit von Cirencester,
ließt zuerst (Isis genannt) bis Orford östl., von da
rüdöstl. bis Reading zuletzt östl. durch London hindurch
und mündet bei Eheerneß in die Nordsee [Karte!
Broßbritannien aund'Irlaud I, 12]; 350 x Ig.,
3,6 bis 40 mm tief, Breite wechselnd zwischen 243 mn (bei
London Bridge) und 1179 (unterhalb Gravesend);
chiffbar (316 sern) bis Lechlade, fur die größten Seeschiffe
bis Deptford; Verbindung mit dem Junern durch den
Grand-Junction⸗, Orford, Paddington-, Regent-, Tha⸗
— Avonkanal; Neben—
lüsse: Cherwell, Thame, Lea, Kennet, Medwar; Flaß—
gebiet 183370 qkm.
Themsetunnel, s. Tunnel.
Thenard (bpr. nahr), Louis Jacques de, franz. Che⸗
niker, geb. 4. Mai 1774 in Louptitre bei Nogent-⸗-suͤr⸗
Seine, 1837 40 Prof. in Paris, gest. das. 20. Juni 1857,
Entdecker des Kobaltuͤltramarins Thenards Blan, s. d.
und des Wasserstoffsuperoryds; schrieb „Rocherches puy
ico cehimiques faites sur la pilo“ (mit Gay-Luͤssac,
2Bde., 1811), „Praité de chimie éléé montaire, theéo
idus et pratique“ (6. Aufl. 8 Bde. 183836 deutsch
on Fechner, 1825830).
Thenardit, rhombisches, schwach falzig schmecken—
es, farbloses Mineral, wasserfreses Natriumsulfat, dient
ur Sodabereitung und als Viehsalz.
Thenards Blau, Kobaltblau, Königsblan, Leidener
Blau, Kobaltultramarin, entsteht beim Vermischen von
Alaun mit Kobaltsulfatlösung durch Eindampfen und
Hlühen; sehr beftändig, aber“bei Licht schmutzig violett
richeinend; entdeckt von de Thenard (I. d.).
Theobroma, der Kakaobaum (. Kakao).
Theobromin, Dimethylxanthin, ein dein Kaffein ähn—
iches Alkaloid findet sich in den Kakaobohnen (zu 12
Broz.) und in gewissen Teesorten; weißes, kristalinisches,
wach bitter schmedendes Pulver, in Wasser schwer, in
Weingeist kaum löslich, wirkt physiologisch ähnlich, aber
———
emischt das Dinretin . d).
Theobretesnatriofalizylät, s. Diuretin.

Theodat (Theodahad), König der Ostgoten, letzter
prößling der Amaler, wegen seiner Feigheit 836 von
inem Ostgoten ermordet.
Theodelinde, Tochter des Bayernherzogs Garibald,
39 vexmählt mit dem langobard. König Auͤtharich, nach
nessen Tode (580) mit Herzog Agilulf don Turin
Theoderich, westgot. Könige. T.1. 19-451), der
igentliche Gründer des Tolofanischen Reichs, entschied
den Sieg auf den Katalaunischen Feldern. — Sein Sohn
T. II. (463—466) dehnte seine Herrschaft in Gallien nuͤd
Spauien aus.
Theoderich (Theodorich) der Große, König der Ost⸗
ten, geb. 454, hrach 488 aus Mösien gegen Odoaker
n Italien auf, besiegte ihn in drei großen Schlachten am
sonzo, bei Verona und an der Adde und begründete
33 das Ostgot. Reich in Italien, residierte zu Ravenna
Raben) und Verona Bern), regierte friedlich, beförderte
Ackerbau, Gewerbe, Handei, Kunft und Wissenschaften,
est. 26. Ang. 5326; in der deutschen Heldensage als
Zietrich von Bern gefeiert. — Vgl. Dahn, „Könige der
Sermanen“ (Abteil. 3, 1866), Pfeilschifter (1896)
Theodizee (grch. „Gottesrechtfertigung), Versuͤch, den
Blauben an die Weisheit und Gerecytigteli Gottes mit
dem Vorhandensein des physischen und sittlichen übels in
her Welt zu vereinigen; Titel eines Werkes bon Leibniz.
Theodolit, Justrument zur Messung von Horizontal⸗
ind Vertikalwinkeln in der Feldmeßkunst und bei geogr.
Irtsbestimmungen, besteht aus Fernrohr, einem Horizontal⸗
ind einem Vertikalkreis und einer Libelle. In dieser Form
eißt es auch Universalinstrument. (S. auch Tachymeter.)
Theodor, Kaiser von Abessinien, geb. 1818 in
Scherhie, endete 18. April 1868 in Maadala durch Selbft
nord (s. Abessinien).
Theodor I., König von Korsika, s. Neuhof.
Theodora, byzant. Kaiserinnen. 1) Gemahlin des
daisers Justinianus J. (seit 827), früher Schauspielerin,
ihte unumschränkte Gewalt über den Kaifer aus, gest.
48. - Bgl. Houssaye Eranz., 1880). D9) Gemahlin
des Theophilos, stellte s48 nach dem Tode ihres Gemahls
»en Bilderdieust wieder her, 856 abgesetzt, gest. 867.
Sedenktag in der griech. Kirche 11.124. Febr. 3) Tochter
es Kaisers Konstantin VIII., 1042 vorübergehend Mit—
aiserin, kam 1058 definitiv auf den Thron, gest. Aug. 1056.
Theodora, Römerin des 10. Jahrh, Gemahlin des
donsuls Theophylactus, klug, aber sittenkos, Mutter der
Marozig (s. d.) und der jüngern T. beherrschte mehrere
3 Rom und den päpstl, Stuhl.
heodoret, griech Kirchenvater, gen unt 380 zu An⸗—
jochia, gest. 467 als Bischof von Kyros am Euphrat,
Zauptvertreter der fog. Antiochenischen Schule, deft ver⸗
dient als Exeget und Fortsetzer von Eusebius Kirchen⸗
schichte. — Vgl. Bertram Gat., 1883), Güldenpenning
Theodorich, s. Thepderich, [01889).
Theodorus von Mopfuẽöstia, griech. Kirchenlehret,
eb. um 850 zu Antiochis, geft. 489 als Bischof von
Mopsuestia in Cilicien; ausgezeichnet als wissenschaftlicher
Bibelerklürer und freimütiger Kritiker; deshalb' seine
Werke unterdrückt. Bruchstücke seiner Kommentare zu den
Briefen Pauli hg. von Suͤete (1880 -82), syr. Bruchstuͤcke
on Sachau (1869). — Bgl. Kihn (1880).
Theodor von der Ammer, Pseudonym von Karl
ẽreiherrn von Perfall (s. d.)
Theodosia, alte Stadt, s. Feodosia.
Theodosianer, s. Raskolniken.
Theodosins I.. der Große, röm. Kaiser (379-395),
jeb. 346 zu Cauca in Spanien, 378 Gratiaus Mii—
egent in Ostrom, 394 Alleinherrscher, gest. 17. Jan. 398
zu Mailand, verbot als fanatischer Nickaner das Heiden⸗
tum. — Sein Enkel T. II. der Juͤngere, Kaiser in Ostrom
108 -450, Sohn des Arkadius, gab im Theodosianischen
doder (h9. mit trefflichem Konimentar von Gothofredus,
Lyon 1665; neue Ausg. 1738 —485, und von Hänel, 1842)
eine Sammlung kaiserl. Konstitutionen seit Konstantin d. Gr.
Theognis, griech. Elegiker des'6. Jahrh. v. Chr.,
nus Megara; seine Gedichte in Bergks „Poeétae Iyxrici
zraeei“ (GBd. 2; deutsch von Binder“2. Aufl. 1904).
Theognosie (grch.), Gotteserkenntnis; Theogonie,
tterentstehung; Titel eines Gedichts von Hesiod.
Theokratte (arch.). Gottesherrschaft, die Staatsform