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Thermengruppe, Voralpengruppe der sterr. Alpen
n Niederösterreich, 601 —51200 m, in der Dürren Wand
222 m hoch.
Thermig, jetziger Name der Zyklade Kythnos (s. d.).
Thermidor ftz, „Hitzemonat“), der Monat des
rauz. Revolutionskaleuders (19. Juͤli bis 17. Aug.).
Denkwürdig ist der 9. T. des Jahres 11 (27. Juli 1754)
durch Robespierres Sturz; die Sieger in dem dabei eut
taudeuen Kampfe wurden Thermidoristen genannt.
Thermit (grich.), Lehre von der Wärme; thermisch,
auf die Wärme bezüglich.
Thermit, Thermiteisen, s. Aluminothermie.
Thermobarometer, sadw. Hypsothermometer (s. d.).
Thermocautere (frz., spr. Lotaheh s. Thermokuutei
Abb. 1868).
Thermoͤchemie, Lehre von den bei chem. Prozessen
jerrschenden Wärmeverhültniffen; die chein. Reakunouen
derlaufen teils unter Wärmeeuntwicklung (mit positiver
Wärmetönung), heißen dann exothermisch und gehen von
elbst bis zu Eude, oder sie verlaufen unter Wärme,
absorption (mit negativer Wärmetönuung), endothermisch
ind bedürfen zu ihrer Vollendung einer Zufuhr von
Wärme oder Energie. Die Messung der beim Zustan de⸗
lommen chem. Körper auftretenden Wärmetönungen (Ver—
bindungswärme, Neutralisationswärme bei Salzen) und
der, bei der Verbrennung, bes. organischer Körper, ent—
vickelten Wärme (Verbrennungswärme) ist von theore⸗
ischem und praktischem Interesse (Wärmewert der Nähr⸗
toffe, Brennstoffe). — Vgl. Berthelot Prattifche Anleitung
zur Ausführung von sthermochem. Messungen“ (deutsaͤ
»on Siebert, 1888); ders, „Phermochimis“ (Bdyunn. 2
1887), Ostwald (1893). stheorie
Thermodyngamikes(grch.), s. Mechanische Wärme—
Thermoelektrizität (orch.), früher f.dew. Pyro⸗
Jektrizität (s. d.) jeht diejenige, Iö22 von Seebeck entdeckt
Slektrizitüt, welche infolge von Temperaturverschiedenheiter
au den Kontakt⸗ Löte) stellen von zwei
oerschiedenen Leitern erster Klasse (Me— Ißp
tallen) entsteht; bildet man aus zwei 7
derschiedenen Metallen ane Verloten v —
ein Rechteck Abb. 1862; à Antimon, v 1862.
Wismut, min Lötstellen] und erwärmt Thermoelement.
man z. B. die Lötstelle mn, so entsteht daselbst ein Strom
Thermostrom), der von Wismut zum Antimon geht
in der Pfeilrichtung). Durch Verfuche mit andern Netalen
fand Seebeck die thermoelektr. Spaunungsreihe (Anti⸗
mon, Eisen, Zink, Silber, Gold, Zinn, Blei, Quecdsilber,
Kupfer, Plaätin, Wismut); je zwei dieser Melalle bilden
bei Berührung ein Thermoelement, dessen Spannung um
so größer ist, je weiter sie in der Spannungsreihe aus—
cinanderstehen. Peltier entdeckte 1834, daß ein elektr.
Strom, dürch die Berührungsstelle vom Wismut zum
Antimon gesändt, diese abkühlt, dagegen sie erwärmt,
wenn er vom Antimon zum Wismut fließt (Peltiers
Phänomen). Schaltet man mehrere Thermoelemente zu⸗
sammen, so erhält man Thermofäulen (MNoë, Clamond,
Gülcher [Tafel: Elektrizität IL. 13) una.). Die Ver—
hindung von Thermosäule und Galbanoskop heißt Thermo⸗
multiplsitator; er dient zur Messung der strahlenden Wärme.
Thermograäph (grch), ein? Registrierapparat, der
die Temperatur selbstlätig aufzeichnel. Thermographie,
die graphische Darstellung der Temperatur, insbes. der
Bluttemperatur der Fieberkranken. (S. Temperaturkurve.)
Thermohnygroskop, von Lambrecht angegebene Ver—
bindung des Haarhygrometers mit einem Metallthermo⸗
meter; gibt den absoluten Feuchtigkeitsgehalt der Luft an.
Thermohypfometer (arch. s. vOw. Hnysothermo⸗
eter.
„Thermokaufstik(grch.), das
uitzen mittels hoher Hitzegrade.
Thermokauter (arh),
Thermoeantere, von Paquelin
erfun denes Instrument zur An
wendung der Gluühhshebei
hirurg. Operationen, bestehend
aus Platinbrenner, der, einmal
würmt, durch ein Geunsch. von Luft und Kohlenwasser—
stoff Genzin) glühend erhalten werden kann, Benzinbe—
bälter und Gummiballon'mit Salauc sbt. 64

LShermotauter

Thermolumineszenz, s. Lumineszenz.
Thermolnfe (grch.), durch Erhihen bewirkte Zerlegung
hem. Verbindungen.
Thermometer (grch.), Wärmemesser, physik. In—
trument zur Bestimmuͤng des Temperaturgrades; besteht
ewöhnlich aus einer Glasröhre nut unten angeblasener
dugel, welche nebst einem Teil der NRöhre mit Queck—
ilber oder Weingeist gefüllt ist, während der obere Teil
uftleer gemacht wird, Beim Erwarnien dehnt sich die
üllung stürket aus als das Glas, fie steigt also, beim
zIrkalten sinkt sie. Für die Aufstellung der Skala wer—
sen 2 feste Punkte Fonpamenn ng angenomnien:
der Gefrierpunkt, derjenige, wo das Que silber beim Ein—
auchen des T. in schmelzendes Eis, und der Siedepunkt,
wo es beim Eintauchen in siedendes Wasser stehen bleibt;
der Raum zwischen beiden Punkten wird von' Reaumur
R) in 80, von Celsius (0) in 100, von Fahrenheit (F)
in 180 Grade eingeteilt, wobei letzterer den Gefrierpunkt
nit 329, den Siedepunkt mit 2120 bezeichnet; die Grade
inter dem Nullpunkt (Kältegrade) werden mit —, die
iber demselben (Wärmegrade) mit — begeichnet. Am ge—
zauesten sind die Gas⸗T. insbef. die LufreT, in denen die
ich gleichförmiger ausdehnende Luft als Maß für die
Erwarmung, dient. (S. auch Metallthermometer.) T.,
velche die höchste oder niedrigste Temperatur anzeigen, die
vährend eines bestimmten Zeitraums stattgefunden hat,
jeißen Extrem⸗T., resp. Maximum-⸗ oder Minimum⸗T.;
zeides zugleich zeigt der Thermometrograph an Fur Hitze⸗
zrade, die über dem Siedepunkt des Quecksilbers liegen,
„ienen die Pyrometer (s. d.). scafel: Wärme 1 3u?41
Veraleichstabelle der drei Skalen.

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6. 203
560 40122, 1001 8002123
Thermontetrie (grch.), die Anwendung des Thermo—
neters zur Messung der Wärme, insbes. der Körperwärme
ehufs Erkennung fieberhafter Krankheiten. (S. Fieber—
bermometer.)
Thermometrograph, s. Thermometer.
Hermophon sgrch), Insttument, mittels dessen
urch Wärmestrahlung Toͤne erzeugt werden, wie beim
vhotophon durch Lichtstrahlen.
Thermopylã, Thermopylen (grch., „warme Pfor—⸗
en“), Engpaß des Otagebirges in Griechenland, von
Thessalien nach Hellas führend, berühmt durch den Helden⸗
od des VLeonidas (s. d.) im Kampf gegen die Perser
180 v. Chr.; Niederlage des Königs Autiochus von Syrien
aurch die Römer 191v. CEhr.
Thermosäule, s. Thermoelektrizität.
Thermostop s(grch), Instrument, welches die Ver—
inderung im Waͤrmezustand eines Koörbers anzeigt, z. B.
as Thermometer (f. d), der Thermomultiplikator (s.
Thermoelektrizität); auch eine Art Feuermelder (s. d).
Thermostat (grch), Vorrichtung, um Temperaturen
üängere Zeit unverändert zu erhalten.
Thermotherapie (grech.), Behandlung der Krank—⸗
eiten mittels heißer Bäder, heißer Luft, heißer Bähungen.
GS. Heißluftbader.)
heropoden, große, fossile Reptilien aus der Gruppe
der Dinosaurier, teils echsenähnlich mit gewaltigen Krallen,
aus der Trias Deutschlands, oder vom Habitus der Kän⸗
guruhs und zu den Voögeln hinüberleitend dus dem deutschen
ind amerik. Jura; manche Arten waren gehörnt,
Thersites, bei Homer in der Jlias in häßlicher,
eiger, schmähsüchtiger Grieche
Thesaurarius (mittellat.), in Domkapiteln Bewahrer
»er Jirchlichen Kostbarkeiten; oft der Küfter.
Thefaurus (arch.), Schab; Buchtitel für Sammel—
rke, Wörterbücher 2c.
These, s. Thesis