Tho

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Thorenburg, ungar, Torda, Hauptstadt des Komi—
ats Torda⸗Aranhos in Siebenbürgen, am Aranyos, (1900)
Thorerde, s. Thorinm. s310626E
Thoresen, Auna Magdalena, geborene Kragh, norweg.
Dichterin, geb. 3. Juni 1818 zu Fridericia, gest. 28. Maͤrz
903 in Kopenhagen, schildert in ihren Erzählungen (deutsch
878-83) das norweg. Bauernleben.
Thorit, tetragonales, schwarzbraunes, glasglänzendes
Mineral, Thororyd; eine gelbrote Varietat ist der Orangit.
Beide senden Becquerelstrahlen aus.
Thorlum, Thor (chem. Zeichen Th), metallisches Ele—
meit, 1828 von Berzelins iim Thorit entdeckt, findet sich
m Pyrochlor, Euxenit und Mongjzit mit andern seltenen
Metallen an Kiefel- und Phosphorsäure gebunden; silber—
Jlänzendes Kristallpulver vom spez. Gewicht 11,1; Atom—
—⏑⏑ Erhitzen zu Thoriumoxyd
Thorerde), das zur Herstellung der Glühftrünnpfe dicat.
Thorn, Kreisstadt im preuß Reg.⸗Bez Marienwerder,
Festung, r. an der Weichsel (1000 m lange Eisenbahn⸗
arücke)/ (1900) 20 635 (1065: 31028) E. Garnison, Land-,
Amtsgericht, Hauptzollamt, Handelskammer, Reichsbank⸗
telle, Denkmäler des hier gedorenen Kopernikus und des
kaisers Wilhelm J., Reste eines Ordensschlosses (Dansker—
urm), Gymnasium, Realgymnasium, Lehrerinnenseminar
dier 1411 und 1466 Friedensschlüsse zwischen dem Deutscher
Irden und Polen; seit 1815 endgültig preußisch. — Vgl
Wernicke (Geschichte, 2Bde. 1842) Hoburg (Belagernungen,
850), Kestuer Geiträge zur Geschichte, 1883).
Thornhill, Stadt in der engl. Grafsch. Mork (West
Niding), am Calder, (1901) 10290 E. Eisenhütten.
Thornycroft (sor thoruikröfft) Thomas, engl. Bild⸗
auer, geb. 1813, gest. 17. Juni 1886 schuf Porträtstatnen
und mytholog. Geftalten. Er war vermählt mit der
Bildhauerin Mary T., Tochter des Bildhauers Francis,
geb. 1814, gest. 2. Febr. 1808, die ebenfalls Porträtstatuen
der engl. Königsfamilie und Genresachen (Mädchen mit
Am Sprungseil u. a.) fertigte. — Beider Söhne: John
Isaac T., Schiffsingenieur, geb. 1. Febr. 18483 in Romi,
onstrukteur von Schiffskesseln und Torpedobooten, und
Hams T., Bildhauer, geb. 9. März 1850 in London;
Hanptschöpfungen: Artemis, Teucer, Nedea, Denkmäler für
Leneral Gordon und Gladstone in London, König Alfred,
die Freude, Der Tanz sTafel; Genrekunst II, 14].
Thoroddsen, Thoͤrwald, Geograph und Geolog, bes.
Zslandforscher, geb. 6. Juni 1855 in Flatey (Insel im
Breidifiord, Nordwestisland), lebt in Kopenhagen, schrieb
niel über Island.
Thoroxiyd (Thoriumoxyd), s. Thorium. [1656 E.
Thorshavn, Hafenstadt auf der Infel Strömoö, (1901)
Thorstein, zweithöchster Gipfel des Dachsteingebirge?
u den Salzbürger Kalkalpen, 2946 m.
Thorstrahlen, die von Thorverbindungen ausge—
andten Becquerelstrahlen (s. d.).
Thorwaldsen, Bertel, dän. Bildhauer, geb. 19. Nov.
1770 in Kopenhagen, lebte in Rom und Kopenhagen,
Jest. 26. März 1844 in Kopenhagen; führte den Geist
der antiken Plastik wieder in die modeine Bildhauer⸗
cunst ein, am populärsten in seinen Reliefs (Alexander—
zug, Jahreszeiten zc.). Viele seiner meist antike Motive
behandelnden Werke (Jason, Venüs, drei Grazien, Gany⸗
med, Merkur als Arguüstöter) sind im Thorwaldfen-Museum
 zu Kopenhagen aufgestellt; ferner erwähnens—
wert: Hirtenknabe Tafel: Genrekunst 1II, 8), Die Hoff⸗
nung (Tegel [Tafel? Statue II, 6)), Segnender Christus
in der Frauenkirche zu Kopenhageü, Graͤbmal für Papst
Pius VII. in der Peterskirche zu Rom; Porträtstatuen:
Lhriftian 1V. (Schloß Rosenborg), Maximilian T. und
Hexzog von Leuchtenberg (Vüncheni), Gutenberg (Mainz)
Schiller (Stuttgart) u. a Biogt. von Thiele (deutsch
3 Bde., 1882 56), Pidi (deutsch 1875), Hammerich
deutsch 1876), Rosenberg (1896).
Thoth, richtiger Twut, aͤghpt. Gott, mit Ibiskopf
argestellt, als Offenbarer aller ürweisheit hochverehrt.
Thou spr. tu), Jacques Auguste de, latinisiert Thua⸗
aus, frang. Staatsmann und Geschichtschteiber, geb. 8. Okt,
553 zu Paris, unter Heinrich In. Reqnetenmeister, unter
Heinrich Iy. Bizeprasident des Parraments, gest. 7. Mai
I6, berühmt seine Zeitgeschichle tcn al
poris“, (voilständig 1733)98al. Duͤnber 1837)

Thouars (spr. tüahr), Stadt im franz. Dep. Deur—
vres, am Thouet, (1901) 6669 E.
Thouletsche Lösung (spr. tuleh-), s. Trennungs⸗
ssigkeiten. (Westflandern, (1804) 10493 E.
honurout (spr. turuh), Stadt in der belg. Prov,
hout, ägypt. Gott, s. Thoth.
Thraker, die Bewohner Thraziens.
Thrafybulus, athen. Feldhert und Führer der demo⸗
rat. Partei, befreite Athen 408 v. Ehr. von den sog.
30 Tyrannen, 8389 Befehlshaber der athen. Flotte, 388 ů
Aspendos in Pamphylien erschlagen.
Thrazlen (garch. Thrake, laͤt. Thracia), bei den Alten
ein Teil des Nordostens der Balkanhalbinsel, von wech⸗
elndem Umfang [Karte: Die Alte Welt II, 1, bei
Altertum , mit Bewohnern indogerman. Sprache, darunter
die Odryser die mächtigsten, von König Philipp iI. Maze—
honien einverleibt, seit 46 n. Ehr. röm. Provinz, seit
»em 45. Jahrh, unter dem Namen Rumilis(s. Rumelien)
m Besitz der Türken. — Vgl. Kalopotakes (at., 1893),
amaschek, „Die alten Thraker“ (180395)
Thrazischer Bosporus, s. Bosporus
Thrazischer Chersones, s. Cherfonesus.
Thread (jpr. thredd), die engl. Haspellänge, bei Baum—
ogllgarn zu 113 Hards — 137,16 oin, bei Wollgarn zn
NDard — 91,141.0mn, bei Leinen- und Hanfgarn zu 21,
Hards ⸗ 228, vo7 om, bei gezwirnter Seide zu 11243 Vards
—- 121,02 em. *
Three Rivers (spr. thrih riww'rs), Stadt in der
anad. Prov. Quebec, an der Mündung des Saint Mau—
ice in den Sankt Lorenzstrom, (1901) 9981 E.
Threnuos, Threnodie (grch), Traͤuers, Klaggesang.
TShrombose (grch.), Gerinunng des Blutes suner—
alb der lebenden Blutgefäße und durch das Blutgerinnsel
Blutpfropf, Thrombus) veranlaßte Verstopfung derfelben,
utsteht nach Verletzungen (traumatische T.) und Kom—
ression (Kompressions-T.) der Gefäße oder infolge chro—
nischer Entzündungen der Blutgefüße, zuweilen bei ge⸗
chwächter Herztütigkeit (marantijsche T.)d, führt zu Brand,
Bassersucht oder Embolie (s. d.).
Throndhjiem, deutsch Droutheim, Hauptstadt des
iorweg. Amts Söndre T. am Einfluß des Nidelven in
»en Throndhjemsfjord, (1900) 38156 E., Domkirche (be⸗
ühmtes Bauwerk, im, 11. Jahrh. gegrüudet, im 12. und
13. Jahrh. erweitert, seit 1869 erneuͤt, früher Grabstätte
»er Könige, Krönungskirche), Königspalast Maxrine—
irsenal), befestigter Hafen.
Thronfolge, der Eintritt des Negierungsnachfol⸗
ers Throufolgers) in die Hoheitsrechte des disherigen
Nonarchen, der Erwerb der Staatshaupteigenschaft. Die
Bestimmungen über das Recht der T. sind in den Ver—
assungsurkunden der Einzelstaaten enthalten; die Thron
olgeordnung ist in Deutschland jetzt überall die Primo—
ienitur (s. d. und Salisches Gesetz).
Thschang⸗kiang, chines. Fluͤß, s. v. w. Jang-tse—
Thuanus, Geschichtschreiber, s. Thon. lkiang.
Thueydides, griech. Gefchichtschreiber, geb. um 460
. Chr. zu Athen, auͤs altadligem —— befehligte 424
ein athen. Geschwader bei Thasos, wegen verspäteter An—
unft zum Entsatz von Amphipolis bis 403 verbannt,
gest. bald nach 400; schrieb die Geschichte des Peloponnes.
drieges (441411), das größte histor. Werk des Alter
ums; Ausg. von Poppo oneue Anfl., 1866-86), Classen
4. Aufl.,8 Bde. 1887fg.) u. a.; UÜbersetzung von Heilmann
neu von Bredow, 1828). — Vgl. Roscher (1842) Müller—
Strübing (1881), Kirchhoff (1805).
Thudichum, Friedrich, Jurist, geb. 18. Nov. 1831
u Bůdingen in der Wetterau, 1862 1900 Prof. für deut⸗
ches Recht und Kirchenrecht in Tübingen; schrieb: „Rechtseschichte
 der Wetteran“ (2 Bde. 1867 -85), „Deutsches
dirchenrecht des 19. Jahrh.“ (2 Bde 1877 -78), „Ge⸗
hbichte des deutschen Privatrechts“ (1895) u. a.
Thugs, engl. Schreibung für Thags (s. d.).
Thugut, Franz Mariag, Freiherr von, vstert. Staats—
nann, geb. 8. März 1736 zu Linz, 1793 Minister des
luswärugen, —— den Krieg mit Frankreich, mußte
uuf Napolcons Verlangen 1797 zurücktrelen, gest. 29. Mai
818 zu Wien.
Thuda I., Lebensbaum, Pflanzengattg. der Nadel—
zlzer, Sträücher und Büume in Nordamerika und im