Tie

340

tiergeogr. Regienen eingeteilt: 1) Die nördl. polare
Rtegion, vom Nordpol bis zum nördl. Polarkreis. 2) Die
alãvarktische Region, Europa, vom nördl. Polarkreis süd⸗
lich, Nordafrika und Asien, elwa zwischen dem nördl. Polar⸗
kreis und dem 80. n. B. 53) Die athisp. Region, das ganze
Festland von Afrika südl, vom Wendekreis des Krebses
nebst Madagaskar, den Maskarenen und Seychellen. H Die
nd, oder orient. Region, ganz Asien süßl. vom 80.
i. B. bhis zur Straße von Lombek und Makassar. 6) Die
auftral. Region, alle Inseln des Kontinents sudl. von den
In enen und östl. von der Straße von Lombok und
Makassar bis etwa zum 140.0 w. 8. Die neoarktische
Kegion. Nordamerika zwischen dem nörbl. Polarkreis und
dem Wendekreis des Krebses. 7) Die neotrop. Region,
Amerika südl. vom Wendekreis des Krebses. 8) Die
antarktische Region, vom südl. Polarkreis bis zum Suͤdpol.
Bgl. A. R. Wallace (2 Bden, Lond. 1876 deutsch von
A. B. Meyer, 2. Bde., 1876), Trouessart (franz, 1800;
deutsch von Marshall, 1802), Kobelt (1901 -2), Jacob
Tierwolf, der gemeine Luchs (s. d.). [4804)
Tierzucht, s. Viehzucht.
Tieutẽ frz. spr. tiöteh), s. Pfeilgifte.
Tiffin, Ort im nordamerik. Staate Ohio, am Sandusky
Niver, Cöoo) 10888 E.
Tiflis (Teslis), Gouvernement in der russ. Statt⸗
zalterschaft Kaukasien, südl. am Kaukasus, im Gebiet der
Fura, 44607 4km, 1061032 E. (Georgier, Armenier,
Tataren, Osseten, Russen u. a.); Mineralquellen (Borshom,
Abas-Tuman). — Die Hauptstadt T., georgisch Tbilisi (d. i.
Stadt der warmen Quellen) oder Kalati, an der Kura, Sit
des Statthalters, Gouverneurs, Erzbischofs, 160646 E.
ee (bis 460 0.); bedeutender Handel.
iger, Königs⸗T. (Felis tigris L.), Raubtier aus
der Familie der Katzen, eae bis rötlich mit schwarzer
Querstreifen und weißlichem Backenbart im Zuunlcer
—— Schwanz schwarz geringelt, ohne Endquaste
Weibchen kleiner als das Männchen, wirft
ger Tragzeit 2226 Junge. Bewohnt Asien vom Stanowdi⸗
gebirge bis nach Sumatra und Java, vom Kaukasus bis
zum Stillen Ozean (fehlt auf Ceylon und Borneo) und
oariiert sehr in der Frbung: Bengäl. T., vrangefarbig mit
———
Asiatische Tierwelt, 251; sibir. T., langhaarig
jeller gefärbt, mit schmälern Streifen; Java⸗T., dunkel
jarbig, kleiner, mit längerm Backenbart als die übrigen.
— Afrik. T., s. Leopard, amerik. T., s. —
Tigerauge, gelbbraunes, faseriges Nineral, mit
Quarz gemengter eis: pderndsgheger Krokydolith; Süd⸗
cfrika; als Schmuckstein verschliffen.
rigerinsel, s. Bocca⸗Tigris.
igerkaize, afrik., s. Serval [Abb. 1730)].
— s. v. w. Zebra (s. d.).
igerschlange, s. Riesenschlangen und Tafel: Asia⸗
che Tierwelt, 28.
kigerschnecke, s. Porzellanschnecken [Abb. 1421)].
digerwolf, s. Hyane.
Tiglathpileser, s. Teglattphalasar.
Tigranes, Name mehrerer alter Könige Armeniens.
Am bekanntesten T. I., ver Grotse, geb. 121 p. Chr., er⸗
job fich mit Dinndane gegen die Römer, verlor gegen
Pompejus seine Erblande, erhielt Großarmenien zuruck,
zründete die Hauptstadt Tigranocerta, gest. 36 v. D
Tigre, Insel im Golf von Fonseca, an der West—
üste Zentralamerikas, zu Honduras gehoöͤrig, vulkanisch
ind reich an guten Häfen; Hauptort Amapala.
Tigre (Sigric), nordabessin. Vrovinz, durchweg Hoch—
aud (41300 -2500 w), mit aufgesetzten Gebirgssystemen
im Alequa 3375 m), fruchtbar nur in den Tälern und im
Süden; Bewohner semit. Kaukasier, meist kopt. Christen
dauptfladt Adua; seit 1855 ein Teil Abefsinens
Tigre, Ausflugsort bei Buenos Aires (j. d)
Tigris, Strom in Vorderafien, entfpringt westl. vom
Wansee nahe dem e fließi in — Richtung,
cheidet Asshrien von esopotamien und vereinigt sich
nach I870 Am mit dem Euͤphrat zum Schatt elirab
on Diarbekr ab schifbar. [Tafel: Kartographie A 1.)
Dhaun (pr ihanß, Halbinfel am norbwesit ufer
es Plattenseez (f. d.) darauf die Benedittinetabtei
Tihri (engl. Tehri. ostind Beaenstaate süttg

Tihri⸗Garhwal (engl. Tehri ⸗Garhwal), ostind. Va—
ienstaat, s. Garhwal. Birma, s. KHeiat.
Tikal (Tikul), Münze in Siam, s. Bat; Gewicht in
ikholz, s. v. w. Teakholz (s. d.).
kti⸗Tikti, afrik. Zwergvolk, s. v. w. Akka (s. d.)
rikurmehl, s. Arrowroot.
Lilburg (spr. börg), Fabrikstadt
n der niederländ. Prov. Nordbrabant,
19009) 46 628E.
Tilbury (engl., spr. tillbörrh),
eichter zweirädriger einspänniger
Vagen [Abb. 18683). 1865. Tilburh.
Tilbury (spr.tilbbrri), engl. Fort
um Schutze der Themseeinfahrt, Gravesend gegenüber.
Tilde (span.), Strichlein, bes. das Zeichen über dem
9— um dessen Aussprache als nj anzudeuten.
Tile Kolup, s. Holzschuh, Dietrich.
Tilgner, Viktor, Bildhauer, geb. 25. Okt. 1844 in
Breßburg, gest. 16. April 1896 in Wien; Porträtstatuen
ind -büsten: Franz Joseph, Werndl, Mozart; Charlotte
Wolter, Graf Zichy, Liszt u. a.
Tilgungsfonds, s. v. w. Amortisationsfonds (s.
THãa (lat.), die Linde (s. d.). [Amortisation).
Tiliazeen, Pflanzenfamilie der Kolumniferen, Bäunie
ind Struucher, felten Kräuter, über die
zanze Erde mit Ausnahme der kalten Zone
zerbreitet. sletwa ⸗ 13 4.
Tilla, Goldmünze in Buchara und Chiwa,
Tilandsia L., Pflanzengattg. der
Bromeliazeen im trop. Amerika. 7.
isnoosides L., eine wurzellose, flechten⸗
artig an Bäumen hängende silbergraue
fflanze mit langen Stengeln, die als
Stopfmaterial verwendet werden (Til⸗
landsiafaser, vegetabilisches Roßhaar, J
Baumhaar). Warmhauspflanze ist T. 1866. paulandais
obripa Hort. bh Z Abeea—
TiIetia, Pilzgattg., s. Brand (des Getreides).
Till Eulenspiegel, s. Eulenspiegel.
Tillier Epr. Aleh), Tlaude, franz. Schriftsteller, geb.
1. April 1801 in Clamecy, gest. 12. Okt. 1844 in Nevers;
am bekanntesten das humoristisch-satir. Genrebild „Mor
wqleo Bonjamin“ (deutsch von Pfau, 2. Aufl. 1876).
Tillmanns, Hermann, Chirurg, geb. 3. Okt. 1844
n Elberfeld, begrundete mit Heubner das Kinderkranken⸗
aus in Leipzig, 1889 Prof. das.; schrieb: „Lehrbuch der
emeiven und speziellen Chirurgie“ (2 Bde.; Bd. 1,
d. Aufl. 1904; Bd 2, 2 Tle8. Aufl. 1300.
Tilly, Joh. Tserclaes, Graf von, Feldherr, geb. im
Jebr. 16639 auf T. in Brabant, erst in span. und österr.,
uletzt in papr Diensten, 1610 Generalfeldmarschall, nach
Zeginn des Hreißigjähr. Krieges Oberfeldherr des liguisti⸗
chen Heers, bis zur Schlacht bei Breitenfeld fast immer
iegreich, 16. April 1632 bei Rain am Lech schiver ver⸗
vundet, gest. 30. April 1632 zu Ingolstadt. — Biogr.
oon Viillermont (deutsch 1860).
Tilos, im Altertum Telos, Felseninsel im WuW.
on im Agäischen Meere, 880 qkm, 1000 E.
Tilsit, Stadtkreis und Kreisstadi im preuß. Reg.⸗Bez.
Zumbinnen, am nn der Tilse in die Memel, (1900)
34539 (18905: 37 110) E. Garnison, Land-, Amisgericht,
dauptzollamt, Reichsbankstelle, Gymnasium, Realghmna⸗
ium, Lehrerinnenseminar. Hier 7. Juli 1807 Friede
wischen Rußland und Frankreich, 8. Juli wischen
Breußen und Frankreich; 6. Juli 1807 Begegnuͤng der
önigin Luise mit Rapoleon. — Vgl. „Aus T.s Ver⸗
zangenheit“ (5 Bde., 188882); Timm, „Beiträge zur
v gte von T.“ (1893). [Sosna), 7380 E.
Timi, Kreisstadt im ruff. Gouv. Kursk, am Fluß T. (zur
Timansche Tundra oder Malosemelngaia Tundra
d. i. Kleinlandstundra), Tundra (s. d.) im russ. Gouv.
Archangelsk, an der Tschestaja Guba und am Nördl.
Lismeer, bis zur Mündung der Petschora, bewohnt von
Samojeden. Darin die Timanschen Berge. Timansche
düste, die Küste längs des Nördl. Eismeers von Kap
Swjatoj Noß bis Kap Russkij Saworot.
Timäns, aus Tauromenium auf Sizilien, 7 — Ge⸗
chichtschreiber (332 —256 v. Chr.). Bruchstücke n Müllers
Historicorum graecorum fragmenta“ (Bd. 1, 1841).