Ton

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ines Sabtzarrangements auf der Steindruck- oder der
Buchdruckpresse.
Tone, Zersetzungsprodukte feldspathaltiger oder glim—
nerreicher Gesteine, bestehen aus Rkieselfanrer Tonerde,
nehr oder weniger durch Kalk, Magnesia, Eisen- und
Manganhydroryd, Quarzsand ic. veruneinigt und da—
her verschieden gefärbt; hierher gehören Kaolin oder Por⸗
ellanerde, T., Kehm, Löß, Wallerde, Dinhe Pfeifen⸗
weißlich, sehr plastisch, fast unschmelzbar, dient zu
bfeifen, Steinzeug, Fahyence, feuerfesten Tonwaren;
Löpfer-T. in der Hitze veiglasend, zur Änfertigung von
Topfwaren, Drainrdohren, zu Backsteinen, zum Modellieren,
in wasserdichten Füllungen 2c. (S. Tonwaren.)
Tomnelada (Tonne), lteres span. Gewicht zu 20 Quin⸗
ales (Zentner) — 820 Xg, T. métrica — 1000 xg
ortug, Gewicht zu z3 Quintaes — 793 Rg; portug.
Flüssigkeitsmaß zu 60 Almudes; Getreidemaß in dirgeninien
 und ugteen — 10,3 hI; auch s. v. w. das engl.
Tonerde, s. Aluminium. [Ton (s. d).
Tong, Stadt in der engl. Grafsch. Hork (Wesi Ri—
ag), s91) 6898 E.
Tongainseln, Freundschaftsinseln, polynesische Insel⸗
zruppe, gg 1900 brit. Protektorat, südwesti. von den Samoa—⸗
nseln, 82 größere und etwa 150 kleinere Inseln, mit Niua
und Niuafu, ne Niuk 1048 qkm, 22 600 E., aus einer
pestl. vulkanischen und einer östl. niedrigen Inselreihe be—
tehend, mit reicher Vegetation und mildem Klima; die
Bewohner, körperlich und geistig begabt, meist Protestanten,
xreiben Ackerbau und Seefahrt. Handel j. Beilage: Austra⸗—
lien und Ozeanien. Hauptinseln Tongatabu (480 qkw),
Fua (174 4km); Hauptstadt und Residenz des einheimischeu
önigs (seit 1883 Georg 11.) Nukualofa. Die T. wurben
643 von Tasman entdeckt; 1899 durch deutsch-engl. Ab⸗
ommen der brit. Interessensphäre zugesprochen. — Val.
Monfat (rranz., 1893).
Tongaland, brit. Gebiet im O, Südafrikas, am
Ind. Ozean, 3320 q*km, ungesundes Klima, von Zulu—
affern bewohnt; 1885 brit. Schutzgebiet, 1887 mit Julu—
and der Kolonie Natal einverleibt.
Tongatabu, eine der Tongainseln (s. d.).
Tongern (frz. Tongres), Stadt in der belg. Prov
imburg, (1904) 9769 E.
Tongeschlechter, Klanggeschlechter, Charakter einer
Tonart; in der neuern Musik zwei: Dur und Moll; bei
den alten Griechen drei (s. Griechische Musik).
Tongking (Tonkin), franz. Kolonie im nordl. Hinter—
nndien sKarte: Asien II, der nördliche Teil von Franz.⸗
Indoqchina (s. d.), 118200 qkm, 7 Mill. E., vom Song⸗te
ie reich an Mineralien, bes. Kohle, Eisen, Kupfer
Silber, Gold. Bevölkerung überwiegend, annamitisch
ußerdem etwa 33 000 Chinesen und 3500 Europäer; ca.
k00 000 (röm.⸗kath.) Christen. Sitz des Oberresidenten
»on T. und (seit 1908) des Generalgouverneurs von Franz.⸗
Indochina Ha⸗noi; Handelshafen Hai-phong; Kriegshafen
die Alongbai. — T., 1802 von Annam unterworfen
vard 188284 von den Franzosen nach Besiegung der mit
den Annamiten verbündeten nenasn bei Son⸗ta
(16. Dez. 1883) und bei Baczninh (12. März 1884) er⸗
obert. Das Protektorat Frankreichs ward auch von China
nach den Kämpfen bei Lang-son Febr. und 24. Mär?
1885) im Frieden zu Tien-tsin (9. Juni 1885) anerkannt
1887 wurde T. mit Kotschinchina, Kambodscha und Annam
zum Gebiet (Franz.⸗) Indochina vereinigt und einem General⸗
Jouverneur unterstellt. — Bgl. Heinrich, Prinz von Orlkans
franz., 2. Aufl. 1806), Sombsͤthay (franz., 1898), Kun⸗
.Feldzüge“, 1802), Courtois (franz.,, 1904).
Ton(g)⸗ku, chines. Ort, s. Ta⸗-ku.
Tongres (spr. tongr), belg. Stadt, s. Tongern.
Concoa (Irch.), s. Staͤrkende Mittel.
konitka Gtal), s. Grundton.
könis, preuß, Flecken, s. Sankt Tönis.
onisch (urch.), spannend, stärkend; tonische Mittel, s.
rkende Mitel, tonische Krämpfe, s. Krampf.
Tonkabohnen, s. Dipteryx.
Zonkastearopten, Tonkakampfer, s. Kumarin.
Tonke, Haupimundungsarm des Knbango (s. d.).
Tonkin, . Tongking.
kon⸗ku, chines. —— s. Ta⸗sku.
Tdonkunst. s. Mußt

Tonleiter (ital. soala, frz. gammoe), die stufenweise
Folge der Töne innerhalb einer Oktave; die diatonische
d. (Dur oder Moll) besteht aus fünf Ganz- und zwei
Albtönen, die chromatische aus lauter Halbtönen.
Tonna, preuß. Amtsgericht, s. Gräfentonna.
Tonnage (frz., spr. asch), Tonnengehalt, Tonnengeld.
Zönnchenfchnecke, Puppenschnese (Pupa), Gattg.
der Schnirkelschnecken, mit walzenförmigem, fast stets
rechts gewundenem Gehäuse,. Mehrere Hundert in ver—
chiedene Untergattungen unterschiedene Ärten. F
Tonne, iere Faß; früher —— für flüssige
und trockne Gegenstände; jetzt in dn nur Ge⸗
vichtsbegriff (abgekürzt t) — 1000 xg, seltener Hohlmaß
3. B.bei Heringen); in England s. Ton und Load; Maß
sum Ausmessen des Schiffsraums, s. Schiffslast; dün. und
chwed. Feldmaß (T. Landes), s. Tonnenstelle. — Im
Seewesen ist T. s. v. w. Boje (s. d.).
Tonneau (frz., spr. noh), Tonne; D. métrique,
netrische Tonne — 1000 x8; ulteres Weinmaß — 9 bl.
ruch eine Form der Karosserie für Automobile.
Tonneins (spr. nängs), Stadt im franz. Dep. Lot—
⸗Garonne, an der Garonne, (1901) 6802 E.
Tonnengehalt, Tonnage, der Raumgehalt eines
ẽ (. Schiffsvermessung).
Tonnengelder, in einzelnen Staaten und Häfen
ür die Unterhaltung der Betonnung von den anlaufen—
»en Schiffen erhobenen Abgaben.
pee s. Gewölbe [IIlbb. 6844].
Vnnenkilometer, s. Eisenbahneinheiten.
Tonnenschnecken (Dolixägo), Familie der Vorder—
semer, mit bauchiger, dünnwandiger, kurz gewundener
Schale; ihre Speicheldrüsen sondern ein ätzendes Sekret
ib. Einzige Gattg.? Dolium (Tonnen⸗, Faßschnecke), mit
). galeẽs Lam., braungelb, Mittelmeer.
Tonnenstelle, älteres Feldmaß in Dänemark —
5,16 a, Schweden — 49,3608, Riga pnliene ⸗52 4.
Tonnensystem, — ystem, bei welchem
Tonnen bis zu 100 i Inhalt unter die Abfallrohre gestellt
and in entsprechenden Zeiträumen abgeholt werden. Beim
ubelsystem werden Kübel von 30401 Inhalt unter
»en Abortsitz gestellt. Gegenüber dem Senkgrübensystem
ermeidet das T. die Verunreinigung des Erdbodens.
Tonnerre (spr. nähr), Stadt im franz. Dep. Honne,
m Armancon und Kanal, von Burgund, (1801) 4685 E.
Tönning, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Schleswig,
in der Mündung der Eider, (1803) 4427 E., Amtsgericht,
dauptzoll⸗, Secamt, Esmarchdenkmal.
Tönnisstein, Bad im preuß. Reg.-Bez. Koblenz, im
Brohltal, drei kohlensäurehaltige Quellen, Moorbäder.
Tonnlage, faͤlschlich Sonlage, das fläche Fallen oder
die Neigung eines Flözes oder Ganges von 78 48 Grad
jegen den Horizont.
Ton of Shipping (engl. spr. tönn öf schi.), s. Load.
Tönsberg, äͤlleste Stadt Norwegens, im Amt Jarls
»erg und Laurbik, am Tönsbergfiord und Tönsbergkangl
zum Kristianiafjord), (1900) 8620 E.
Tonschiefer, Iache Gestein von ausgezeichnet
chiefrigem Gefüge, grau bis schwarz, bestehend aus ver—
ärtetem Ton mit mikroskopischen Glimmerblättchen,
Zuarzkörnchen und Rutilnädelchen, bisweilen kalkhaltig
Kalt⸗T. oder mit Glimmerschuppen auf den Shhicht.
lächen (Tonglimmerschiefer). Arien: Dach- oder Tafel⸗
Briffel⸗ Zeichen- oder Kohlen⸗, Alaunschiefer.
Tonsillen (lat.), die Mandeln (anatomn). Tonsillitis,
Mandelentzündung; Tonsillotomie. operative Entfernung
der Mandeln.
Tonsur (lat. das „Scheren“), die geschorene Platte
der kath. 3 ursprünglich eine Büßer⸗, dann
Moönchssitte, die seit dem 5. Jahrh. der Klerus —3—
Tonsystem, die Darstellung der Töne nach gewissen
Rrundsätzen; die Griechen benußten dazu das Tetrachord
s. d.), spüter kamen Solmisation und reines Quint—
ystem auf, dem unsrigen liegt die Oktaye zugrunde.
Tontine, nach dem Jialiener Tonti (unter Ludwig XIV.
on benannte Gesellschaft zu gegenseitiger
Beerbung, besteht in Deutschland meist in Form der
Rentenanstalten (s. Rente).
Tonus (grch.), die Spannung der tierischen Gewebe,
nsbes. eine während des Lebens bestehende, Vom Rücken—