Trauspadänisch (lat.), jenseit des Po. Tranuspa—
danische Republit, der von ————— 1796 gegründete
Staat, die Lombardei umfassend, 1797 mit der Zispada—
nischen zur Zisalpinischen Republik vereinigt.
Trausparent (neulat.), durchscheinend, insbes. ein
don hinten beleuchtetes Bild (Transparentbiid) auf durch—
sichtiges Papier oder auf mit Ol getränkter Veinwand
gemalt. Transparenz, Durchsichtigkeit.
Transpiration (neulat.), Hautausdünstung); tran⸗
spirieren, ausdünsten, ausschwitzen.
Transplantation (lat.), die Ersetzung eines ver—
lorenen Korperteils durch Einheilung eines gleichartigen
Gewebsstückes, bes. die überpflanzung von Hautstückchen
(Haut⸗T.) auf Wundflächen.
Transponieren (lat.), versetzen, insbes, die Glie—
der einer Gleichung von der einen Seite auf die andere:
ein Musikstück in eine andere Tonart versetzen. Trans
ponierende Instrumente, alle die Blasinstrumente, denen
stets C-Dur vorgeschrieben ist und die durch Einsatzstücke
u. dgl. in verschiedene Tonarten gestimmt werden Elari—
nette, Trompete, Horn).
Trauspoͤrt (lat.), Fortschaffung, Versendung; im Rech—
nungswesen, s. Laterieren; transportabel, trage, fahrbar.
Transportable Eifenbahnen, auch Industrie-Feld⸗,
 Waid⸗ oder fliegende Eisenbahnen, Eisenbahnen,
deren leichte Gleise auf Schienenlänge gleich mit Quer—
schwellen verbunden sind und direlt auf den natürlichen
Boden gelegt werden; Feldbahnlokomotiven s. Tasel
Lokomotiven J, 10, 11 u. 12.
Transportation (lat.), s. v. w. Deportation.
Transporteur Erz., spr. töhr), ein mathem. In⸗
strument zum Auftragen oder Messen der Winkel, ein
in Grade geteilter Halbkreis; auch der Stoffschieber an
Nähmaschinen.
Tranusportieren (lat.), fortschaffen, übertragen (bes
Rechnungsposten, s. Laterieren). 5.
Trausportinaschinen, Vorrichtungen, die den
Transport von Materialien von einem Arbeitsplatz zum
andern besorgen, dabei aber selbst am selben Orte bleiben
und von einer Transmission getrieben werden. Zum
Vertikaltransport dienen verschiedene Hebeapparate, wie
der Aufzug und die unter Paternosterwerk (s. d.) genannten
Maschinen. Zum Horizontaltransport in Speichern und
Mühlen hat man Transport- oder Fördergurte, die nach
Art eines Treibriemens über zwei rotierende Scheiben
laufen; Förderrinnen, in Pendelstützen schwingende Ninnen,
die beim Vorwärtsgang das Material schrüg aufwärts
schleudern und, noch ehe es niederfällt, unter gleichzeitiger
Senkung zurückkehten, um es von neuem vorwärts zu
werfen u. s. f.ʒ Trausportschrauben oder schnecken, in
einem Trog rotierende Schraubenflächen, die bei der Ro⸗
tation das Material von einem Ende zum andern schieben.
Trausportschnecken, Transvorischrauben, s. Trans⸗
oortmaschinen.
Trausportversicherung, Versicherung von Schiffen,
Waren ꝛc. gegen die Gefahren des Traͤnsports, sei es im
Binnenland (Binnen-T.), sei es auf See (Seever⸗
sicherung, s. d... Ein Zweig der T. ist die Valorenver⸗
sicherung gegen Verluste deklarierter Wertsendungen, für
die die Post nicht immer genügenden Ersazz leistet.
Transrhenänisch (lat.), jenseit des Rheins.
Traussept, s. Transept.
Traunsfubstantiation (neulat.), die nach kath. Lehre
durch die priesterliche Konsekration bewirkte Umwandlung
des Wesens der Abendmahlselemente in Leib und Blu
Christi, so daß jene nur dem Augenschein nach Brot und
Wein bleiben; seit 1215 kath. Dogma.
Transfudation (lat.), die normale Absonderung
einer Flüssigkeit (Transsudat) aus den blutführenden
Befäßen; Gegensatz: Ersudation (s. Ausschwitzung).
Tranussylvanfen, s. v. w. Siebenbürgen.
Transsylvanische Alpen, s. Karpathen.
Trausvaal, bis 1884 Bezeichnung der Südafrika⸗—
nischen Republik (s. d.) jetzt der Transvaalkolonie.
Transvaalkolonie, brit. Kolonie, aher Freistaat
(. Südafrikanische Republik), in Südafrika JKarten:
Afrika I, nebst 5 u. 8, und II), 287 888 qkm, (1904)
1270 o28 E., mit Swafiland 304618 qkkm, I 806 1426
Die T. im Innern Hochland (1600 — 2000 m), im O

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Tra

die Drakenberge (Mauchspitze 2658 m), in der Mitte
von den Witwatersrande und Magaliesbergen durch—
zogen; Hauptflüsse: Vaal, Limpopo, Komati mit dem
Krokodilfluß und der Pongola. Anbau ailer europ. Ge⸗
treidearten, sowie auch trop. Gewächse (Zitronen, Oran—
den Baumwolle, Zucker, Kaffee, Tabat); Hanpterwer—
ungszweig Ninder⸗ und Schafzucht, außerordentlicher
Minexalreichtum, bes. Gold (bes. am Witwatersrand und
bei Barherton; Produktion 1805 fast 5 Mill. Unzen).
Zandel s. Beilage; Afrika; Eisenbahnen s. Beilage:
Sisenbahnen. Die Bevölkerung besteht aus Buren,
Briten, Chinesen ꝛc. und 337 127 Eingeborenen (Kaffern
und Betschuanen). Eiuteilung in 16 Distrikte; Hauptstadt
 und Sitz des brit. Gouverneurs Pretoria.
Transversal (lat.), im Querschnitt verlaufend, schräg;
Transversale, in der Geometrie jede Linie oder Fläche,
welche ein System von Linien oder Flächen durchschneidet;
Tranusversalschwingungen, s. Wellen.
Transzendent (lat. „darüber hinausgehend“), nach
deibniz alle Rechnungsoperationen, welche nicht zu den
algebraischen gehören, z. B. die mit, Logarithmeu. In
der Philosophle: die Grenze der Erfahrüng, der sinn—
lichen Wahrnehmung überschreitend, übersinnlich; dagegen
transzendental bei Kant alle Kenntnis, die sich nicht mit
den Gegenständen, sondern mit unserer Erkenntnis der—
selben beschäftigt; daher Transzendentalphilosophie, die
ritische Philosophie im
Sinne Kants.
Trapa L., Wassernuß,
Pflanzengattg. der Ona—
grazeen, Wasserpflanzen.
P. patans L. (Wasser-⸗,
Jesuitennuß (Abb. 1874;
. Blüte, v Frucht)), in
Seen und Teichen Europat
und Asiens, mit eßbaren,
zuch zu Brot verbakbaren Samen; T. bicornis L. (Ling,
deug), in China häufig und dort Nahrungsmittel.
Trapäni, das alte Drepanum, befestigte Haupt- und
Hafenstadt der ital.-sizil. Prov. T. (2457 4km, 19085
390 301 E.), an der Westküste,
1900) 93 452 E.
Trapassi, Pietro, s. Meta⸗
tasio, Pietro.
Trapez (grch.), Viereck mit — —
wei parallelen, aber ungleichen 1875, 0 Paralleltrapesz,
Seiten (Parallel⸗T.sAbb. b Trapezoid.
18752]); Trapezoid, Viereck, in dem keine Seite der an—
dern parallel ist ID). — T.(Schwebereck) ist auch ein
Schwungholz an Tauen zu Turnübungen.
Trapezoeder (grch.), hemiedrische Kristallform im
etragonalen und heragonalen System, in letzterm auch
als tetartoedrische Form vorkommend.
Trapezunt (Srabezon, Trebisond, Tirabzon), Haupt—
stadt des türk.⸗kleinasiat. Wilajets T. (82 400 qum,
348 5300 E. am Schwarzen Meer und an der Mündung
der Mutschka, nach Smyrna wichtigster Handelsplatz der
Türkei, bes. für Persien und Kleinasien. — Das alte
Trapezus. 756 v. Chr. von Sinope aus gegründet, war
eit 1204 Hauptstadt des von dem Komnenen Älexius gegrünheten
 Kaiserreichs T., das 1462 den Türken erlag. — Vgl.
Trapp, Gestein, s. Melaphyr. Fallmerayer (1827).
Trappe, Tal und Kloster, s. Soligny⸗la-Trappe.
Trappen (Otididae), Familie der Sumpfvögel, große
Arten mit mittellangem, dem der
Hühner ähnlichen Schnabel, mittel⸗
langenFluͤgeln undSchwanz, langen,
kräftigen Läufen, dreizehigen Füßen
mit kurzen, breiten Zehen, ae un⸗
beholfen fliegende, uͤber Mittel- und
Südeuropa, Asien, Afrika, fast die
Janze orient. Region und Australien
herbreitete, in baumlosen Ebenen
gesellig lebende Vögel. Hierher die
Battg. Trappe (OôÄtis), mit der
zroßen T. (Groffe T., O. tarda T. 876. Großtrappe.
Abb. 1876)) größter europ. Landvogel, 1mIg., 1416 x*g
chwer, Rückenfedern rostgelblich, schwarz quergebändert,
Unterseite gelblichweiß, Kopf und Brust aschgrau, Flügel

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