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Tribulaun, Gipfel der Otztaler Alpen, 3102 m hoch.
Tribulieren (lat.), plagen, quälen.
Tribun, bei den alten Römern Vorsteher einer Tri⸗
ↄus (j. d.). Tribunt milttum Militär⸗T.), Anführer der
Ldegionen; Konsular⸗T. (tribuni militum bonznn po.
hestate), 44-3867 p. Chr. vft Ersatz der Konsuln, ihr
Anit war auch den Plebejsern zugünglich. Am einfluß—
reichsten waren die seit 184 v. Ehr. eingesetzten txipupi
plebis, Volks.T. bes. durch das Veto gegenuber den Be—
shlüssen jedes Magifirais, sie beriefen das Volk zu be—
tondern Versammlungen (Tributkomitien, s. Komitien);
ihre Macht verschwand unter der Kaiserzeit. 1347 erneuerte
Cola Rienzi den Titel vorübergehend; die franz. Verfassung
oon 1788 schuf ein Tribungt zur Beratung der Gesetz
entwürfe, das 19. Aug. 1807 wieder aufgehoben wurde.
Tribunal (lat.) erhöhter Platz auf dem röm, Forum,
wo der Prutor zu Gericht saß; daber s. v. w. Richterstuhl,
Berichtshof.
Tribungat (lat.), Amt des Tribunen . Tribun).
Tribüne Erz.) Schau⸗ pder Rednerbuͤhne.
Tribur, hess. Marktflecken, s. Trebur.
Tribus, im alten Rom die Teile des Volks in polit.
ind administrativer Hinsicht, erst 8 (Ramnes, Tities, Lu⸗
eres), zuletzt 33; nach ihnen wurde in den Tributkontitien
. Komitien) abgestimmt. — Vgl. Mommsen (1844)
aWihhe (at., 1889).
Triͤbut (lat.), Abgabe bezwungener Völker an den
Sieger oder halbfouverüner Fuͤrsten an den Oberherrn;
ributär. steuerbar, zinspflichtig.
Tributkomitien, Komtien. [8026 E.
Tricarico, Stadt in der ital Prov. Potenza, (1901)
Trichiasis (grch.), falsche Stellung der Wimperhaare
am Lidrande, so daß der Augapfel gereizt und entzuͤndet
vird; operativ zu beseitigen.
Trichiue (Priohina bpiralis Oꝛo. [Abb. 1879)), zur
Familie der Trichotracheliden gehöriger Haarwurm, sehr
tlein und dünn; Mänüchen saj Ig., mit zwei
tegelförmigen Zapfen am —
B. w lgq. als geführlicher Schmaroher des Menschen,
Schweins, Hundes, der Ratle und einiger anderer Warm—
blüter weit verbreitet, leben—
diggebärend. Die geschlechtseifen
 Weibchen deben im
Dünndarm (Darm-⸗T.), geba⸗
en je etwa 1600 Inuͤge, die
die Darmwand des Wirts
durchbohren, in die Leibes—
zöhle oder in die Bluts und
ymphgefäße gelangen und
»on da namentlich im Binde—
Jewebe weiter wandern, bis sie
n Muskeln (bes. Zwerchfell⸗
Zwischenrippen⸗, Hals- Kehlkopfmuskeln und Zunge) ge⸗
—— spiralig aufgerollt, mit einet häutigen,
derkalkenden Kapfel umgeben (Vruskel T. [e]). Diese Zer⸗
törung des Muskelfleisches erzeugt beim Wirte heftige
Schmerzen, choleraähnliche Zufalle, Erbrechen, Musket
entzündungen, Muskelanschwellungen, Fieber, Lähmungsscheinungen,
 und haͤufig ist die sich derart aͤußernde
Trichinenkrankheit Trichinose) tödlich. Mit der Ein—
kapselung verschwindert die Gefahr für den Kranken. Die
Aufnahme von T. erfolgt mit den Genuß von Fleisch, das
dapsel⸗T. enthält. Die Kapsel wird vom Magensaft auf⸗
gelöst und die eingekapselt gewesene Jugendform (Larve)
der T. entwickelt sich nun in“ 1 Tagen zum geschlechts⸗
ceifen, die Muskel⸗T. erzeugenden Tier. Die Trichinose des
Menschen wird durch den Genuß von rohem oder nicht ge⸗
nügend gekochtem trichindfem Schweinefleisch hervorgerufen,
das Schwein bekommt die T. von der Ratte. Schutzmittel:
Intersuchnng durch Trichinenschauer, Durchkochen und
Durchbraten“ des Schweinefleisches, Vermeidung des Ge—
nusses von rohem oder nur geränchertem ?c, Schweine⸗
leisch gründliche Zerstörung trichindfen Fleisches.
Trichinopolnbr tritschi.), Distriktshauptstadt in
der brit.ind. Präsidentsch. Madras an ver Kaweri,
(1801) 104 721 hil. starker Fessung, Zeughaus, Rilstar⸗
magazinen und beruühmten Tempeln; gegenuüber der Wall—
ahrtsort Srirangam, 23 o30
Trichinofe, Trichinne segrichin⸗e

1879. Trichine.

Trichloressigsfãäure, Chlorsubstitutionsprodukt der
ẽNfigsäure, erhalten durch Vestillatson Orydation), von
Thloral mit rauchender Salpetersäure, farblose, leicht
zerfließliche, rhomboedrische, stark sauer reagierende, in
Basser, Weingeist und Ather lösliche Kristalle; als
qmittel gebraucht.
Trichlormethan, s. Chloroform.
Trichome, sJ. Haare (der Pflanzen) nebst Abb. 742.
Lrichoniykose (grch.) durch Pilze verursachtes Haar⸗
den. sund Glatzflechte (s. d.).
Iriohophyton, Haarpilz, Ursache der Vartfinne (s. dy)
Erionoptera, s. Netzflügler.
Lrichord (rch), kleine dreisaitige Laute; auch Reihe
von drei diatonischen Tönen.
Trichösen (grch.), Hautkrankheiten, die auf Ano⸗
nalien der Haarbildung beruhen.
Trichotracheliden (richotraohelidae), Familie der
daarwürmer mit laugem, haarartig dünnem, einen perl⸗
chnurartig aussehenden Zellenstrang enthaltenden Vorder⸗
örper und abgerundetem Hinterende; Schmarotzer. Be⸗
aunteste Arten: Veitschenwurm und Trichine.
Trichroismus (grch). s. Dichroismus.
Trichterbucht, Trichtermundung, s. üstuarium und
ifel: Kartographie II, 8.
Trichtergrube, s. Mardelle.
Lrichterlilie, s. Pancratium.
Trichtermine, Mine, bei der nach der Zündung
ein Trichter (Minentrichter) im Boden zurückbleibt;
nan uuterfcheidet gewöhnlich geladene, schwachgeladen?
Quetschminen, s. d.) und uͤberladene T., letztere auch
druckkugeln genannt. sgraphie 11,9.
Trichterntündung, s. ÄAstuarinm und Tafel: Karto⸗
Trichterwinde, s. Iporoen [Abb. 864)].
Trick (engl.), Kniff, Kunstgriff; im Whistspiel jeder
tich über sechs. fund mit Würfeln gefpielles Spiel.
Tricktrack, ein auf dem Pufsorett min den Puffsteinen
kriceslor (lat.), dreifarbig.
Tricyecle lengl, spr. treißikh), Dreirad, s. Fahrrad.
Trident, Stadtein Tirol, s. Trient.
Tridentinisches Konzil, die Kirchenversammlung
zur Reformation der kath. Kirche, eröffnet zu Triem
13. Dez. 1545, nach drei, Sitzungsͤperioden 15345 — 47,
1551 52, 1862-6 geschloffen 4. Dez. 1663. Die Folgen
des Konzils waren; Schärfere Bestimmung der kath.
Lehre, Abstellung einiger Mißbräuche, Befestigung der
päpstl. Hierarchie, Geschichte des Konzils in liberalem
Sinne von Sarpi (1618; deutsch 1844), in päüpstl. von
Pallavicini (1665; deutsch 1835), Hergenröthet (Bd. 9
»on Hefeles „Konziliengeschichte“, 1890); vgl. ferner
Zickel ¶ 870- 72), Maurenbrecher (im „Histor. Taschen⸗
88ö. 1888 u. I800). Susio ö
Tridt, der 83. Tag der Bekade im frauz. Nevolntions⸗
Tridnuum (lat.), Zeit von 3 Tagen. skalender.
riebel, Stadt mn preuß. Reg.⸗Bez. Frankfurt,
5). 1738 E, Amtsgericht
Triebes, Vorf im Fürstent. Reuß. j. L., (1905)
855 E.; Jutespinnerei und ⸗weberei, Farbenfabrikation.
Triebstahl, dünne gerippte Stahlstäbe, aus denen
Triehrüder für Uhren hergestellt werden.
Triebstöcke, die' Stifle des treibenden Rades beim
aternengetriebe (s. d. nebst Abb. 1023).
Triebwerkt, . v. w. Transmission (s. d.), auch die
eibenden Teile einer Maschine.
Triefaugen ippitado), Augen mit gerdteten Lid⸗
idern, zum Teil nach außen gewendet, und von über—
Triel, s. Wamme. sfließenden Tränen beneht.
Triel, Vogel, J. Dickfuß [Abb. 4189).
Triẽnnium (lat), Zeitvonz Jahren; 7T. acadomleum,
Dreijährige Besuch einer Hochschule; triennãl, dreijährig.
Triens, altröm Kupfermünze — . As; feit Kon—
rantin — 1, Goldsolidus.
Trient, ital. Trento, lat. Tridentum, Stadt mit
igenem Statut, Bezirksstadt uͤnd Festung in Südtirol,
an der Etsch, (1900) 248608 E. Sißtz eines Fürstbischofs;
)om (Marmor; 13. bis 15 Jahrh.), Vanteplaß mit Dante
enkmal (1886); bedeutender Weinbau, Transithandel;
ier tagte 1345263 das Tridentinische Konzil . d.).
Trientiner Alpen, früherer Rame der Gebirge
m O. (oft auch der im W.) bon der Etsch fung der Stadt