Trient) in Welschtirol, mit der Cima deAsta (2848 mm)
ietzt zum Etschbuͤchtgebirge gerechnet.
Trier, frauz. Treves Hauptstadt des preuß. Reg.Bez
T. (Tus qk, 1900: 840 608, 1808: 981 0608 G., Etadi
12Landkreise), Stadtkreis und Kreisstadt, r. an der Mosel,
800) as 06. sε: A6 ε E., Gornifon, Bischofosi
dande, Anitsgericht, Hauptsteueramt, Handelskammer,
Oberpostdirekt onzahlreiche Bauten auß der Römerzeit
Amphitheater, Porta nigra, Thermen, Kaiserpalast); Dow
6. Jahrh., mit Reliquien; darunter der Heilige Rock
d. Liebfrauens, Gaugolfs⸗, Matthias-, Paulinuskirche,
Stadtbibliothet (Handjchriften), Provinziclmusenm, Brug⸗
nendenkmal des Erzbischofs Balduin; Gymnasium, RKedl—⸗
gymnasium, Priester-, Lehrerinnenseminar, bischöfl. Kon⸗
ditt, Weinbaufchule, Taubstummenanfsalt. — Lilte Häupt—
stadt der kelt. Trevirer, unter den Roͤmern als August⸗
Trevirorum etwa von 286.400 Residenz der röm. Kaiser
für den Westen, feit 813 zu Loihringen, feit Häinrchtt
dleibend zu Deutschland gehörig. Das Erzstift T. ent—
stand um 815, war später geistl. Kurfürstentum, wurde
4801 säkularisiert; T. kam 1801 an Frankreich, 1814 an
Preußen seit 1821 prenß. Bistum. — Vgl. Narx „Ge—
schichte des Erzstifts Tnss Boen 1888 da), Lenardy
Weschichte des Trierschen Landes und Volts“ (1871).
Hettuer Das rom. T. (1880)
Triere (grchi), Trireme (lat., „Dreirnderer“), Ruder⸗
schiff der Alten it drei Reihen Kuberbänten übeeinander

a Seiten⸗-, b Rückansicht.

Abb. 1880), als Kriegsschiff mit einem Sporn Tafel
Seewesen II, 1], Katapulten und Enterbrücken versehen;
außer den zahlreichen Ruderern mit Eoldaten befeßt
(S.auch Rosirum nebst Abb. 1544.)
„nTrieéft, ital. Triefte, reichsunmittelbare Stadt im
österr. Küstenlande Karte: Osterreichish-Ungarische
Monarchie T8), Hauptfeehandelsplatz der Monrchit sIs.
Beilage: Eurbopa, Vj, am nordöstl Gude
des Adriat. Meerb (Golf von T.), bildet
mit Gebiet ein eigenes Kronland (o5 gun,
1800: 178599 E. ss. Beilage: Oster⸗
reichischzungarische Mongrchich, ger—
ällt in Alte, Neu⸗ (Therefien⸗) und Josefs⸗
stadt; Statthalterei des Küstenlandes, Ober—
landes⸗, Landes⸗ Handels⸗ Seegericht, Sitz
der Secbehörden, des Ssterr. Liond, ines
Bischofs, einer Handels und Gewerbe. 18 Triest.
amumer; Kathedrale San Giusto; Rathaus, 8
Börse (Tergesteum), Kalast des Sstere Lloyd, Ferdinand⸗
Maximiligu⸗ Altertums⸗, stüdtisches Museuͤm, Reste rom—
Bauten (Theater, Wasserleitung); Nautische und Han—
delsakademie, Observatorium, ital. und deutsche Gymna⸗
sien und Realschulen, höhere Handelsfchule; Schiffswerften
des Lloyd und des Siabilmonto tecnie Priestino
alter und großartiger neuer Hafen mit großen Molen
und Leuchttürm. Wappen: in der obern goldenen Schild⸗
hälfte gekrönter schwarzer Doppeladler; die untere rote,
von filbernem Querbalken durchzogene Hälfte ist mit der
lilienförmigen goldenen Lanzenspitze des heil. Sergius
belegt; dem Schild eine goldene Krone. — T. das
Tergeste der Römer, kam 1388 an Osterreich, war 1797
1805 von den Franzosen befeht, gehörte 1800 -14 zur
illyr. Provinz Frankreichs, war 17101891 Freihafen,
wurde 1848 reichsunmittelbare Stadt und bildet seit 186
nebst Gebiet ein eigenes Kronlaud (6 Abgeordnete zun
österr. Abgeordnetenhaus). — Geschichte von Löwentha!
857), Scussa (ital, 2.Aufl. 1885 86); Ireno delle
Troce lital. 1879).
Triẽteris (arch.), dreijährige Periode, bei der An—⸗
ange und Endtermin mit gezühnt (f Pentaeteris), dahen
rin Fest, das alle 2 Jahre gefeiert wird.

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Tri

Frieur (frz., spr. trköhr), Kornrolle, eine schräg
tehende Trommel mit dicht aneinander befindlichen halb
ugelförmigen Vertiefungen, in denen bei langsamer
Drehung die Unkrautsämereien des Getreides (Kornrade),
»erlümmerte kleine Körner, Steinchen ue liegen bleiben
und dann nach oben in eine Mulde fallen, während die
nuten Körner in der Trommel hiuabgleiten.
Trifail, Dorf in Steiermark, (1800) 448, als Ge⸗
meinde 108483 E.; Braunkohlenbergbau.
Trifels, Burg im bayr. Reg.-Bez. Pfalz, ß km von
Annweiler, teilweise restauriert; öflers Aufenthaltsort
der deutschen Kaiser; hier wurde Nichard Löwenberz 1193
-94 gefangen gehalten.
Tricoliium (lat.,„Dreiblatt“), s. Klee.
Triforium (mittellat.), Atkade mit
)reifacher Offnung der Bögen [Abb. 1882).
n mittelalterlichen Kirchen hänfig als
n dengalerie in der Wand des Mittel⸗
hiffs
Trift, der Weg zum Weideauftrieb
ür das Bieh; anch die Weide selbst.
ber T. als Strömung s. Driften.
Triftenblume, s. Nemophila.
Triga (lat.), Dreigefpann egn
Trigemini (lat.), J. Drillinge. Trisorium.
Trigeminus (Nervus trigeminus),
dreigeteilter Nerv, das fünfte Hirnnerveunpaar (j. Gehirn);
Trigeminusneuralgie, s. v. w Gesichtsschmerz (s. da).
Triglaw (Triglav), Mont Terglom höchster Bergstock
der Trentagruppe in den Julischen Alpen, an der Grenze
»on Krain und Görz, mit mehrern Gletschern, 2864 m hoch.
Triglaw (saw, „Dreikopf“), chemal. slaw. Gottheit
Pommern, mit Tempeln in Stettin und Wollin.
Triglötte (grch.), Werk, bes. Bibel, in drei Sprachen.
Triglnyphy(grch.), Dreifchlitz, die mit zwei gauzen nud
wei halben Schlitzen ornamentierten Plat⸗
en am Fries des dor. Gebälks (Abb. 1178,
»ei Metopen]. leckig.
Trigon (grch.), Dreieck; trigouãl, drei
Trigonalschein, s. Aspeklen.
Trigondodekaeder, Triakistetraeder,
Byramidentetraeder, von 12 gleichschenk⸗ 853
ligen Dreiecken umschlossene hemiẽdrische eder.
Form des regulären Kristallsystems sAbb. 18883)].
Trig onolla L, Bodshorntlee, Pflanzengattg. der Le—
guminosen, Kräuter der wärmern Gegenden der Alten
Welt. D. foenum graeeum L (Siebengezeit, griech.
Heu), am Mittelmeer, liefert den offizinellen Vockshorn—
samen (Semen Foenugraeei), der in der Tierheiltunde
verwendet wird.
Trigonometrie (greh.), Dreiecksmessung, Teil der
Mathematik, lehrt aus gegebenen Seiten nud Wintkeln
eines Dreiecks die übrigen Stücke, sowie den Inhalt des
selben durch Rechnung sinden; nach Art der Dreiecke ünter—
scheidet man ebene und sphärische T.
Trigymisch (grch.), dreiweibig, heißen Blüten mit
rei Griffeln oder Narben; daher Trigynia, die dritte Ordrung
 in den Klassen 1513 des Linneschen Systems.
Trijodmethan, s. Jodoform.
Trikala (Tirhala), Hanptstadt des griech. Nontos T.
3059 4km, 1886: 96 007 E.; Thessalien), an einem J.
ebenfluß der Salampria, 21149 E., Woli- und Banm—
Trikladiden, s. Planarien. [wollindustrie.
Triklines Kristallfystem, s. Kristalle.
Triklinium, altröni. Speisezimmer, in dem an drei
Seiten Ruhebetten, je eines für drei Personen, um einen
Tisch standen; in Klöstern Saal zur Bewirtung der Pilger.
Trikökken, dikotyledonische Pflanzenordnung, um⸗
aßt die Euphorbiazeen und Einpetrazeen.
Trikolvre Erz), die dreifarbige Nationalflagge und
Zokarde, bes. die durch die Revobution eingeführte der
Franzosen.
Trikonamalai (engl. Trincomali), Seestadt auf
Cenlon, Hauptort der Oftprovinz, (7501) 13808 6.
Tritot Efrz. spr. Koh), Llaftisches Geirke aus
Seide, Wolle oder Baumwolle, zur Herstellung eng an—
chließender Hleidungsstücke; Trikotage (spr. ahsch), die
gewirkten und gestrickten Strumpfwaten,
Trikresol, . Kresol.