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Trikũpis, Spyridon, neugrie Gelehrter und Staats—
nann, geb. 20. April 1788 zu Missolunghi, 1826 Mitglied
der provisorischen Regierung, spater mehrmals Minister
und Gesandter, gest. 24. Febr. 1873 in Athen; schrieb:
„Die griech. Revolution“ (neugriech. 3. Aufl. 1889). —
Sein Sohn Charilaos T., geb. 88. Fuli 1832 zu Nauplia,
866 Minister des Auswuͤrtigen, zwischen 1876—95 mehr⸗
nals Ministerpräsident, gest. 11. April 1896 in Cannes.
Trikuspidaltlappe, die dreizipflige Herzklappe, zwi—
hen dem rechten Vorhof und der rechten Herzkammer
Tafel: Eing eweide /6); Trikuspidalinsufsizienz, Herz⸗
ehler, bedingt durch Schlußunfähigkeit der T.
Trilateral (at), dieiseitig
Trilinguisch (lal dreisprachig.
Trillen, f. v. w. Vrillen.
Triller (ital. trillo), musital. Verzierung, die wieder⸗
olte gleichförmige schnelle Abwechslung zweier stufen⸗
deise nebeneinanderliegenden Töne, dargestellt durch das
Zeichen tr. Der T. is meist mit Nachschlag verbunden
crillerkette (Ketten⸗T.), eine Reihe von zusammenhängen⸗
— fortgefuüͤhrt.
Trilling, s. v. w. Stockgetriebe.
Trillioit,, 1 Million Billivnen (1 mit 18 Nullen):
Srankreich das, was wir Billion f. d.) nennen.
Trilo biten, ausgestorbene Orduung' von Krusten⸗
jexen mit vielen Gattungen (z. B. Phacops, mit lang
Uiptischem, hochgewölbtenn, Calymene mit stumpfova⸗
em, mäßig gewölbtem Körper, Faradoxides ff. d. nebst
Abb. 13317 2c.) und Arten (über 1700), finden sich nur in
en ältesten (paläozoischen) Erdschichten.
Trilogie (greh.), Dreiheit, sJ. Tetralogie.
Trimberg, Hugo von, s. Hugo von Trimberg.
Trimeren (Trimera), s. ufer.
Trimester (lat.), Zeit von 3 Monaten.
Trimeter (grch), Vers aus drei Versfüßen oder
Ddipodien, insbef. der iambische T. (lat. Senar), das
dersmaß der griech. Tragiker.
Trimethylamin, s. Methylamin.
Trimethyläthylen, s. Peñtal.
Trimmen, die Schiffsladung seegerecht stauen; Koh
len trimmen, Kohlen aus den Bunkern vor die Kessel⸗
euer schaffen, geschieht durch die Trimmer oder Kohlen;
zieher; Segel trinimen, dieselben steif ausspannen und
»er Wind- und Kursrichtung entsprechend stellen.
Trimörph, trimorphisch (greh.), dreigestaltig; Tri
norphismus, Dreigestaltung (s. Heteromorphismus).
Trimurti (Sanskrit, „Dreigestalt“), im Hinduisuus
 (s d.) die Zusammenfassung der drei Götter Brahma,
Liva, Vishnu zu einer Einheit Tafel: Religionena aj.
Trinakria, altgriech Name Siziliens.
Trincomali, Stadi auf Ceylon, s. Trikonamalai.
Trinidad. ) Eine der brit. Kleinen Antillen, vor
dem Delta des Orinoco, 4844 qkm, (1004) 2811206., im
N. gebirgig (bis 945 in), soust gut bewässert und sehr
ruchtbarz Handel s. Beilage: NRordam erika; Eifen⸗
2ahnen (1903) 269 xm; Hauptstadt Port of Spain. —
Vgl. Fraser, MHistory ot R.“ (Bd. 1, 1804). — 2) Insel
im Atlant. Ozean, etwa 1200 x1n öftl. von der brafil.
üste; seit 1896 bon Brafilien besetzt. — 3) Stadt im
nordameril. Staate Colorado, (1900) 3345 E. — 4) See⸗
ttadt an der Südküste von Kuͤba, au einer Bai des Karib.
— Hauptort des Dep. Beni
n Bolivia, (1900) 2556 E.
Trinitapoli, Stadt in der ital. Prop. Foggia, am
ege di Salyi, (1901) 10428 E., Seesalzgewinnung.
Trinuitarierordeit oder Dreifaltigkeitsorden, zwei
religiöse Genossenschaften, um christl. Sklaven und Ge—
fangene von den Ungläubigen lodzukaufen: 1) der ältere
von Johann von Malha und Felir von Valois zu Meaur
— 1188 von Innozenz III. bestätigt, mit strenger
Regel (Eselsbrüder, weil Hnen sonst kein Reittier gestattet
war), in Spamen unbeschuhte Trinutarier benannt, in
Frautreich guch Mathurinen Gach ner Kapelle des heil.
Mathurin in Varis)n eht faft erloschen; 2) der jungere,
Mercedarier oder Nolasker, mehr ein Ritfterorden, ge⸗
stiftet 1228 von Petrus Nolascus, Haupthaus in Rom.
Auch bestand ein weiblicher Zweig (Zrinitarierinnen).
Bruderschaft der heil. Dreifaltigkeit Bezeichnung der Ora—
cvrianer (s. d.d.

Trinität (lat.), Dreteinigkeit, Dreifaltigkeit, in der
gristl. Kirchenlehre die Beschaͤffenheit des göttlichen Weens,
 nach welchem dasselbe unbeschadet seiner Einheit
ius drei zu unterscheidenden Perfonen, Vater, Sohn uud
Zeiliger Geist, besteht. Die bef. von Athanasius behauptete
Weseusgleichheit Christi mit Gott wurde auf dem Otu—
nenischen Konzil zu Nicäa 328 protlamiert und im sog.
Trinitarischen Streit (326881) gegen den Widerfpruch
daß Christus dem Vater untergeordnet sei (Subordinatia—
nismus) durchgesetzt (s. Arianer); das zweite Okumenische
donzil zu Konstantinopel 881 sprach neben dem Sohne
auch dem Heiligen Geist die Gleichstellung mit dem Vater
I. Das Trinitätsdogma, offizieile Lehre aller größern
dirchen, wurde erst von den Antitrinitariern . d.) im
6. Jahrh. wieder ernstlich bestritien. Val. F. Eh. Baur,
Die christl. Lehre von der Dreieinigkeit“ (3 Bde 1841 48).
Trinitatisfest, FJest ver heit. Dreieinigkeit, 1334
oon Papst Johaun XXII. zum allgemeinen Kirchenfest
erhoben, der Sonntag nach Pfingsten; von da ab werden
m Kirchenjahr die Sonntage dis zum 1. Adbent als
Zonntage nach dem T. (post sfestum] trinitatis; 28
A, je, nach dem Ostertermin) gezuhlt.
Trinite, Hafenstadt auf Martimicue, (1801) 7212 E.
rinitrin, s. Ritroglyzerin.
rinitrokarbolsaure, s. v. w. Pikrinsäure (. d.).
Lrinitrokresol, s. Kresol.
Trinius, August, Schriftfteller, geb. 81. Juli 1851
n Schkeuditz, lebk in Waltershausen, jchrieb zahlreiche
Vanderbücher, darunter „Thüringen in Wort und Bild“
1894), Skizzenbücher und Nopellen, Dramen, „Geschichte
er deutschen Einigungskriege“ (2. Aufl. 1885 -88) u. a.
Trinkgold (Aurum potadiie), Bezeichnung des
Steins der Weisen (s. Alchsmie) als Universalheilmittel.
Trinkhorn, Trinkgefüß aus natürlichem oder in
Metall nachgeahmtem Buffel⸗ oder Ochsenhorn; im klas⸗
ischen Altertum [Tafel: Griechisch-Römische Kunst
10] und bei den alten Deutschen sTafel Romanis
cher Stil 1J, 12), jetzt in akademischen Kreisen beliebt.
Trinkitat, Hafeuplaß am Roten Meer, z2 von
dem Fort Tokar; hier 4. Febr. 1884 Sieg der Mahdisten
iber die Agypter unter Baker Pascha.
Trinkomali, Stadt auf Ceylon, s. Trikouamalai.
Trino, Stadt in der ital. Provp. Novara, am Po,
201) 120183 E. sgliedrige Zahlengröße.
Trinvmisch (grch.) dreigliedrig; Trinomsum,drei—
Trio (ital.), Toustuck für drei Instrumente; ferner
n besonderer Satz (Seitensatd) in liedförmigen Kompo⸗
tionen (Märschen, Tünzen u. dgl.).
Triodle (ital.), Tonfigur durch Teilung einer Note in
rei gleiche entstäuden, durch einen Bogen mit der Ziffer 8
arunter bezeichnet.
Trioleti rz.), eine achtzeilige Versform, bei der nach
er dritten Zeile die erste, nach der sechsten die beiden
rsten Zeilen wiederholt werden
Trional, ——— glänzende,
chwer in Wasser, leicht in Alkohol und Ather lösliche,
itter schmeckende Kristalle, medizinisch als Schlafmittel
»nutzt und als Methylsulfonal offizinell.
Trioryanthrachinon, s. v. w. Purpurin (s. d.).
rivxybenzokfaure, s. Gallnssüure
Lripang, s. Trepang.
rriparution (lat.), Dreiteilung.
Tripel (Trippeh, sJ. b. w. Kieselgur (s. d.).
Tripelallianz, Bund dreier Mächte, insbes. der 1668
wischen England, den Niederlanden und Schweden gegen
Frankreich geschlossene. (S auch Dreibund.)
Tripham, Mineral, s Spodumen.
Triphenylmethan, aus Benzol durch Chloroform
and Aluminiumchloride gewonnene farblose Blättchen,
üßt sich in ein Hybroryldetivat, Triphenyltarbinon, ee
ühren, das die Muttersubstanz vieler künstlicher Farbstoffe
st; durch Einführung von ÄAmido- vder Hydrorylgruppen
n das T.aentstehen farblofe sog Leukokörper; durch Oxy⸗
ation gehen die Leukoverbindungen in Karbinole über,
ie dann durch Salzbildung und Wasserabspaltung die
igentlichen Farbstoffe liefern. Zu den Triphenylmethan⸗
arbstoffen gehören: Triamidoderivate (Rosanilingruppe),
diamidoderwate (Malachitgrüngruppe), Trioryderwate
Rosolsäuregrnppe) und Kacbormiderivate (PbibAeineß