Triphylia, Name des südl. Teils der alten Landsch.
Zlis, seit 1800 Rame eines den S. des alten Elis und
den NW. des alten Messenien umfassenden griech. Romos,
1614 qkmm, (1896) 86471 E.; Hauptstadt Kyparissia.
Troͤplet, eine ans drei Linsen bestehende Lupe.
Triplit (lat), die 3. Klageschrift, Beantworlung der
Zuplit (j. d.); triplizieren, verdreifachen; eine T. beim
Bexicht einreichen; Triplitat, 8. Ausfertigung.
Triplit, Eisenpecherz schwärzlichbraunes, fettglänzen⸗
des Mineral in großtornigen Aggregaten, ein fuorhal—
tiges Phosphat von Cisen und Mangan mit etwas Kalzium
und Magnesium. Auf Quarzgängen in Granit.
Triplizitat (lat.). Dreifachheit.
Triplum (lati), das Dreifache.
Tripmadam, Pflanzeuart, s. Sedum.
Tripode (arch.), Dreifuß. Tripodie, ein Vers von
ei Versfüßen.
Tripolis (Tripolitsa), Hauptstadt des griech. Nomos
Arkadien, am Fuße des Nängalos, (1806) 16521. E.,
lebhafter Marktplab.
Tripolis (Tripoli), Tripolitanien (im engern Sinne),
türk. Wilajet an der Rordküste Afrikas Karte: AfrikalJ,
im O. von Tunis, die Landsch. T. (im N.) und das Oasen⸗
land Fessan (im 7* umfassend; mit der Landsch. Barka
türk. Mutessariflit Bengafih als Tripolitanien im wei⸗
tern Sinne 1051000 qum,1 Mill. E. Die Landsch. T.,
meist Sandwüste und vegetationslos, im W. Hochebene
(300 mm) mit fruchtbaren Talern und Oasen. Die Be—
völkerung (Mauren, Beduinen, Berbern, Türken, Juden
und einige Europäer) treibt Biehzucht und Karawanen—
uden Handel s. Beilage: Afrika. — T. war im
Iltertum tarthagisch, daun numidisch, seit 46 v. Chr
römisch, 64441510 unter verschiedenen arab. Herrschern,
151051 spanisch, seit 1651 türkisch und durch See—
ubereien —2 1714-1835 unter Deis aus der
Familie Karamanli, seit 1835 unmittelbare türk. Pro—
dinz. — Die Hauptstadt T., an der Kleinen Syrte
60900 E. (3000 Christen, 6000 Juden).
Tripotage Erz., spr. tahsch), Börsen- oder Geld—
Tripp, eine Art Halbsamt, Wollensamt. sschwindel
Trippel, s. v. w. Kieselgur (s. d.). 8
Trippel, Aler. Bildhauer, geb. 1744 zu Schaffhausen
zest. 1783 in Rom; Büste Goethes.
Tripper (Gonorrhoea), sehr ansteckende Geschlechts—
krankheit, Entzündung der Haruͤröhren-, bei Frauen auch
der Scheidenschleimhaͤut, hervorgerufen durch den von
Neisser eutdeckken Gonodoceus leine sehr kleine Form
des Diplococous), beginnt mit Kitzel in der Harnröhre,
dann Rötung, Schmerz, eitriger Ausfluß, verliert sich bei
sachgemäßer arztlicher Behandlung (Baͤder, Siuspritzungen,
reizlose Diät, Ruhe) in sechs Wochen, geht andernfaälls
in den chronischen T. oder Nach-⸗T. über, der schwer
heilbar ist. Begleiterscheinungen: Augen-E., eine ge⸗—
fährliche Augenentzündung, entsteht durch unvorsichtig
Ubertragung von Tripperschleim auf die Augen; Tripper
gicht oder rheuntatismus, eine langwierige Gelenkent⸗
Zündung, am meisten im Knie (Tripperknie). Häufigt
Folge: Harnröhrenverengerung, bei Frauen bösartigen
weißer Fluß, Schrumpfungen u. a. — Bgl. von Zeißl
2. Aufl. 1863), Scholtz (1004), Finger (6. Aufl. 1908)
über T. bei Frauen: Sanger (1889).
Trippsftein, Gipfel im Thüringer Walde, bei Schwarz
zurg, 467 m, wegen seiner Aussicht viel besucht.
Tripsis (grch), Reibung; triptisch, durch T. bewirkt
Triptis, Stadt in S.-Weimar, an der Orla, (1908
2771 E.; Porzellanfabrikation.
Tripiolemos, Sohn des Königs Keleos von Eleusis,
Liebling, der Demeter, als Verbreiter des Ackerbaus bes.
in Eleuͤsis und Athen verehrt.
Triptychon (gich.), ein aus drei Teilen (Mittelbild
und Flügelbildern) bestehendes Altargemälde; auch das
tinen Stoff nebeneinander in drei Teilbildern behandelnde
Gemälde, in der Neuzeit wieder beliebt.
Tripura (engl. Tipperah), Distrikt in der brit.⸗ind.
Prov. Ostbengalen und Äfsam(bis 1905 Bengalen), Divr
Iittagorge Hauptort Kuümilla. Der Basallenstaat Berg
d. Lengl. Hiu Tipperah) 10582 qum, (18001) 1738 320 6
Tripus (grehi), Dreifuß.
Triquetra (lat.), s. Dreischenkel IAbb. 462].
Brockhaus' Hleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. II

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Tro

Ariquetrum (lat.), parallaktisches Linenl, auch Ptole—
näische Regel, eins der ersten astron. Instrumente zum
Messen der Zenitdistanz von Geflirneüͤ.
rireme (at.), Ruderschiff, s. Triere [Abb. 1880].
risettion (lIat.) Dreiteilung.
risettspiel, s. Tresettspiel.
rismegistus, s. Hermes (Gott).
rismus (grch.), Kinnbackenkrampf.
Trispast (Grch.), dreifacher Flaschenzug.
Trist (lat. traurig, betrübt, düster, oͤde.
Tristan, Held einer kelt. Sage, Geliebter der Isolde,
der Gemahlin des Königs Marke von Cornwallis; epist
zehandelt bes. von Gotifried von Straßburg, neuerdings
von Immermann, als Oper von Rich. Waner. Bgl.
Bechstein (1876), Golther (1887), G. Paris franz., 1884).
Tristan Sristas) da Cunha (spr. auug da kunsgß,
Erfrischungsinfet, brit. Insel im sudl. Atlant, Ozean,
s qxm, (1903) 76 E., exloschener Vulkan (28328 wn
Triste, s. v. w. Feimen (s. d. nebst Abb. z669. *
Tristichon (grch.), dreizeiliges Gedicht.
Trisftien (lat. tristla), Trauerlieder, Titel von Ele—
zien, die Ovid im Eril schrieb.
Trisyllabisch (grch.), dreisilbig.
Tritheim (lat. Trithemius), Johannes, eigentlich Hei⸗
enberg, vielseitiger Gelehrter, geb. 1. Febr. 1462 zu
rittenheim bei Trier, gest. 13. Dez. 1816 als Abt zu
St. Jakob in, Würzburg; sein Hang zu Phantastereien
»erleitete ihn bis zur Faͤlschung in seinen hiftor. Werken
Apnsles Hirsaugionses“ u ꝗq.). — Bgl. Silbernagi
2. Aufl. 1886), Schneegans (1882).
Trithionsäure, s. Schwefel.
rritioum L., Pflanzengattg. der Gramineen, mit zehn
ten in der Alten, Welt (s. Weizen und Dinkel).
Triton, Meergott, Ie des Poseidon und der Am—
hitrite, halb Mensch, halb Fisch, oder spüter, wo man
nehrere T. als Diener des Poseidon annahm, auch Pferd
ind Fisch (daher Ichthyokentauren).
Triton, s. Wassermolch; auch s. v. w. Tritonium
Tritonshorn, s. Trompetenschnecken).
Tritschinapali, s. v. w. Trichinopoly.
Trittau, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Schleswig, (18005)
83 E., Amtsgericht.
Tritteisen, s. Tellereisen [Abb. 1856).
Trittpreffe, s. Tonwaren.
Triumph (lat.), im alten Rom der feierliche Einzug
mes siegreichen Feldherrn (Triumphätor); daher s. v. w
Siegesfreude; triumphieren, einen T. begehen; frohlocken.
Triumphbogen, bogenförmiger Durchgang in alt—
tm. Städten zum, Andenken eines Trinmphs sTafel:
Briechisch-Römische Kunst J, 183); in Kirchen der
zroße Bogen in der Wand, der das Laughaus vom Altar—
ause (Chor) trennt.
Triumvirn (lat. triumyri oder tresviri. „Drei—
nänner“), im alten Rom Name mehrerer aus drei Mit—
liedern bestehender Kollegien. Trinmvirät, Amt, Kol—
egium der Te; ferner die private Verbindung von Cäasar,
Pompejus und Crassus im J. 60 und 56 v. Chr zu gemein⸗
samem Vorgehen (erstes Triumvirat), endlich die Vexeini—
Jung des Antonius, Octavianus und Lepidus („zur Neuord⸗
—
Trivium (lat.), im Mittelalter die untere Stufe des
Anterrichts (s. Freie Künste); daher Trivialschulen s. v. w.
Borbereitungsschulen; triviäl, ällgemein bekannt, seicht,
ibgedroschen; Trivialität, Alltäglichkeit, Plattheit.
* andschaft in Kleinasien mit der Hauptstadt
Troja (s. d.).
Trocadero, Fort bei Cadiz in Spanien, 31. Aug.
1823 von den Franzosen genommen; danach benannt eine
Anhöhe auf dem x. Seineufer in Paris Ausstellungs⸗
valast 1878, jetzt Museum). [schenkelknochen.
Trochanuter (grchi), der Rollhügel (f. d.) am Ober⸗
Trochãus ssrop· Versfuß aus einer langen und
ner kurzen Silbe ).
Troonidae, s. Kreiselschnecken.
Trochiliden (Trochilidae), s. Kolibris.
Trochisken (arch.), v. w. Pastillen (j. d.).
Trochiten, Stielglieder fossiler Seelilen E. d. nebst
“6b. 1703); Trochitenkalk, s. v. w. Krinoidenkaltk.
rTroonoosras, Gattung der Nautiliden (s. d.).
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