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Trochtelfingen in Hohenzollern, Ort im preuß.
5 Sigmaringen, an der Seckach (18005) 1182 6E.
rochn (pr. schüh), Louis Jules, franz General,
geb. 12. Mai 1815 zu Palais Morbihan), zeichnete sich
1855 im Orientkrieg und 1880 in Ztallen aus, 1870
Jouverneur von Paris und seit dem 1. Sept. Präsident
der Regierung der nationalen Verteidigung, leitete die
Verteidigung von Paris, legte aber vor der Kapitulation
20. Jan. 1871 sein Kommando nieder, gest. 7. Okt. 1896
in Tours; schrieb: „Larmeée franqaĩso en 1867 (1867),
„Larmée franqaise en 18795 (1879), „Souvenirs“
2 Bde., 1896) u. a.
FTroehus, Gattg. der Kreiselschnecken (s. d.), mit kreisel⸗
brmiger Schale, edigen Windungen, zusammengedrückter,
ckiger Mündung.
Trockenbagger, s. v. w. Grabemaschine (s. d.).
Trockendoc fs. Vock.
Trockenelemente, s. Galvanisches Element.
Trockenes Blatt, s. —— [Abb. 676)]
Trockenfãule, Krankheit der Kartoffeltnolle, die durch
en Kartoffelpilz und Schimmelpilze verursacht wird uud
nie Hartoffel in eine braune, zerreibliche Masse umwandelt
Trockenkur, s. v. w. Schrothsche Kur (f. d.).
Trockenöle, s. Sikkative.
Trockner Wea s. Nasser Weg.
Trockne Saͤule, Behrenssche oder Zambonische Säule,
Boltasche Säule, die aus einer großen Zahl von Scheiben
unechten Golde und Silberpapiers besteht, dient als
mpfindliches Elektroskop.
Trödelhandel, der Handel mit alten, gebrauchten
Zegenständen; die Trödler gehören nach dem Zrutscen
Handelsgesetzbuch Art. 10 zu den Minderkaufleuten. VDer
T. ist nach g 25 der Gewerbeordnung Personen zu unter⸗
agen, gegen die Tatsachen vorliegen, die ihre ünzuver—
ässigkeit in ee diesen Gewerbebetrieb dartun—
Trödeln, Trödelweg, s. Leinpfad.
Trödelvertrag (Contractus gestimatorins), ein
Vertrag, demzufolge jemand eine Sache zum Zweck det
gse übergeben wird mit der Auflage, entweder di
a rArückzugeben oder den dafür bestimmten Preit
u zahlen.
Trogen, Flecken im schweiz. Kanton Appenzell-Außer⸗
hoden, (1900) 2496 E., Sitz des eeee
Troglav, höchster Berg der Dinarischen Alpen (s. d.)
Troglodijten (grch, Höhlenbewohner“), im Alter
um verschiedene angeblich in Höhlen wohnende Völker;
zes. hieß Troglodytenland ein Teil des alten Athiopiens
ie Küste des Roten Meers östl. vom heutigen Abessinien.
Troglodytes, Gattungsname des Gorilla (s. d.)Rand
E . 2.) sowie des Zaunkönigs (s. Schlüpfer).
rogmuscheln (Mactridae), Muschelfamilie mit
ʒauchigen, gleichklappigen, ovalen oder dreiseitigen Schalen,
vühlen sich in den Sand der Küste ein, machen mit Hilft
des ausstreckbaren Fußes springende Bewegungen. Hier⸗
jer die gemeine T. (Narrenherz, Mactra stultörum T.),
gso glatt, bräunlich, innen purpurrot, Mittelmeer,
Atlant. Ozean, wird gegessen; Strandmufches (Spistila
sgolida Gray), Schale dickwandig, gelb⸗
lich, oft bräunlich gefleckt oder gebän—
dert, an allen europ. Küsten häufig
orkommend.
Trogons, Nageschnäbler (Trogoaldao),
 Familie der Kuckucksvögel, mit
urzem, dreieckigem Schnabel, mit Bor⸗
sten umgebener weiter Mundspalte,
lurzen aen, langem Earn
Mannchen mit prachtvollem Metal⸗
henz auf dem weichen, großfedrigen
efieder. Hierher der Surukn (die
Surutua, Trogôn surncua oder cu.
cugui L.), goldgrün, — granu
und schwarz, Brasilien, Paraguay;
Pracht T. Quezal, Quefal, Calurus
reasplendens Secqdins. [Abb. 1884]),
glänzend goldgrün, Unterfeite schar⸗ 1884
aqhrot. Kopf mit Federtrone, Schwanze Prachttrogon.
eckffedern viermal fo lang wie der Schwanz, Zentral-⸗
Trogschleusen, J. Schffshebewerke lamerika
Trogus VPombeius! sJ. Fompesus Troqgus

Troies, Chretien de, s. Chretien de Troyes,
Troika (xuss. trojkah, Dreigespann, Wagen mit drei
erden nebeneinander.
roikart, chirurg, Instrument, s. Trokar.
Aroillumme, s. Alken.
Lrollos, jüngster Sohn des Trojanerkönigs Priamos
ind der Hekabe, von Achilleus getötet, wurde im Mittel
ilter Held eines vielbearbeiteten Romans.
Troing, Stadt in der ital. Prov. Catania, am Flusse
c. jum Simeto), (1801) 12086 E.
Troisdorf, Dorf im preuß. Reg.-Bez. Köln, an der
Agger, (1805) 3600 E.
Troizt, Kreisstadt im russ. Gouv. Orenburg, an der
Mündung der Uwelka in den Uj, 28 208 E.
Troizko⸗Sergijewstaja Lawra, richtiger Troizko⸗
Zergijewa Lawra, auch Troiza⸗Sergijewa Lawra, Drei⸗
altigkeitslloster des heil. Sergius, Kloster bei Sergi⸗
ewstij Possad (s. d.) im russ. Gouv. Moskau, 11 Kirchen,
arunter die Uspenskijkathedrale mit dem Klosterschatz (an⸗
jeblich 660 Mill. Ruͤbels, die Moskauer Geistliche Aka⸗
emie (1814 hierher verlegt); gegründet 1337 vom heil.
Sergius. —— jährlich 5Mill.
Troizkossawst, Bezirksstadt im russ.esibir. Gebiet
Transbaikalien, dicht bei Kiachta, 9284 E
Troja, auch JIlios oder Jon, lat Jlium, Haupt⸗
tadt der Landsch. Troas im nordwesil. Kleinasien, am
dellespont, nach der Zeg von König Tros gegründet,
erühmt durch den unter König Priams ausgebrochenen
Trojan. Krieg, den die griech. Fürsten Agameninon,
Odysseus, Achilles u. a. unternahmen, um den Raub de
helena (j. d.) durch Paris zu rächen, und der uach 10jühr.
Selagerung 1184 v. Chr. durch Zerstörung T.s geendet
Jaben soll. Den Krieg besingt Homerd Flias. Wichtige
Ausgrabungen Schliemauné bei Hissarlik 1871 -82 und
880 Tafel: Griechisch⸗-Römifche Kunst II, 7 u. 8]
ind Dörpfelds 1883—64. — Bgl. Schliemaun, „Trojan.
Altertümer“ (1874), „Ilios“ (1881), „Troja“ (1884);
Schuchhardt, „Schliemanus Ausgrabuigen“ (2. Aufl.
381); Dörpfeld (1894 u. 1909). I(1901) 6s872 E.
Troja, Stadt in der ital. Frov. Foghtna, am Celone,
Trosan, Stadt im bulgar. Kr. Plevna, an der Osma,
1803) 6873 E.; Trojanpaß (1681 0) nach Ostrumelien.
Trojan, Johannes, humoristischer Schriftsteller, geb.
Aug. 1887 zu Daugzig, seit 1886 Chefredakteur des
Kladderadatsch“; schrick; „Gedichte“ (2. Aufl. 1800),
Scherzgedichte“ (1883 u. o.). Fur gewöhnliche Leute“
1883), „Von Einem zum Andern⸗ 1884) u. a.
Trojanischer Krieg, f. Troja.
Trojanisches Pferd, der Vere Pferdekoloß, den
iach der Sage die ede am Ende des Trojan. Krieges
auten, um durch eine List Troja zu erobern.
Trokar oder Lroitart (frz) dreischneidige spitze Nadel
n. einem Röhrchen, zum Abzapfen von Fluͤssigkesten aus
Lörperhöhlen, äuch Zur Entleerung von — aus dem
Pansen der Wiederkauer.
Troöki, Kreisstadt im russ. Gouv. Wilna, am Troki⸗
see, 3710 E., war eine Zeitlang Hauptstadt von Litauen.
Trollyätta, Wasserfall der Goigeif in Schweden, in
rünf Kaskaden 38 m tief hinabstürzend, bei dem Flecken T.
1900: 13803 E.; im Lan Elfsborg), durch den (Neuen)
Trollhättakanal für Schiffe ee
Trouius L. Pflanzengattg. der Kanunkulazeen, Kräu—
ter meist der nördl. gemäßigten Zone. In Deutschland
T. uropaeus . (Troll⸗ oder Glotzblume), wegen der
großen gelben Blüten Gartenzierpflanze.
Trollope Epr. AIdp), Frances, geborene Milton, engl.
Roman- undReiseschriftftellerin,“ geb. 10 März 1780
in Stapleton, 1809 bermählt mit dem AÄdpotaten T.,
zest. 6. Okt. 1868 zu Florenz; schrieb Vienna and G
Austrians“ (deutsch, 3 Bden, 1838), „A vieit to Italyꝰ
(2,Bde. 1842), „he vicar of réexvin- (einer ihrer
besten Romane, deutsch, z Bde. 1887) u. a. — Biogr. bon
F. E. Trollope (2 Bde., 1804). — GSbhne: Thom“ Abol
phus T. geb. 29. April 1810, gest. 11. Nop. 1802 in
Tlifton, Fomanschriftfseller, auch Historiker, Anthony T.,
geb. 24. April 1815, gest. 6. Dez. 1882 hervotragender Ro⸗
Hellist und Reiseschriftsteller. — Selbstbiogr. (2 Bde., 1883).
Trollope (pr. Iop), Sir Francis, Pseudouhm,
réval, Paul.