Tsa
daß die Westseite der brit. die Südseite bis zum Schari
der deutschen, das übrige der frangz. Interessensphäre an⸗
gehört. [B. auch Beilage: —— 6
Ssad⸗Territorium, Teil von Französisch- Kongo
älagi, Indianerstarim, J. Tscherokesen.Icq. dy.
sanasee, See in Abessinien, s. Tanasee.
sa⸗tschu, der Oberlauf deb Me⸗kong.
scchad, See, s. Tsad.
schadda, Fluß, j. d. w. Binne (s. d.).
sagatai (unrichtig Dischagatai), 2. Sohn des
schingis-Chan, erhielt diach den Tote des Sans
Zander der Uiguͤren, die Klene ud Große Bucharei, die
Begenden am Ilifluß, ferner das Land zwischen dem ÄAmu⸗
darja und Syr-darsa (Orus und Jarartes); gest. 1240
cchagataisch heißt die dort gefprochene osttuͤrk. Mundart.
Sgl. Vambery (1867)
Tschagos infeln, bru. Infelgruppe im Ind. Ozean,
Dependenz von Mauritius, 110 qx, (18001) 10206.
dauptinsel Diegn Garcia, 24 xm lg., 326 xm br., 5826 E
Tschagra, Fluß f. Irgis
Tscharken (Esgiten, Sahten), in Ungarn die kleinen,
rüher zum Kriegsdienst gegen die Türten mit eigenen
Zoldaten (Tschanisten, Czaitisten) bemannten Galceren.
Tschaikowsti, russ. Komponist, j. Tschastowftij.
Tschaja, s. Wehrvoͤgel.
Tschastowstij, Peter Iljitsch, russ. Komponist natio—
aaler Richtung, geb. 7. Mai 1840 zu Wotkinsk (Ural),
gest. 6. Nov. 1893 in Petersburg; schrieb sechs Sinfonien,
infonische Dichtungen, Suiten, Kammermusikwerke, Kon⸗
erte, auch Opern (Engen Onegin“ „Jolanthe“). —
Biogr. von Knorr (1900), d (1802).
Tschaka, Hauptort der msel Pemba.
Tschako (Ezato, Tzako; vom ungar. esako), militür
Zopfbedeckung, gewöhnlich von Fila jetzt meist durch den
Helm ersetzt.
Ischaniara (tschech.), mit Pelz besetzter Schnürenrock.
Tschambal (engl. Chumbuthe nud größter Nebenfluß
er Dschamna in en entspringt im Windhja—
lebirge, mündet noch 6500 6m unterhalb von Itawa.
Tschambesi, Queufluß des obern Kongo (f. d.).
Tschangk Kaleffi, türt. Stadt, s. Kale Sultanie.
Tschanar(garh). Siadt in den brit.sostind. Ver⸗
mnigten Provinzen (Agra; früher Nordwestprovinzen) am
Banges, (18091) 11428 E. merkwürdige Befestigungswerke
Tchandala, eine verachtete Kaste in Indien. [nagar.
Tschandarnagar, ranz-ofind. Stadt, s. Chandar⸗
Tschhandragupta, inde Fuürst, de Sandrakottas
Sandrokottos) der Griechen, Gründer der Maurya⸗
)ynastie, vertrieb die Satrapen Alexanders d. Gr. aus
Indien und wurde zwischen 322 und 312, v. Chr. zum
Zönige gekrönt. Sein CEukel war Acola (f. d.).
Tscang, chinef. Längenmaß 3,i8 bis 3,8m; Geld
ind Gewicht in Siam — 80 Bat (J. d.).
Tschang⸗kia⸗on, chines. Stadt, s. Kalgan.
Tschang⸗scha, Hauptfiadt der chines. Prov. Hu⸗nan,
im Siang⸗kiang, 300 0o60 E. Fu⸗kien.
Tschaug⸗ tschou, Handelsstadt in der chines. Prov.
Zschantabun, Siadt im sudsftl. Siam, an der
Mündung des Finsses T. in den Golf von Siam, 7000 E.
Tschanny, Salzsee in der Baraba, an der Grenze der
ue Goup. Tobolsk und Tomsok, 3612 qkm.
schao⸗king⸗fu, chines. Stadt, s. Schiu-hing.
Tschapfta (poln. oeapka), nationalpoln Kopfbedeckung
ür die Ulanen und Lanciers verschiedener Heere über⸗
nommen, besteht aus dem untern, der Kopfform ent⸗
prechenden Teil, darüber vierkantiger Deckel, an dem die
Kokarde, zur Parade auch Fangschnur und Haarbusch be—
estigt werden.
Tscharda (ungar. osaräa), einzelnes Wirtshaus in
den weiten Ebenen Ungarns; davon Tschärdasch'(f. d.).
Tschardafch (ungar oatr ungen Nationaltanz
m 4Talt, langsam beginnend und immer lebhaftet
werdend bis zum Virdehhn
Tschardshni, Stadt im Chanat Buchara, J. am Amu⸗
darja, 15 000 E, Eisenbahnbruͤcke über den Amu; Beob—
ichtungsstation der internationalen Erdmessung.
Zscharra ruff. Fluffsigteusmiß e d
Tscharnikau, preuß. Stadt, s. Czarnikau.
Tschaslau, Staͤdtein Bohnen easn

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Eschataldscha (Cataldza), Stadt im türk. Wilajer
mnstantinopel, auf der Bosporischen Halbinsel.
Achatgaoit, brit Sostind. Stadt, s. d. w Tschittagong.
Achaust (syr. tscha⸗ust) russ Stadt, s. Kolywan.
Tschebyschew, Pafnutij Lwowitsch, russ. Mathema—s
iker, geb. 26. Mai 1821 in Borowst vei Moskau, Prof.
und Akademiker in Petersburg, geft.s. Dez. 1894; schrieb:
Lehrbuch der Zahlentheprie“ (deutsch 1899) u. a. zur
hern Mathematik und Mechanit. — Bgl. Wassilieff und
Delaunay (1800).
Tschech, Heinrich Ludwig, geb. 1789, Bürgermeister
in Storkow, verübte 26. Juli“ 1844 einn Altchtat auf
Friedrich Wilhelm IV., 14. Dez. enthauptet.
Tschechen, der einheimische Name der Slawen in
Böhmen, Mähren und kinem Teil Oberungarns sKarte:
Deutschtum]. Zahl (1800) in Osterreich⸗ Ungarn
7975038; davon in Böohmen 3930093, in Mähren1 727270,
n Osterr.⸗Schlesien 146 365, in Niederösterreich 182 868
n den übrigen zisleithan. Lündern 18 801, in Ungarn (Slo⸗
walen) 2019641. Dazu in Preuß.⸗Schlesien 76913. Die
T. als polit. Partei im böhm. Landtage und im Reichs—
cate spalteten sich um 1878 in die Aut. (konservativ)
uind JungT. (demokrat.); letztere haben die erstern fast
Jang verdrängt. (S. Böhinen, Geschichte.)
Tschechische Literatur. Nachdem die Grüneberger
ind die Königinhofer Handschrift (s. d.) als Fälschungen
achgewiesen sind, zeigt die 1. Periode der T. V Er⸗
cheinungen, die duf abendländ. Einflüsse hinweisen:
Ninnesäng, ritterliches Epos, Lieder, Legenden, roman—
ische Sagen, Vargedichte Satiren, ferner Dalimils Reim
hronik, Jurist. Werke, die philof. Schriften Stitns. In
der 2, Pexiode (Anfang 18. Jahrh. bis 1620) blühen
übersetzte Erzählungen und ihre Nachahmungen (,„Histo⸗
rie vom Ritter Stilfrid“ un. a.). Im Hussitenstreit wird
die Literatur polemisch und gewinnt bedeutend an Ein—
luß durch Reinheit der Sprache und Volkstümlichkeit; es
entstehen Polit. histor. Lieder, religiböse Gesänge; in der
Prosa: Memoiren, Reisebeschreibungen, jurift Schriften
u. q. Hus bedeutendster Schüler wat Peter Chelticki
IJ. Chelczicky). Am fruchtharsten ist das letzte Jahr⸗
jundert der Periode (das Goldene Zeitalter“ der T —8
ie „Böhm. Chronik“ von Hajek von Liboczan, die Bibel⸗
ibersetzung der Böhmischen Brüder (die sog. Kralitzer
Bibel) das „Kanzioönal“ (s. d) derselben, die Schriften
Beleslavins u. a. Die 3. Periode (bis 1780) umfaßt
en raschen Niedergang nach der e am Weißen
Berge und inselge der kath. Reaktion; der letzte große
Schriftsteller ist Komensty oder Comenius (s. d). REine
Liederbelebung (4. Periode) bereitete sich vor durch die
zelehrten Arbeiten Dobners(s. d.) und bes. Dobrowsts
s. D)ä. Man begann wieder tschechisch zu schreiben. Einen
Nittelpunkt erlangte die Bewegung im Böhmischen
Museum (gegründet 1818);, fie“ wird durch Safakit,
halackt, Jungmann (zugleich Uberfetzer klassischer Poesien)
allgemein⸗slawisch, bes. in den Dichtungen Kollaͤrs und
delakovsths. Andere Dichter sind: Vinatickt, Jablonfty,
Holltg, Erben; Dramatiket: Klicpera Tyl, Sauriter un
Zublizist; Haplidek; Novellisften Marek, Chocholousek,
Zlinka, Frau Nemcova. Bei Macha zeigt sich zuerst der
Linfluß Byrons; daraus entwickelte sich durch Halek und
Leruda eine kosmopolit. Richtung neben der nationalen,
heyduk, Plegn Jiti Kolar, Jekäbek, Bozdech Schulz,
zie Damen Fraͤsnohorsta und Svetlä. Vie Hauptver⸗
reter der neuesten Schule sind Cech (national) und Vrchlicktz
osmopolitisch), denen sich mehr oͤder weniger selbstaͤndig
auschließen Klaͤͤtersth, Maͤchar, Sovpa, Brezna! Simãdek.
Frau Podlipskaͤnu. a.
Die wissenschaftliche Literatur hat Vertreter auf allen
Zebieten, in der Geschichte: Safakik, Palackß, Tomek,
Bindely, Dudik, J. und K. Jirekek uͤ. a.; in der Lite—
caturgeschichhte: Jungmann, Jof. Jiretek, Sabina u. a.;
n der Philosophie: ageee Masaryik, Hostinsth, Durdik
Kolkslieder sanmelten Erben, Sudil. Val. Pypin und
Spasovid (8. Abteil. deutsch 1884); neueste Zeit: Albert
18085), Batkovskh (isos).
Tschechische Sprache, zur westl. Abteilung der slaw.
Sprachen gehörig, gesprochen von den Tschechen (s. d.),
erfällt in den eigentlich tschech. (die Literatursprache), den
nähr. und den slowak. Dialekt cletzterer auch zur Echrift-