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prache geworden, s. Slowaken). Grammatiken: wissen⸗
schaftlich von Dobrowskt, Hattala, Gebauer; für Unter⸗
richt von Masatit (6. üuf. 1902) u. a.; Wörterbücher
von Jungmann (s5 Bde., 18352839), stott (7 Bde., 1878
82), Schumawfky, Rank, Kunz.
Tfchech w, Anon Pawlowitsch, russ. Schriftsteller, geb
29. Jan. 1860 in Taganrog, gest. 16. Juli 1804 in Baden
weiler; schrieb: Humoresken, Erzählungen („Die Steppe“
„Das Duell“, „Die Bauern““ u. a.), Dramen („Iwanow“
„Die Möwe“, Der Kirschgarten“ u. a.), „Werke“ deutsch
(1800 fg.). - Bal. Wolynsti ve 19064).
Tsche⸗fu, chines. Stadt, s. Tschi-fu.
Tscheki, tütk. Gewicht, s. e
Tfche⸗ kiang, Proviug des oͤstl. China, 91200 qkm,
1899) 11300 döo E.; Haͤuptstadt Hangetschousfu, außer
ihr Vertragshäfen Ning-po und Wen⸗tschou.
Aschekuag (Tjekua), Hauptort von Bagirmi, 20 xw
üdl. von Massenja.
Tscheljabiusk, Kreisstadt im russ. Gouv. Orenhurg,
um Mijaß, 26805 E. Anfangspunkt der Sibir. Eisenbahn.
Tscheljuskin, Kap, früher Nordosttap, die noͤrdlichstt
Spitze Asiens, auf der Osthälfte der Tajmyrhalbinsel.
— e phoniz. Ruinenstätte bei der marokkan
Sta risch.
Tschempin, preuß. Stadt, s. Czempin.
Tsche⸗niul⸗ po (Che⸗mul⸗vo), wichtigster Vertrags
Jafen von Korca sKarte: Afien J, 141, an, der West
rüfte, Prov. Kiöng-twi, (1808) 27000 steuerpflichtige E.
Bahn nach Söul (42 *30); Handel. 9. Febr. 1804 vor
T. Seegefecht zwischen Nüufssen und Japanern, in dem
2 russ. Kreuzer sanken.
Ticheng (Cheng), altes chines. Blasinstrument mit
durchschlagenden Zungen, die durch das T. den Europäern
erst bekannt wurden und dann Verwendung bei den
Zungenpfeifen der Orgel und des Harmoniums fanden.
Tscheng⸗te, chines. Ort, s. Schehol.
Ticheng⸗etu⸗fun(Tsching⸗tu⸗su), Hauptstadt der chines.
Prov. Szertschwan, an einem schiffbaren J. Nebeufluß des
Minskiang, 400 000 E. Seidenweberei.
Tschenstöchow, russ.-poln. Stadt, s. Czenstochau.
STscheremifsen oder Maara, zu den Wolgafinnen ge⸗
döriger Voltsstamm, bes. im Gouv. Wiatka, aber auch in
Perm, Kostroma biz Ufa, 878 000 Seelen. Die tschere
missische Sprache ist ein finn. Dialekt, an mit
cuss. und tatar. Worten. Grammatik von Budenz (1866),
Weske (1889). — Bgl. Smirnow (xuss. 1889).
Zscheri (türk.), Niliz, Truppe (. Janitscharen).
Tscheribon, niederlud.«ostind. Residentschaft im nord⸗
vestl. Faba, 6789 qkm. (1895) 1566 283 E. (820 Europäer,
19 208 Chinesen). Die Haupistadt T. (1896) 20792 E.
Tscherkassen, Name der Kleinrussen sowie der Sapo—
cogischen uud Dnjepr⸗sosaken, nach der Stadt Tscherkassy
Tscherkässy, Kreissiadt im russ. Gouv. Kiew, am
Dujepr, 29619 6.
FTFfcherkessen, Zirtassier oder Adighe (wie sie sich
jelhst nennen), Volksstamm, der früher die Ostküste des
Schwarzen Meers, einen großen Teil der Abhänge des
Kaukasus, die Ebenen am Kuban und einen großen Teil
der Kabardinischen Ebene bewohnte, 1888 59 von den
Russen unterworfen, wanderte 1864 zum großen Teil
in die Türkei aus, so daß im russ. Kaukasien nur noch
217 000 Seelen geblieben sind; Mohammedaner; Sprache
unbekannten Ursprungs; Wörterbuch und Grammatik von
vre (russ. 1846), Wörterbuch von Löwe (engl., 1884).
Tschermak, Guslav, Mineralsg, geb. 18. April 1836 zu
dittau bei Olmütz, 1868 —1906 Prof. in Wien; schrieb:
„Psendomorphosen“ (1862 -66), „Lehrbuch der Minera⸗
logie“ (6. Aufl. 1905) u. a. und gibt die „Mineralog
und ꝓetrogr. Mitteilungen“ heraus.
Tschernagöra (serb. Crnagora), ssaw. Name von
Montenegro; Tschernogorzen, s. v. w. Montenegriner.
Tschernagorischer Unabhängigkeitsorden, s.
Daniloorden.
Tschernaja (spr. tschör⸗), Fluß in der südl. Krim,
mündet in die Bucht von Sewastopol; hier 16. Aug
1855 Sieg der Alliierten unter Canrobert über die Russen
Tschernaäjew, Michail Grigorjewitsch, russ. General,
geb. 1828, eroberte 1864 Taschkeut, 1876 Kommandant
der serb. Armee, 29. Okt. bei Alexinac von den Türken

Tse
jeschlagen, 188284 Geueralgouverneur von Turkestan,
jest, 17. Aug. 1898 in Mogilew.
Tschernenka (spr. tschör⸗), russ. Stadt, s. Grigoriopol.
Tschernigow, Gouvernement im füdoöstl. Rußland,
u den kleinruss. Gouvernements gehörig, am mittlern
Dujepr, 52 402, 4km, 2287 884 E./ meist Klein⸗ und
Weißrussen. — Die Hauptstadt T. an der Desna, Bischofsi,
 2 606 E.
Tschernosem (russ. spr. sjom, „Schwarzerde“), hu—
nusreicher Boden im sůüdöstl. (Steppen-) Gebiet Rußlands,
geht in Streifen auch nach Sibirien über.
Tschernyj Jar, Kreisstadt im russ. Gouv. Astrachan,
r. an der Wolga, 7302 E.
Tscherunyschew, Alexander Jwanowitsch, Fürst, russ.
Feldherr, geb. 1778, zeichnete sich in den Rapoleonischen
striegen aus, 1828 —52 Kriegsminister, gest. 20. Juni 1857
in Castellammare. „Quvrés choisies““ (Bd. 1, 1809).
Tschernyschewfkij, Nikolaj Gawrilowitsch,
Schriftsteller, geb. 24. Juli 1828 in Saratow, 1864 alb
Sozialist nach Ostsibirien verbannt, 1883 zum Teil be—
madigt, gest. 29. Okt. 1889 in Saratow; schrieb den
Tendenzroman „Was tun?“ (deutsch 1888).
Tscherokesen (Cherokesen, Cherokee; spr. tscherrockih),
n ihrer eigenen Sprache Tsalagi, nordamerik. Indianer⸗
tamm, seit 1838 im Indianerterritorium, haben eigene
Silbenschrift (von Gueß sSequojah] 1826 erfunden).
Tscheschme (falsch Tschesme), Hafenplatz aun der
leinasiat. Westküste, Chios gegenüber, im türk. Wilajet
Aidin, 5550 E.; hier 5. bis 7. Juli 1770 Seeschlacht zwi⸗
chen Russen und Türken, in welcher die ganze kürk. See—
macht verbrannte.
Tscheskaja Guba (Sicheschstaia Guba), Bucht des
Nördl. Eismeers, im russ. Gouv. Archangelsk, zwischen
der Halbinsel Kanin und der Timanschen Tundra.
Tfchetschenzen, Tichetschen oder, wie sie sich selbst
nennen, Rachtschuri oder Nachtschi, mittelkaukas. Bölker—
zruppe im russ.⸗kaukas. Terekgebiet, zwischen dem Terek
und der Andischen Wasserscheide, 274 300 Seelen, Moham—
medaner (Sunniten), besteht aus den Auchowern, Itschke—
riern, Inguschen, den Berg⸗T. und den eigentlichen T.
Letztere, die mächtigsten, bewohnten die Große und Kleine
Tschetschnia (im Gebiet des Flusses Sunsha), und unter—
varfen sich den Russen erst vollständig mit Schamyl (s. d.).
-Bgl. Berge (1850).
Tschẽtwert, russ. Getreidemaß — 2,80 hl; Tschetwe⸗
t Ah, Tschetwerka — Ig T.
Tschetwertäk, russ. Sislbermünze — , Rubel.
Ichẽu⸗schan, Inselgruppe, s. Tschon-schan.
Aschi, chines. Längenmaß — O, sis bis G, ass m; Ge⸗
cht von 120 Kättis — 72,61 Kg.
Tschi, Negerstamm, s. Odschi.
Tschiä, jetziger Name der Insel Keos (sJ. d.).
Tichibuk, tuͤrk. Tabakspfeife; Tschibuktschi, Diener, der
eFfeifen seines Herrn instand zu halten hat.
Tschi⸗fu (engl. Chefoo), europ. Handelsniederlassung
u der chines. Stadt Jen⸗-tai (Yen⸗thai), Prov. Schan—
ung, am Eingange in den Goff von Pes⸗tschi⸗-li, (1804)
5 900 einheimische E.; Vertragshafen.
Tschigirin, Kreisstadt im russ. Gouv. Kiew, an der
jasmina fum Dujepr), 98870 E.
Tschiköß, r. Nebenfluß der Selenga im russ.-sibir. Ge—
net Transbaikalien, 330 Kmulg., bildet auf 90 Km die
e gegen China.
Tschikosch, der ungar. Pferdehirt.
Tschi⸗li, chines. Provinz, s. Pe⸗tschi⸗li.
Tschilka, seichtes Haff an der Ostküste Ostindiens, je
ach der Jahreszeit 880 1165 qkm; Zufluß der Mahanadi.
Tschimkent (Tschemkent), Kreisstadt mit Festuͤng im
s.-zzentralasiat. Gebiet Syr-darja, am Bad-amu, 10 766E
schinpanse, s. Schimpanse.
Achin (xuss.) Stand, Charge, insbes. die Rang⸗
tlassen (14), die in Rußland den Zivil- und Militaär—
»camten verliehen werden. Beim Zivildienst sind sie in
bsteigeuder Iesenee Kanzler, Wirkl. Geheimrat,
cceg Wirkl. Staatsrat, Staatsrat, Kollegienrat,
Hofrat, Kollegienassessor ꝛc. (S. Russischer Adel.)
Tschinab (engl. Chenab), einer der 5 Flüsse des
Pandschab, entspringt in Lahol im S. von Ladach, mün—
det nach 1210 km in den Judus.

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