Tsubo, Pu, japan. Feldmaß S 8,308 qm.
7Tsuga, s. Hemlockstannen.
Tfung⸗li⸗e ja men, in China früher das Auswärtige
Amt, 1801 neu organisiert und Wai⸗wu ⸗pu genaunt.
Tsurugaoka, Stadt auf der javan. Insel Nippon
(1894) 20116 E.
Tfuͤshima, japan. Insel in der Straße von Korea,
690 qn asos) 38686 E. Bei ihr Seecschlacht 27. bis
28. Mai 19085, in der die japan. Flotte unter Togo die
russische unter Roshestwenstij und Nebogatow völlig besiegte.
t. v. . — tournez s'il vous plast (frʒ.), wen⸗
den Sie gefälligst um (am Seitenschluß).
Tu, Laͤndschaft, s. v. w. Tibesti (s. d.).
Tua, Terefina, Violinvirtuosin, geb. 22. Mai 1561
in Turin, meist auf Konzertreisen, seit 1889 vermähl
mit dem Grafen Franchi-Verney della Valetta.
Tuamoiu, früher Paumotu- oder Niedrige Inseln
oͤstlichste Inselgruppe Polynesiens, südl, von den Mar⸗
quesabinseln, etwa 80 Korallenatolle, mit der Mangarewa⸗
oder Gambiergruppe (280 qkm, 1400 E.), 230 qkm, (1897)
53800 E. (meist Christen); Sitz der Behörden Fakarawa
feit 1818 franzöfisch, seit 1844 unter franz. Protektorat.
Tuan, qines. Prinz, geb. 1856, stand 1898 an der
Spihtze der fremdenfeindlichen Bewegung, ließ durch den
Kaifser seinen Sohn Pu⸗tsing 1900 zum Thronerben er⸗
tlären, wurde 1901 verbannt und sein Sohn von der Thron—
folge ausgeschlossen.
—— Einzahl Targi, Tergi), die Bewohner der
mittlern Eahara, zu den Berbern gehörig, Mohamme—
daner, etwa 300 000 Köpfe, mit eigener Sprache (Tamaschet).
 — Vgl. Bissuel (franz. 1888) Ferme (franz., 1000)
Der franz. 1901), Köhler (1904); Grammatik von Hano—
teaun (1860), Wörterbuch von Masqueray (1893).
Tua ron agitur (paries cum proximus ardet), um
deine Sache handelt ed sich, deine Habe steht anf dem
Spiele (weun die Nachbarwand brennt), Zitat aus Horaz
Tuat, Oasengruppe der Sahara, diirch die Wüste El⸗
ig vpon der alger. Prov. Orän getrennt, 400 xm lg.
uatera, s. Brückenechse. sbis 60 km br.
Tub (fpr iöbb), engl. Gewicht für Tee 60, für
Butter S 84 engl. Handelspfund.
Tuba (lat.), Röhre; Kriegstrompete der alten Römern
Tafel: MuflieI, 11; jetzt ein Blechblasinstrument, dat
tiefste Instrument des Orchesters Gaß;⸗T.); die Tenor⸗T
sleht eine Oltave höher. — 7. Rustachit, Eustachischt
Roͤhre oder Ohrtrompete (s. Ohr). T. Fallopili, Eileite'
oder Muttertrompete.
Tuba, gemeinsamer Name von drei türk. Volksstämmen
den Sojoten, Schwarzwaldtataren und Koibalen.
Tubalkain, s. Lamech.
Tubanbaum, s. Isonandra.
Tubangummii, s. v. w. Guttapercha.
Tubavolk, s. Sojoten.
Fuber, Pilzgattg. s. Trüffel.
Tuberazeen, PRilzfamilie, s. Abkomyzeten.
Tuberkeln (iati), durch Tuberkulose (s. d.) hervorgern⸗
iene tleine Knötchen in verschiedenen Organen des Körpers
Tuberkulin, Kochin, ein Stoffwechselprodukt der Tu⸗
bertelbazillen, dlare, braune, eigentümlich aromatisch rie⸗
chende dlůfsigkeit, nach Koch aus glyzerinhaltigen Fleischbrühekulturen
 der Tuberkelbazillen gewonnen, T. wirkt,
unter die Haut eingespritzt, auf Gesunde nur schwach ein,
bei Tuberkulöfen dagegen stellt fich 18 15⸗stündiges Fieber
ein, wodurch Tuberknlose frühzeitig erkannt werden kann.
Namentlich in der Tierheilkunde ist T. als diagnostisches
Mittel für die Tuberkulose des Rindviehs von großer Be—
deutung. Als Heilmittel hat sich T. nicht bewaͤhrt, wes—
halb die Versuche fortgesetzt wurden und zur Herstellung
verschiedener aäͤhnlicher Präparate führten: T. TR, erhalten
durch Eintrocknen lebender Kulturen, Zerreiben des Trocken⸗
rückslandes, Lösen des Pulvers in Wasser, Zentrifugieren.
Der schlammige Bodensatz (zerriebene Bakterien) ist T. TR,
die helle nur schwach immnnisierend wirkende Lösung 70
Tuberkuloplasmin, der Preßsaft der lebenden, von der
Rahrlosung abfiltrierten und mit Infusorienerde gemischten
Bakterien, in hydraulischen Pressen mit 45.500 Atmo—
sphären Druck auͤsgepreßt. Tuberkulinsäure, eine Nuklein—
sfaͤure der Tuberkelbazillen, ähnlich wie T. wirkend, abe—
genau dosierbar.

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Tub

Tuberkulsse, JInfektionskrankheit, bei der sich hirse⸗
orngroße, graue, durchscheinende Knötchen (Tuberkeln)
n verschiedenen Organen des Körpers bilden, verläuft
ntweder akut, oder chronisch. Der frische Tuberkel ist
ine Anhäufung kleiner Rundzellen, die von einer oder
nehrern großen. Zellen (Riesenzellen) umschlossen sind.
Er verwandelt sich bald im Junern zu einer käsigen Masse
Verkäsung), die perkalkt oder erweicht; dadurch entsteht
das tuberkulbse Geschwür und die tuberkulöse Kaverne
oder Höhle, die den Gesamtorganismus schädigen. Ursache
der T. ist der von Rob. Koch entdeckte Tuberkelbazillus
Tafel: Bakterien, 8), der teils mit der Nahrung, teils
nit verstäubtem Auswurf oder den beim Husten Schwind—
üchtiger entstehenden Tröpfchen übertragen wird. Bei
zkuter allgemeiner Miliar⸗T. werden die Bazillen durch
das Blut über den ganzen Körper verbreitet; von den
sokalen T. ist die Lungen⸗T. die häufigste. (S. Lungen—
pind ucht Tuberkulin (s. d.) zur Heilung der T. hat
ich nicht bewährt, doch werden die Versuche, ein ühnliches
rauchbares Präparat zu finden, namentlich von Behring
sortgesetzt. Die T. ist diejenige Seuche, die dauernd die
neisten Opfer an Menschenleben fordert. Zur Bekümpfung
ramentlich der Lungen-T. bestehen Lungenheilstätten (s.
Volksheilstätten); auch finden zur Beratung geeigneter
Abwehrmaßregeln internationale Tuberkulosekongresse statt
serster 1809 in Berlin, legter 1905 in Paris). Knochen⸗,
druͤfen- und Gelenk⸗T. erfordern chirurg. Behandluug. —
vgl. Cornet (1898), Goldschmidt (1904); Geschichte von
pledöhl (1888); über den Staud der Tuberkulosebekümpfung
n Dentschland vgl. die „Denkschrift“ des Deutschen Zentral⸗
omitees zur Exrichtung von Lungenheilstätten (hg. von
Frunkel, 1908), über Tuberkulosebekümpfung in Europa
ind Amerika Blumenthal (1805).
Daß die T. der Haustiere mit der des Naser iden⸗
tisch und vom Tier auf den Menschen, z. B. durch die
Milch, übertraghar sei, wird in der neuesten Zeit wieder
vbestristen. T. kommt bes. beim Rind und Schwein vor
ind befällt entweder die Lungen (Lungen-T. Lungensucht),
Zen Darm und die Gekrösdruüsen, oder die Geschlechtsteile,
bon welchen Organen sie ig jedoch auch auf den übrigen
Körper ausbreiten kann. Es entsiehen in den befallenen
Organen verkäsende oder vereiternde Knötchen (Tuberkeln)
Ind größere Eiterherde, beim Rinde auch bindegewebige
Wucherungen mit eingesprengten Käseherden auf Bauch—
ind Brustsell (Perlsucht, Franzosen, Frauzosenkraukheit)
und im Euter, das anschwillt. Diagnose am sichersten
mit Tuberkulin (s. d.), das Fieber verursacht. Stark
Aberkulöse Tiere sind zu töten, ihr Fleisch zu vernichten;
Fleisch von lokal tuberkulösen wird auf der Freibank als
nunderwertig perkauft. [schwamm.
Tuberkulöse Gelenkentzündung, s. v. w. Glied⸗
Tuberose, Nachthyazinthe (Polianthes tuberösa L.),
stind. Liliazee, mit weißen, stark duftenden Blütenähren.
Tubifloren, dikotyledonische Pflauzenordnung, um—
aßt die Konvolvulazeen, Polemoniozeen, Hydrophyllazeen,
Afperifoliazeen und Solangzeen.
Tuͤbingen, Oberamtsstadt im württemb. Schwarz⸗
vadtreis, am Neckar sTafel: Kartographie II, 41,
I800) 16838 (1906: 16786) E., Garnison, Land⸗, Amts⸗
ericht, Schloß (Hohen-T.), Universität (1477), Universi⸗
Aisbibliothet (800 o0o Bde.), evang.⸗theol. Seminar, kath.
donvitt, Gymnasium, Realschule. — Vgl. Klüpfel, „Die
Universität T.“ (1877).
Tuͤbinger Schule, die von Ferd. Chr. Baur (s. d.)
egründete histor.-kritische theol. Richtung und ihre Vertreter.
Tubu, Negervolk, s. Tibbu.
Tubungiinfeln, Australinseln, franz.zpolynes. Inseln,
üds. von den Gesellschaftsinseln, 288 qkm, 1783 6.;
—
Tubularien, s. Hydroidpolypen⸗
TupPuuissrae, Unterfamilie der Kompositen (s. d.).
Tubulus (lat., „Röhrchen“), auf Glasgefäße, bes.
Retorten und Kolben, aufgesetzte Verschlußöffnung, dient
um Einfüllen von Substanzen, zur Einführung eines
Thermometers, zum Ableiten von Gasen ꝛc.
Tuburisümpfe, seichtes Wasserbecken im mittlern
Sudan, zwischen Bornu und Adamaua, 90 kxm im Umfang;
in der KRegenzeit Verbindung zwischen Maio Kebbi (Binue)
und Logone (Schari).