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rine außen beaufschlagte Nadial-T. (Grancis⸗T.). Löffel—
rüder haben löffelartige Schanfeln, die es ermöglichen, daß
hei verschiedener Stellung des automatisch regulierien Leit—
apparates der Wirkungsgrad annühernd unveraändet hoch
bleibt. (S. auch Peltonrad.) — über die Dampfturbine
. d. und Tafel: Dampfmaschinen, 5, 7u. 8.
Turbinengeschoffe/ früher aus glatlen Geschützrohren
verfeuerte, nach dem' Firinzip der Tuͤrbinen vermittelst
piralförmiger Kanäle um ihre Längsachse rotierende Lang—
eeen 1880 in Preußen als Demontiergeschosse
ingeführt.
Turbinenypumpe „eine Pumpe, in der durch Um—
drehung eines mit Turbinenschaufeln besetzten Laufrades
die Fluͤssigkeit gehoben wird; dem Laufrad ist ein festes
benfalls nut Schaufeln besetztes Leitrad beigegeben.
Turbodynamo, Turbogenerator, durch eine Dampf—
urbine angetriebene, mit ihr direkt gekuppelte Dynamo—
naschine Safel: Dampfmasschinen 7)].
Turbolokomotive, durch eine Vampfturhine ange⸗
riebene Lokomotipe; hat gegenüber der durch Kolben—
naschinen angetriebenen Vampflokomotive den Vorteil
Einsachheit und des Wegfalls der störenden
Massenbewegnngen, so daß sie größere Geschwindigkeiten
zuläßt, als jene, weshalb sie, wie die elektr. Lokomotive,
als Schnellbahnlokomotive geeignet ist.
Turbot, Fisch, s. Schollen.
Turbulent (lat.), stürmisch, ungestüm; Turbulenz,
ogestümes Wesen.
——— Aung Elisabeth von, s. Schönemann.
Zurcos, franz. Truppen, s. Turkos.
Turdetäner, Turduler, alte span. Völkerschaft in
ex Gegend des heutigen Sevilla.
Turek, Kreisstadt im ruff.-poin. Gouv. Kalisch, 8630 E
Turenne (spr. türtnn) Heuri de Latour d'ARupergne,
Vicomte de, franz. Feldhert, geb. 11. Sept. 1611 zu Sedan,
zweiter Sohn Herzog Heinrichs von Bouillon, 1644 und
1672 Oberbefehlshaber der franz. Truppen in Deutschland,
iel 27. Juli 1673 bei Sasbach unweit Offenburg. AMs
moires“ (2 Bde. 1782); „Corresspondane“ (1874). —
Biogr. von Durnh (5. Aufl. 1880), Roy (neue Ausg. 1895)
Turf (engl., syr. törf, „Rasen““), Rennbahn, Rennsport
Turgaͤj, Gebiet in Ruff.-Zentralasien, Steppe zum Teil
m Flußgebiete des Ural und Tobol, 456307 qkxm, 458 4160
ð*. (meist Kirgisen); Sitß des Gouͤverneurs in Orenburg.
Turgenjew, Zwan Sergejewitsch. russ. Novellist, geb
J. Vov. 1818 in Orel, lebte meist im Auslande, gest,
3. Sept. 1888 in Bougival bei Pauis, Leiche ——
auf den Wolkower Friedhof in Petersburg. Größten Er—
olg hatten seine Aufzeichnungen eines Jägers“ (1846 fg.),
dann folgen die Romane „Rudin“ (18859, „Ein adliget
Nest“, „Am Vorabend“, „Vater und Söhne“, „Dunst“,
„Frühlingsfluten“ „Reuland“, endlich die Novellen
Triumphgesang der Liebe“, Klara Militsch“ und „Ge—
dichte in Prosa“, alles ins Deutsche und die meisten
ultursprachen übersetzt. — Biogr. von Zabel (1880)
Borkowsty (1902). laufschwellen
Turgeszenz (lat.), s. Turgor; turgeszieren, an⸗,
Turgor (lat.) oder Turgeszenz, das Aufgeschwollen⸗
ein, Strotzen; in der Botanik der durch osmotische Vor—
Jünge oft beträchtlich erhöhte hydrostatische Druck in der
Fflanzeuzelle, der ihre Straffheit bewirkt And durch seine
Veränderungen Bewegungen hervorrufen kaun; in der
Medizin der natürliche, straffe Zustand der Gewebe des
ebenden Körpers durch den Wassergehalt der Zellen bedingt.
Tutrgot (spr. türgoh), Anne Rob. Jacques, Baron
de LAulne, franz. Staatsmann, geb. 10. Mai 1727 zu
Paris, als Finangminifter 1770 76 um vie Verbesserung
der wirtschaftlichen Zustände Frankreichs bemüht, gest
20. März 1781 zu Paris; als nationalbkonomischer Schrift⸗
eller Vertreter des physiokratischen Systems. — Vgl
Say. Granz. 2. Aufl. Isben Feilbogen (1892).
Zürheim, Ulrich von ünrich ohn Türheim).
Zurla, span. Fluͤß, s. Guadalapsar.
Turin (ital. Torino), Hauptstadt der oberital. Prov.
————
Residenzstadt des Königr Sardinien, bis 1865 des Königr.
Italien an der Mundung der Dora Riparia in den Po,
(1901) 8338 666 E, große Plätze: Piazza San Carlo
nit dem Reiterstanbbide des Heroas Eunut nneee,

Biazza Castello, von Arkaden umgeben, Piazza Vittorio,
manuele, Piazza Carlo Alberto“ mit dem Reiterstandzilde
 des Königs Karl Albert, Piazza dello Statuto
nit einem Denkmal zur Erinnerung an die Durchstechung
des Mont⸗Cenis, Piczza Carlo Emanuele IT. ( Marmor⸗
deukmal Cavours), Plazza Tarignano (Denkmal Gio⸗
hertis); schöne Kirchen: Domkirche San Giovanni Battista
1492-098 erbaut, Gruftkapelle des Hauses Savoyen),
dirche Corpus Domini 8 Santo Spirito (1610),
die Kuppelkirchen Gran Madre di Dio (109182 89 und
San Massimo (1845 —54); weltliche Gebuude: Palazzo
Madama (18. Jahrh.), jeht Sternwarte, wolazzo reate
nit der königl. Ruͤsskämmer, Bibliothek und Kunstsamm—
ung, Palazzo Carignano, 1848 68 Parlamentsgebäude,
etzt naturhistor. Muiseum, Universität, 1412 gegründet,
mit vier Fakultäten, einer pharmazent, ESchule und wBiblio⸗
het Gibliotecs nazionalo), Atademie der Wissenschaften,
Akademie der schönen Küͤnsie, Staatsarchiv, Altertums—
nuseum, Industriemuseum, Tierarzneischule, Ingenieur⸗
hule, Militärgakademie, Artilleriemufeum. Bedeutende
Industrie in Seidenstoffen, Bisputeriewaren, Möbel, Piano⸗
ortes, Schololade, Lederarbeiten, künstlichem Marmor ꝛc.
ind beträchtlicher DOurchfuhrhandel. In der Umgebung die
chöne Klosterkirche La Superga, Begräbnisstätte der sa⸗
oyischen Herrscher (1718 — 31 erbaut) — Ti, im Altertum
dauptort der gallischen Taurini, feit Augustus als Augusta
caurinorum röm. Kolonie, fiel 1032 an Sapoyen, seit
562 Residenzstadt; hier 7. Sept. 1706 Sieg der Kaiser⸗
ichen unter Prinz Eugen und der Preußen uͤnter Leopold
ou Dessau über die Franzosen.
Turka, Bezirksstadt in Galizien, am Stryj, (1900)
080. E. B000 Israeliten); dabei Naphthaquellen.
Türkei, s. Türkisches Keich.
Türken (Turtvöller), der weitverbreitete westl. Zweig
der drei Hauptzweige der tatar. Völkerfamilie, die mu
)en finn. Völkern die uralaltaische Völkerfamilie bilden.
Arheimat der Norden und Westen Chinas, jetzige Wohn⸗
ze das Gebiet von Ostsibirien bis zur Balkanhalbinsel.
doxrzugsweise werden die Osmanen (. d. und Türkisches
deich) als T. bezeichnet. — Vgl. Vambery (1885), die
⸗ chriften von Raͤdloͤff. (S. auch Türkische Sprache und
ürkenblut, s. Stachelschnecke Literatur.)
ürkenbund, Pflanzenart, s. Lalinm.
Aurkestan. D) T. (Turtiftan) oder Tschagatai, im
oritern Sinne die asiat. Tatarei, durch den Kisil- jart
n Ostturkestan (s. d uund West-T. geteilt. [Tafel: Kar—
ographie II, I.] Letzteres, die Freie Tatarei, Westtscha⸗
atai. auch Turau, gewöhnlich schlechthin T.genannt, zieht
ich zwischen der Dsüngarei und der Kirgisenfteppe im N.
awie dern Hindukusch und Persien im S. bis zum Kaspi⸗
473 Meer hin, und ist zum größten Teil Steppe und
üste (die Turkestanische oͤder Turanische Fieesru nur
m O. und EO. Alpenlandschaft. —T. war im Alter
um im Besitz von Persien, kam im 6. Jahrh. an Dnn
ind türk. Völker, im 8. an die Araber, im I2? an die Mon—
jolen, zersplitterte sich im 158. Jahrh. in kicine Romaden—
ind Räuberscharen, die erst von Rußland gezügelt wurden.
— 2),T., Generalgonvernement in Russ.⸗Zentralasien,
imfaßt die Gebiete Syr-darja (mit der Abteilung Amu⸗
darja), Samarkand, Fergang (mit dem zu Rußland ge⸗—
yörigen Teil des Paimir), fowie Ffeit 1888) Semirjetschensk
uind Trauskaspien; Siß des Generalgouvperneurs in Tasch⸗
ent. &amp; Bol. von Schwarz (18900), Krafft (franz., 1902),
veschichte bon Skrine und Roß (engl., 1809).
Turkestan, Asret, Stadt im russtzentralasiat. Ge⸗
iet Syr⸗-darja, 11598 E.
Türkeve, Stadt im ungar. Komitat Jazygien⸗ Groß⸗
umanien⸗Szolnok, am Bercttyo, (1900) 18707 6
Türkheim. 1) T. in Bayern, Marktflecken im bayr.
Reg.⸗Bez. Schwaben, unweit der Wertach, (1905) 2000 E.
Amtsgericht. — 2) T. im Elfaß, Stabt im Oberelsaß,
in der Fecht, (1005) 25869 E. hier 56. Jan. 1675 Sieq
Turennes über die Kaiserlichen.
Turkinseln, s. Turksinseln.
Türkis, Kalait (Kallait), undurchsichtiges, blaues oder
ünes, amorphes Mineral, wasserhaltige phosphorsaure
Tonerde durch etwas Eisen oder Kupfer gefuͤrbt prient.
c., in Persien und Arabien, als Edelsiein geschätzt; der
g. Zahn⸗ T. (Bein⸗T.) ist blau gefärbtes fossilcs Elfenbein