Tyr

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Tyrosin, Oryphenylamidopropionsäure, organische
Base, findet sich ini faulenden Küfe, der kranken Leber
Melasse, kommt innerhalb des Körpers als Zersetzungs
rodult der tierischen Eiweißkörper vor, biüdet weiße Kri⸗
Tyrotoxikon (grch.), s Käsevergistung. sstalle.
Tyrrhener oder Tyrsener, griech. Benennung der
ẽtrurier. Tyrrhenisches Meer (Tuskisches, Toskanisches
Meer), Teil des Mittelländ, Meers zwischen Italien,
Sizilien, Sardinien und Korsika; im N. von Elba Li—
urisches Meer genannt. sgKarte: Italien I.I
Tyrtäus, griech. elegischer dichter im 7. Jahrh. v. Chr.,
degeisterte die Spaͤrtaner durch seine Kriegslieder zum
Kampf gegen die Messenier; Bruchstücke in Bergks „Poetae
ixriei Guaeel“, Bd. (. Aufl. 1882).
Tyrus, alte phöniz Stadt auf einem Felsen im
Mittelländ. Meer vdoör der syr. Küste, schon im 10. Jahrh.
d. Chr. blühend, bedeutende Handels-⸗ und Industrie—

dadt, auch in Kunst und Wissenschaft hervorragend, von
Alexander d. Gr. 332 p. erobert; jetzt der unbe—
eutende Flecken Sur (türk. Wilajet Beirut; 6000 E.). —
Bgl. Sepp (1879), Jeremias (1881), ducas (1895)
Tyssmieniea spr. tüschmjenttza), Stadt in Galizien,
1900) 7918 6.
Tzako, eunn s. Tschako.
Zzetzes, Johannes, e Grammatiker und Dichter
812. Jaͤhrh. n. Chr., lebte zu Konstantinopel.
3 Beiname des byzant. Kaifers Johan⸗
esß I. (s. d.).
Tzschirner, Heinr. Gottlieb, prot. Theolog, geb.—
4. Rop. 1778 zu Mittweida, gest. 17. Febr. 1828 als
Superintendent und Prof. zu Leipzig, Anhänger des
og. rationalen Supranaturalismus. Hauptwerke: Fort⸗
etzung von Schröckhs „Kirchengeschichte (Bd. 8 u. 10,
810-12), „Der Fall des Heidentunms“ (1829).

u.

ü, der 21. Buchstabe unsers Alphabets, ein Vokal;
als Präfir in afrik. Sprachen j. v. w. Land, z. B. Usagara,
das, Land Sagara. U chem. Zeichen für Uran.
Uankari, eine Art des Kurzschwanzaffen (f. d.).
Ubaldus, Mönch, s. Hugbald.
Ubanugi, Mobangi, Mitlellauf des Uelle.
Ubangi⸗Schari⸗Territorium, Franzosisch-Kongo
Ubeda, Stadt in der span Prop, Jaten, zwischen dew
svugdalquivir und Guadalsmar, (18005) 19918 6.
überbau, nach Deutschem Buͤrgert. Gefehb. (66312)
her Fall, daß der Figentümer eines Grundstücks bei den
Zrigtuug eines Gebäudes über die Grenze gebaut hat,
der Nachhar hat den U. zu dulden, wenn dem Eigen⸗
ümer nicht ndt oder grobe Fahrlässigkeit zur VLasi
jällt, doch ist er durch eine Geldreute zu entschädigen.
üÜberbaurecht, das Recht, Teile eines Gebäudes in das
Nachbargruüdstück hineinragen zu laffen, Vpe daß die⸗
elben jedoch anf dem Nachbargrundstück selbst ruhen.
überbein (Ganglion), pralle rundliche Geschwulst
mit gallertartigem Inhalt, meist am Handgelenk oder au
dem Fußrücken, entstanden durch Quetschung oder Uber—
anstrengung, wird beseitigt durch Druck, Operation.
uberbrettl, auch Buutes Theater, durch Ernst von
Wolzogen nach Art der Pariser Kabaretts 1901 in Deutsch⸗
and eingeführte Bühne, auf der lyrische und kleine dramat.
Dichtungen, Gesangsporträge und Pantomimen von reiz⸗
ollem und literar. Charakker, oft durch die Dichter und
domponisten selbst datgeboten werden.
überchlorsäure, Chlor.
überdruck, umdruück, in der Lithographie das Ver—
ahren, eine Gravüre-, Feder- oder Kreideplatte durch Ab⸗
druck auf eigens zuhereitetem Papier mehrere Male auf
einen Lithographiestein zu übertragen, um so die Form
zum Druck zu gewinnen.
überfallsrecht, das Recht, wonach Früchte, die von
einem Baume oder Strauche auf ein Nachbargrundstück
hinüberfallen, dem Eigentümer dieses Grundftücks ge—
hören (Deutsches Bürgerl. Gesetzb. F 911); Überhangs⸗
recht, das diefem zustehende Recht, auch die Früchte von
)en überhängenden Zweigen zu brechen (Breuß. Landr
88289). stionis (s. d.).
uüberflüssige Werke, s. v. w. Opera supererogaüberfracht,
 die Gebühr fuüͤr Reisegepäck auf Gisen⸗
2ahnen und Posten, die fuͤr das uͤber das Gewicht des
Freigepäcks (25 kg auf preuß. sächs., mecklenb. und oldenb.
Staatsbahnen) hinausgehende Gewicht des Reisegepuckẽ
zu entrichten ist, dieses Mehrgepäck selbst. —* u.
eträgt in Deutschlaud 38 ze fut e Id g.
aberfruchtung, s. Superfölation.
abergalle, s. Nw. Rinderpest
Abergangsabgaben, Übergangssteuern, die Ab—
gaben/ die von Staaten des Deutschen Reichs, die innere
Stenern auf die Hervorbringung und Zubereitung eines
Verbrauchsgegenstandes (bes. Bier) gelegt haben, bis zum

zesetzlichen Betrage derfelben bei der inehe des Gegen—
tandes aus andern Staaten des Deutschen Reichs erhöben
verden dürfen, sofern mit diesen nicht Steuergemeinschaft
überhangsrecht, s. Uberfallsrecht. sbesteht.
uberhitzer, s. Sampfkessel und Tafel: Dampfkefsel,
berjsodsäure, s. Jod —I13 V.
überkalten, s. Schmelzen.
berlandbahnen, s. v. w. Pacific-zEisenbahnen.
uü berlandpost (engl. Ovorland mai), die Briefposi
wischen Großbritannien und dessen afiat, und austral.
dolonien, geht über den europ. Kontinent, dann Alexan⸗
»ria, Sues und Aden nach Bombay, Kalkutta, dengegua
oder Sydney, versendet auch die sonstigen europ. Posten
ach und von Indien.
überlieferung, s. Tradition.
überliegegeld, üͤberliegezeit, s. Ladezeit.
überlingen, Amtsstadt im bad. Kecr. Konstanz, am
lberlinger See (nordwestl. Teil des Bodensees), (1905)
378 E. Amtsgericht, got. Münster (1350- 1408), Rat⸗
aus (15. Jahrh.); Furort (eisenhaltige Quelle, Seebäder),
Weinbau, Schiffahrt. — Vgl. Sevin, „Kaiser Rotbarts
fronhof U.“ (1900).
übermanganfäure, J. Mangan.
u bermäßig, in der Musik, s. Intervall.
übermensch, höhere Entwicklungsstufe des Menschen.
er Ausdruck findet sich schon im Faust wurde durch Niehsche
die Philosophie elngeführt.
überpflanzung, in der Chirurgie, s. Transplantation.
überpflichtige Werke, .v. w. Opoera ssupererogaionis
 (s. d.).
u berriefelung, s. v. w. Rieselung (s. Bewässerung).
Aberrog, früher Interimsrock blauer, früher
Offiziersrock (außer bei den Husaren) mit langen chößen
ind zwei Knopfreihen, ohne faͤrbige Armelaufschläge; wird
ußer Dienst und im kleinen Dienst getragen.
ͤbersattigte Lösungen, s. Lesung.
überschar, Oberschar Mitie, Gebirgsteile, die von
erliehenen Grubenfeldern so eingeschlossen sind, daß sie
veim Mangel der vorgeschriebenen Minimalgröße kein
erleihbares Grubenfeld bilden.
berscymelzen, s. Schmelzen. stionis (s. d.).
überschüssige Werke, s. d. w. Opera supererogaübesew
 angerans s. Superfötaätion.
Abersetzungs recht, Ausfluß und Teil des Urheber⸗
echts (s. d.s. Der Urheber kann sich das U. durch eine Bemer⸗
ung auf dem Titelblatt oder an der Spitze des Werkes
»orbehalten. Falls die Veröffentlichung der UÜbersetzung
nnerhalb eines Jahres nach dem Erscheinen des Werls de
jonnen und innerhalb dreier Jahre vollendet wird, bleibt
ie Übersetzung nach deutschem Recht 5 J. lang geschützt.
bersetzungsverhältnis, be Triebwerten dag ver
„ältnis der Umdrehungszahlen gelgeschwin digtei n
weier zusammenarbeitender Räder (Riemen⸗, Seils, Ket⸗
ens oder Schnurscheiben) und deren Wesse—