uü bersichtigkeit. s. Hyperopie.
Aberstauung, Art der Bewässcrung (s. d.).
Ubertãt (latt), Fruchtbarkeit, Uberfluß
Abertretung, Kontraventiön, die Klasse der ge—
ringsten Straffülle, nach dem Deutschen Reichsstrafgesetz
huch eine mit Haft oder mit Geldftrafe dis zu 13022
bedrohte Handluͤng.
Aberversicherung, die Versicherung eines den „zei—
tigen, gemeinen“ Wert des versicherten Gegenstaudes
übersteigenden Interesses; sie ist strafbar. Mitversicherung
snicht zu verwechseln mit eeeng s. d.), die
Beteiligung mehrerer Versicheret auf eine VPolite mit genau
bestimmten Summen, in deren Verhältnis der Sdaden
verteilt wird.
überweg, Friedr., Philosoph, geb. 22. Jan. 1826
u Leichlingen, gest. 8. Juni 1871 als Prof. zu Königsberg,
 bes. nanhaft durch seinen „Grundriß der Geschichte
der Philosophie⸗ (10. Aufl., 4 Tle. 1906 fg).
überweifung an die Landespolizeibehörde
auch korrektionelle Nachhaft, die im 5362 des Reichsstrafgesetzbuchs
 festgefebte Rebenftrafe, vermöge deren be—
stimmte Kategorien von zur Haftftrafe verurteilten Per—
sonen Landstreicher, Bettler, VProstituierte, Müssiggänger,
Arbeitsscheue) von der Landespolizeibehörde entweder vis
zu 2 3. in kin Arbeitshaus untergebrtacht oder zu ge—
meinnützigen Arbeiten verwendet werden können; Aus—
länder können statt dessen aus dem Bundebgebiet aus—
gewiesen werden.
Dvi bense, i patria, lat. Sprichw.: wo mirs wohl⸗
geht, da ist mein Vaterland.
Ubier, german. Volk am Rhein zwischen Sieg und Unter—
main. Ihre Hauptstadt war dolonis Agrippina (Köln).
übigau, Stadt im preuß. Req.⸗Bez. NRerseburg, (1805)
677 E. [Unterkunft
Ubikation (neulat.), in Hsterreich s. v. w. militar.
Ubiquität (kirchenlat.), Allgegenwart, bes. des Leibes
Christi, unterschieden von der Mulciprasenz, der Annahme
von der leiblichen Gegenwart Christi an ailen Orten, wo
er verheißen hat zu sein, auch an mehrern Orten zugleich:
Ubiquitarier, Udiquisten, Anhänger der U. (Lutherische)
Able RNachrede, Behauptung oder Verbreitung ehren⸗
rühriger Tatsachen in Beziehung auf einen andern, jedoch
ohne Wissen von deren Unwahrheit (Reichsstrafgefehobeß186).
UAbychen, Stamm der Tfsherkessen im suͤdwestl. Kau—
lasus bis zum Schwarzen Meer, nach 1878 zumeist nach
der Türkei ausgewandert.
u. o. ⸗ urbis conditas (s. Anno); in der Musik —
uns corda (s. Corda).
Ucayali, x. Nebenfluß des Amazonenstroms in den
peruan. Kordilleren, entspringt als Huilcamaho und Combo⸗
Rata, die sich zum Urubamba vereinigen, heißt nach der
Vexeinigung mit dem Paucartambo Quiulabemon und erst
nach der mit dem Tambo-Ene U. münder bei Nauta,
1235 xm schiffbar.
IXRX uttctuc Paolo, florent. Maler, geb.
1897, gest. 1475; biblische Freskei in Sta. MRaric Ro⸗—
ella, auch Schlachtenbilder (Florenz und London).
Uccialli (spr. uttschälli), Ort in der gleichnamigen
Landschaft in Abessin en, im iördlichsten Schoa; hier 2. Mai
1889 Vertrag zwischen Italien und Abeffinmien,
Uecle Epr. üklh, Stadt in der belg. Prov. Brabant
1904) 20702 E. fKarte: Nieder lande ec. L, 6.]
Uchapara, Strom in Bolivia, s. v. w. Beni.
Uchard (spr. üschar), Mario, franuz Schrifisteller, geb
28. Dez. 1824 zu Paris, gest. das. 81. Juli 1898, schrieb
Dramen (,„La Fiammina“, e cuarmeινενu, a.),
Lustspiele To BegονοJ' jeunée zc.), Romane (Rax.
mon“ u. a.).
Uchatius, Franz, Freiherr von, österr, Artillerie—
techniker, geb. 20. Okt. 1311 zu Theresienfeld, 1874 Ge—
neralmajox, 1879 Feldmarschalleutnant, gest. durch Selbst⸗
mord 4. Juni 1881 zu Wien; Erfinder eines weißen
sehr explosiven Schießpulverb (Uchatiuspulver), einer
Methode der Stahlbereitung (Ichatiusstahl, s. Eisener⸗
zeugung), der für die österr. Geschütze MNs75 (nchatius,
tanvnes eingefuͤhrten Stahlbronze und eines Ringhohl⸗
geschosses (nchatiusgrauagte).
Uchte, Flecken im preuß. Reg.-Bez. Hannover, (19050
1307 E., Amtsgericht.

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Uel

üchtlaud (Nüchtland, Ochtland), Helvetische Wüste,
stame des re zwischen Aare und Saane in den
chweiz. Kantonen Beru und Freiburg.
Achtomfkij, Esper Esperowitsch, dürst, geb. 26. Aug.
861 bei Petersburg, begleitete den danaligen Throns
olger, spätern Kaiser Rifolaus II., 183091 auf dessen
Orientreise und beschrieb dieselbe (russ., 8 Bde., 1893
73. deutsch, 2 Bde. 1884 808), hrustdent der Russe—
chines. Bank, seit 1806 Herausgeber der, S neten
ourgebijs Mjedomosti“, auch — von Gedichten u. a.
üchtritz, Cuno von, Bildhauer, geb. 3. Juli 1856 in
Breslau, in Dresden uͤnd Wien ausgehildet, seit 1899
Prof. in Berlin; Bronzestandbild Mostkes für Breslau,
Marmorgruppe des Kurfürsten Georg Wilhelm in Berlin,
owie polychrome Statuen.
uüchtriiz, Friedr. von, Dichter, geb. 12. Sept. 1800
zu Görlitz, bis 1888 Landgerichtsrat in Düsseldorf, gest.
15. Febr. 1875 in Görlitz; verfaßte Dramen und histor.
stomane. „Erinnerungen in Briefen“ (1884).
üchtritz⸗ Steinkirch, Edgar von, Afrikareisender, geb.
. April 1866 zu re e erforschte 1888— 90
Brasilien, 1891 03 Deutsch⸗Suͤdwesiafrika, litete lb03
eine Expedition in das Hinterland von Kainerun bis in die
Nähe des Tsadsees, lebt jetzt in Gebhardsdorf Schlesien).
üͤchtsee, alier Name des Murtener Seeb (. Murten).
uckeley, s. Ukelei und Tafel;: Fifche L v.
uderath, Dorf im preuß. Reg.⸗Bez. Koln, (1805)
3125 E.; Quarze, Basaltbrüche; hier 19. Juni 1796 Sieg
des Erzherzogs Karl über Kleber—
Uckermart (utermart), nördlichster Teil der Mark
Brandenburg, die Kr. Preuͤzlau, Templin, Angermünde
umfassend sKarte: Brandenburgrec. I].
ucker můnde (Ukermüunde) Kreisstadt im Iuß. Reg.⸗
Bez. Stettin, 2 xm von der Mündung der ücer in dus
dleine Haff, (1903) 6262 E. Amtsgericht, Seemanns-Strandamt,
 Schloß, Provinzialirrenanstalt.
Uckia (Mehrzahl uckie) oder Ockiat, früher marokkan.
Silberscheidemünze, zuletzt nur etwa — 12 9; Gewichts⸗
Löße („Unze“ in Nordafrika: in Algier — 34,18, in
Tunis 81,88, in Tripolis 80, be, in Agypten S 37 ,068 g.
Udaipur (engl. Oodeypoor), Mewar, Staat der Prod.
Radschputana des Brit.*oftind. Reichs, 38 308 qxm, (1801)
1021664 E.; der Hauptort U., 45 376 E.
Uddevalla, Hafenstadt im schwed. Län Götehorg und
Bohus, an der Mündung des Bafve- oder u.Kin den
dattegat, (1904) 10887 6.
Udine, Hauptstadt der oberital. Prov. n. (6582 qkm,
805: 614 440 G., Venetien) und des ehemal. venezian.
Friaul, am Kanal Roja, (19019 87 842 E., roman. Dom, erz⸗
hischöfl. Palast, altes Kasitell Getzt Kaserne); Seidenindustrie.
Udine, Giovanni da, ital. Dekorationsmaler, geb.
487 zu Udine, gest. 1564; dekorativ im grotesken Stil
dei Raffaels Wandmalereien tätig.
Udinen, auch Uden, Volksstaunm am Südabhang des
zstl. Kaukasus, 7200 Seelen, sprachlich zur lesghischen
Bruppe gehörig. Grammatik von Schiefner (1803).
udiidii (uiji, Udschidschi), Landschaft in Deutsch-Ostafrika,
 am östl. Ufer des Tanganjika, bewohnt von dein
Bantustamme der Wac(d)ji(dyji Hauptort die Regierungs⸗
tation U. früher Kawele (s. d.).
udometer (at.«gricch.), s. Regenmesser.
Udong, nordwestt. Mündungsarm des Me⸗kong.
Udschain (engl. njfijain), Hauptstadt des Reichs der
nahrattischen Fürstenfamilie Siudhia in Ostindien, Terri—
orium Gwaliar, am Sipra, (1901) 30 8982 E. eine der
ieben heiligen Städte der Hindu.
udschidschi s. Udjidji.
udschila, Oase, s. Audschila.
udschilong, sJ. v w. Providenceinseln.
Udvarheli (spr. üdwarheli), Komitat in Sieben—
hürgen, 2937 4km, (1900) 118276 E. ; Haupistadt Szekely⸗
advarhely (s. d.).
Ueaarchipel, Wallisarchipel, franz. Inselgruppe
Protektorat, Dependenz von Reukaledonien) im Stillen
Ozean, westl. von den Samoainseln, 96 qkm, 3440 kath. E.
uẽba, Hohlmaß in Tunis — 40 1.
VsEisen, Formeisen, s. Walzeisen.
Uelle, großer r. Nebenfluß des Kongo, im Oberlauf
Makua, im Mittellauf Mobangi und Übangi genannt,
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