Ufa

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entspringt nordwestl. vom Albert-Njansa, mündet bei Lir—
canga, 2500 km elg. (1100 Rm schiffbar); 1870 von von
Schweinfurth entdeckt.
Ufa, Goupernement im südöstl. Rußland, zu den Ural—
zouvernements gehörig, zwischen dem füdl. Ural und Ob—
yHtschij Syrt, 122 018 qk, 2 196 640 E., darunter 66 Proz
Baschkiren, Tataren, Meschtscherjaken u. a. — Die Sßaupistadt
 u. au der Mündung des Flusses n. in die Bjelasa (zur
dama), Bischofssitz 49 8861 E. Dampssehiffahrt nach Kasan.
ufenau, Inscl im Züricher See, s. Ufnau.
ufergas, s. Eintagsfliegen.
Uferfliegen (Perllaͤne), Afterfrühlingsfliegen, Familie
der Falschnetzflügler aus der Ordnung der Geradflügler,
rüb gefaͤrbte Insekten mit häutigen, reich geaderten
Flügeln, Hinterflügel breiter als die vordern, in der
NPähe von Gewäfsern. Hierher die große U. (iferbold
dexla bicaudata L.), im Mai und Juni.
uferhafte, die Eintagsfliegen (s. d.).
Uferläufer (Actitis), zur Gruppe der Wasserläufer
zehörige Gattg. der Schnepfen, mit mehr als kopf
langem, an der Spitze hartem, geradem Schnabel und
abgestuftem, die Flügel überragendem Schwanz; nordische,
im Herbst nach Süden ziehende Vögel. Bekaunnteste Art
der Fluß⸗U. (Sandpfeifer, A. Hypoleucos Brehm), braungJrau
 bis braunschwarz, Armschwingen mit weißem Band
— nu. heißt auch eine an feuchten Stellen, Flußufern ꝛc
lebende Gattg. (Rlaphrus) der Laufkäfer (gemeiner U.
Z. iparius T., bronzegrün), sowie die Uferwanze.
Uferschilfsänger, s. Rohrsänger.
Uferschnecken (Litorinidae), eine zu den Kammkiemerr
zehörige Familie der Vorderkiemer, mit ovaler Schale
undlicher Mündung. Manche Arten werden von der
düstenbevölkerung, z. B. in Holland und England, ge—
gessen, so die gemeine uU. (itorina Utorös L.), Schale
cifoͤrmig, mit spiem Gewinde, graubraun, dunkel gebändert.
Uferschnepfe (Limosa), kine zur Gruppe der Wasser⸗
äufer gehörige Gattg. der Schnepfen, mit langem, an
»er Spitze verbreitertem, leicht nach oben gebogenem
Schnabel; hierher die rote N. (D. rufa Briss.), braun und
ostrot, Schwanz weiß, Winterkleid grau, Nordeuropa;
chwarzschwänzige U. (L. molanura Leisl.), Schwan;
chwarz, Nordosteuropa, Asien. JAbb. 494)
Uferspecht, der gemeine Eisvogel (s. Eisvögel nebst
Vneheim Bezaiͤrksstadt im bahr. Reg.⸗Bez. Mittel
canken, an der Gollach, (1908) 2825 E. Schloß.
uffizien (Palazgo ãegli UfdαM)j, Palast in Florenz,
560 - 74 von Vasari für den — Cosimo J. er⸗
aut, enthält eine der berühmtesten Gemäldesammlungen
der Welt (Galleria degli Uftizi), die Nationalbibliothe
ind das Zentralarchiv von Toskana.
Ufnau (ufenau, Aufnau), Insel im Züricher See,
dem Kloster Einsiedeln gehörig, Zufluchtsstätte Ulricht
von Hutten, der hier 16283 starb.
Ufumbiro, Landschaft in Afrika, s. v. w. Mfumbiro,
sJ. Kirungavulkane).
Ugaja, Landschaft in Afrika, am Ostufer des Viktoria⸗
Njansa, Teil von Kawirondo.
Uganda, ee unter brit. Protektorat (westl.
Teil vom Uganda-Protektorat) im äquatorialen Ostafrika
nordwestl. vom Viktoria-Njansa, 13300 qkm, 3-h0 000
E.; Flüsse: Nil, Katonga und Kagera (Alexandra⸗Nil);
bdewohnt von den mit Wahuma vermischten, in Acker⸗
bau, Jagd, Schiffbau, Töpferei und Korbflechterei ge—
schickten Waganda (Bantustamm), etwa die Hälfte christ⸗
lich; Hauptstadt früher Rubaga jeßt Mengo. — Vgl. Wilson
und Felkin (2 Bde. 1883), Johnston (engl., 2 Boe. 1002),
Austin (engl., 1903), Cunningham (engl 1805).
Ugandabahn, schmalspurige Eisenbahn in Brit.-Ost⸗
afrika, von Kilindini bei Mombas am Ind. Ozean nach
Port Florence (34 kRm), am Ostufer des Viktoria⸗Njausa
Karte: Afrika ij; Fortsetzung nach Uganda geplant.
Uganda⸗Protektorat, but. Protektorat in Oflafrika
Karle: Afrsta is, 831ööο , (οε8 16αιεα,
Handel s. Beilage: Afrikg, Siß des Kommissans Futebbe
entstanden seit 1896 durch Erweiterung des ursprünglich
1894) guf Uganda (s. ds beschruntten Protektorats ad
ugleisee, s utleifee. [R. und S.
Uglitsch, Kreisstadt im russ. Gouv. Jaroslawl, an
der Wolga, 9698

UAgocsa (spr. ügotscha), Komitat in Ungarn, an der
iᷣern Theiß, 1208 qĩm, (1800) 83 316 E.; Hauptort Nagy⸗
öllös.
Ugogo, Landschaft im mittlern Deutsch-Ostafrika, zwi—
chen Usagara und Unjamwesi; Bewohner Wagogo (Bautu⸗
aeger s. auch Tafel: Ethnographie J, 16)) Handels⸗
Aätze Muhalala und Mdabuüru, deutsche Militärstation
dilimatinde.
ugrische Völker, ursprünglich die in Ugrken (auf
der oͤstl. Seite des Urals) seßhaften Stämme der Ost
aken, Wogulen und Magyaren; jetzt s. v. w. ugrisch⸗
innische oder — Völker.
Vha, afrik. Landschaft, s. Uhha.
Uhde, Fritz von, Maler, geb. 22. Mai 1848 zu Wol⸗
enburg i. S. in Dresden, München und Paris vor—
zebildet, lebt in München, Hauptvertreter der Hellmalerei
und der sog. Armleutemalerei; bes. biblische Stoffe, wie:
asset die Kindlein zu mir kommen (1884, Leipzig), Komm,
derr Jesu, sei unser Gast (1888, Berlin), Abendmahl,
Bergpredigt, Geburt Christi (1889, Dresden), Noli α
angero, Himmelfahrt, Grabtragung (18806 sTafel:
Thristus, 5)); Familienkonzert (Köln), Modellpause.
— Biogr. von Ostini (1802), Bierbaum (1805).
Uhehe, Landschaft in Deutsch-Ostafrika, im SW. von
Usagara, welliges Plateau (1800 1800 ), von schwer
uganglichen Gebirgen eingeschlossen, nur Weideland, be—
vohnt von den tapfern Wahehe (Zuluͤkaffern), gegen welche
die Deutschen 1881 und 1893 Niederlagen erlitten, 1804
kroberung der Hauptstadt Kuirenga durch Gouverneur
yon Schele, 1896 Errichtung der Station JIringa. fKarte:
Deutsche Kolonien J, 4.)]
Uhha (uha), Landschaft in Deutsch-Ostafrika, zwischen
»em Tanganjika und dem Viktoria-Njansa, 1100 —1200 m
i. d. M.; Bewohner Wahuma (Beherrscher) und Bantu.
Uhland, Ludwig, Dichter und Gelehrter, geb. 26. Aprit
I87 zu Tübingen, Advokat, 1829 —88 Prof. der deutschen
Sprache das., 1819 — 89 Abgeordneter der württemb.
Ständekammer (hervorragendes Mitglied der konstitu—
ionellen Opposition), 1848 des Frankfurter Parlaments,
Jest. 43. Nov. 1862 zin Tübingen; ausgezeichnet als Lyriker
ind Balladendichter („Gedichte“, 1818 u. d.), auch Drama—
iker „Herzog Ernst von Schwaben“, „Ludwig der Bayer“);
iuch bedeutend als Literathistoriker (, Schriften zut Ge⸗
hichte der Acuns und Sage“, 8 Bde, 1863 739,„Alte
—— Bden,
882). — Bgl. Notter (1868), Jahn (1863), Mayer
2 Bde. I867), Ucs Witwe (1874)/ 8. Fischer (1887).
Uhlenhorst, nördl. Stadtleil von Hamburg, ostl. an
er Außenalster lKarte: Deutsches Reich J1, 2)].
uUhlich, Leberecht, Mitbegründer der Freien Gemeinden
s. dN geb. 27. Fehr. 1799 zu Köthen, 1845 Pfarrer zu
Nagdehurg, 1847 abgesetzt, gest. 28. Mürz 1872 als Pfarrer
er Freien Gemeinde das. — Selbstbiogr (2. Aufl. 1872).
Uhren, Instrumente zum Messen und Einteilen der
zeit. Die Alten kannten die Sonnenuhrelf. d.), die
Sanduhr (s. d.) und die Wasseruhr (f. d.). Die heutigen
käder⸗U., deren Erfindung nicht bestimmt anzugeben ist,
ommen im 12. Jahrh. in Klostern vor; Turmen sind feit
dem Ende des 18. Jahrh. bekannt; die Taschen⸗ u (Sac U).
vegen ihrer Form Nürnberger Eier (s. d. nebst Abb. 1264))
jenannt, wurden vom Nürnberger Schloffer Peter Hele
1480 - 1542) erfunden, der sie schon 15311 fo vervoll⸗
ommnet hatte, daß sie i0 Stunden gingen und schlugen.
die Repetier⸗u. exfand Barlow in London 1676; Har⸗
ison (gest. 1776) konstruierte zuerst genane Chronometer.
Das Raͤderwerk der U. erhält seinen Antrieb durch Ge—
vichte Gewicht⸗u.) oder Federn (Feber⸗U.). Die gleich⸗
örmige Umdrehung des Räderwerks bewirkt der Re—
pulator, eine Vorrichtung, welche genau gleiche Schwin—
zungen vollführt, die vom Räderwerk mittels der Zeiger
iuf dem Zifferblatte registriert werden; er besteht aus
inem Pendel oder einem kleinen schwingenden Schwung⸗
ad (Unruhe), wonach man Pendel⸗W. und Unruh⸗ü.
interscheidet. Damit der Regulator auch bei wechfeluder
emperatur immer die gleichen Schwingungen auͤsbführt,
st ex mit einer sog. Kompensation versehen, die auf der
ingleichen Ausdehnung verschtedener Metalle beruht. Die
emminug, (s. d. und Abb. 785) verzögert den Ablauf des
äderwerks. Die ältern Wand-Ü. mußten täglich aufgezogen