werden, die neuern sog. Regulator⸗U. gehen meist 8 Tage;
man hat auch Monats- und Jahr⸗U. legtere meist als Tisch⸗
U. mit Zentrifugalpendel ausgeführt. Die frühern Taschen⸗
U. zog man mit einem Schluͤssel auf, die neuern sog. Re—
montvirs sind schlüssellos und werden von außen aufgezogen
. Remontoir nebst Abb. 1488]). Kontroll⸗u. (zur Kon—
trolle des Dienstes von Beamten) haben ein Papierziffer⸗
blatt, auf welchem durch Perset und Herumdrehung
eines Schlüssels eine Marke an der betreffenden Stunden⸗
zahl hervorgebracht wird. Als Kunst⸗N., welche astron.
Daten anzeigen und mit mechan. Spielereien aüsgerüstet
sind, haben besondern Ruf die des Straßburger Münsters
(die erste von 1352, die zweite von 1574, die dritte von
1842). —Hauptsabrikationsland für gute Taschen-U. ist
die Schweiz (Genf seit 1587, Locle seit 1080, Chaur⸗
de⸗ Fonds). Deutschlands Hauptfabrikationszentren sind
Glashůtte in Sachfen (vorzügliche Taschenel., seit 1845),
Silberberg in Schlesien (Taschhen-U., Turme und Kontroll⸗
U., seit 1354) und der Schwarzwald (billige, aber gute
Pendel-⸗U.). Frankreich hat in Besancon (Taschen-u.) und
Paris (Stuͤtz⸗· und Reise-Ü.), England in London, Birming⸗
ham, Liverpool, Manchester und Coventry Hauptsitze der
Bedeutendes leistet auch Nordamerika.
S. auch Glektrische Uhren.)
Uhrendiffereinz, s. Zeitdifferenz.
Uhrich, Johann Aleris, franz. General, geb. 16. Febr.
1802 zu Pfalzburg, 1870 Kommandant von Straßburg,
das er nach siebenwöchiger tapferer Verteidigung 27. Sept
)en Deutschen übergab, gest. 8. Okt. 1886 zu Passy.
Uhu, s. Eulen [Abb. 8333)].
u. 1. S ut infra (lat.), wie unten (bemerkt).
Ui, Fluß, s. Uj.
Uiba, Hohlmaß in Tunis — 40 1.
Uiguren, türk. Stamm in Ostturkestan, Nachbarn
der Chinesen, schon frühzeitig durch Kultur ausgezeichnet
im Mittelalter durch Vermischung mit andern Bölkern ver⸗
ichwunden. — Vgl. Vämbery (1870). South Uist.
Uist, zwei der Außern Hebriden, s. North Uist und
nuistiti, Marmoset, Saguin (Hapuls jacohus Illiꝗ
KTafel: Amerikanische Tierwelt, 181), Art der
Krallenaffen, mit seidenartigem, langem, weichem Pelz
GSeidenüffchen), dessen Farbe aus Schwarz, Rostgelb und
Weiß gemischt ist, mit weißem Fe elel am Ohr,
Schwanz aus geringelt, Ostbrasilien.
Uitlanders (holländ., spr. eut.), Auslünder, im Gegen⸗
jatz zu den Buren diejenigen in die ehemal. Suͤdafrik. Re⸗
publik eingewanderten Weißen, die sich in dieser noch nich!
das Bürgerrecht erworben hatten.
Uj, auch ni, J. Nebenfluß des Tobol im russ. Gouv
Drenburg, 411 x1 Ig.
Ujain (ujjain), brit.s ostind. Stadt, s. Udschain.
Ujarad, ungar. Stadt, s. Neuarad.
Ufbecse, ungar. Großgemeinde, s. Becse.
Uibesenyö (spr. beschenjö), Neubessenova, Deutsch
Beschenowa, Großgemeinde im ungar. Komitat Temes,
nordwestl. von Temesvpär, (18900) 2857 E.
V. J. d. ⸗ Utriusque juris doctor (s. d.).
njdombovär, ungar, Großgemeinde, s. Dombovär.
Ujejfti, Kornel, poln. Dichter, geb. 4. Juni 1828 in Be⸗
remiany, gest. 19. Sept. 1887 in Palow (Galizien); schrieb:
„Die Klagen des Jeremias“ (1847) mit dem Choral dy
mem poßaréw“ (, Mit dem Rauch der Feuersbrünste“ 2c.),
der zum Volkslied wurde, u. a. „Poozye“ (2 Bde. 1894).
Ujesd (xuss.), Kreis, die administrative Unterabteilung
ines Gouvernements.
Ujest, Stadt im preuß. Reg.-Bez. Oppeln, an der
lodnitz, (1905) 2211 E. Amtsgericht, Schloß des Her⸗
zogs von u. (s. Hohenlohe).
Uifalvy von Mezökövesd, Karl Eugen, Sprach⸗
forscher und Reisender, geb. 16. Mai 1842 zu Wien, 1867
in Paris, gest. 34. Jan. 1804 in Florenz; bereiste Rußland,
Zentralasien und Sibirien, schrieb: „Recherches sur 1é
tablean ethnographiqus de la Bible“ (1872), „Les
nigrations des peuples“ (1873), „Expedition soientique
 franqaâse en Russie ete“ (6 Bde., 1878 - 80),
„Iart des cuivres aun Cachemüreé“ (18883), „Aus dem
westl. Himalaja“ (1884) u. a. Seine Gattin Maria U.,
die ihn auf seinen Reisen begleitete, schrieb „De Paris
Samarkand“ (1881) u. a,

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Ule
ñigradiska, Gemeinde in Kroatien-Slawonien, s.
vradiska.
nijgyalla, ungar. Kleingemeinde, s. Gyalla.
U hely, Satoralja⸗u· (spr. schaht. ajhelh), Hauptort des
domitats Zemplin in Ungarn, (1900) 16686 E.
Ujiji, s. Udjidii.
uzaint, brilt.aostind. Stadt, s. Udschain.
u jlat, Gemeinde in Kroatien⸗Slawonien, s. Ilok.
ugjpest Ipr. Ppescht), ungar. Großgemeinde, s. Reupest.
iszönhy (spr. ßöns), Großgemeinde im ungar. Komitat
domorn, r. an der Donau, gegenüber von Komorn (s. d.),
1900) 1800 E.
ajvaros, ungar. Großgemeinde, s. Balmaz-Ujvaͤros.
ajvidek, ungar. Name von Neusaßz.
ukami, Landschaft in Deutsch-⸗Ossafrika, zwischen Usa⸗
amo und Usagara; gebirgig (Ulugurugebirge, B00 m);
Bewohner Wakami (Bantustamm). Verordnung.
Ukas (russ., „Befehl“), in Rußland s. v. w. Geseß oder
Ukelei (ckeley, Ickelei), Laube (MIpurnus iucraus
Heob. Tafel: Fische J. 5), Art der Weißfische, Körper
usammengedrückt, Rücken bläulichgrün, Seiten und Bauch
ilberglänzend, in langsam fließendem Wasser und Seen
n ganz Europa nördl. von den Alpen sehr häufig; Fleifch
genug one Schuppen zur Fabrikation der Verlenessen;
. d/ benußt.
Uker (ücker), preuß. Küstenfluß, entspringt aus den
ückerseen bei Prenzlau, mündet unterhalb ückermünde in
das Kleine Haff, 104 kmglg.
Ukerewe, See in Ostafrika, s. Viktoria-Njansa.
ukermark, s. Uckermart.
Ukermünde, preuß. Stadt, s. Uckermünde.
Ukert, Friedr. Aug., Historiker, geb. 28. Okt. 1780
u Eutin, gest. 18. Mai 1851 als Oberbibliothekar zu
Botha, schrieb bes. über die — des klassischen
Altertums, begründete mit Heeren das Sammelwerk
Gefchichte der Lurop. Staaten“ (seit 1819)
Ukleisee (ugleisee), schöner Waldsee im oldenb.
Fürstent. Lübeck, in der Holstein. Schweiz bei Eutin, 38 ho.
Tafel: Nordwestdeutschlaud II, 4, bei Hannover.]
ukraine (. i. Grenzland), im moskanischen Reich und
im ehemal. Königr. Polen die äußersten Grenzgebiete
ggen die Tataren und andere Nomaden, insbes. das
Land zu beiden Seiten des mittlern Dujepr (die jetzigen
Goup. Tschernigow, Kiew, Poltawa), Sitz der ehemal.
leinruss. oder saporogischen Kosaken. Slobodstische U.,
m 17. Jahrh. entstanden aus den Sloboden (s. d.) der
geflüchteten Kosaken im Gebiet des Donez (das jetzige
goup. Charkow). Ukrainische Literatur, s. v. w. Klein—
cussische Literatur (s. d.).
urkwere, Landschaft in Deutsch-Ostafrika, Bezirksamt
Bagamojo, nahe der Küste; Bewohner Wakwere.
Ulanuen (poln.), leichte Reiter mit der Lanze als
Hauptwaffe und der Tschapka (s. d.) als Kopfbedeckung,
un Deutschland 26 Regimenter. a
Inege Ruhudja, Quellfluß des Rufiji (s. d.).
Ulanka, Uniformsrock der Ulanen, mit rabattenartiger,
nit zwei Knopfreihen besetzter Brustklappe.
Ularburong (Dipsas dendrophila Meina.), eine oben
chwarz und weißlich geringelte, unten ebenso marmorierte
oder einfach schwarze Nachtbaumschlange (s. Baumschlangen)
Malakas und der Sundainseln.
Vous (lat.), Geschwür; V. durxum, der harte Schan⸗
der; V. molle, der weiche Schanker; V. ventricüll rotun-Ium,
 das runde dyspeptische Magengeschwür.
Ule, Otto, Naturforscher, geb. 22. Jan. 1820 zu
dossow (Brandenburg), Privatgelehrter in Halle, gest.
das. 6. Aug. 1876, Herausgeber der gennrn „Natur“
mit Karl Müller, 1852 f9.), schrieb: „Das Weltall“
3. Aufl. 1859) u. a. „Ausgewählte kleinere Schriften“
BVde 1866-68). n
Uleaͤborg (spr. uleo), Lün im nördl. Finnland, nord⸗
istl. am Bottnischen Meerbusen, 166 644 4km, 268 226 E.,
darunter 1000 Lappen. — Die Hauptstadt u. (finn. Onlu),
ain der Mündung des Nlea-elf (104 xm Ig., Abfluß des
Aleä⸗träüst 984 qkm) in den Bottnischen Meerbusen,
17 996 E., Seehafen.
Ulemta (arab.), in der Türkei der Stand der Rechtsind
 — die Imame (Kultusdiener), Mufti
Gesetzesausleger) und Kadi (Richter) umfassend.