Ule

Nex L. Hedensame, Pflanzengattg. der Leguminosen,
)ornige Sträucher, bes. am Mittelmeer. V. eunopaeue
Stech⸗, Stachel· Heideginster, Gaspeldorn) dient als
zZierstrauch und wird auch als Futterpflange empfohlen.
Ulexit, s. Boronatrokalzit.
U. S. d Abkürzung für Unsere(r) Liebe(n) Frau,
. h. Jungfrau Maria.
Nifilas (got. Wutstla), geb. 311, Apostel und seit 341
gisco der grianischen Westgoten in Mösien, gest. 888
zu Konstantinopel, Verfasser der got. Bibelübersetzung,
des Hauptdenlmals der got. Sprache, für die er aus den
—*— und Runenalphabet eine eigene Schrift schuf.
Erhalten sind aus dem A. T. nur heringe Reste, aue
dem N. T. größere Teile der vier Evangelien (in dem
herühmten Codex argenteusff. Oodex und Tafel: Litera
tur J, 20p)) und Bruchstuck der Episteln. Ausg. von
Babelentz und Löbe (3 Bbe., 1848 — 46) üppström“ (1684
—68), Stamm-Heyne (10. Aufl. von Wrede, 1808).
ulibischew, s. Ulybyschew.
lires, lat. Namensform für Odysseus (s. d.).
Ulkfisch, s. Panzerbarsch.
Alla, J. Nebenfluß der Hüna im russ. Gouv. Witebst,
5 Rmeulg., zum Beresinischen Kanalsystem gehörig.
Ullersdorf, Kurort in Mähren, s. Großüllersdorf.
Unlmann, Emanuel, Jurist, geb. 28. Febr. 1848 zu
Petrowitz in Böhmen, 1872 Prof. in Innsbruck, 1886
n Wien, seit 1888 in München; schrieb: „Lehrbuͤch des
isterr. Strafprozeßrechts“ (2. Aufl. 1879), „Lehrbuch des
deutschen Strafprozeßrechts“ (1893) u. a.
ulnmann, Karl, prot. Theolog, geb. 15. März 1796
uu Epfenbach in der Pfalz, 1821 Prof. in Heidelberg
—ADD—
Prälat zu Karlsruhe, gest. das. 12. Jan. 1866, Vertreter
der sog. Vermittlungskheologie, Begründer der „Theol.
Studien und Kritiken“ (1828). Hauͤptschriften: „Gregor
von Nazianz“ (1825; 2. Aufl. 1867),, Reformatoren vor
der Reformation“ (2 Bde.; 2. Aufi. 1866), „Uber die
Sündlosigkeit Jesu“ (1838; neue Ausg. 1806). — Biogr.
on Beyschlag (1867).
Ullmannit, s. Nickelantimonkies.
Ullr, nord. Gott des Winters, trefflicher Schneeschuh—
äufer und Bogenschütze, Sohn der Sif.
uUlm, Hauptstadt des württemb. Donaukreises, Ober⸗
mntsstadt, Reichsfestung, l. an der Donau (zwei Stein⸗
rücken), Neuulm (. d.) gegenüber, (18900) 42082 (1008
1680) E., Garnifon, Land⸗, Amtsgericht,
steichsbankhauptstelle, Handels⸗, Gewerbe⸗
ind Handwerkskammer, Hauptzollamt, evang.
Münster (spätgot.; 1377 begonnen, 1844 80
zusgebaut, mit 161 m hohem Turm), nächst
dem Kölner Dom größte Kirche Deutschlands,
Nathaus (15. Jahrh.), Gymnasium, Real⸗ 1802. Ulm.
ymnasium, e Krematorium;
Leinwandbleicherei, Messinggießerei, Fabrikation von Werk⸗
zeugen, Hüten, Feuerspritzen, Maschinen, Tabak, „Ulmer
Pfeifenköpfen“ 2c. — Bis i808 Freie Reichsstadt, 1803 bay⸗
cisch, 1810 württembergisch; 17. Okt. 1806 Kapitulgation des
österr. Generals Mack; seit 1871 Neiesesung — Val. Ge⸗
chichte von Fischer (1863), Löffler (2. Aufl. 1883), Schultes
1881 u. 1886); zum Munster;: Pfleiderer (1800); Nübling,
„Us Handel und Gewerbe im Mittelalter“ (1892 fg.).
Ulmazeen, Pflanzenfamilie der Urtizinen, Büume mit
Steins oder Flügelfruͤchten.
Ulme (UOimus L.), Ruͤster, Pllanzengatta der Ulmazeen,
Bäume der nördlichen
gemäßigten Zone mit
rötlichen, in Büscheln
er Blüten und
zinsamigen, geflügel-—
en ——
Deutschland kommen
Jäufig vor Feldrůster
Feild N. Mot⸗ U.,
D. campestris L. .
Berg⸗u. (D. wontãna
With. [Abb. 1883
blühende Triebspihe, d Einzelblüte, e Stempel, g Frucht,
pon vorn und seitlich, e Triebspitze mit Fruchtbüschels)
Flatter⸗U. (D. effrusa —. Sie gorten —4

286

önch.) hat flügelförmige Korkleisten an den Asten; sie
vird bes. als Heckenstrauch angepflanzt.
ulme, Wauge, im Bergbau Bezeichnung für die
Seitenstöße eines Stollens oder einer Strecke; auch die
Berührungsflächen eines Ganges mit dem Nebengestein.
Ulmenspier, Pflanzenart, s. Spiraes.
Ulmin, s. Humus.
Amus (Ilat.), die Ulme (s. d.).
Uuna (lat.), Ellbogenbein (s. Ellbogen); ulnãr, was
h auf die V. bezieht.
Ulpianus, Domitius, röm. Rechtsgelehrter, geb. um
70 n. Chr. zu Tyrus in Phönizien, unter Alex. Seve⸗
us Praefectus praetorio, 228 von den Prätorianern
rmordet. Aus seinen zahlreichen Schriften ist ein Dritt⸗
eil der Pandekten (s. d. entnommen.
Ulrich, Hegog zu Württemberg (14198 1550), geb.
487, Sohn des Grafen Heinrich, ermordete aus Eifer—
ucht Hans von Hutten und bemuäͤchtigte sich der Reichs—
tadt Reutlingen; 1619 durch den Schwäb, Bund vertrieben,
8534 aber durch Landgraf Philipp von Hessen wieder ein⸗
esetzt, führte er die Kirchenreformation ein und war
Nitglied des Schmalkaldischen Bundes; gest. 6. Nov.
550. - Bgl. Heyd (3 Bde. 184149), Kugler (1865).
uUlrich von Liechtenstein (Lichtenstein), mittel⸗
ochdeutscher Dichter, geb. um 1200, aus steiermärk. Ge—
chlecht, gest. 1275 oder 1276; schilderte seine abenteuerlichen
Fahrten in dem für die Sittengeschichte wichtigen Gedicht
Frauendienst“ (h9. von Lachmaun, 1841: Bechstein, 1888
earbeitet von Tieck, 1812).
Ulrich von Türheim, mittelhochdeutscher Dichter,
wischen 1236—46 in Augsburg, verfaßte zwischen 124*
und 1280 das Epos „Der starke Rennewart“ (bisher un—
gedruckt), eine Fortsetzüng von Wolframs, Willehalm“nu. a.
Ulrich von dem Türlin, bürgetlicher, deutscher
ẽpiker des 18. Jahrh., aus Kärnten, schrieb einen Wil⸗
jelm“, die Vorgeschichte zu Wolframs „Willehalm“ (Dg.
don Singer, 1892).
Ulrich von Winterstetten, Schenk, Minnesänger,
danonikus in Augsburg (1241 69). Ausgabe seiner
Bedichte von Minor (1689).
ulrich von Zatzikhofen, Dichter des 12. Jahrh.,
ein Epos „Lanzelet'“ (59. von Hahn, 1845).
ulrich, Pauline, Schauspielerin, geb. 18. Dez. 1885
zu Berlin, seit 1838 am Hoftheater zu Dresden.
Ulrichstein, Stadt in der hess. Prop. Oberhessen,
19085) 853 E., Amtsgericht; dabei Arbeiterkolonie Reu⸗u.
Ulrici, —5 e eb. 28. März 1806 zu
Pförten (Niederlausitz), Prof. zu Fe gest. daf. 11. Jan.
i88a, Herausgeber der „Zeitschrift für Philosophie und
v Fritik“ schrieb: „über Shakespeares dramat. Kunst“
5. Aufl. 8 Tle., 1868), „Das Grundprinzip der Philo—
ophie“ (2 Bde. 184546) u. a.
Ulrike Eleonore, Konigin von reden (1718 -
O), geb. 28. Jan. 1688, Tochter König Karls XI, 1716
nit Erbprinz Friedrich von Ie eset . Friedrich J.
on Schweden) vermählt, nach dem Tode ihres Bruders,
darls XII. (30. Nov. 1718), Königin, ließ 1720 ihren
—5— zum König erheben, zes 24. Nov. 1741.
ulster (engl., de öll.), langer und weiter, an der
Taille zusammengezogener Männerüberrock.
Ulster Epr. öll), nordlichste Provinz Irlands, 22 189
X, (1801) 1881361 E.; Hauptstadt Belfast.
Vt. Abkürzung für Ditimo (s. d.).
Ultental, c. Seitental der Eisch, in Südtirol, 32 m
(4., Kom Baltschauer (Falzauer) Baͤch durqhfloffen; darin
——
Gertraud, die die Gemeinde Ulten (1900: 3881 E.) bilden,
und das Mitterbad (s. d.).
Vitima ratio regum (lat.), das letzte Mittel der
Könige, sprichwörtlich gewordene, aus Calderon entnom—
mene Inschrift, die Ludwig XIV. von Frankreich seit 1680
auf den Geschützen anbringen ließ.
Vitima Thuile (lat.), die änßerste Thule (s. d.), zur
rewe des äußersten Nordens nach Virgils Geor—
zica (J, a7).
ultimaãtum (lat.), letzte Erklärung, letzter Vorschlag
zu einem Vergleich; bei diplomat. Verhandlungen die
zußersten Bedingungen, deren Verwerfung den Abbruch der
Berhandlungen, oft auch Gewaltmaßregeln zur Folge hat.