Uro

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Urobilin, rotbrauner Farbstoff, verursacht die braune
Farbe des menschlichen Darminhalis, findet sich im Harn,
bes. reichlich bei Fieber, wird nachgewiesen durch sein
Speltrum und die grüne Fluoreszenz seiner ammoniaka—
lischen Lösung bei Zusatz von Chlorzint.
Urocele n— Harnbruch, Änschwellung des Hoden⸗
'acks, wenn sich Harn in denfelben ergossen hat,
Lroox;tis, Pilzgattg., s. Brand (Ges Gekreides).
Urodelen ( Urousla), s. Schwanzlurche.
Arogenitalfystem, Gefamihein der Körperorgane,
die der Harnabsonderung und der Fortpflanzung dienen!
Nieren, Harnleiter, Harublase, Harnröhre mit Vorsteher⸗
drüse, sowie sämtlichẽ Geschlechtsorgane.
Urolithiasis (gech.), Harusteinbildung.
Urologie (grch), die Lehre vom Harn und den Harn⸗
rankheiten.
Dromyces pisi Schrot., Erbsenrost, s. Erbse.
Uropoetisch (grch.), auf die Harnerzeugung bezüglich
zropoetisches System, der Teil des Uroͤgenitalfystems
s. d.), der der Harnabsonderung dient.
Uroskopie (grh.), Untersuchung des Harns (s. d.).
Urotropin, Heramethylentetramin, wirkt harnscure⸗
send, daher gegen Gicht angewandt.
Urpferd, das Bipparion (s. d.).
Urphede, s. Urfehde.
Urquhart (spr, örkwert), David, engl. Schriftsteller
ind Turkophile, geb. 1805 zu Braelangwell (Schottland),
Jest. 16. Mai 1877 zu Neapel, Bekämpfer des ruff. Ein⸗
dusses in der Türkei; Auffehen erregten seine Scriften
„Observations on Ruropean Turkey“ (1831), TNnrkey
and its resources“ (1833), „La criso, ou lu France
devant les quatxe puissapces“ (1840).
Urquiza (spr. kiza), Don Justo Jose, argentinischer
Staatsmann und General, geb. 1800, stürzte 1882 den
Diktator Rosas, 18583 — 6ö Hräsident der Argentinischen
donföderation, ermordet 12. April 1870.
Urs, die Rotorfe (s. Aland).
Ursache, s. Kausal.
Ursa mador (lat.), dex Große Bär, Ursa minor, der
leine Bär, Sternbilder, s. Bär.
Urschieferformation, kristallinische Schieferforma⸗
ivn. Bezeichnung für die Glimmerschiefer⸗ und Phyllit—
ormation als Ganzes [Beilage: Geologische Forma-Urfschleim,
 s. Bathybius. ltionen, nebst Tafel]
Urschrift, s. Origiuͤal.
Urserental, oberstes Reußtal, im schweiz. Kanton
ri; Hauptort Andermatt (s. d.).
Ursidae, s. Bären. Princesse des, s. Orsini.
Ursins (pr. ürsäng), Anne Marie de la Tremouille,
Urson, s. Stachelschweine.
Ursprungszertifitat, s. Zertifikat.
Urß, Nikola, rumän. Nationalheld, s. Hoxa, Juon.
Urftier, der Anerochs.
Arstoffe, s. Chemische Elemente.
Urfula, Heilige, nach der Legende eine brit. Königsochter,
 die, um der Heirat mit einem heidn. Fürsten—
ohn zu entgehen, mit 11000 Jungfrauen eine Wallfahrt
* Rom unternahm und auf der 3 samt diesen bei
köln von den Hunnen exmordet wurde; bef. in Köln verehrt;
Tag: 21. Ott. Is. Beilage: Heilige N Idn Schade
1854), Kessel, (18683), Stein (1870), A. Müller (1866)
Ursulinerinunen, von der heil. Angela Merici (gest.
1540) in Brescia 1587 gestifteter Orden von duet
rauen nach Augustinischer Regel zur Krankenpflege und
zum Mädchenunterricht; in Preußen 1875 aufgehoben,
eit 18388 teilweise wiederhergestellt. — Vgl. „Gefchichte
der heil. Angela ꝛc.“ (1893).
Urteil, in der Logtk die Verknüpfung zweier Begriffe
uinter dem Gesichtspuntte der Identitat oder Nichtidentität;
echtlich die Erkenntniffe, Intnernan der Gerichte in
Streitsachen und im Strafver ahren (End⸗U., Teil⸗n.,
Zwischen⸗ U Versaäummisun).
Urteilshypothet, sav. w. Judikatshypothek.
urteilsvonftrecung. f. Strafvollzug unnd Zwangs⸗
oollstreckung.
Purtsos T., Nessel, Breunessel, Pflanzengattg. der
Urtikageen, Kräuter der gemäßigten Zone mit Brennhaaren
Die bengal. V. crenulats Bord. fowie bes. die V. urenussima
 Bl. der Sundainfeln erregen bei Berührung nu

rträgliche Schmerzen; in Deutschland überall D. diüolea T.
großje Brennessel) und nrens L (tleine Brennessel); aus
hren Bastfasern wird Nesselgarn und Resseltuch gefertigt,
ie jungen Blätter zu Salat und Gemuse verwendet.
Irticaria (lat.), der Nesselausschlag (s. d.).
Urtiere, s. Protozoen.
Urtikation (lat.), Peitschen mit Brennesseln, um
inen kräftigen Hautreiz zu ergielen.
Urtikazeen(Drticacssao), Pllanzenfamilie aus der Ord⸗
aung der Ürtizinen, gegen 1400 über die ganze Erde zer⸗
treute Arten, Bäume Sträucher oder krautartige Gewächse
von sehr verschiedenem Habitus; zu ihnen werden seht auch
die Morazeen, Artokarpeen und Kannabineen gerechnet.
Urtizinen, dikotyledonische Pflanzenordnuug, um⸗
ahßt die Familie der Urtikazeen und ülmazeen.
Urtlan, die Gartenammer (s. Ammer)
Urtonschiefer, s. Phyllit.
Urtracheaten, s. Protracheaten.
Urtfcha, Tihri (engl. Tehri), brit.zostind. Vasallenstaat
in der Agentschaft Zentralindien, 8887 gqun, (1801)
Urubamba, Fluß, s. Ucchali. (383 020 6.
Urubu, der südamerik. Rabengeier (Schwarzgeier),
Urucu (Urutu), Farbstoff, s. Orkean. [(s. Geier.
Uruguan, einer der zwei Stammflüsse des La Plata,
intsteht an der Serra Geral im brafil! Staate Santa
Tatharina, Grenzfluß zwischen Brasilien und Argentinien,
sann zwischen Argentinieuü und — mündet nach
600 xm nördl. von Buenos Aires in den La Plata;
Stromgebiet 358 000 qkm; Nebenfluß l. der Rio Negro.
Uruguany, Repubca Oriental del U. Republik in
Südamerika [Karten: Südamerika Tund IIJ, östl. vom
antern Urugnay, 178 700 4kw, (1802) 8978 048 E. Hügel⸗
land mit schmalen Bergzugen von 660 m (Cerro Acegua
21m0), reichlich bewässert üa Plata, Urugnay, Rio Negro),
in der Küste Lagunen, subtrop. Klima. Einbeimische Be⸗
»dlkerung Mischung aus Spas
ruiern, Vortuglesen und In—
ianern; zahlreiche Ausländer
80199 sBeilage: Auswan-⸗
)erung)). Haupterwerbs—
weig Rindvieh⸗, Schaf⸗ und
bferdezucht; seit der europ.
zinwaunderung auch Anbau
»on Mais, Weizen, Halfa
J. auch Beilage: Getreden, 900. Urnquay.
indere Produkte Tabak, Wein, Oliven; Industrie gering,
neist in ausländischen Sänden. Handel s. Beilagen:
Südamerikag und Handel und Handelsmarine;
Sisenbahnen s. Beilage: Eisenbahnen; Telegraphen⸗
inien (1002) 2048 xm Budget (1804/5) 1610 Mill. Pesos
racionales. Heer: 1 Linieninfanterie⸗, 8 Jägerbataillone,
s Kavallerie-, 1 Feldartilleriere inent, 1 Festungsartillerie⸗
bteilung, LTrainkompanie, des Präsidenten;
Friedensstärke 14 Generale, sos Offziere, Kot Mann!
Bewaffnung en 1893 (1 ), Remingtons,
Maschinengewehr Tolt; olizeitruppen 8229, National⸗
jarde etwa 35000 Mann. Flotte: 2 Dampfer. Ver—
assung vom 10. Sept. 18295 prasident auf 4 Jahre,
Senat aus 18 auf 6 Jahre indirekt, Abgeordnetenkammer
zus 69 auf 3 Jahre direkt gewählten“ Mitgliedern be—
tehend; Einteilung in 19 Ve artamentos; Hauptstadt
Montevideo. Universität in gnee Wappen ein
n. * Felder geteilter Schild mit einer goldenen Wage im
ersten, einer Zitadelle im zweiten, einem Roß im dritten
und einem Ochsen im vierten Felde [Abb. 1800]; Flagge
auf, Tafel: Flaggen; Nationalfarben: Weiß und Blau.
— U. bildete ehcmals unter dem Ramen Banda Orsentai
inen Teil des span. VBizekönigreichs Bnenvs Alres, riß
ich 1811 von Spanien los, kam 1821 als Zisplatinische
brovinz an Brafilien, empoͤrte sich aber und wurde durch
)en Frieden von Montevideo 27 Aug. 1828 als selb⸗
dändige Republik anerkannt. Seitdem sben Bürgerkriege
as Land wenig zur Ruhe kommen lassen. Präßident ist
eit März 1908 iin y Ordoñez. S. auch Beilage:
Züdamerika, vVI..Bal.rhe Republio or b
2. Aufl. 1883), van Bruyssel Uranz., 18899, „Oruguay“
9 von dem Bureau of American Republics, 1892),
Aranjo span., 1895 u. 2. Aufl. 1888); Gefchichte von Diaz
span. 7. Bde. 1878).