Arũumija, pers. See und Stadt, s. Urmi(a).
Urumtschi, Stadt der chines, Prov. Siuckiang, in
er chines. Dsuͤngarei, etwa 30000 E.
Urundi, Land an der Nord- und Ostküste des Tan—
ianjika in Ostafrika. — Bgl. van der Burgt (frang, 1904)
Urutau, der Riesenschwalt (f. Schwalh).
Urva, s. Mangufte. lin Lothringen.
Urville (spr. ücwtl), kaiserl. Schloß bei Kurzel (d)
Urvogel, der Archaeopteryx (s. d.).
Urwahl, uUrwähler, s. Wahl.
Urwald, Waldzuftand, in welchem das freie Walten
der Natur in keiner Weise durch Eingriff der Menschen
zestört worden ist, in Europa selten (Polen, Rußland)
in Dentschland nur noch im Böhmerwald (etwa 185 ha)
Exrdkarten I, 3.) —E
Urzeit, das Forschungsgebiet der Urgeschichte (s. d. an
Urzeugung, Abiogenesis (Generatĩo aequivdos oder
Pontansa), die elternlose Entstehung organischer Wesen
aus unorganischem (Autogonie) oder organischem Bil⸗
dungsstoffe (Plasmogonie)vor ver Erfindung des Mikro⸗
slops für zahlreiche Tiere angenommen, die fich aus mikro⸗
topischen Tiern und Keimen entwickeln, jetzt nur noch
Hypothese fůr Ae Cuiste un der allerniedrigsten Lebewesen.
VU. S. (U. s. A.), Abtuürzung für Unitod States (of
u. s. — unt suprs (lat.), wie oben. IAmerica)
Usa, der Lippenbär (s. Bär).
Ußaä, Name russ. Flüsse, s. üͤssa.
Usagara, Landschaft in Deutsch-Ostafrika, gebirgig
42002000 m) und von Gebirgen umschiossen; Haupt⸗
duß Mukbkondokwa; ungefundes Klima, üppige Vegetation;
Bewohner Wafagara Bantustamm); Hauptorte die deut⸗
qhen Stationen Kilosa und Mpapua —u. heißt auch
die Landschaft Ankori(s. d.).
ufambara, Berglandschaft in Deutsch-Ostafrika,
3000 qkm, 18 600 E. im O. 800 - 1400, im W. 12000
2000 mn, iim S. und W. vom Pangani begrenzt, in den
Höhen gesundes Klima, im O. trop. Vegetation, im W.
gutes Weideland; Bevölkerung Waschamba oder Wasam.
bara (Bantustamm),; feit 18801 deutsche Plantagenunter⸗
ehmungen. Die nsambara-Eifenbahn n Mombo,
128km, im Betrieb). Karte: Deutsche Kodonien I44
Usauce (rz., spr. üfangß), Herkommen, Gebrauch, bes
dandelsbrauch.
Usaramo, Landschaft in Deutsch-Ostafrika, am Ind.
Ozean, zwischen dem Kingani und Rufiji, im Innern
wasserlos und sehr ungefund; Bevölkerung Wasaramo
— an der Küste Suaheli und Sansibar-Araber;
andungsplätze Daressalam ünd Bagamojo.
Usbe, ägypt. Getreidemaß — Aürdeb.
Usbeken izbeten eigentlich Osdeg, d. n. Selbstherr),
türt. Volk, hertschender Stamm in Turkeflan, benanni
nach dem Chan uzbet (13. Jahrh.), 2Mill. Seelen.
Usch, Stadt im preuß. Reg.⸗ Bez. Bromberg, am
Einfluße der Küddow in die Netze, (1905) 2339 E.
Uschat, Stadt im türk.-tleinafiat. Wilaet Khoda⸗
wendikjar, 15 000 E., (Smyrna⸗)Teppichindustrie.
Ascqhebti (richtiger dielleicht Schawabti), küeine Figuren,
die die Agypter dem Toten massenhaft in das Grab
ufchitze, serb. Stadt, s. Ugice. lbeigaben
uschtüb, türk. Stadt, s. v. w. Usküp.
Usedom, Insel zwischen den Odermündungen Peene
und Swine [Karte: Ostpreußen ꝛc. I, 21, vor dem
Lleinen Haff, 408 qkm, zum preuß. Reg.⸗Bez. Stettin
Lhörig; darauf die Stadt U., (1906) 1729 E. und die
Seebäder Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf, Zinnowitz ec
Usegua, Landschaft in Deutsch-Oftafrila, an Ind.
Dzean, im N. vom Pangani begrenzt und wasserarm
Bewohner Wasegua (Bantustamm); Hauptort Sadani
usener, Hermann Karl, Philolog, geb.13. Ott. 1834
zu Weilburg an der Lahn, 1861 — in Bern, 18683
in Greifswald, 1866— 1803 in Bonn, gest. das. 20. Okt.
1805; schrieb: „Altgriech. Versbau“ (1887), „Religions⸗
jeschichtliche Untersuchungen“ (3 Tle. 1880809) u. a.
Usia oder Asarja (Asaria), König don Juda, regiertt
etwa bis 740 v. Chr.; in seinem Todessahr wurde Jesaias
zum Propheten bernfen.
Usindia, Gebiet in Deutsch-Ostafrika, zwischen Viktoria⸗
Niansa und der Landsch. Unijamwesi, gut angebaut; Be—
vohner Wahuma und Wanjamwesi.
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon. 5. Aufl. D

397

Uta

Usin gen, Ereisstadt im preuß. Reg.⸗Bez. Wiesbaden,
in der Usa, (1905) 1857 E.Amtsgericht, Lehrerseminar,
Fealschule; 16601774 Residenz der 1816 erloschenen
rinie Nassau⸗n.
usipeter, ein westgerman. Volk am l. Ufer des Nieder⸗
heins. das Cösar, 66 v. Chr. nach dem“ ufer nördl.
der Lippe drängte; sie gingen sptter in den Alemcenen auf.
ustivren gerhrdat tgecz eaet
Serbiens und Bosniens, die infolge der türk. Eroͤbe⸗
Zungen Aufang des 16. Jährh. nach üngarn, in das vent
ian. Gebiet und das adriat. Küstenland auswanderten.
üsküdar, türk. Stadt, s. v. w. Skutari.
üsküp, Stopia, Skopije, Stadt im türk.zeurop. Wila⸗
et Kosovo, am obern Wardar, 20000 6.
Uslar, Kreisstadt im preuß. Reg.-Bez. Hildesheim,
m Sollinger Wald, 2466 E. Amisgericht.
uslar, Peter Karlowitsch, Baron von, russ. Sprach⸗
orscher, geb. 2. Sept. 1816 im Goup. Twer, gest. als
Seneralmajor 20. Juni 1875 zu Kurowo, erforschte die
aukas. Sprachen (Berichte von Schiefner, 1863 73).
Ufntan (sor. maͤnj), Kreisstadt im russ. Gouv. Tam⸗
ow, am Flüßchen U. 6789 E.
Uso (ital.), Gebrauch, bes. Usowechsel,
Wechsel mit einer Verfallzeit nach Ortsgebrauch.
Uspallata (pr. Aalljata), Cumbrepaß, Ubergang der
damerik. Kordilleren, zwischen Santiago de Ehile und
Mendoza (Argentinien), südl, vom —IX
Uspenfkoje, Dorf, s. Bolgary.
Ussa (usa), Name von Fluͤssen in Rußland, bes. r.
Nebeunfluß der Petschora im Goube Archangelsk, 718 kmeIg.
uUssukuma, Landschaft in Deutsch Ofaftiia, zwischen
dem Viktoria⸗-Njansa und Unjamwesi; Haͤuptort Kageji
am Viltoria⸗Njansa.
Ufsuri, r. Nebeufluß des Amur, im russ.ssibir. Küsten⸗
gebiet, mündet bei Chabarowsk; bildet mit seinem . Zu⸗
luß Sungatschi (Abfluß des Chankasees) eine schiffbare
Strecke von 770 Km. — Das Uffuri⸗Küstenland bildet
hen ganzen südl. Teil des russ.-sibir. Küstengebietes.
uffuri⸗Cisenbahn, Teil der Sibirischen Eisenbahn
s. d2) von Chabarowskebis Wladiwostok.
uUftaw (russ.), Statut, Ordnung, ein systematisch be⸗
irbeitetes Einzelgesetz.
ust⸗Dwinsk, s. Dünamünde. [(1900) 7623 E.
uster, Marktflecken im schweiz. Kanton Zuͤrich, an der Aa,
usteri, — Martin, schweiz. Dichter, geb. 12. Aprii
763 zu Zürich, gest. das. als Raisherr 20. Juli 1827;
Berfasser von Freut euch des Lebens“, Gedichten in
chweiz. Mundart u. a.
ustica, vulkanische Insel, zur ital. Prov. Palermo
zehörig, 4Bm, (1901) 1892 E.; 18. Murgz 10d6 Erd
jeben, seitdem verlassen. [Brand (des Getreides).
Ustilago, Gattg. der ustilaginken (Brandpilze), s.
uftjug Welitij, Hreisstadt um ruff. Goup, Wodogda,
in der Suchona, 11309 E.
ust⸗amenogsrsk, Bezirksstadt im russ.-zentral⸗
isiat. Gebiet Semipalatinst, rĩ. am Irtysch, 9158 E.
ust⸗Medwediza, ust Vedwjedigtaja, Bezirksort im
uss. Gebiet der Donischen Kosaken, ram Don, 148500 E.
ustrumdza, türk. Stadt, s. v. w. Strumica.
ust⸗ Urt, Steppenplateau (200 m0) in Ruff.⸗Zentral⸗
isien, zwischen dem Kaspischen Meer und dem Uralsee.
suoapio (lat.), Erfitzung (s. d).
Asuell 33 üblich, nach Gewohnheitsrecht.
ufufruktuar (lat.), der Nudnießer (s. Rießbrauch).
Usumbura, Statiou in der Laͤndsch. Urundi Deutsch⸗
Ostafrika), am Nordende des Tangansika.
usur (lat.), die oberflächliche geschwürige Zerstörung
ines Gewebes, z. B. Knochens.
Usurpation (lat.), Aumaßung eines Besitzes, einer
Befugnis, bes. der öffentlichen Gewalt durch Verdrangung
des rechtmäßigen Herrschers; nsurpator, der unrechtmaßige
Besiter, bes. Thronräuber; usurpieren, widerrechtlich sich
zueignen, an sich reißen.
Vsus (lat.), Gebrauch, Herkommen; jurist. eine per⸗
önliche Dienstbarkeit (s. Servitut). V. (est) tyrannus,
er Gebrauch GBes. Sprachgebrauch) ist ein Thrann herrfcht
ufusfruktus (lat.), Rießbraüch. sgebieterisch.
Utah (spr. juhte), einer der westl. Ver. Sltaaten
»on Amerika, 219956 qkm, (1900) 276 749 E., von dem
37