Val Sugana, s. Suganatal.
Val Telina, s. Veltlin.
VBaluta (ital., „Wert“), die in einem Lande als
gesetzlihes Zahlmittel anerkannte und als allgemeines
Wertmaß dienende Geldeinheit; der Gegenwert, den der
Aussteller eines Wechfels fur diesen erhält, Im österr.
Börfen verkehr sind Valuten Münzsorten und Papiergeld
daher Valutengeschäft s. v. w. Geldwechselgeschäft.
Valvassoren, der kleine ital Lehnsadel, der sich im
1. Jahrh. gegen den hohen Adel erhob.
Valvation (lat.), Schutzung des Wertes oder Preises
ziner Sache, insbes. die getce Abschätzung gewisser
Münzsorten in dem geltenden Landesmünzfuß, also die
Feststellung des Wertes, zu welchem sie —— —
sollen. Valvationstabelien, Verzeichnis solcher Muͤnzen
mit den Preisen; valvieren, abschätzen.
Jeivnis at.), Klappe (Herze, Benens, Darmklappe).
Vämbery, Herm. (Armin), ungar. Reisender und
Orsentalist, geb. 18. Marz 1838 zu Ezerdahely (Insel
Schütt), durchreiste 1868, he Orientale verkleidet, Persien
und Zentralasien, Prof au der Univerfitüt Zudapgt schrieb:
MReise in Mittelafien“ (2. Aufl. 1873), Eagataische
Sprachstudien“ (1867), „Skizzen aus Mittelasien“ (1868),
„Der Islam im 19. Jahrh.“ (18785), Das Türkenvoltk“
—
Vampir, s. Fledermaufe. — Nach dem slaw., rumän.
und griech. Voltsglauben ist V. die Benennnug Ver—
storbener, die nachts ihrem Grabe entsteigen, um Lebenden
das Blut auszufaugen. — Vol. Soc Asbo).
Van, in niederland. Personennamen das deutsche von,
die Herkunft andeutend, aber nicht Zeichen des Adels.
Vaͤn, s. Wan.
Vanad, Banadin oder Vanadium (chem. Zeichen V),
metallisches Element, 1830 von Sefström entdeckt, findei
sich in Form von vanadsauren Salzen z. B. im Vana—
dinit und Rotbleierz. Ans dem Chlorid durch Natrium
reduziert, bildet es ein silberweißes, schwer schmelzbares
Metall vom spez. ern 8,6; Atomgewicht 61,2. Die
höchste Orydationsstufe, das Vanadsaureanhydrid, liefert
verschiedene Reihen von Salzen (Vanadaten). Vanadsaures
Ammionium und vanadsaures Kalium geben mit Gerbsäure
eine gute schwarze Schreibtinte (Vangadintinte) und dienen
ur Herstellung von Anilinschwarz (Vanadinschwarz).
XXED—— Surrogat für Goldbronze ver⸗
wendet. — 33. von Klecki (1894), Ephraim (1904).
„Vanbrugih (spr. wännbruͤh), Sir John, engl. Drama⸗
tiker und Architekt, geb. Jaus 1664 in Loudon, gest,
26. März 1726; schrieb lose Sittenkomodien, wie „Tho
relaspe or virtus in danger“, „Provoked wife“,
„Sourney to London“, „Phe econfédoeracy“, auch Be—
arbeitungen von franz. und span. Komödien. Works“
smene Ausg. mit Biogr. 1893). — Vgl. Dameh (1898).
Van Buren, Maͤrtin, s. Buren.
Vancouver (spr. wännkühwer), Hafenstadt an der
Küste von Brit.⸗Columbia, an' der Georgiastraße, (1901)
26433 E., Endpunkt der Kanad. Pacifichahn.
Vaucouver (spr. ie George, engl. See⸗
fahrer, geb. 17358, vegleitete Coot au seiner Aund 3. Reise,
machte 1781 und 1786 Seereisen in Westindien, erhielt
700 die Leitung einer Expedition an die Rordwesttüste
Nordamerikas zur Rechtfertigung der engl. Ansprüche gegen⸗
über Spanien, kehrte 1793 nach gutland zurück, gest.
————
discovery to the North Pacifie Ocean and round tbe
worad in the years 1790 95 (8 Bde. 1788).
Vancouverinsel (spr. wännkühwer.) Insel im Stillen
Dzean, u Brit.⸗Columbia gehörig, 88 100 qurn, I0 doo 6.
(meist Indianer sTafel; Ethnographie II, 8), gebirgig
Bis 2280 m), zahlreiche Florde (Nutkafund), Eden und
Flüsse, bedeutender Reschtum an Waldungen, Vischen und
Mineralien (Eisen- und Lupfererzen, Kohlend; Hauptstadt
Victoric. 1774 von dem Spanier Quadra (daher Quadra
inseh) entdeckt, 1702 von Vancouver umfahren.
Vandal (spr, wangdäll), Albert, franz. Historiker,
geb. Z. Juli 1853 in Paris, Mitglied der Franz. Akademie
schrieb: „Louis XV'et Flüsabeth äs cRuccje“ (1882)
„Napoléon et Alexandro I“ (e Bde. 180198) u. a.
Vandalen (richtiger Wandalen), ostgerman. Volk, ge—
langten zur Zeit des Markomannenkrieges 166— 180 zuům

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Van
Teil von Schlesien nach Dazien, zogen zu Anfang des
5. Jahrh. nach Gallien und Spanicn, — Geiserich
nach Afrika, wo sie das Vandalische Reich gründeten,
uqhten Italien durch Raubzuge heim und pluünderten nud
verwüsteten 455 Rom (daher der Ausdruc Vandalismus
ür rohe Zerstörungswut) unterlagen 5333 unter ihrem
etzten König Gelimer den Oströmern unter Belisar,
vorauf ihr Name verschwindet. — Vgl. Papencordt (1837)
2. Schmidt (1001), Wrede (uͤber re Sprache, 1886).
Vandamme (spr. wangdämm), Dominique Renk,
Zraf von Hüneburg, franz. General, geb. 5. Rop. 1770
u Cassel (Norddepartement), zeichnete sich in den Na—
pleonischen Kriegen aus, 80. Nug. 1813 dei Kulm ge⸗
chlagen und gefangen, nach der Restaͤuration verbannt, gest.
15. Juli 1885 in Cassel. — Vgl. Du Caffe (8 Bde., 18370).
Vanderbilt, Cornelius, amerik. Induftrieller, geb.
27. Mai 1794 auf Staten Island bei Neuyork, gest. O Jan.
1877, elangi durch Schiffahrts⸗ und Eisenbahnunterneh⸗
nungen („Eifenbahnkönig“) zu großem Neichtum, den sein
Sohn William V. (gest. 8. Dez. 1885) noch in ungeheuerer
Weise vermehrte. Jetziger Chef des Hanfes ist Corneuus
V. geb. 27. Nov. 1843 auf Staten' Island.
Vandervelde, Emile, belg. ESszialist, geb. 25. Jan.
1866 in Jrelles, 1886 Advolat in Brüssel, seit 1884 Abeordneter,
 Lehrer an der sozialist. Hochschuͤle in Brüssel;
Ange „Die Entwicklung zum Sozialismus?⸗ (deutsch
1802) u. a.
Vandiemensgolf, Einbuchtung der Arafurasee in
die Küste von Vordaustralien, zwischen der Halbinsel Co⸗
burg und der Melvilleinsel.“
Vandiemensland, s. Tasmania.
Vandsburg, Stadt im preuß. Reg.⸗Bez. Marien⸗
vexder, (1905) 2900 E.; Amtsgericht.
Van Dyck, Anton, niederländ, Maler, s. Dyck.
Van Dyd sspr. deit), Ernest Marie Hubert, Bühnen⸗
änger (Heldentenor), geb. 2. April 1861 in Antwerpen,
eit, 1888 an der Wiener Hofoper.
Ban⸗Dyck⸗Braun (spr. deit), braune Malerfarbe,
tarxk geglühtes Eisenoryd.
Vanen (Wanen), ein nordisches Göttergeschlecht, dessen
Bertreter Nördhr, Freyr und Freyja sind kämpfen mit
den Asen unter Odin (Wanenkriegß, darauf Aussöhnung
ind Vereinigung beider Dynastien.
vVanessa, s. Eckflügler.
Van Eya, niederländ. Maler, s. Eyck.
Bangerow, Karl Adolf von, Rectslehrer, geb. 5. Juni
s808 zu Schiffelbach (Hessen), gest. 11. Ott. 1870 als
zrof. zu Heidelberg; Hauͤptwerk: „Lehrbuch der Pandekten“
3 Bde., neue Ausg. 18785).
Vanhove, Charlotte, s. Talma.
Vanitoro, eine der Santa⸗Cruz⸗Inseln, 164 qkm.
Vanius Si. Vanitle, trop. Pflanzengattg. der Orchi⸗
deen, epiphytisch an Baumstämmen lebend. Die merik.
J. Planifolia Aadreus Tafel: Nuvpflanzen I, o9j
iefert in ihren aromatischen, bis 30 àm langen Kapsel⸗
rüchten (span. vainillas) das bekannte, bes alb Zufatz
zur Schokolade dienende Gewürz; kultiviert in Mexito,
zuf, Reunion, Mauritius, Java und den Seychellen.
Vanillenkampfer, s. Vanillin.
Vanillenstrauch, s. Heliotrop.
Vanillin, Vanilienkampfer, der aromatische Stoff der
Banille, zu 18—2,s Proz. darin enthalten, durch Extrat—
ion mit Alkohol oder Ather gewonnen, kristalifiert in
farblosen Nadeln, wird auch künstlich dargestellt aus Koni—
ferin (s. d.), billiger aus Eugeunol (s. 9 oder Guaiakol.
Vanltas vanitatum! (lat.), Eitelkeit der Eitel⸗
—
Vanity fatr (engl., spr. wännitl fähr), Titel eines
Romans von Thackeray (s. d.).
Vanloo (van Lood, franz., aus den Niederlanden
dammende Malerfamilie. Söhne des in Paris und Aix
tätigen Freskenmalers Ludwig V. (1641- 1712) waren
Jean Baptiste V., Porträt- und Freskomaler, geb. 1684
su Aix, gest, das. 1745, und Charles Audre V., Hiflorienind
 eelen geb. 1705 zu Nizza, gest. 17605 zu
Paris als Prof. der Alademie.
Vannes (spr. wann), Hauptstadt des franz. Dep.
Morbihan, am Meerbusen von Morbihan, (1001) 283 370 E.—
irchäol. Museum, alte Befestigungswerke.