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„Aoterni Patris““ vom 29. Juni 1868 berufen. Seine
n ste Vorlage war die über die Unfehlbarkeit des Papstes
(s. — die trotz der Opposition zahlreicher, bes. auch
der deutschen Bischöfe durchgefetzt und 18. Juli, nachdem
die Minorität am Tage vorher Rom verlassen hatte, mit
b33 gegen 2 Stimmen angenommen und in der Bulle
Pastor aoternus“ proklamiert wurde. Vgl. Friedrich
(3 Bde. 1877687), Granderath (2 Bde., 1908).
Bauban (spr. wobang), Stbaͤstien Ic Pretre de, franz.
Marschall und Kriegsbaumeister, geb. 14. Mai 16383 zu
St.⸗Leger⸗de⸗Foucherets Burgund), feit 1660 General—
nspeltor der franz. Festungen, 17038 Marschall, gest.
30. Mürz 1707 in Paris; erbaute 33 feste Plaͤse, der—
besserte 300 alte, leitete 83 Belagerungen, ohne Gelegen⸗
zu finden, eine Festung zu verteidigen. Seine Be—
estigungsmanier war in Frankreich bis 1870 maßgebend.
—WBal. Michel (ranz., 1879), Lohmann (18985).
Vaubankangal, Renbreifaches Kanal, Kanal aus
dem Quatelbach bei Ensisheim zum Blindbach (Nebeufluß
der Ill), 26 m Ig., von iden 1699 angelegt.
Vaucanson (spr. wokangsoͤng), Jacques de, franz.
Mechaniker, geb. 240. Febr. 1709 zu Grenoble, gest. 21. Nov.
1782 zu Paris, Verfertiger berühmter Auͤtomaken und
riner nach ihm benannten Bandlette.
Vaucluse (spr. woklühs), franz. Departement in der
Provente, gus den ehemal. Glafsch. Avignon und Venaissin
und dem, Fürstent. Drange bestehend, 3378 4kmm, (1901)
236 948 E.; Hauptstadt Avignon. Benannt nach dem
Dorfe V. bei Avignon, unweit der Quelle der Sorgue,
388 E.; Aufenthalt Petrarcas 1337 63.
Vaud, vVays de (spr. peih de woh), franz. Name des
chweiz. Kantons Waadt.
Baudeville (spr. wod'wil), ursprünglich franz. Volks
lied satir. Inhalts (sf. Basselin); jeßt ein heitleres Bühnen⸗
ftück mit eingelegten Couplets.
Vaugirard (spr. woschirahr), südwestl. Stadtteil
15. Arrondissement, 1901: 153 166 E.) von Paris.
VBaurien frz., spr. worlang), Taugenichts
Vautier (spr. wotleh), Beusamin, Genremaler, geb
27. April 1825 zu Morgeb'am Genfer See, seit 1887 Prof
in Düsseldorf, gest. 26. April 1808 in Düsseldorf; Szenen
aus dem bäuerlichen und kleinbürgerlichen Familienleben
in der Schweiz, dem Schwarzwald und Eisaß Leichen⸗
schmaus ini Berner Oberlande 866, Köln), Erste Tanz⸗
stunde (18608, Berlin), Zweckessen auf dem Lande (1871,
München), Abschied vom Elternhaufe (1875), Tanzpause
1878, Bresden), Das entflohene Modell (1886), Ver⸗
haftung (1887). — Biogr. von Rofenberg (18987).
Vaur, brit. Staatsmann, s. Brougham and Vaux.
Vaurhall (engl., spr. wahrhaͤhl), chemals Dorf im
Südwesten von —* mit Vergnügungsgarten, jehz
Teil von London. linseln, 187 qm.
Vavaugruppe, nördl. Gruppe der brit. Tonga⸗
Jas XIotis (lat.), Wehe den Besiegten! (s. Brennus)
VBaxrholm, schwed. Stadt, s. Warholm.
V O. Abkurzung für Vertreter⸗Konvent (der akade—
nischen ———
v. Chr. S vor Christo (vor Christi Geburt).
. D. St. Verein deutscher Studenlen.
Becellio (spr. wetscht), ilal. Maler, f. Tizian.
Vechelde, Dorf in Briaunschweig, (10059 1470 E.
Amtsgericht.
Becht. 1) Mündungsarm des Rheins, fließt von Utrecht
nach Muiden in den Zuiderfee. — 2) Sluß, s. Vechte.
Bechta, Amtsstadt in Oldenburg, (1905) 3893 E.
Amtsgericht, bischöft. Offigialat, kath Oberschulkollegium—
Gymnasium, kath. Lehrerseminar, Besserungsansialt
Vechte (De Vecht) Fluß, entspringt im preuß. Reg.⸗
Bez. Münster, verbindet sich mit dem von Zwolle und der
Vssel kommenden Zwartewater und mündet nach 108 15
als Zwollsches Diep in den Zuidersee.
Veckerhagen, Flecken im preuß. Reg.⸗Bez. Cassel,
an der Weser Idodß) INss E., Ansgeriht
Ipaa Wissen“). Rome der aultesten Literaturdenk⸗
mäler der Inder, deren es vier gibt: Rig-, Sama-Lajur-
 und Atharvavoda; in engerm Siunce wird oft
der Rigveda allein unter V. verstanden.
Vedda, Vollk auf Ceylon, s Wedda. [Kavallerie.
Vedette (jrz.), vorgeschobener often einer Feldwache der

Bedische Religion, die älteste Phase der Indischen
Religionen (s. d.), wie fic uns namentlich im Rigveda eut⸗
gegentritt. Die Götter zerfallen in vier Klassen: 1) die
Lersonifikationen von Naturkräften, die aus der indo⸗—
Lerman. Religion überkommen sind, wie Dyaus, der
Zimmelsgott, Ushas, die Morgeurdte, Saurya, der Sonnen⸗
jott, Baju oder Vata, der Gott des Windes u. a.; 3) die
Adityas, an deren Spitze Varuna (f. d) steht; 83) die
Zevas, das herrschende Göttergeschlecht, mit Indra, dem
Nationalgott, au der Spitze, wie die Acvins, Maruts,
Ludra, Vishnu, Jama u. a.; 3) die Priestergötier: Agni,
ʒoma- Brahmanaspati oder Brhaspati, Saafpvati.
Bedute (ital.), Aussicht, Staͤdte, Landschaftsgemälde.
Been, niederländ. für Fehn, Sumpf.
Been GVenn), Plateau der Eifel, f. Hohes Venn.
Been, Marten van, holland. Maler, j. Heemslerk.
Beendam, Dorf in der niederland. Prov. Groningen,
8898) 10 996 G,, Schiffswerften.
Veenkolonien, sav. w. Fehnkolonien.
Vega (span.) fruchtbare Ebene.
Vega, La, Siadt' in der Republik Santo Domingo
Haiti), am HYuma, 9000 E.
Vega, Garcilaso, eigentlich Gareia Laso de la B., span.
Dichter, geb. 1508 zu Toledo, diente im Heer Karls V.,
Jest. 1635 zu Nizza; berühmi seine Schäfergedichte
Vega, Georg Vreiherr von, Mathematiker, geb. 1756
zu Sagoritza in Krain, österr. Artillexieoffizier, 26. Sept.
1802 ermordet; „Logarithmentafeln“ (1783), „Logarith⸗
uischetrigonometr. Handbuch“ (1793 ů, b) u. a.
BVega, Lope Felir de V. Carpio, span. Dramatiker,
eb. 25. Nov. 16562 zu Madrid, gest, 27. Aug. 1636 zu
Nadrid, Begründer der span. Nationdlbühne; seine Frucht⸗
varkeit sprichwörtlich; schrieb über 1800 Gombaias“, ein⸗
zelne deutsch von Schack (neue Ausg. 1865), Rapp (1869)
u. a., ferner Autos, Loas, auch Epen, lyrische und didak⸗
tische Gedichte, Episteln, Romane (deutsch von Richard,
9 Bde., 183428) u. a. Gesamtausgabe der „Obras“
st 1890 von der span. Akademie begonnen. — Val. W.
oon Wurzbach 87 Nennert (engl., 1908).
Vegaexpedition, die 1878 79 von A. E. von Norden⸗
kiöld mit dem Dampfer Vega durqchgefuüͤhrte Umschiffung
nordöstliche —— der Nordküste Asiens. sRarte
Polarländer J.
Vegas, Las, Stadt im nordamerik. Territorium Neu—⸗
mnexits, 800) 83552 E.; Schafzucht, Wollhandel.
Vegesack, Hafenstadt im Gebiet von Bremen, r. an
der, Weser, 1905) 4180 E., Realgymnasium. Vgl.
Halenbeck (Geschichte; 2. Aufl. 1892).
Vegetabilten (vom lat. vogotus, lebhaft, munter),
flanzen;, vegetabilisch, zum Pflanzeunreich gehörig, aus
zflanzen bereitet.
Begetabilischer Shwamm, s. Luffa.
Begetabilische Seiden, s. Pflanzenfeiden.
Begetabilisches Elfenbein, Elfenbeinnuß.
Begetarianer, Vegetarter, Menschen, die ihre Nah—
Aung ur aus dem Pflanzenreich nehmen, meist auch den
Venuß von Spirituosen verschmähen; und zwar verlangen
die strengen, daß nur Pflanzentost genossen werde, während
die gemäßigten von lebenden Tieren stammtende Nahrungs⸗
mittel, wie Milch, Eier und Butter, zulassen. — Val.
Bunge (1900), Hueppe (1900); vegetarische Kochbücher
oon Baltzer (15. Aufl. 1903), Weilshänser (6. Aufl. 1803).
Vegetatlon (lat.), Leben und Wachstum der Pflanzen.
Begetationszonen, s. Pflanzengeographie.
Vegetativ (lat.), pflanzenhaft, auf“ die Vegetation
sJ. d.) bezüglich; vegetative Funitionen, s. Animalisation;
jegetatives Nervensystem, s. Sympathieus nervus ve⸗
jetieren, ein Pflanzenleben führen; untätig leben.
Vegetius Renatus, Flavius, roöm. Militärschrift⸗
teller, verfaßte um 450 v. Chr. eine „Epitoma institulonum
 rel militaris“ (neue Ausg. bon Lang, 2. Aufl.
885; deutsch 1827).
Veghel Gecheh), Marktflecken in der niederländ. Prov.
stordbrabant, (1889) 5771 E.; Leinenindustrie.
Veglia (spr. welja), Insel im Golf von Quarnero, zu
strien gehörig, 428 qkm, 21 140 E.; Hauptstadt B. (1900)
Beh, Pelzwerk, s. v. w. Feh (s. d.). [12074 E.
Behement (lat.), heftig, ungestum: Vehemenz, Hef⸗
Behikel (lat.), Fahrzeug. stigteit.