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Ventilator, zur Ventilation (s. d.) dienender Apparat,
am gebräuchlichsten der Schrauben⸗V., der mittels schräg
gestellter Schanfeln die Luft parallel zur Achse fortschiebt
Abb. 1808). Beim Flügel. boder Zen
trifugal⸗V.
wird die Luft
an der Achfe
angesaugt
—V
Flügel mit⸗
tels Zentri⸗
fugalkraft in
den an das 1800. Schraub
z Schrauben⸗
eun— —— 1010. Flügelventilator.
Zanal geschlendert [Abb. 1810). Als V. dienen auch
Strahlapparate sTafel Bergbau J, 6].
PVentilieren, die Luft durh Ventilation erneuern
eine Frage erörtern.
Ventimiglia (jpr. milja), Hafenstadt und Festung
in der ital. Rrop. RPorto Maurizio, an der Mündung der
Roia ins Mittelländ. Meer, (18901) 11500 E.
Ventnor, Stadt in der englt— Grafsch. Hampshire,
auf der Insel Wight, (1001) 6866 6.; klimatischer Kurort.
Ventose (spri wangtohf „Windmonat“), der sechste
Monat des franz. Revolutonskalenders (10. Febr. bis 20
Ventotene, eine der Ponzainseln (s. d.). [März).
Ventourx, Mont⸗V. (spra mong wangtuh), Berg im
iranz. Dep. Vaucluse (Propence), 1812 m, Observatorum.
Ventral (lat.), den Bauch (vonter) betreffend, an
der Bauchseite gelegen.
Ventre à terreé (frz., spr. wangtr a tähr), Bauch
an der Erde, in gestreckten Galopp Creiten).
Ventriloquist (lat), s. Bauchredner.
Venus, italische Ralur⸗ und Gartengöttin, später
er griech. Aphrodite (s. d.) gleichgesetzt; bei den Alchi—
misten Bezeichnung des Kuüpfers.
Venus, der der Sonne am zweitnächsten stehende
Planet; Dirchmesser 12700 xm, mittlere Entfernung von
der Sonne 107, Mill, xw, Umlaufszeit 224, Tage,
Masse ,ꝛs der Erdmafsse. Vom allen Planeten kommt
B. der Erde am nachsten und scheint am hellsten (oft als
Abend⸗ oder Morgeuͤstern mit hohem Glanz), ist zeit
weilig am hellen Tage 338 V. hat, wie die Erde
eine Atmosphure. sTaͤfel: Astronomien, . 6.1 66
auch Venusdurchgang.)
VBenusberg, Name mehrerer Berge in Schwaben und
Thüringen (Hörselberg), an die sich die Sagen vom Tann—
zdͤuser und Frau Venus, vom treuen Eckart ꝛc. knuůpfen.
Venusblümchen, s.v. w. Kupferrofesf. d.h.
Vennsblumenkorb, Gießtannenschwamm
Eupleotolla aspergillum Ou. [abb. 1911)),
tiner der schönsten Kiefelschwämme aus der
Ordnung der Glasschwämnme, füllhornartig ge⸗
bogen; an den Philippinen.
Venusdurchgang, Vorübergang des Pla—
aeten Venus vor der Sonnenscheibe; der letzte
1882, der nächste 2004; wichtig zur Bestim—
nung der Entfernung der Erde von der Sonne.
S. auch Tropfenbildung.) 18114.
Venusfächer, Koralle, s. Oktaktinien. Ierne
Venusfitegenfalle, Pflanzenart, s. Dio- ene
Venusguͤrtel, f. Rippenguaen.“ fnaen.
—AV [Abb. 22.
—Ax Venosa.
Venusmufcheln (Venoridas), in allen Meeren ver⸗
trete ne Famine der Muscheln, i gleichtlappigen, regel—
mäßig vovalen oder dreieckigen, glatten oder getippien,
oft schön gefürbten Schalen Gewwis Arten, namentlich
die an den Küsten des nördl. Atlaut. Ozeans heimische
Venus merdenaria L., blaßgelb, innen violett gefleckt,
dienten den Indianern unter dem Namen Clam alßs Geit
und zur Verferligung der Wampumguürtel.
Venusohr, Ohrnapfschnecke (Sigarẽtus haliotoĩdes
Cam.), Art der Kammkiemer, mit ohrförmiger, spiralig
zestreifter Schale und fehr welter Mündung; Mittellünd
Meer, Atlani. Ozean. [383
Venusschuh, Pflanzengattg., s. Cypripedium Abb
Venuswagen, s. Koonitum fabba

Fera⸗ Stadt in der span. Prov. Almerla, (1800)
46 E.
Veracrũz. 1) Ostl. Staat von Meriko, am Merik.
VSolf, 75 863 qkm, (1800) 981 oßo E. In der guůfst⸗
eiße Steppen, im Innern Hochland mit mächtigen Gip⸗
eln (Citlaltepetl oder Pic von Orizaba 380 m); Haupt⸗
tadt Jalapa. — 2) Befeftigter Haupthandelsplatz des
Staates V., am Meere, 28 134 E.
Beranda (span.), laubenartiger Vorbau an einem
Bebäude.
Veränderliche Sterne, s. Firsterne.
Veratrin, im Samen von Sabadius offcinärum ecæ.
Veratrum sabadilla Rece. Läusesamen, s. Sabadiila)
vorhandenes, sehr giftiges Alkaloid, erregt schon in ge⸗
ringster Menge, in die Nase gebracht, heftigstes Niesen,
besteht aus dem amorphen Allaloid Veratritin und dem
someren kristallinischen Alkaloid CTevadin (tristallisiertes
8). B, dient als Mittel gegen Nexvenschmerzen und
Nheumatismus, meist äußerlich in Salben und alkoholi—
chen Einreibungen und subkutan.
Verãatrum L., Pflanzengattg. der Liliazeen, hohe
räuter mit dicken Rhizomen.“ V. album 7. (weiße
Nieswurz, Germer), Alpenpflanze, enthält in ihrem
Burzelftock das dem Veratrin ife d.) ühnliche Jervin,
veshalb dieser zu Schnupfpulver benutzt wird. V. nigrum
. Ichwarzer Germer), Südeuropa, bei uns Zierpflanze.
Veraußerung, das absichtliche Aufgeben anes Gutes
oder Rechts. Im allgemeinen ist niemand gehindert,
das Seinige zu verüußern; in manchen Faullen ist aber
die B. verboten, z. B. für den Zahlungsunfühigen nach
———
derbote in bezug auf Familienfideikommisse. über Wir—
ung uud Tragweite der Veräußerungsverbote val. Deut⸗
ches Bürgerl. Gesetzb. 88 135137.
Verazitãt (lat.), Wahrhaftigkeit.
Verba (lat.), Mehrzal von Verbum (s. d.).
Verbal (lat.), mündlich; das Verbum betreffend;
Lerbalinjurie, s. Beleidigung; verbaliter, Wort für Wort
Verballhornen, s. Ballhorn.
Verbalnote, Note einer Regierung an ihren Ge—
andten, welche nur zum Vorlefen bestimmt ist und nur
den Charakter einer vertraulichen Mitteilung trägt.
Verband, Bandage, alles was zur Umhüllung eines
kranken Körperteils behufs Erreichung eines Heilzwecks
dient, entweder einfacher Deck Olllustons- oder Otilusiv-B.
 zum Schutz der Wunden (am besten der antiseptische V.
von Lister, s. Wunde), oder Immobilisierungs V. ver⸗
mittels Holze, Papp⸗ oder Metallschienen, fsowie aus er—
härten dem Material (Gips, Kleister, Wafferglas u. a.)
zum Firieren gebrochener Glieder, Kompreffons- oder
Druck· V. zur Bekämpfung entzündlicher Anschwellungen;
Ertensions- oder Zug- V. zur Erzielung einer günstigen
Stellung bei Knochenbrüchen und Gelenkkrankheiten. —
dehrbücher von Hofmeistet (1901), Engel (1901), van
xden (1801), Hoffa (zugleich Atlas, 3. — 19804).
Verbandmull, s. Verbandstoffe. Ireal).
Verbandshypothet, f.v. w. Korrealhypothek (j. Kor⸗
Verbandstoffe, zuͤr Bedeckung von Wunden dienende
Stoffe, zur Zeit e Mull (Verbandmull, hydrophiler
B.) und Watte Gerbandwatte), welche durch Hitze keim⸗
rei gemacht oder mit antiseptischen Mitteln getränkt
nd. — Bgl. Koller (1898).
Berbandtasche, s. v. w. chirurg.
jerbandwatte, s. Verbandstoffe
Zerbannung und Landesver⸗
weisung, nahe verwandte Strafen,
bald auf gewisse Orte und Gegenden
bald auf gewisse Zeiträume beschräntt,
m modernen Strafs und Polizeirecht
uur noch in der Form der Deportatior
s. d.) und der Ausweisung vor
ommend.
Verbas, Fluß, s. v. w. Vrbas.
Vorhasoum L., Königskerze, Woll⸗ —
raut, Pflanzengattg. der Strofula⸗ 1812. Konigskerze
riazeen, hohe, meist gelb blühende
draͤuter, in Europa, dem Orient und am Mittelmeer.
In Deutschland häufigste Art V. thapsiforme Schrad.
Abb. 19181.

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