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Bierkiemer, Ordnung der Kopffüßer (s. d.).
Vierlande, s. Bergedorf. [5,54 J.
Vierling, Iree edeme in Württemberg —
Vierlunger, Spinnen. Bburg, (1905) 8187 E.
Piernheim, Marktflecken in der 9 Prov. Starken⸗—
Bierordt, Harl von. Physiolog deb 1. Zu 1818 in
dahr, 1849 Prof. in Tübingen, gest. das. 22 Rop ibs⸗
verdient um Erforschung der Blutkörperchen 8
un. Begründer der Půlsmessung; surieb:; —
„Grundriß der Physiologie“ (65. Aufl. (F h
1877) u. a. F
Vierpaß, eine im got. Maßwerk vor—
ommende Figur, bestehend aub vier in einem
kreis regelmaͤßig angeordneten Bogen [Abb. —*
19211. (S. guch Dreipaß nebst Abb. 451.)
Vierpunkt (Cnoprris quagen T. Tafel: Schmeterlinge
 U, 18), Schmetterling der Baͤrenfamilie, Vor—
derflügel beim Männchen aschgrau, beim Weibchen geib
mit se. 2, viereckigen siahlblauen Flecken; Hinterfluͤgel
laßgelb. Raupe schwärzlichgrau, haatig, mit geden Zackeninien
 und roten Warzen, an Baumflechten.
Vierraden, Stadt im preuß. Rege-Bez. Potsdam
Bierräuberessig, s. Essig. I—
Bierseit, s. v. w. Viered(s. d.).
Biersen, Fabrikstadt im preuß. Neg.-Bez. Düsseldorf,
4800) 24761 (19065: 27 888) E. Amtsgericht/ Pro⸗
qymnasium; Tertilindustrie.
Bierstädte, von den Sechsstädten (s. d.) der Ober—
ausitz die 4 bei Sachsen gebliebenen: Bauhen, Loöban,
Kamenz und Zittau.
Bierstrahler, die Rindenschwämme (s. d.).
Biertäler, s. Bacharach.
Vierte Dimension, JDimension.
Zicxteitaigeen s. Tetartoedrie.
Biertelstab, Wuist, ausgebauchtes Bauglied in Form
eines Viertelkreises [Abb. 1822)].
Vierter Stand, zusammiensassen⸗ *
ad für 5 Klasse dn 2
arbeiter (GProletarier). ünzfuß. —7
Vierundzwanzigguldenfuße. 1022. Viertelstab
Bierung, in der Kirchenbaukunst das durch die Durch⸗
chneidung von Langhaus und Querschiff gebildete Viered
(gewöhnlich Quadrat); über der V. oft cin Vierungs
turm, eine Kuppel oder nur ein Dachreiter.
Vierwaldstätter See, Alpensce in der Schweiz
Harte: Schweiz J, 1], benannt nach den ihn umgebenden
Bier Waldftätten, deu Kantonen Uri, Schwyßg Unter—
walden, Luzern, 137 xmIlg., bis 5 Im br., 13 qum,
437 m ů. d. M. besteht aus 7 Seen: dem Urner (Sqhau⸗
platz der Tellfage), Gersauer, Weggiser, Küßnachter,
duzerner, Alpnachet See und bder Buͤbdfet Bucht; Zu—
* Reuß, Muota, Engelberger und Sarner Aa; großte
Tiefe 2140; Uferorte: dlüelen, Brunnen, Gersan, Küß—⸗
nacht, Buochs, Luzern, Weggis u. a. Tafel: Alpenünder
 II, 8.1]
Vierzähner, die Gattg. Tetrodon (s. Igelfisch).
Vierzeher —e— s. Käfer.
Bierzehn Heilige, s. Rothelfer.
Bierzehnheiligen. 1) Wallfahrtsort im bayr. Reg.⸗
Bez. Oberfranken, nahe dem Main, mit prächtiger, aͤm
18. Jahrh. erbauter Kirche. — 2) Dorf in S.⸗Meiningen,
suee 184 E.; 14. Ott. 1806 Mittelpunkt der Schuͤcht
ei Jena. sdichrung verwendet.
Bierzeile, pers. Strophenform, bef. fur die Spruch⸗
Vierzon⸗Ville (spr. wiarsong wilh, Stadt im franz.
Dep. Cher, an der Mündung der Nivre in den Cher,
As01) i1 7186 E. Daneben Vierzon ⸗Bonrguenf Ibeo
ind, Vierzon⸗Village (9212 E.).
Viesch (Fiesch Dorf im schweiz. Kanton Wallis, im
RXhdnetal, an de Mündung des Biescher Bachs in die
Phone, an der Fuͤrkastraße, (1900) 460 E. Der Viescher
Bach ist der Äbftaß des Viescher Gleischers (40 qkm) an
der Südseite der Berner Alpen, umgeben von den Wallifer
Liescher Hörnern (8008 ), dem Finsteraarhorn und dem
Oberaarhorn; von den Grindelwalder Viefcher Hörnern
ee ih 8 ein Gletscher hinab—
Dorf im Großhzgt. S.⸗Weima
— —— Großhꝛot. S-Weimar, (1005
Biet⸗Ram, hinkerind. Reich, s. Annam.

Biẽtor, Wilhelm, Sprachforscher, geb. 26. Dez. 1850
n Kleeberg (Nassau), 1882 Lecturer der german. poen
am University College in Liverpool, seit 1884 Prof. der
engl. Philologie in Marburg; schrieb: Elemente der Pho—
ietik des Deutschen, Englischen und Frauzösischen“ (5. Aufl.
804; kleine Ausg., 8. Aufl. 1903), „Die Aussprache des
Schriftdeutschen“ (5. Aufl. 1901), „Einführung in das
Studium der engl. Philologie“ (8. Aufl. 1808) u. a., gab
die „Phonetischen Studien“ (1888 — 83; fortgesetzt seit
1884 u. d. T. „Die neuern Sprachen“) 'u. a. heraus.
Vietsbohne, s. v. w. Veitobohne (f. Bohne).
Bietz, Flecken im preuß. Reg.Bez. Frankfurt, an der
Vietze (zjur Warthe), (1808) 4070 E.Amitsgericht; Elet⸗
rizitüts⸗ und Eisenwerk.
Vieur⸗Conde (spr. wlöh ongdeh Condẽ, Dorf im
ranz. Dep. Nord, (18001) 7850 6. Steinkohlengruben.
YIcux Saxe (frʒ., spr. wiöh ßacks), Bezeichnung fur
as WMeißner Porzellan des 18. Jahrh.
Vieuxrtemps (spr. wiötang), Henri, Violinvirtuos
ind Komponist, geb. 20. Febr 1820 zu Verviers, meist
auf Kunstreisen, 183416—52 Kanimervirtuos in Petersburg,
eit 1866 meist in Paris, gest. 6. Juni 1881 zu Mustapha
dei Algier; schrieb Konzerte, Phantafien ꝛc.
Vieweg, Firma: Friedr. Vieweg * Sohn, Verlags⸗
huchhandlung in Braunschweig, gegrundet 1786 in Berlin,
1801 nach Braunschweig verlegt von Hans Friedrich V.
(geh. 11. März 1761 in Haue, gest. 26. Dez. 1835),
imfaßt bes. bedeutende Werke gaus den mathem Wissen⸗
chaften, Technologie, Landwirtschaft u. a. Campes „No⸗
zinson der Jungere“, die Zeitfchrift Globus“u. a.
Vigẽée (spr. wischeh), Elisabeth Louise, Bildnismalerin,
. Lebrun.
Vigevano (spr. widschew-), Stadt in der ital. Prov.
Zavig, am Tessin, (18015) 28 608 E.; Seidenhandel.
Vigilant (lat.), wachsam, aufmerksam.
Bigilarlus (lai.), Ordensgeistlicher, der zur Morgen⸗
indacht weckt. Vortagen der Feste.
Bigilfasten, in der kath. Kirche die dasten an den
Vigillen (lat.), bei den alten Römern die militär.
Nachtwachen (je 4 zu 8 Stunden) von Sonnenuntergan
bis Sonnenaufgang; in der kath. Kirche der en
am Vorabend eines Festes. lobachten, fahnden.
Bigilieren (lat.), wachen, wachsam sein, scharf be⸗
Vigillus, hapst 587665, Römer, vom byzant. Hose,
der seine Wahl veranlaßte, abhängig. — Val. Punkes
1865), Leveque (franz., 1888).
Vigiltal, s. Enneberg. s[näenberg, 3290 m.
Bignemale (spr. winj'mal), höchster franz. Pyre—
Bignetten Erz., spr. wine), eigentlich Weinramen,
leine Vergrangen auf den Rändern, Titeln, Anfangs⸗
eiten in Büchern, zuweilen auch im Tert derselben.
Vignola (spr. winj⸗), eigentlich Giacomo Barozzi da,
tal. Baumeister, geb. 1. Okt. 1807 zu Vignola bei Modeng,
eitete seit 13664 den Bau der Peterskirche zu Rom, gest.
das. J. Juli 1573; schrieb: „Regola delu nuα νu
Varehitottura“ (1563).
Biguny (spr. winjihs, Alfred Victor, Graf von, franz.
Dichter, geb. 27. März 1787 auf Schloß Loches (Touͤraine),
gest. 17. Sept. 18603 zu Paris; —
sistor. Romane („Cinq Mars“, 1626; deutsch 1869), Drä⸗
nen. — Biogr. von Seche (franz., 1802).
Bigo, Hafenstadt in der span Prov— Pontevedra, an
her Bai von V., (1900) 23 269 E.
Vigo di Fafsa, Hauptort des Fassatals in Tirol
s. Fassa, Val diß
Vigogne, s. Vicogne. [vollkräftig.
Bigor (lät.) Lebens⸗, Vollkraft, Rüstigkeit; vigörös,
Bigorit, Sprengstoff, zu den Äbeliten gehörig, be—
teht aus Nitroglyzerin, Kalisalpeter, chlorsaurem Kalium,
nitriertem Holzmehl und Kreide.
ViSorõoso, vigorosamento (ital., Mus.), mit Nach—
)ruck und Lebhaftigkeit.
Bikar (lat. vicarsus), der Stellvertreter eines Be—
amten im Dienst,bes. bei geistl, Amtern. (1s. auch Apo⸗
dtolische Vikare, Generalvikar, Reicksverweser.) vVitarlat.
Amt eines B.
Vikariatsmünzen, Münzen von Kurfürsten (bes.
ächsischen), denen während der Erledigung des Kaiser—
hrons das Reichspikariat übertragen war