Wab

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Wabash (spr. wahbesch), r. Nebenfluß des Ohio, mündet
rach 800 kmm auf der Grenze von Indianag nus Illinois.
Waben, die Nester der bienen- und wespenartigen
Insekten, bereitet aus dem an der Unterfeite des Banches
)erselben ansgeschwitten Wachs, sie bestehen aus Zellen.
Wabengrind, Wabenkopfgrind, s. Favus und Huͤhner⸗
Wabenkröte, Fipipo [Abb. 1304. [grind
Wabern, unruhig bewegt sein, bef. von Flammen;
daher Waberiohe, in der nocd. Mythologie ein mächtiges
Feuer, hinter dem u. a. die Brunhilde liegt.
Wace (spr. wehß; Verkürzung von Viteese.
anglonormann. Vichter, geb. um 1110 auf Guernsey, gest.
nach 1174 als Kanoniker zu Bayeur; Hauptwerke Le
Roman de Brut“ (hg. von Le Rome de Lincy, 2 Bde.,
1836-838) und „Le Roman de Rou“ (hg. von Andresen,
Bde. 187740).
Wach (Wag), r. Nebenfluß des Ob in den russ.⸗sibir
Vonw. Jenisseisk und Tobolst, Siku 1g., schiffbar.
Wach, Adolf, Jurist, geb. Il. Sept. 1843 in Culm, 1869
Prof. in Rostock, 1871 in Tübingen, 1872 in Bonn, seil 1875
in Leipzig; schrieb: „Handbuch des deutschen Zivilprozeß⸗
echts“ 1SBd. 1, 1885), Reform der Freiheitsstrafe“ (1880),
Die kriminalistischen Schulen und die Strafrechtsreform“
Wachabiten, s. v. w. Wahhabiten. [A 902).
Wachau, schöne Gebirgsgegend in Niederösterreich,
Dan der Donau, zwischen Spitz und Krems, mit der
Stadt Dürnstein.
Wachau, Dorf in der sächs. Kreish. Leipzig, 6 Ku
üdöstl. von Leipzig, (1900) 367 E.; 16. Okt. 1813 ein
Hauptpunkt in der Voͤlkerschlacht bei Leipzig.
Wache GWacht), für den Wachtdienst in bestimmten
Räumen (Wachlokalen) meist 24 Stunden bereit gehaltent
kleinere Truppenabteilung, unterschieden als Ehren⸗
Sicherheits⸗, Kasernen⸗-⸗, Garnison⸗ Feld⸗ Lager⸗, Stall⸗
Innen⸗, Außen.W. W. innerhalb der Garnisonen heißen
Garnison⸗W. Wachthabender, der Befehlshaber einer W
(S. auch Schildwache.) — Auf Kriegsschiffen dauert die
von der Hälfte der Mannschaft gebil dete W. (Schiffs-⸗W.)
Jewöhnlich 4Stunden (s. Glasen); die Mannschaft wird
in zwei gleiche Teile, Steuerborde und Backbord-⸗W., ge—
seilt; sie muß zur Ausführung von Segel- un a. Nanbverr
dereit sein. Bei der Hafen⸗W. auf Kriegsschiffen hat eine
W. 24 Stunden den laufenden Dienst, Boote zu besetzen
Sicherheits⸗W. zu stellen.
Wachenheim an der Hardt, Stadt im bayr. Reg.⸗
Bez. Pfalz, (1008) 2400 E. Weinbau; dabei Schloßruine
Wachenburg,
Wachenhusen, Hans, Roman- und Reiseschriftsteller,
jeb. 1. Jan. 1828 zu Trier, war vielfach als Kriegs—
correspondent tätig, gest. 28. März 1808 in Marburg,
schrieb außer vieleu Romanen; „Tagebuch vom franz.
Friegsschauplatz gze (2 Bde., 1871), „Aus beweqten
Tagen“ (2 Bde., 2. Aufl. 1806) u. a.
Wachholder, s. Wacholder.
Wachler, Joh. Friedt. Ludw., Literarhistoriker, geb
15. April 1767 zu Gotha, gest. 4. April 1838 als Prof.
zu Breslau; schrieb: „Handbuch der Gefchichte der Li—
eratur“ (4 Bde. 8. Aufl. 1833) u. a.
Wacholder (Juniperus T.) Pflanzen⸗
otin der Nadelhölzer, Abteilung der
upressineen zerfallen in Sadebäume (s. d.)
und in echte W. Zu letztern gehoͤrt der ge—
meine W. oder Kranawittstrauch (J. com
minis L.), in Europa und Nordasien; er
liefert schwarzblaueFruͤchte Wacholderbeeren,
rammetsbeeren sZweig mit Veeren Abb.
1831)), die in Form von Latwergen, Tee—
gemischen ec. als harntreibendes Mittel, fer⸗
ner du Wacholdermus, Wacholderöl (f. d.),
zu Ränchernagen, zu Wacholderbranutwein
und als Küchengewürz dienen; Zweige und —
Harz Geutscher Sanvarat, unechter Weih· Gedelier
zauch) benutt man zum Räuchern. Der Wacholder.
span. W. 9 ↄxyoedrus L.) liefert bes. das
Kaddigöl (s. dM Zu den Sadcbanmca gehört der virgin.
B . ιειν . vote Zeder, deset Holz zu Blei⸗
stiften und Zigarrenkisten derwenbet ach.
Wacolderöl, das aus Wahholderbecren mit Wasser⸗
)ampf destillierte ätherifche BVfarblos oder gelblich.

erpentindlartig riechend, dient zur Likörbereitung (Stein—
üger, Genever, Gin), medizinisch als harntreibendes
Mittel und zu Einreibuͤngen.
Wachparade, s. Paraͤde.
Wachs, Bienen⸗W. die feste, fettige Masse, aus der die
Bienen ihre Zellen (Waben, s. d.) banen, gelblichweiß bis
unkelgelb, wird in Wasser durch Umschmelzen gereinigt
gelbes W.) und besteht bes. aus roher Cerotinsante und
Myrizin; durch Bleichen an der Sonne oder durch Anwen—
dung chem. Mittel entsteht das weiße W. oder Jungfern⸗
B. das zu Kerzen, Pflastern, Salben, zur Appretur, zu
alastischen Kunstwerken er. dient. Andere Sorten sind das
Be⸗la⸗tschong oder weiße China⸗W. Die bekanntesten Sorten
bflanzen⸗W. sind das Japanische Wachs (s. d.), das Kar—
iaubawachs (s. d.), das Palmwachs, das grüne Ocuba⸗W.
on Ayristica ocubs M. et B. nud das Myrika- oder
Myrten⸗W. aus den Früchten von Myricn derifera T.
Wachsamkeit, Orden der, sFaltenorden [Abb. 548)].
Wachsbarchent, s. Wachstuch.
Wachsbaum, Wachsbeere, s. Myrica.
Sachsbilder, s. v. w. Zeraphamen.
Wachsbildnerei, Zeroplastik die Kunst, Gegenstände
ius Wachs zu bilden, geschleht entweder durch Bossieren
s. d. oder durch Gießen; bes. als Modelle zu kleinern
dunsibronzen.
Wachsblume, Pflanzenart, s. Hoys.
Wachsdegeneration, Wachsentartung, s. v. w. Amy—
identartung (s. Amyloid).
Wachsenburg, eine der drei Gleichen (s. d.).
Wachshaut Gerõma), bei verfchiedencn Voge lord⸗
ungen (Raubvögeln, Papageien, Tauben ?c.) an der
Wurzel des Oberschnabels befindliche, die Rasenlöcher um—
nehende, weiche, nervenreiche, oft lebhaft, bes. wächsgelb
Wachskattun, s. Wachsluch. lgefärbte Haut.
Wachskohle, s. Pyropissit.
Bachsleinwand, s. Wahstuch.
Waqchs malerei, die Herstellung von Wandgemälden,
ei welcher das Wachs mit Terpentin, Firnis und Dam—
narlack als Bindemittel der Farben oder als schützende
Decke dient oder auch in die Bildfläche eingeschmolzen
vird (s. Enkaustik).
Wachsmotte, s. Bienenmotte [Abb, 209].
Wachsmufselin, s. Wachstuch.
Wachsmuth, Ernst Wilh. Gottlieb, Geschichtschreiber,
eb. 28. Dez. 1784 zu Hildesheim, gest. 28. Fan 1866 le
drof. zu Leipzig; schrieb: „Hellenische Altertumskunde“
4 Bde. 2. Aufl. 1848 -46), „Geschichte deutscher Na—
ionalitüt⸗ (8 Bde, 1860 -62) u. a.
Wachsmuth, Kurt, Philolog, geb. 27. April 1837
u. Raumburg a. S., 1864 Prof.“in Marburg, 7069 in
Söttingen, 1877 ,in Heidelberg, seit 1886 in Leipzig,
Jest. 8. Juni 1905; schrieb: „Die Stadt Athen im Altertum“
2 Bde. 1874 - 90), „Einleitung in das Studium der
ilten Geschichte“ (1806), Athen“ (1903); gab heraus:
Stobaei Anthologium“ (mit Hense, 1884 —- 90) u. a.
Wachsmuyrte, Wachsbaum, s. Ngrica
Bachspackpapier, s. Wahsluch
Wachspalmen, Name für verschiedene Palmenarten
Südamerikas aus den Gattungen Coroxylon (s. d.) und
Copornioa (s. d.), ausgezeichnet durch ihr die Rinde uͤber—
ziehendes, zu Kerzen zu verwendendes Wachs.
Wachsperlen, s. Perlen.
Wachsschabe, s. v. w. Bienenmotte.
Wachsseife, s. Bohnen.
Wachsstrauch, Gagelstrauch, s. Myrica.
Wagystuch, mit farbiger Firnisschicht überzogenes,
ift mit bunten Mustern bedrucktes Gewebe, naͤch dem
Stoff unterschieden in Wachsleinwand, Wachskattun,
Waqhsbarchent, Wachsmusselin, dient zum Verpacken, zu
Decken rc. Wachstuchpapier Wachspackpapier) ist zaͤhes
Packpapier mit einem Austrich aus Kienruß und Leindbl⸗
irnis oder aus Asphalt, Leinölfirnis und Terpentinöl.
Wacqhstum, die Fähigteit organischer Körper, nach
hrer Entwicklung eine weitere Ausbildung zu erlangen,
die nicht nur in einer Zunahme des Umfangs und Ge—⸗
vichts, sondern auch in einer gleich eitigen innern Ver—
inderung besteht. Ein Wachsen I das gewöhnliche
Maß wird als Riesenwuchs, eine vorzeitige Unter⸗
zrechung des W. als Zwerabildung bceiknet 36